Wir suchen Dich!

Hallo zusammen!

Für unser Blog suchen wir ArtikelspenderInnen und AutorInnen, die Lust dazu haben, uns mit Beiträgen zu unterstützen.
Unser Themenspektrum umfasst dabei, wie sollte es anders sein alles rund um das Thema (Neu)Heidentum,  Göttinnenspiritualität, Magie, (vorchristliche) Religionen, Crafting… und alles, was noch dazugehört. Die Beiträge können persönliche Einsichten und Erfahrungen ebenso beinhalten wie kritische Betrachtungen zu einem Thema. Seien es Gedichte, Geschichten oder ein anderer kreativer Ausdruck, der im thematischen Zusammenhang steht.
Der Ideen sind keine Grenzen gesetzt 😉 . – Bis auf eine: Die Inhalte müssen mit unseren Forenregeln übereinstimmen.
Dh. es werden weder sexistische, noch rassistische, gewaltverherrlichende oder diskriminierende Inhalte geduldet. Ebenso haben rechte Ideologie und Propaganda hier einen Platz!
Alles andere ist herzlich Willkommen. 🙂

Voraussetzung:
Gibt es keine. Es sind regelmäßige Schreiberlinge ebenso willkommen wie einmalige Spenden. 🙂
Außerdem suchen wir noch RubrikenbetreuerInnen für unsere Themenbereiche, die sich verantwortlich fühlen möchten, sich um einzelne Rubriken zu kümmern.
Dabei stehen momentan fast alle Rubriken zur Verfügung, abgesehen vom „Kosmischen Tanz“ und „An den Ufern des Nils“.

Einzige Voraussetzung: Mitgliedschaft im Forum, und mehr oder.

Falls Ihr also Lust dazu habt, uns zu unterstützen, meldet Euch doch einfach im Forum,  über Facebook oder schreibt uns eine eMail an kontakt@panpagan.com

Bitte schickt uns auch eine Kurzvorstellung von Euch, damit wir zum einen einen kleinen Eindruck von Euch bekommen (falls wir Euch nicht bereits aus unserem Forum oder von FB kennen) und die wir ggf. auch als Autorenvorstellung benutzen können 😀

In diesem Sinne freuen wir uns auf Euch und Eure Beiträge!

Liebe Grüße
Siat

(Kritische) Gedanken zum Jubiläum

Liebe Freunde, Mitglieder und Bekannte,

für uns ist es kaum zu glauben, doch wir haben am 17.01. unser zehn jähriges Jubiläum gehabt.
In diesen Jahren ist unglaublich viel passiert. Es haben viele wunderbare und tolle Menschen unsere Wege gekreuzt. Einige blieben, von anderen trennte sich der Weg wieder. Manchmal nicht ohne eine (große) Lücke zu hinterlassen.

Das PanPagan wurde „damals“ in einer Nacht- und Nebelaktion „geboren“.
Unser Mutterforum, das Paganforum schloss von jetzt auf gleich seine Pforten, weil Pagan, der Besitzer des Forums, der Streitigkeiten und Problemen, die zu diesem Zeitpunkt bedauerlicher Weise Überhand genommen hatten, überdrüssig wurde.-Wofür wir einerseits vollstes Verständnis hatten, andererseits hätten wir uns im Paganforum-Team gewünscht, über seine Absichten informiert zu werden.
Aber so waren wir genauso überrumpelt, wie alle anderen Mitglieder.
StarFire, der schon lange im Paganforum moderierte und administrierte, und ich beschlossen darauf hin, das Tochterforum „PanPagan“ ins Leben zu rufen, und so den alten Mitgliedern eine neue Bleibe anzubieten.

Mit der Hilfe unseres alten Admins und Forenbesitzers Pagan, besorgten wir die Forensoftware, richteten Benutzergruppen ein, gestalteten die Forumsstruktur, die wir bis heute zum größten Teil beibehalten haben, gestalteten Gruppen und ihre Rechte… Bis hin zum Zusammentragen der Smilies.
Das Ganze lief innerhalb von ca. sechs Stunden ab, wobei wir uns die gesamte Nacht auf den 17.01. um die Ohren schlugen.
Als das Forum stand, konnten wir schließlich auch über die Software des Paganforums die Mitglieder in unsere Hallen einladen.
Die Resonanz war damals überwältigend groß.
Doch das PanPagan ist natürlich nicht das Paganforum, und jedes Forum entwickelt seine eigene Dynamik.

Nach dem Ansturm…
Im Laufe der Jahre hat sich der Enthusiasmus etwas „abgekühlt“, und das Forum ist in den letzten zehn Jahren stiller geworden.
Ich denke mir manchmal, dass es einfach auch ein Spiegel der Zeit ist. Durch die Sozialen Netzwerke wurde den Internetforen ein Teil der Aktivitäten genommen. Etwas, das ich nicht nur bei uns beobachte, sondern auch anderswo.
Vor allen Dingen, wenn es um tiefere Diskussionen geht.
Dennoch beschäftig mich diese Entwicklung.

Ein Forum lebt nicht von den Admins allein, sondern von seinen Mitgliedern
Das Pan war und ist ein Forum, in dem wir als Betreiber und Admins Wert darauf legen, dass bestimmte Themenbereiche, die bereits im Paganforum ausuferten und das Forengeschehen dominierten (z.B. Small-Talk-Themen, Spiele usw.) , (stark) eingeschränkt werden, und das relativ strikt zwischen persönlichen Wahrheiten, Meinungen und Erkenntnissen (unverified personal gnosis, kurz UPG) und historischen, wissenschaftlich fundierten Fakten und Theorien differenziert wird.
Das wird, wenn ich kritisch darüber nachdenke, sicher die oder den einen oder anderen recht schnell wieder aus unserem Forum katapultiert und verschreckt haben, weil wir da häufig sehr schnell und vehement reagieren, bzw. reagiert haben.
In den letzten Jahren habe ich beobachtet, dass immer wieder thematische Diskussionen, die sicherlich auch kontrovers betrachtet werden konnten, bereits im Keim erstickt wurden. Die Gründe, die ich wahrnehme, waren da sehr vielfältig.
Angefangen von „esoterisch-weichgespülter Quatsch“, über „darüber braucht man nicht diskutieren, weil das historisch so oder so (nicht) ist“, hin zu „das hatten wir bereits im alten Paganforum (,da wollen wir einfach nicht mehr drüber diskutieren)“.
Darüber hinaus scheint mir, dass eine gewisse, allgemeine „Diskussions“- oder „Gesprächsmüdigkeit“ eingetreten ist.
Wenn ich mich in den sozialen Netzwerken umsehe, dann beobachte ich, dass sich auch in der deutschen Heiden“szene“ eine Menge tut, über das sich zu reden lohnen würde, worüber man diskutieren könnte.
Doch das scheint aus irgendeinem Grund bei uns derzeit leider eher uninteressant und wenig diskussionswürdig zu sein.
Ich finde das unglaublich schade.
Ein Forum lebt in aller erster Linie von den Beiträgen der Mitglieder, und nicht ausschließlich von uns Admins (bzw. von unserer Bespaßung)!
Es nützt ja auch nichts, wenn ich mir Gedanken über Themen mache (sei es für das Blog oder für Postings im Forum), und es kommt darauf keine Reaktion! Das ist ziemlich frustrierend, und macht mir eben so wenig Spaß.
Darüber hinaus ist die Bandbreite des Heidentums und den damit verbundenen Themen so unglaublich vielfältig und riesig… die können wir als Admins gar nicht abdecken, geschweige denn überblicken.
Da bedarf es einfach des Mitwirkens der einzelnen Mitglieder.

Ohne eine aktive Beteiligung, nicht nur im Antworten geben, sondern auch im Beisteuern von Themen, dümpelt ein Forum leider vor sich hin.-So wie es das Pan bedauerlicher Weise derzeit tut.

Manchmal frustriert es…
Ich liebe mein „Baby“… Aber die letzten 2-3 Jahre war es für uns auch ziemlich frustrierend.
Es gab immer wieder (alte) Mitglieder, die und das Feedback gaben (z.T. nachdem sie das Forum verließen): „Hier ist ja nix los“, oder „Die Themen lassen zu wünschen übrig“ oder ähnliches.
Meine, bzw. unsere Antwort kann darauf einfach nur sein: „Warum bringst du nicht die Dinge ein, die dich interessieren?“ Die Antwort darauf war bedauerlicher einfach Schweigen.
Es ist leicht, den Grund dessen, warum etwas „zu langweilig“ oder dergleichen ist, in dem zu suchen, was einen ent-täuscht. Fakt ist aber, dass man mit-wirken kann, darf und sollte, wenn einem an etwas liegt.

Manche Dinge können sich nur verändern, wenn man bereit ist, mitzuwirken, sich zu beteiligen und seinen Teil beizutragen. Wenn man selbst aktiv wird. Das gilt im Reallife außerhalb des Internets genauso, wie für das Internet.

Admins und Moderatoren sind keine Animateure, die ausschließlich zur Beschäftigung und Belustigung der Mitglieder da und aktiv sind!
Auch wir besitzen ein ausgefülltes Leben außerhalb des Internets, das unsere (Lebens)Zeit ausfüllt, und wir leben nicht nur dafür, das Forum mit Beiträgen zu füllen und/oder Monologe zu führen.
Warum ich dies schreibe ist, dass es manchmal die Erwartung mancher Mitglieder zu sein scheint, dass wir rund um die Uhr präsent sind, sofort springen, wenn etwas nicht funktioniert oder wenn irgendetwas ist, und wir nur darauf warten, das Bespaßungskomitee zu mimen.
Ja, diese Erwartung wird enttäuscht, und ich kann mir vorstellen, dass auch dies einer der Gründe sein kann, warum Mitglieder abspringen/abgesprungen und/oder nicht mehr aktiv sind.
Aber: Das reale Leben außerhalb der Virtualität hat nun mal Vorrang.

Manchmal möchte ich alles hinschmeißen…
Doch dazu liegt mir zu viel an meinem „Baby“. Es gab in den letzten Jahren immer mal wieder Phasen, in denen wir darüber nachgedacht haben, einfach das Forum dicht zu machen, weil wir einfach gefrustet waren.

Gefrustet, weil ich das Gefühl habe, dass wir eingefahren sind, und das Potenzial, was drin steckt, nicht (mehr) nutzen.
Gefrustet, weil ich nicht die Zeit, und die Kraft habe, jeden Tag für x-Stunden online zu sein, und Stunden damit zu verbringen, Beiträge zu verfassen, bei denen am Ende kein Feedback kommt, wo es zu keinen Reaktionen oder Gesprächen kommt.
Gefrustet davon, dass, wenn kontroverse Themen aufkommen, diese abgekanzelt und im Keim erstickt werden., und davon, dass eine gewisse Engstirnigkeit zu herrschen scheint, die es unmöglich zu machen scheint, Dinge auf einem respektvollen Niveau zu diskutieren, die etwas… hmmmm… wie soll ich sagen… „ätherischer“ und „esoterischerer“ Natur sind, ohne dass durch den Kakao gezogen oder einfach lächerlich gemacht wird.
Gefrustet, weil eine gewisse Offenheit zu fehlen scheint, mit der auch über Weltbilder, Ansichten, Praktiken, Ideen usw. diskutiert werden könnte, die etwas ab vom (angenommener) Tradition, historischen Authentizität o.ä. liegen (könnten).

Vermisst: Diskussionskultur
Was mir generell dieser Zeit auffällt ist, dass eine gewisse Diskussionskultur verloren gegangen zu sein scheint.
Das gilt für das Reallife ebenso wie für das Internet.
Es wird nicht mehr richtig miteinander geredet oder diskutiert, sondern es werden nur noch Meinungen und persönliche Wahrheiten „um die Ohren“ geschlagen.
Statt eines „Aufeinandereingehens“ scheint es mir, als sei heute „in“, einfach nur seine Standpunkte deutlich zu machen und ihn zu vertreten.
„Meine Meinung ist die und die. Die hast du gefälligst zu akzeptieren, darüber wird nicht diskutiert.“,“Das ist mein Statement, das ich dazu abzugeben habe. Da gibt’s nichts zu diskutieren.“, um nur Beispiele zu nennen.
Auch das ist eine Entwicklung, die ich generell in den letzten Jahren zu beobachten meine. Doch dann frage ich mich, warum man sich in einem Diskussionsforum (oder in einer Gruppe in einem sozialen Netzwerk) aufhält?

Wohin unsere Reise geht…
Da werden wir uns überraschen lassen.
Klar ist für mich, dass ich auf jeden Fall weiter machen möchte in dem zeitlichen Rahmen, der mir zur Verfügung steht.
Mein Stern StarFire hat sich etwas rausgenommen, und ist, wie im letzen Beitrag bereits geschrieben, nur im Notfall für technische Probleme und ähnliches ansprechbar.

Wenn ich mir etwas für die nächsten Jahre wünschen würde, dann wäre es natürlich, dass wieder mehr „Leben in die Bude“ kommt,
Eine aktivere Beiteiligung. Sei es durch das Aufbringen von Ideen für Themen (Blog-und Forumstechnisch), sei es durch das Ansregen von Diskussionen/Gesprächen… Was auch immer.
Und zwei ganz großer Wünsche sind:

  • Offenheit. Das wir aus unserer (scheinbaren) „Verschlossenheit“ herauskommen, und Neues Willkommen heißen können. 😀 Ganz im Zeichen des bald einbrechenden Frühlings. 😉 und
  • KONSTRUKTIVE (!!!) Kritik. Wir sind natürlich nicht perfekt, und es gibt sicher immer etwas zu verbessern. Von unserer Seite, wie aber auch von Eurer. Konstrukitve Kritik bedeutet, konkret zu sein, und nicht nur zu sagen: „Die Beiträge interessieren mich halt nicht…“ sondern dann auch zu sagen: „Mich würde mehr zu diesem und jenem Thema interessieren, oder das und das.“!
    UND es bedeutet aber auch die Bereitschaft (wie oben bereits geschrieben), auch selbst etwas dazu beizutragen, und sich ggf. selbst zu fragen: „Was kann ich denn dazu tun, dass sich die Situation verbessert?“

In diesem Sinne liebe Grüße
Eure Admins

Siat und StarFire

Editorial-22.Januar 2017

Hallo zusammen,

10 Jahre PanPagan-Forum!
Ist es zu glauben? Für uns jedenfalls nicht. Als StarFire und ich am 17.01. 2007 das Forum Holter die Polter aus dem Boden stampften, haben wir gar keinen Gedanken daran verloren, wie sich unser „Baby“ entwickeln würde.
Die „Sturm-und-Drang“-Zeiten scheinen vorbei zu sein. In den letzten Jahren ist es ruhig(er) in unserem Wohnzimmer geworden. Eine Entwicklung, die zumindest ich auf der einen Seite mit einem gewissen Wehmut betrachte.
Dazu haben wir uns ein paar „Kritische Gedanken zum Jubiläum“ gemacht, die wir mit Euch teilen möchten.

Wie bereits in unserem letzen Update geschrieben, wäre ohne die große Unterstützung unserer Mods, vor allen Dingen in den letzten Monaten und Jahren durch unsere liebe Fee, und durch viele Forenmitlieder vieles für uns nicht möglich gewesen. Und ja, vielleicht hätte es das Pan gar nicht so lange gegeben.
Wir möchten uns daher bei Euch ganz herzlich bedanken.
Für Eure Unterstützung, für Eure Beiträge, ja, auch für Eure Geduld und Nachsicht, wenn etwas nicht ganz so klappt, wie vielleicht erwartet.
Wir danken Euch für viele interessante Erfahrungen, und die Erweiterung unseres Horizontes.
Und wir sind unglaublich dankbar für all die Menschen, die wir über das Pan kennenlernen durften. Für all jene, mit denen uns heute eine tiefe Freundschaft verbindet, und für jene die nur kurz in unserem Leben waren, oder zu denen uns heute eine lockere Freundschaft verbindet.

Wir wünschen uns, das wir noch viele wunderbare Menschen in unseren Hallen Willkommen heißen und kennenlernen dürfen.
Wie sich die nächsten Jahre generell die Forenwelt entwickeln wird… Lässt sich durch die Sozialen Netzwerke wie Facebook relativ schlecht vorhersagen. Der Trend scheint immer mehr von den Foren weg zu gehen. Ich erlebe es in den meisten, dass sich die Aktivitäten verlagert haben, was ich persönlich als schade empfinde, da die Diskussionsmöglichkeiten meinem persönlichen Empfinden nach nicht so angenehm und auch bequem ist, wie in einem Forum (z.B. sind die Beiträge in einer Gruppe einfach unübersichtlich).
Aber das ist ein anderes Thema.

Nichts desto trotz. Neben unserer Facebook-Seite, haben wir uns dazu entschieden, auch eine Gruppe zu eröffnen. Sie ist geschlossen, und neue Mitglieder müssen von uns freigeschalten werden.
Ihr findet sie HIER.
Wer der Gruppe beitreten möchte, den bitten wir darum, sich kurz vorzustellen und uns mitzuteilen, warum er beitreten möchte.
Ggf. werden wir den- oder diejenige dann anschreiben.

Wie bereits angekündigt, haben wir uns für das Jubiläumsjahr etwas ausgedacht. Und zwar werden wir alle zwei Monate ein kleines Dankeschön für Euch in einem Thread im Forum anbieten, auf das Ihr Euch dann melden könnt, falls es Euch gefällt und Ihr es haben möchtet. Was diese sein werden… Verraten wir Euch natürlich noch nicht, sondern ist im nächsten Monat. 😉

Wir suchen…
Wir möchten Euch wieder herzlich dazu einladen, Euch an unserem Blog zu beteiligen!
Seien es einmalige Artikelspenden zu einem Thema, das Euch beschäftigt, oder kreative Dinge, die Ihr gern zeigen möchet. Alles ist uns gern Willkommen.
Neben Artikelspenden suchen wir auch noch RubrikenbetreuerInnen, die Lust dazu haben, sich um bestimmte Bereiche des Blogs zu kümmern 🙂
Mehr Infos dazu findet Ihr HIER.

Autoren-Vorstellung
Manche Dinge werden erst etwas später realisiert.
Für das Blog haben wir jetzt auch eine Seite eingerichtet, auf der Ihr kurze Vorstellungen der jeweiligen Autoren findet. KLICK

Zu guter Letzt
Freue ich mich darüber, Euch heute noch einen Artikel von Tunritha vorstellen zu können. Das Thema „Runen körperlich erfahren-Die Praxis des Runenstellens„.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße
von Euren Admins
Siat und StarFire

Statt eines Editorials

Liebe LeserInnen, liebe Forenmitglieder, Freunde und Bekannte,

2017 ist bereits einige Tage alt, doch wir möchten Euch allen dennoch  ein gesundes, erfolgreiches, glückliches und gesegnetes Jahr, voll von Einsichten und Erkenntnissen, dem Treffen neuer (und vielleicht alter) Bekannter und Freunden, und erlebnisreichen Ereignissen wünschen.

© Siat

2017  steckt noch in seinen Kinderschuhen, und sein gesamtes Potenzial, das sich in ihm entfalten kann, liegt noch etwas versteckt unter einer Decke von Eis und Schnee, zumindest hier in Franken.
Doch wir haben das Versprechen der länger werdenden Tage, mit  denen Wärme und Licht kommen.

Und so wie sich die Natur entwickelt und entfaltet, so können sich auch alle Möglichkeiten des Jahres entwickeln und entfalten.
Vielleicht habt Ihr in der Stillen Zeit der Rauhnächte einen Blick oder Hinweise darauf erhalten, wie Ihr das Potenzial dieses Jahres für Euch nutzen könnt

Das Pan Pagan-Forum, Blog und FB-Seite
Das vergangene Jahr stand bei StarFire und mir bedauerlicher Weise unter einem Stern, der uns außerhalb des Internets im realen Leben sehr stark gefordert hat und unsere ganze Energie, Kraft und Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hat.
Bedauerlicher Weise bedeutete dies, dass uns (neben anderen Dingen) keine Kapazitäten für die Pflege des Forums, des Blogs und der FB-Seite blieb, was Euch natürlich nicht entgangen sein wird.

Umso dankbarer sind wir natürlich vor allem für unsere Moderatorin Fee, die uns in diesem Jahr so tapfer den Rücken freigehalten und sich um das Forum gekümmert hat, und für alle Mitglieder, die trotzdem immer wieder vorbei geschaut haben!

Wir feiern Geburtstag!

Dieses Jahr ist für uns und unser „Baby“ ein besonderes Jahr.
Es ist kaum zu glauben, aber wir feiern tatsächlich unser 10-jähriges Jubiläum!
Zu diesem Anlass haben wir uns ein paar Kleinigkeiten für Euch und auch für das Forum überlegt.
Doch davon möchte ich heute noch gar nicht soviel verraten, sondern dies für das nächste Mal aufbewahren.

Soviel erst einmal für heute.-Und statt eines Editorials.

Ich freue mich darauf, wieder aktiver zu sein und hoffentlich auch von Euch zu hören bzw. zu lesen!

Viele Grüße
von Euren Admins
Siat und StarFire

Frauendreißiger und die Kräuterweihe von Siat

Der „Große Frauentag“ am 15. August markiert den Beginn der Frauendreißiger, die bis zum 12., manche sagen auch 15., September andauern und den Auftakt zur wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres markieren.
Besonders bekannt und verbreitet sind die Frauendreißiger in Orten Bayerns und in Tirol.

Maria und die Frauendreißiger
Der Monat August steht in einer sehr engen Beziehung mit der Gottesmutter Maria und gilt in der katholischen Kirche als ein besondere Gnadenzeit.
Nach katholischer Lehre beginnt diese mit der ersten Vesper am 15. August, der als Tag der Himmelfahrt Mariens gilt, und endet (nach einem Ablassdokument aus dem Jahr 2003) mit dem Sonnenuntergang am 15. September, dem Tag des Gedächtnisses der Schmerzen Mariens.
Neben dem Monat Mai gilt somit auch der Monat August als besonderer Zeitpunkt für die Verehrung der Gottesmutter, der zu Ehren in dieser Zeit zahlreiche Wallfahrten und Abendandachten stattfinden. Sowohl in privaten Rahmen als auch Kirchen und Kapellen.
Ebenso fallen zahlreiche Feiertage, die mit der Gottesmutter in Verbindung stehen in den Monat August.

Maria Himmelfahrt und die Kräuterweihe
In die christlichen Bräuche zur Verehrung Mariens wurde die Darbringungn und Segnung von Kräutern im 9. Jhd. aufgenommen, doch ist stark anzunehmen, dass die Darbringung und Segnung von (Heil)Kräutern vorchristlich-heidnischen Ursprungs ist.
Die Menschen machten schon viele Jahrtausende zuvor konkrete Erfahrungen mit den Kreisläufen der Natur, mit Blüte und Reife von Kräutern und Früchten, so dass die Erkenntnis, dass diese Zeitspanne eine besonders günstige Zeit zur Sammlung und Trocknung vom Kräutern darstellte, denen man die größte Heilkraft zusprach,  ganz praktischen Erfahrungen entstammte.
Kräuterweihen als Bestandteil der Feste zu ehren Mariens sind in der römisch-katholischen Kirche seit dem 9.Jhd. verbreitet, nachdem sie im 8. Jhd. erst verboten wurden.
An Maria Himmelfahrt werden verschiedene Kräuter zu Sträußen gebunden, in die Kirche gebracht und dort während oder nach der Messe von dem Priester gesegnet.
Die römisch-katholische Kirche sieht in der Weihe der Kräuter einen Ausdruck der Achtung vor der Schöpfung Gottes sowie der Heilkraft der Kräuter, die wiederum als ein Symbol für Gottes Zuwendung an die Menschen betrachtet werden.

Marias Verbindung zu den Kräuter bedingt sich nach kirchlicher Lehre aus verschiedenen Legenden, die sich um die Aunahme Mariens in den Himmel ranken, und in denen der Geruch von Blumen eine wesentliche Rolle spielt.
Die Frauendreißiger gelten ebenso als eine Zeit, in der die Gottesmutter auf der Erde wandelt und sie segnet.

Kräuterbuschen
Die zu den Frauendreißigern gebundenen Kräutersträuße werden Kräuterbuschen genannt.
Die Anzahl der in den Kräuterbuschen gebundenen Kräuter variiert regional und ist, zumindest nach katholischem Brauch, mit einem bestimmten Symbolismus versehen:

  • 7 = Anzahl der Wochen-bzw. Schöpfungstage
  • 9 = 3×3 (= dreifache Dreifaltigkeit)
  • 12 = Anzahl der Apostel (=NT), bzw. die Stämme Israels (=AT)
  • 14 = Zahl der Nothelfer
  • 24 = 2×12
  • 72 = 6×12
  • 99 = In der alten Kirche Zahlenwert des Wortes „Amen“, aber auch in Zusammenhang mit dem Gleichnis der 99 Schafe (Gott freut sich über die 99 Schafe, die sich nicht verirrten (Mt. 18, 12)

Darüber hinaus sind natürlich auch entsprechende Vervielfältigungen der Zahlen möglich.

Typische Kräuter, die im Kräuterbuschen eingebunden werden sind:

  • Königskerze
  • Alant
  • Echtes Johanniskraut
  • Beifuß
  • Wermut
  • Rainfarn
  • Schafgarbe
  • Baldrian
  • Eisenkraut
  • Kamille
  • Thymian
  • Tausendgüldenkraut
  • Zinnkraut
  • Ringelblume
  • Pfefferminze
  • (Zitronen)Melisse
  • Salbei
  • verschiedene Getreidesorten

Ebenfalls typisch ist das Einbinden der Königskerze in das Zentrum des Kräuterbuschens.

Den geweihen Kräuterbüschen sollen vor vielerlei Unheil und Schaden bewahren, vor Unfällen, Krankheiten und dem Tod schützen.
In manchen Gegenden war und ist es z.B. Brauch, so viele Alantblüten in den Strauß einzubinden, wie es Kühe, Menschen und Pferde auf dem Hof gab/gibt.
Nach der Weihe der Sträuße werden diese häufig im Herrgottswinkel des Hauses aufgehangen und in Zeiten der Krankheit wurde aus ihnen ein Tee gekocht, der der/dem Kranken zu trinken gegeben wurde. Auch dem Vieh wurden die Kräuter unters Futter gemischt, um es vor Krankheit oder gar Hexerei oder ähnlichem zu schützen oder es zu heilen.Auch sagt(e) man ihm nach, vor Blitzschlag zu schützen, weswegen die Sträuße auch unter das Dach gehängt oder bei Gewitter verbrannt werden/wurden.

Vielerorts war es üblich, dass Kräuterbuschen, mit Weihrauch vermischt in Krankenzimmern aufzuhängen oder die Kräuter mit Weihrauch vermischt zu verräuchern, und frisch vermählten Brautpaaren wurden Kräuterbündel in der Hochzeitsnacht unter die Kopfkissen gelegt, um das Paar mit Kindern, einer guten Ehe und ein langes Leben zu segnen.
Auch Verstorbenen legte man ein Kreuz aus Kräuterbündeln auf die Brust, um ihnen ihre letzte Reise zu erleichtern.In den Rauhnächten war es Brauch, Haus und Ställe ebenfalls mit den Kräutern des Kräuterbündels auszuräuchern, um Glück, Wohlstand und Schutz anzuziehen.

Dieses Auswahl zeigt, dass die geweihten Kräuter alles im allem  gegen alle möglichen Krankheiten und auch Verzauberungen, aber auch für Kindersegen, Eheglück und noch vieles mehr helfen sollen.

Gebete
Es sind zahlreiche Gebete und Segenssprüche für die Weihe der Kräuterbuschen bekannt.
Eines davon, das neutraler in seiner Formulierung ist und mir persönlich recht gut gefällt, ist dieses:

„Gewähre gnädig, dass überall dort wo auch immer von diesen gesegneten Kräutern etwas aufbewahrt, mitgetragen oder anders verwendet wird, Menschen, Schafe, Vieh, Reit- und Lasttiere heilende Hilfe finden gegen Krankheiten, Seuchen, Geschwüre, Bösartigkeiten und Verwünschungen sowie gegen die Gifte und Bisse der Schlangen und anderer Tiere, aber auch Verteidigung finden gegen teuflische Illusionen, Machenschaften und betrügerische Verführungen.“

 

 


 

Quellen:
Wikipedia.de
Kultkraftplatz
Brauchtum.de

St. Salvador-Pfarreienverbund Hollfelder Land
Zauberpflanzen

Katholische.de
Brauchtumsseiten
Seniorbook.de
Brauchwiki.de
Ökumenisches Heiligenlexikon

Quelle Titelbild:
© Merdingen-Blog