Alle Beiträge von Redaktion

Wie fange ich an… von Tunritha

Wie fange ich an…..
In letzter Zeit häufen sich die Gespräche zu der Frage – wie fange ich an schamanisch zu arbeiten? Was sind die ersten Schritte auf dem Weg des Schamanen? Kann ICH überhaupt schamanisch arbeiten und was heißt das überhaupt?

Meiner persönlichen Erfahrung nach kann jeder, der es möchte, grundlegende schamanische Techniken lernen und anwenden.

Kleiner Exkurs – Was ist Schamanisch?
Für mich bedeutet Schamanismus oder schamanische Arbeit an allererster Stelle die Arbeit oder vielmehr die Zusammenarbeit mit Geistern oder Spirits. Und damit meine ich nicht die Arbeit mit Energien, inneren Bildern oder Anteilen meiner eigenen Psyche… Ich meine damit Wesenheiten die nicht inkarniert sind – und die man (im Normalfall) nur dann wahrnehmen kann, wenn man das normale oder alltägliche Bewusstsein verlässt und stattdessen eintritt in das Nicht-Alltägliche Bewusstsein. Diese Spirits sind eigentständige Wesen, die außerhalb von mir existieren und genau so real sind wie Du und ich.  Die Zusammenarbeit mit den Spirits ist für mich ein essentieller Bestandteil der schamanischen Arbeit – Ohne Geister kein Schamanismus/kein Schamane.

DSC_0012_ps_HDR_raven_fbEin weiterer wichtiger und meiner Ansicht nach unverzichtbarer Teil des Schamanentums ist der “Seelenflug”.             

Die schamanische Reise, in die nicht alltägliche Wirklichkeit – in die Anderswelt.
Der Schamane/schamanisch Praktizierende begibt sich hierzu in einen Trancezustand (durch singen, rasseln, trommeln, tanzen oder was auch immer), wechselt den Bewusstseinszustand und fliegt/reist mit seinem Geist in die anderen Ebenen der Wirklichkeit – in die Anderswelt – die Nicht-Alltägliche Wirklichkeit. Viele schamanische Kulturen kennen mindestens eine 3-teilige Wirklichkeit… Eine mittlere Welt, eine untere Welt und eine obere Welt.  Und durch diese Welten lässt sich reisen und von dort lässt sich auch etwas mitbringen. Die Mittlere Welt ist dabei die Anderswelt zu unserer normalen, alltäglichen, materiellen Welt. Für die anderen Welten gibt es keine materielle Entsprechung. Dies ist aber nur ein Model von vielen möglichen Modellen.

Um schamanisch zu praktizieren oder gar Schamane zu werden müssen also ein paar grundlegende Techniken gelernt und praktiziert werden.

Die erste und wichtigste ist dabei wohl, den Bewusstseinszustand willentlich zu verändern und eine leichte oder auch stärkere Trance herbeizuführen.
Im Zustand der sog. schamanischen Trance begibt sich der schamanisch Praktizierende dann auf die Suche nach Verbündeten – Krafttier und Lehrer sind wohl die Bekanntesten, aber es gibt auch reichlich andere, mögliche Verbündete…. und nicht alle werden einfach nur „gefunden“ oder gehören schon zu mir…. manche müssen erabeitet, überzeugt, ertrotzt oder gar erkämpft werden….

Die ersten Verbündeten die ein schamanisch Praktizierender sich erwirbt, sollten vertrauenswürdige und mitfühlende Geister sein, denn diese sind Schutz und Führer auf der schamischen Reise und durch die Anderswelt.

Seminar

Wie und wo lernt man dies?
Grundsätzlich gibt es dafür viele verschiedene Möglichkeiten, ich habe zu Beginn ein sog. Schamanisches Basis-Seminar besucht. Hier wird intensiv an 2-3 Tagen alles eingeübt was man für die schamanische Arbeit braucht.
Vor Besuch des Seminars habe ich mich schon einige Zeit als Autodidakt versucht – was auch gut funktioniert hat, aber nicht die gleiche intensive Wirkung auf mich hatte wie ein zweitägiges Seminar.

Auf einem Basis-Seminar ist ein Lehrer den man mit Fragen löchern kann, andere Teilnehmer die vielleicht ähnliche oder auch ganz andere Erlebnisse haben wie man selbst – man kann sich austauschen, es hat einfach eine ganz andere Wirkung wenn man zwei Tage mehrere Stunden reist und übt als wenn man das zu Haus, alle paar Tage mal, für ein zwei Stündchen probiert…. Für mich war damals die Intensität der Arbeit und des Erlebten ein ganz klarer Unterschied.

Die Kraft einer Gruppe und eines routinierten Lehrers kann, gerade am Anfang, sehr, sehr hilfreich sein.
Darum wäre mein Tipp immer sich zuerst ein schamanisches Basis-Seminar zu gönnen – ein gutes Basis-Seminar ermöglicht es mir das ich danach auch alleine weiterkomme, denn die eigentliche Unterweisung und Ausbildung erfolgt durch die Geister.

321449_4945939696567_1344387140_nWer lieber alleine arbeitet dem seien einige Bücher empfohlen die ich persönlich sehr nützlich fand:

http://www.tunritha.de/literatur.html

Ganz grundsätzlich gilt meiner Ansicht nach: Schamanisch Praktizieren kann jeder, der das möchte und den Wunsch danach verspürt. Krafttier, Lehrer und andere spirituelle Verbündete können das Leben sehr bereichern und uns mit ihrer Kraft und Unterstützung wunderbare Freunde und Partner sein. Aber natürlich wird man nicht an einem Wochenende zum Schamanen…. und das ist doch auch gar nicht notwendig….

Trommel-neu_HDRGenau so wie eigentlich jeder singen oder tanzen kann, so haben wir auch alle die grundlegenden Fähigkeiten uns spirituell zu entfalten und mit Spirits und geistigen Verbündeten zu kommunizieren.
Aber genau wie nicht aus jedem ein Berufs-Sänger oder Profi-Tänzer wird, so muss auch nicht jeder der schamanisch praktiziert unbedingt ein Schamane werden, mit Verantwortung für Andere.

 

http://blog.tunritha.de/wp-content/uploads/2015/03/schamanentum-.jpg

Turitha Blog

12.07.15-Editorial

Hallo zusammen,

die Zeit vergeht wie im Flug.
Die Sonne hat ihren Zenit an der Sommersonnenwende überschritten, und hat ihren langsamen, aber steten Abstieg begonnen.
Doch obwohl die Tage langsam wieder kürzer werden, gehen die Temperaturen erst einmal weiter nach oben.

Das vergangene Wochenende brachte uns hier die bisher heißesten Temperaturen des Jahres.
Bei Backofen Temperaturen bis knapp 40°C suchten nicht nur wir Menschen, sondern auch die Tiere Schatten, Kühlung und Erfrischung.
Die Trockenheit hat uns hier in Franken bereits seit einigen Monaten fest im Griff.
Auch wenn es seit Anfang des Jahres Perioden gab, in denen es kühl und bewölkt war, so war der Niederschlag an Regen eher gering.

Pflanzen, Tiere und Menschen ächzen gleichter Maßen unter der Trockenheit, und die wenigen kurzen, wenn auch z.T. sehr heftigen Gewitter bringen kaum Erleichterung.
Es ist eine Zeit, die mich daran erinnert, dass das Wasser ein kostbares Gut ist, das wir nur zu leicht für selbstverständlich betrachten. Besonders hier in unseren Breiten.

Das letzte Update für unser Blog liegt nun schon eine Weile zurück, umso mehr freue mich darüber, Euch für unsere Rubrik „Schamanenblick“ den Gastartikel „Wie fange ich an…“ präsentieren zu können. Einen ganz herzlichen Dank dafür an Anette. 😀
Merienptah entführt uns „Am Ufer des Nils“ mit seiner neuen Artikelreihe „Von der Schöpfung der Welt“ in die mythologischen Anfänge Kemets, während uns Solveig mit ihren „Gedanken zu Litha“ noch einmal zurück zur Sommersonnenwende führt.
Anlässlich der Sommersonnenwende und der herrschenden Trockenheit, habe ich mir ebenfalls ein paar Gedanken gemacht, die ich mit Euch in dem Artikel „ Litha-Fest des Feuers, Fest des Wassers“ teilen möchte.

Wir wünschen Euch viel Freude beim Lesen und freuen uns natürlich auf Eure Kommentare und Beiträge für unser Blog.

 

LG
Siat

Elemente-Segnung für ein Handfasting-Ritual von Solveig

Norden – Erde
„Ich segne euch mit dem Element Erde.
Fest verwurzelt im Boden
Wächst der Baum dem Himmel entgegen.
Möge die Erde euch Halt und Geborgenheit spenden.
Möget ihr fruchtbare Felder vorfinden,
auf denen ihr gemeinsam wachsen und gedeihen könnt.“

 

Osten – Luft
„Ich segne euch mit dem Element Luft.
Das Schwert des Sturms bringt Klarheit und Einsicht.
Es vertreibt den Schleier der Wolken
und zeigt die Dinge so, wie sie sind.
Möge der Wind euch den Weg der Erkenntnis weisen.
Mögen die Worte des anderen,
nicht nur euren Verstand, sondern auch euer Herz berühren.“

 

Süden – Feuer
„Ich segne euch mit dem Element Feuer.
Die Flamme der Tatkraft bringt der Welt den Wandel.
Sie transformiert das was ist in das, was es werden kann.
Möge das Feuer euch mit Mut, Stärke und Lebenskraft segnen.
Bei allen Veränderungen, die das Leben mit sich bringt
Möge die Flamme eurer Liebe niemals erlöschen.“

 

Westen – Wasser
„Ich segne euch mit dem Element Wasser.
Die Oberfläche des Sees reflektiert unser Spiegelbild
Und verbirgt darunter die Tiefen des inneren Wesens.
Möge das Wasser euch Zugang zu euren wahren Gefühlen gewähren.
Möge die Intuition euer Wegweiser sein
Um hinter den Vorspiegelungen eitlen Scheins
Die Nöte des anderen verständnisvoll zu erkennen.“

 

 

Quelle:wikipeda.de
Quelle: wikipeda.de

Gedanken zu Beltane-Ein Nachtrag von Solveig

Beltane ist ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit, des Sieges der Sonne über Kälte und Nacht.
Endgültig hat nun der Sommer über den Winter triumphiert (auch wenn sich das heute wettermäßig nicht so anfühlt). Der Sonnengott ist zum geschlechtsreifen Jüngling herangewachsen und stellt sich der Herrschaft über das Land. Die jungfräuliche Göttin erwartet ihn, um Neues zu schaffen. Erde und Sonne stehen in inniger Verbindung.
Die Welt ist für die heilige Hochzeit bereit.

Leichtigkeit greift um sich.
Die Zeit des Mangels und des Sparens ist vorbei. Nun werden wir wieder von der Natur direkt versorgt und müssen nicht länger auf das Eingemachte zurückgreifen.
Die Freude, dass der Winter überstanden ist, sollte uns zu einem ausgelassenen Fest inspirieren.

Heute Abend reiten Hexen auf ihren Besen rund um den Brocken. In ihrem Gefolge findet sich ein wilder Reigen von Elfen, Menschenfrauen und Geistern. Sie alle wollen Teil haben an der wieder erwachten Lebensfreude.
In alten Überlieferungen werden diese Frauen als ungezähmt und kraftvoll beschrieben – die Ur-Frau, die ihre Gefühle lebt und stolz ihren Mann erwählt.

Wikipedia berichtet: „Der anfangs fröhliche, später immer ekstatischer werdende Kulttanz entfachte eine gemeinsame Trance, in der es möglich war, aus der ganz „normalen Realität“ auszusteigen und Kontakt mit der Anderswelt zu bekommen sowie Energien in sich zu entfachen.“
Wozu diese Energien wohl gebraucht wurden?

Die Alten haben getanzt, sind über das Feuer gesprungen und dann…

Das könnten wir auch tun … aber ich fürchte, da macht keiner mit.
Gesellschaftliche Regeln und unser modernes Selbstverständnis stehen einer wilden Beltane-Feier entgegen.
Doch wir dürfen uns zumindest vorstellen, wie das früher einmal abgelaufen sein könnte. Und dürfen uns – ganz ohne die anerzogene Scham – an der gedanklichen Bilderwelt erfreuen.
Damit wäre ein erster Schritt gemacht … zu einer ekstatischen Beltanefeier.

In diesem Sinne: Feuer frei zum Drüberspringen!

 

© Martyn Pattison; Quelle: Wikimedia.org (klick Bild)

11.05.2015 – Editorial

Hallo zusammen,

die Zeit fliegt nur so vorbei.
Kaum haben wir die Frühlings-Tag-und Nachtgleiche gefeiert stand nun auch schon Beltaine vor der Tür, und mit ihm der Beginn des (Früh)Sommers.

Die Natur breitet die Fülle ihrer Farbenpracht vor uns aus.
Vögel verbreiten ihren wundervollen Gesang, und hier und da, wenn auch lang nicht mehr so viel wie früher, summen und brummen die emsigen, feinflügligen Völker der Bienen und Hummeln.
Der ekstatische Tanz der Göttlichen, von Göttin und Gott, lässt auch uns erblühen, und erfüllt uns mit neuer Lebenslust, Wonne und Freude, und lädt uns dazu ein, an diesem Reigen teil zu haben.

Endlich ist  das Leben aus dem Schlaf des Winters erwacht und durchpulst uns mit neuer Kraft und Energie.

Ganz im Geiste dieser lebensfrohen und kraftvollen Zeit freue ich mich sehr, Euch heute zwei Artikel von Solveig präsentieren zu können, in denen sie mit uns ihre Gedanken zu Beltane und eine Elemente-Segnung für ein Handfastig-Ritual teilt.
Das heutige Update ist Dank Zeitmangel und Krankheit ein wenig außer der Reihe, aber ich hoffe, dass wir Euch bald wieder regelmäßiger mit Lesefutter versorgen können 😉 , und hoffen dabei natürlich auch von Input und Beiträge bildlicher und schriftlicher Art von Euch! 🙂

LG
Siat