Vom Wesen ägyptischer Tempel (Teil 3) von Merienptah

Der heilige See von Karnak. Der See ist der grösste seiner Art und diente der Waschung der Priesterschaft, für sämtliche Reinigungsriten und für Bootsfahrten für den Gott. Ohne See oder Teich (mag er auch noch so klein sein) ist ein kemetischer Tempel unvollständig und nicht funktionsfähig…

 

Weiterhin gehören zu den meisten Tempelkomplexen sogenannte Barkenstationen.
Dies sind Ruheplätze für die Götterbarke bei ihren Prozessionen im Tempelgebäude selbst oder außerhalb der Tempelumwallung.
Diese Gebäude sind Stätten bei denen die Gottheit während einer Prozession ausruhen kann, aber sie haben auch einen nicht zu verachtenden Wert für die Priester, die die nicht gerade leichte Kultbarke während dieser Prozessionen auf ihren Schultern tragen müssen.
Grundsätzlich genügt zu diesem Zweck ein Baldachin oder zeltförmiger Unterstand. Oftmals werden diese Einrichtungen jedoch zu kleinen Heiligtümern ausgebaut. Sie treten in verschiedenen Forman auf.
Die erste Station auf dem Weg der Kultbarke ist meist der Säulensaal des Tempels selbst, der ja den Namen „Saal des Erscheinens“ trägt. Besonders das erhöhte oder durch einen weiteren Säulenabstand besonders betonte Mittelschiff dieses Saales kann als Säulenkiosk und somit als Barkenstation gelten.

Nach ähnlichem Prinzip ist die zweite Station im Tempelhof gestaltet, wo ja auch gelegentlich ein Säulenkiosk oder Baldachin steht. Im Gegensatz zur Barkenstation im Erscheinungssaal sind hier, in einer nach kemetischer Vorstellung bereits potentiell feindlicheren Umgebung, die Interkolumnien zwischen den Säulen durch Schrankenwände verschlossen, die einen direkten Einblick verhindern sollen. Bei hölzernen Baldachinen werden zwischen den Haltepfosten des Daches aus dem selben Grund Tücher gespannt die erstens Schatten spenden und zweitens die ruhende Gottheit vor den Blicken Unbefugter beschützen.

Als dritte Station ist der Säulenkiosk zu verstehen, der bei einigen Tempeln direkt vor dem Hauptportal errichtet wird und seine Rückwand an die Tempelfassade lehnt. Diese Kioske heißen auf ägyptisch Hajit, also „Hütte“ oder „Häuschen“.
Es sind entweder echte Säulenkioske, deren Außensäulen durch halbhohe Schrankenwände miteinander verbunden sind und nur einen Durchgang auf der Hauptachse haben oder sie bestehen aus parallelen Säulenreihen (meist vier), die an der Front und den Seiten komplett offenbleiben und die nur bei Prozessionen durch zwischen die Säulen gespannte Tücher geschützt werden.
In größerer Entfernung zum Heiligtum stehen meist weitere solche Stationskioske. Häufig nehmen die außerhalb des eigentlichen Tempelbezirkes gelegenen Barkenstationen die Form eines kleinen Tempels an in dem die Gottheit bei längeren Prozessionen auch über Nacht verweilen kann.

Hinter dieser Wand befindet sich das Hauptsanktuar des Amun-Tempels von Karnak. Alexander der Grosse hat diesen Schrein errichten und sich auf seinen Wänden vor dem Gott Amun abbilden lassen. Aus Respekt vor dem uns noch immer heiligen Ort hab ich nur die Aussenseite des Sanktuars fotografiert…

Als letzter Bestandteil eines kemetischen Tempelkomplexes müssen noch die Mammisi genannten Geburtshäuser (ägyptisch: Per-meset) genannt werden.
Diese sind zwar im Allgemeinen genau wie der eigentliche Haupttempel der gesamten Göttertriade geweiht, speziell richten sie sich aber an den weiblichen Partner der Götterfamilie und deren Kind.
Sie stehen innerhalb der Tempelumwallung, meist an der zum Haupttempel führenden Prozessionsstraße, rechtwinklig zu dessen Achse ausgerichtet.
Sie bestehen gewöhnlich aus einem dreiräumigen Sanktuar, das allseitig von einem mit Schrankenwänden verschlossenen Säulenumgang umgeben ist, der das Dach stützt.
Diese Bauform orientiert sich an den „Wochenlauben“ Kemets in denen die Frauen in alter Zeit ihre Kinder zur Welt brachten. Geburtshäuser sind gewissermaßen Prozessionsstationen, in die an bestimmten Festtagen die Götterprozession einzieht, um hier die Geburt des jungen Gottes zu feiern.

Diesem groben Muster des Bauplanes folgen alle Tempelbauten Kemets, die Großen wie die Kleinen.
Von Ort zu Ort wird dieser Masterplan den lokalen und kultischen Gegebenheiten angepasst, aber grob gesehen bestehen alle Tempel aus einer relativ hohen äußeren Umfassungsmauer, Prozessionsstraße, zweiter Mauer mit Tempeltor, Hof, Säulensaal, Opfertischraum und Sanktuar, umgeben von einigen Kult- und Lagerräumen.
Das Tempelhaus ist eingebettet in Gärten mit Blumenbeeten, einem Teich und dem Geburtshaus und im äußeren Bereich liegen noch einige Gebäude für Verwaltung, Werkstätten und Lager.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht folgen die kemetischen Tempel der heutigen Zeit doch ebenfalls diesem festgelegten Bauplan, allerdings weit weniger Monumental als die antiken Vorläufer und aufs Wesentliche zusammengeschrumpft. Der Schwerpunkt der Ausgestaltung hat sich mehr auf das Innere der Tempel verschoben, so dass die Außenansichten relativ unscheinbar gehalten werden. Dennoch sind auch in den modernen kemetischen Tempeln alle wichtige Kulträume und Nebengebäude vorhanden, genauso wie Gärten und ein Teich umgeben von einer abschottenden Mauer.
Auch der Kultbetrieb in den Tempeln der Neuzeit hat sich mehr auf das Innere verlagert und Prozessionen sowie Erscheinungsfeste finden ausschließlich im Inneren der Umfassungsmauer statt, so dass die Tempelbauten von außen nicht als solche in Erscheinung treten.

Das ist das Eingangstor in der Umfassungsmauer vor dem Chons-Tempel von Karnak. Das äussere Portal sozusagen. Dieses Tor bildet die Grenze zwischen der Welt der Menschen und der göttlichen Residenz. Dem normalen Volk war der Weg durch das Tor verschlossen, nur die Priesterschaft und der König durften dieses Tor durchschreiten oder der Gott wenn er sich in einer Prozession den Menschen zeigte…

Der kemetische Tempel ist nicht nur, wie man gerne glauben möchte, eine Bühne für den Kultbetrieb. Nein, für den Kemeten ist er weitaus mehr als das.
Wir sehen unsere Heiligtümer auf einer anderen, mythischen Ebene.
Wie bereits erwähnt ist der Tempel als Wohnstätte der Götter ein ins Diesseits herübergeholter Teil jener anderen Welt, in der die Götter wohnen und in dem andere Gesetze gelten.
Diese göttliche Sonderwelt im Hier ist nun interessanterweise als ein verkleinerter und abstrahierter oder kondensierter Kosmos gestaltet, der dem Vorbild des kemetischen Weltbildes folgt.
Diese kosmographische Eigenschaft eines Tempels, die „Welt“ darzustellen, führt jedoch nicht zu einem modellhaften Nachbau des kemetischen Weltgebäudes.
Assoziationen werden durch subtile Hinweise oder durch entsprechende architektonische Zitate und durch die Thematik des Dekorationsprogrammes heraufgerufen.

Der kemetische Tempel ist eine heilige Stätte des „Ersten Males“, also ein Urhügel auf dessen Grund der Urgott verborgen war, um dann am Weltanfang aus dem Urozean aufzutauchen um zum ersten Mal den Prozess der Schöpfung in Gang zu setzen.
Dieses Bild entspricht auch der natürlichen Situation eines Tempels der auf einer Anhöhe, und mag sie noch so klein sein, errichtet ist.
In Fällen wo die natürlichen Gegebenheiten keine Anhöhe bieten, wird extra für den Tempelbau vorher ein Hügel künstlich aufgeschüttet und in eine abstrakte Form eines Urhügels gebracht. Erhalten bleibt der Urhügelaspekt in übertragener Form auch in der erhöhten Lage der hinteren Tempelteile, besonders des Sanktuars, das jeweils auf einer auch noch so flachen Terrasse über alle vorderen Tempelräume erhöht steht.
Die letzte Ausformung des Bildes eines Urhügels finden wir im Naos.
Da in seinem Inneren das Kultbild der Gottheit geborgen wird, nimmt er die abstrakte Form eines solchen Urhügels an.
Er besteht aus hartem Gestein und ist von einem pyramidenförmigen Dach bekrönt, das ebenfalls als eine Darstellung des Urhügels aufzufassen ist. Darunter, quasi im Inneren des Urhügels, befindet sich dann die Aushöhlung, in der die Gottheit in ihrem Kultbild wohnt.

Ein Blick in die grosse Säulenhalle des Amun-Tempels von Karnak. Die Säulen stehen auf (einst schwarzen) Basen, die die fruchtbare Erde symbolisieren und stellen selbst zusammengeschnürte Bündel aus Pypyrusstengeln dar, die den Himmel tragen…

Auch in der Dekoration der Tempel Kemets tritt der Aspekt der aus dem Ursumpf hervorragenden Erde in der dunklen Farbe der Bodenbeläge hervor, in der schwarzen Bemalung des Sockelfeldes der Wanddekoration oder in der Darstellung eines Papyrussumpfes im untersten Teil der Wände. Im untersten Bildregister der Wanddekorationen treten dann auch meist Nil- und Fruchtbarkeitsgötter in Erscheinung, die quasi aus dem fruchtbaren schwarzen Untergrund ihre Gaben hervorbringen.
Das Motiv der aus dem Grund emporwachsenden Pflanzen kehrt schließlich in der Form der Säulen wieder, die einen Säulensaal in einen imaginären Pflanzenwald verwandeln oder einen heiligen Ort mit einem schützenden Papyrusdickicht umgeben.
So wie der Boden des Tempels den Untergrund der fruchtbaren Erde darstellt, werden die Decken zu einer Wiedergabe des Himmels.
Ihre Grundfarbe ist daher blau und sie sind mit einer Unzahl von gelben oder weißen fünfzackigen Sternen bedeckt. Auch sind über den Hauptdurchgängen Bilder von fliegenden Geiern und Falken angebracht, gelegentlich breitet sogar die Himmelsgöttin Nut ihren Körper über die Decke einiger Räume aus.

Auch in der Ausrichtung der Tempel und der Anlage des an die Wände angebrachten Bildprogrammes wird die natürliche Orientierung des Gebäudes bedacht, so schmücken die nördliche Hälfte des Baues Darstellungen mit den unterägyptischen Kennzeichen und die Südliche die oberägyptischen Pendants.
Grundsätzlich werden handelnde Personen auf den betreffenden Wandflächen in ober- und unterägyptischem Ornat dargestellt und auch die Wappenpflanzen der beiden Landesteile tauchen auf den zu ihnen gehörenden Wänden auf. Ebenso sind die bildlichen Darstellungen im Inneren der Tempel immer auf den Kultvollzug und die Aufrechterhaltung der Maat ausgerichtet.
Die Darstellungen auf den Außenwänden hingegen haben meist die Unterwerfung der Isfet, also den Kampf gegen das Chaos zum Thema. Dies verdeutlicht dass der Tempel der chaotischen Außenwelt den Zugang versperrt und in seinem inneren der perfekte Zustand der Maat herrscht.

Allerdings haben heutige kemetische Tempel an ihren Außenfassaden keine bildlichen Darstellungen mehr und die Außenanlagen sind auf ein Minimum reduziert, auch sind die Gebäude an sich weitaus weniger monumental und demzufolge viel kleiner als ihre antiken Vorgänger.
Die Fassaden sind in einem unscheinbaren weiß getüncht und nur an den „Schwachstellen“, also an den Türdurchgängen und den Oberkanten der Umfassungsmauern und denen der Wände mit kaum sichtbaren Schutzsymbolen versehen. Somit fallen die heutigen kemetischen Heiligtümer dem unwissenden Betrachter kaum ins Auge.
Weiter gehe ich an dieser Stelle auf das komplizierte Dekorationsprogramm jetzt mal nicht ein, da es den Rahmen dieser „kurzen“ Übersicht sicherlich sprengen würde.

Durch diese Ordnungssysteme (und viele weitere Regeln) wird der Tempel maatgerecht in die Weltordnung eingepasst und somit zu einer symbolischen Wiedergabe der göttlichen Schöpfung.
Seine Nordhälfte ist Unterägypten und seine Südhälfte Oberägypten, seine Ostseite der Bereich des Morgens, der aufgehenden Sonne zugewandt, und der Westen ist der Bereich des Sonnenuntergangs.
Allerdings können diese ganzen Regelungen, die Architektur und die Dekoration betreffend, bis zu einem gewissen Grad den realen Gegebenheiten untergeordnet und angepasst werden, wenn es notwendig ist. So stimmt die imaginäre Ost-West-Ausrichtung der Tempelachse nicht immer akkurat mit der geographischen Ausrichtung überein. Jedoch wird innerhalb des Tempels durch die Darstellung der Himmelsrichtungen dieser „Fehler“ korrigiert und seine tatsächliche Achse wird zur Wahrheit, wohingegen die reale Ausrichtung ihre Bedeutung verliert.
Das Bild wird somit zur Realität und der Tempel schafft sich durch die ihm innewohnende göttliche Kraft seine eigene Wahrheit.

 

Ende Teil III

22.03.15-Editorial

Frigg als Ostara; Künstler/Artist: Wägner, Wilhelm. 1882. (Nordisch-germanische Götter und Helden. Otto Spamer, Leipzig & Berlin. Page 124) ; Quelle: Wikimedia.org (Klick Bild)

 

Hallo zusammen,

nun ist er endlich da: Der Frühling!
Wir hoffen, dass Ihr ein schönes Ostara-Fest hattet und auch die partielle Sonnenfinsternis genießen konntet.
Hier in Franken hatten wir wolkenlosen Himmel und somit einen freien Blick auf das Spektakel, so man sich die Zeit nehmen und darüber hinaus noch eine der Spezial-Brillen ergattern konnte.
Viel sehen konnte man ohne Brille natürlich, aber die Veränderung der Lichtverhältnisse und das Absinken der Temperaturen waren dennoch wahrzunehmen und speziell.
Hier hab ich noch ein paar Bilder für Euch, auf der Ihr die Sonnenfinsternis als kleine Spiegelbilder (auch spiegelverkehrt  😆 ) sehen könnt 😉

Die Verfinsterung hat begonnen. Die Spiegelung könnt Ihr rechts oben über der Sonne sehen, kurz vor den Zweigen.
Die Verfinsterung hat begonnen. Die Spiegelung könnt Ihr rechts oben über der Sonne sehen, kurz vor den Zweigen. ©Siat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis.  Ein wenig lassen sich vielleicht die Stimmung und die Lichtverhältnisse erahnen. Das Spiegelbild der Sonnenfinsternis seht Ihr zwischen Baum und Haus. © Siat
Der Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis.
Ein wenig lassen sich vielleicht die Stimmung und die Lichtverhältnisse erahnen. Das Spiegelbild der Sonnenfinsternis seht Ihr zwischen Baum und Haus. © Siat

 

Fast am Ende angekommen.  Das Spiegelbild seht Ihr fast in der Mitte unterhalb der Sonne in Baumnähe.
Fast am Ende angekommen.
Das Spiegelbild seht Ihr fast in der Mitte unterhalb der Sonne in Baumnähe. © Siat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Einbruch des Frühlings ist es auch kommendes Wochenende wieder soweit: Die Uhren werden alle wieder eine

Quelle: helles-koepfchen.de

Stunde vorgestellt und wir einer Stunde beraubt.
Nutzen wir also noch die paar Tage, an denen wir normal schlafen können.  😉

Nun zum heutigen Update:
Heute findet Ihr den dritten Teil von Merienptahs Artikel-Reihe „Vom Wesen ägyptischer Tempel“.
Solveig lädt uns wieder dazu ein, an ihren Gedanken teilzuhaben, die sich natürlich um Ostara drehen: Gedanken zu Ostara.
Für unsere Kategorie „Im Allerheiligsten“, in der es um alles rund ums Ritual gehen soll, findet Ihr heute passend zum Frühlings-Fest der hinduistischen Großen Göttin (Frühlings- oder Chaitra-Navratri) einen von mir vom Englischen ins Deutsche übersetzten Hymnus, das Devi Mahatmyam Stotra Ashtakam.

Ich wünsch Euch viel Vergnügen beim Lesen und wie immer freuen wir uns auf Eure Kommentare, Anregungen, Kritiken und Beiträge 😉

LG
Siat

 

Gedanken zu Zerstörung und Terror im Namen Gottes

Was in den letzten Wochen durch die Nachrichten ging, ließ mir immer wieder den Satz: „Das hatten wir doch schon mal, nur unter anderem Banner.“  in den Kopf schießen.

Bild: dpa Quelle: SPON (Klick auf´s Bild, um zum Artikel zu kommen)

Videos und Bilder, die Anhänger des Islamischen Staates dabei zeigen, wie sie unwiederbringlich antike (Kult)Stätten und (Kultur)Schätze zerstören, gingen um die Welt.
Und dabei ist sicherlich nicht nur der archäologische und touristische Wert beklagenswert.

So spricht der HERR Zebaoth:
Die Mauern der großen Babel sollen untergraben und ihre hohen Tore mit Feuer angesteckt werden, daß der Heiden Arbeit verloren sei, und daß verbrannt werde, was die Völker mit Mühe erbaut haben.
-Jeremia 51, 58

Nimrod, Ninive, Al-Hadra. Dazu zahlreiche Artefakte in einem Museum in Mossul.
Die (m.E. berechtigte) Sorge geht um, dass auch Babylon zu einem Opfer der IS werden könnte, wie wohl auch zahlreiche weitere Stätten, die bisher (noch) verschont geblieben sind.
Ein „Kultur-Vandalismus“, wie ihn die Medien nennen, mit dem sich die Islamisten in guter Gesellschaft mit ihren abrahamitischen Brüdern befinden.

Die Intention dahinter ist der christlicher Missionare und Kreuzfahrer früherer und auch neuerer Zeit, oder gar den jüdischen Eroberungszügen im Namen Gottes, nicht unähnlich:

Mohammad bei der Zerstörung der Götterbildnisse der Kaaba; L’Histoire Merveilleuse en Vers de Mahomet, 11. Jhd.; Quelle: wikimedia. org

Die Vernichtung von Götzen, von Zeugnissen (in diesem Fall) vor-islamischer Kultur und Religion, die als „falsch“ betrachtet und, „freundlich“ ausgedrückt, für Irrlehren gehalten werden.
Schließlich gibt es „keinen Gott, außer Allah“!
Doch dieser Name ist austauschbar.

Mich berühren diese Bilder, Berichte und Geschehnisse auf eine recht eigentümliche Weise.
Vielleicht, weil sie mir eine Ahnung davon verschaffen, wie das „jüdische Volk“ und später auch christliche Kreuzfahrer und Missionare gewütet haben (könnten).

Gideon zerstört mit seiner Armee den Altar und das Abbild des Gottes Baal; Künstler/Artist: Maerten van Heemskerck; Quelle: wikimedia.org

Die zahlreichen Gebote und Aufrufe des abrahamitischen Gottes zu Zerstörung von „Götzen“, dem „Niederbrennen heiliger Haine“ usw. sind vielfältig, und beschränken sich, wenn man sich die Bibel betrachtet, nicht nur auf das Buch Jeremias.
Auch in den Büchern Moses´ finden wir ähnliches Häppchen, wie z.B. dieses:

Und der HERR redete mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenüber Jericho und sprach: Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan, so sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht und alle ihre Säulen und alle ihre gegossenen Bilder zerstören und alle ihre Höhen vertilgen, daß ihr also das Land einnehmet und darin wohnet;
– 4. Moses 33, 50-53

Und in den Chroniken wird z.B. über König Josiah, einem Sohn Davids, berichtet:

Denn im achten Jahr seines Königreichs, da er noch jung war, fing er an zu suchen den Gott seines Vaters David, und im zwölften Jahr fing er an zu reinigen Juda und Jerusalem von den Höhen und Ascherabildern und Götzen und gegossenen Bildern und ließ vor sich abbrechen die Altäre der Baalim, und die Sonnensäulen obendrauf hieb er ab, und die Ascherabilder und Götzen und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten, und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären und reinigte also Juda und Jerusalem, dazu in den Städten Manasses, Ephraims, Simeons und bis an Naphthali in ihren Wüsten umher. Und da er die Altäre und Ascherabilder abgebrochen und die Götzen klein zermalmt und alle Sonnensäulen abgehauen hatte im ganzen Lande Israel, kam er wieder gen Jerusalem.
– 2. Chronik 34, 3-5

Christlicher „Vandalismus“ an den Externsteinen, Teuteburger Wald, Deutschland; Quelle: wikimedia.org

Dieses sind nur ein paar ausgewählte Beispiele.
Die „Brüderlichkeit im Geiste“ von Judentum, Christentum und Islam lässt sich auch in dieser Hinsicht deutlich erkennen.
Und blicken wir uns weiter in der Geschichte um, beschäftigen uns mit der Eroberung der „Neuen Welt“ (und die gewaltsame Missionierung ihrer Ureinwohner) oder setzen uns auch mit der zum Teil gewaltsame Ausbreitung des Christentums auch in unseren Breiten auseinander, sind die Parallelen doch ziemlich ernüchternd und ja, auch ein wenig beunruhigend.

Zerstörung der Irminsul durch Karl den Großen; Künstler: Heinrich Leutemann; Quelle: Wikimedia.org

Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir die Fresse ein

So uncharmant dieses Sprichwort auch ist, so wahr ist es leider auch hinsichtlich abrahamitischer (und ja, z.T. auch (neu)heidnischer) Religionen.
Der Kampf um den „wahren Glauben“, die „wahre Religion“, und ja, auch um Gläubige (um deren „Seelenheil“/“Wohl“ man sich bemüht glaubt) ist vielleicht so alt wie der Monotheismus, bzw. die abrahamitischen Religionen.
Dabei schrecken die (fundamentalistischen) Anhänger, obwohl sie Brüder im Geiste sind, natürlich auch nicht davor zurück, dem anderen „die Wahrheit (TM)“ abzusprechen, und sie für sich zu beanspruchen.
Juden gegen Christen und Moslems. Moslems gegen Christen und Juden. Christen gegen Juden und Moslems. Und natürlich geht es auch munter untereinander weiter. Christen sprechen Christen den „wahren Glauben“ ab, sowie es Juden und Moslems ebenfalls untereinander tun.

Ein irrsinniges Rad, was sich immer weiter und weiter dreht und dabei natürlich auch noch alles mit zu reißen sucht, was nicht abrahamitisch ist, und undifferenziert als „Heiden“ oder „Ungläubige“ betitelt wird.
Es ist ein (religiöser) Wahnsinn, dessen Wurzeln m.E. im Anspruch liegen, DIE Wahrheit (TM) für alle Völker der Welt zu sein, die diese bedingungslos und ohne zu hinterfragen zu akzeptieren hätten. Wenn nicht… Dann warten wahlweise Schwert oder Steine auf einen.
Es mutet dann doch etwas zynisch an, wenn die Anhänger dann von einer „Religion des Friedens“ und von einem „liebenden Gott“ sprechen.

Die Zerstörung von (Kult)Stätten, Schriften, Statuen usw. stellt m.E.  den Versuch dar, die entsprechenden Götter, ihre Kulte und die Religion aus dem Gedächtnis der Menschen zu tilgen.
Wobei es mir scheint, dass es nicht nur ausschließlich um das „Aus dem Gedächtnis tilgen“ zu gehen scheint, sondern auch um das Auslöschen entsprechender Identität, die sich im Kult, aber auch in der Kunst und natürlich der Schrift wiederspiegelt.

Gewalt, in welcher Form auch immer, ist tief verwurzelt in den abrahamitischen Religionen und ihren Heiligen Schriften.
Da braucht man sich nur die Zeit zu nehmen, und sich die Bücher mal komplett durchzulesen und nicht in einer selektiven Weise, wie es von allen Vertretern heute gern gemacht wird. Fundamentalisten, Anhänger, die bereit sind wirklich ALLES für ihren Glauben und ihre Religion zu tun, gibt es bei allen drei.
Und wer sich wachen Auges umsieht, der wird recht schnell bezüglich christlicher (und jüdischer) Extremisten fündig, die z.B. von Amerika aus versuchen, hier in Deutschland und anderen Ländern der EU Fuß zu fassen und Anhängerschaft zu rekrutieren.
Ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür ist „The Call“.

Ich habe immer wieder den Eindruck, dass der „Frieden der Religionen“,  den wir hier in Europa und dem Westen haben, ein recht zerbrechlicher ist.
Uns hier in DE hilft mit sicherlich auch, dass wir im Grundgesetz die Religionsfreiheit fest verankert haben, auch wenn grade „wir“ Heiden da heute noch immer mal wieder unsere Problemchen in der Gesellschaft wahrnehmen.
Was sicherlich nicht hilfreich ist, so meine ich, ist der unsägliche Gotteslästerungsparagraph, weil er vor allen Dingen einseitig zu Gunsten des Christentums ausgelegt und angewendet wird, und andere Glaubenswege davon ausgenommen scheinen.
Würde es etwas ändern, wenn er für alle gelten würde?
Hm, ich kann es natürlich nicht sagen, doch ich denke, es würde zumindest dazu führen, dass sich ein Weg nicht gegenüber eines anderen benachteiligt fühlen würde.
„Gleiches Recht für alle!“, wie es so schön heißt.
Die andere Möglichkeit wäre, ihn komplett abzuschaffen, was mir angesichts des Themas „Meinungsfreiheit“ eigentlich als die sinnvollste Lösung erscheint. Doch ich bin etwas ab vom Thema.

Wenn ich mir die Bilder in den Medien betrachte, dann habe ich den Eindruck durch ein Fenster zurück in der Zeit zu blicken.
Auch wenn viele Christen und Juden davor zurück schrecken, so ist es einfach eine Tatsache, dass sie ganz genau denselben Schrecken, genau dieselbe Zerstörung, denselben Terror und dasselbe Leid in die Welt gebracht haben, wie heute ihre islamistischen Brüder.
Sie unterscheiden sich nur darin, dass die Mittel damals etwas andere waren als heute.
Doch egal, wie sie ausgetragen werden und wurden.
„Dreckig“ war und ist jeder dieser Eroberungszüge, auch wenn sie im Namen Gottes geführt werden.
Ich fühle mich ein wenig zurück gesetzt in die Zeit, in der erst Juden und dann Christen Andersgläubige verteufelten, ihre Heiligtümer und Bildnisse zerstörten und entweihten, die Priesterschaft und Anhänger der entsprechenden Pfade ermordeten, Frauen vergewaltigten und stahlen, was sie nur tragen konnten.

Heute ist eine andere Zeit. Wir haben eine Welt, die einwenig wie ein Puzzel zusammen gesetzt wird.
Wir haben hier im „Westen“ das unglaubliche Glück, dass wir die Aufklärung hatten und sich wahnsinnig viel in den Kirchen entwickelte.
Wir dürfen auch bei all dem Schrecken und Terror ebenso nicht vergessen, dass nicht alle Moslems den Islamisten der IS identisch sind, ebenso wenig, wie jeder Christ ein evangelikaler Fundamentalist ist, der dazu bereit ist als Kreuzfahrer die „barbarischen Moslems“ niederzumetzeln.

Ich selber habe in diesem Artikel natürlich auch stark vereinfach von „den“ Moslems, Juden und Christen geschrieben.
So einfach stellt sich das aber im Licht der Realität  betrachtet natürlich nicht.
Auch Christentum, Judentum und Islam bestehen alle aus unzähligen Strömungen und überall gibt es sowohl gemäßigte wie auch radikale Ansichten und Ausrichtungen.

Gefahr geht m.E. von jeglicher Art von Fundamentalismus und Radikalismus aus, und es ist unsere Aufgabe, egal welchen Pfad wir gehen, diesbezüglich achtsam zu sein und diesen entgegen zu treten.

 

Quelle: Kritisches Netzwerk.de

 

Siat

 

 


 

Quellen und weiterführende Links:
Bad news about Christianity-Cultural Vandalism
Spiegel Online.de
World Socialist Website-IS zerstört antike Stätten bei Mossul
Frankfurter Rundschau (Online)
Zeit Online
Bibel Online

 

Videos (Beispiele, die zur weiteren Recherche anregen mögen)

Vom Wesen ägyptischer Tempel (Teil 2) von Merienptah

Um den Göttern das Leben im Tempel zu verschönern und ihre Schöpfungskraft sichtbar darzustellen, sind im Inneren der Umfassung Baumgärten, Blumenbeete und Teiche angelegt.

Der Dromos mit Sphingenallee vor dem 1. Pylon des Karnaktempels. Spätestens an diesem Tor war für das Volk Schluss

Diese Teiche oder Seen haben die Form von rechteckigen Becken von oft beträchtlicher Tiefe, die über Treppen begehbar und für Reinigungsrituale und Bootsfahrten der Götter vorgesehen sind.

Inmitten all dieser Anlagen steht, alle anderen Bauten überragend, das eigentliche Tempelhaus, das Hut-netjer.
Dieses Tempelhaus ist wie der innere Zwinger einer Burg nochmals von einer hohen Mauer umgeben und besitzt neben dem Mitteleingang, nur noch einen oder einige wenige kleine Seitenpforten, durch die die Priester den Tempel betreten und direkt zum heiligen Brunnen dicht neben dem Tempelhaus gelangen können.

In der Mitte der Tempelfront öffnet sich das Hauptportal.
Es führt nicht, wie man meinen könnte, in den Tempel hinein, sondern öffnet sich von innen, wenn der Gott in seiner Barke sein Haus verlässt oder wieder dorthin zurückkehrt.
Die meiste Zeit allerdings bleibt dieses große Tor fest verschlossen.
Hinter diesem Tor öffnet sich ein oftmals an zwei, drei oder allen vier Seiten von Säulenhallen umgebener Hof (Uba – „der Offene“).
Bedeutungsmäßig und gelegentlich auch formal bildet er eine Einheit mit dem dahinterliegenden Säulensaal. Denn beide Bauteile sind Erscheinungsstätten für die Götterbarken und bieten Platz für die Abhaltung raumumgreifender Kulthandlungen.
Zu diesen Ritualen werden in seltenen Fällen sogar einige Vertreter aus dem einfachen Volk zugelassen, die aus diesem Anlass bis in den Tempelhof vorgelassen werden.
Gelegentlich steht bereits in diesem Hof ein großer Opferaltar.

Der Deutung des Tempels als Ort des Urhügels gemäß erhebt sich die Rückhalle des Hofes oder der folgende Säulensaal auf einer niedrigen Terrasse.
Der Höhenunterschied zwischen Hof und Tempelhaus wird durch eine flache Rampe überbrückt um den Trägern der Götterbarke ein würdiges Herabsteigen in den Hof zu ermöglichen.
Der Weg den die Prozession durch den Säulensaal nimmt ist durch einen weiteren Säulenabstand als am Rand hervorgehoben und bei größeren Tempelbauten oftmals auch durch ein basilikal erhöhtes Mittelschiff von oben her beleuchtet.
Die Seitenbereiche des Säulensaales sind in Dämmerlicht getaucht, die nur durch die blendendweiße Bemalung der Wände etwas aufgehellt wird.

Einige Tempel besitzen seitlich neben dem Säulensaal und dem dahinter befindlichen Opfertischsaal noch Räume für die Aufbewahrung der heiligen Salben und Stoffe, die für das Kultbildritual benötigt werden. Auch sind sogenannte „Schatzkammern“, also Lagerräume für das kostbare Kultgerät seitlich der großen Hallen vorhanden und schließlich auch Treppenhäuser, die für Dachprozessionen benutzt werden.

 

Wohnung der Götter

Auf den Säulensaal folgt hinter einer weiteren Pforte der eigentliche Wohnbereich des Gottes, beginnend mit einem kleinen Saal, der gelegentlich mit zwei bis vier Säulen ausgestattet ist und als „Empfangsraum“ dient. Dieser Raum nennt sich Usechet-hotep, „Saal der Opfer“ oder. In der Mitte der Rückwand dieses Opfertischraumes öffnet sich der Durchgang zum Hauptsanktuar.
Daneben und entlang der Seitenwände befinden sich Kapellen für Gastgötter. Hier stehen die Altäre und Opfertische.
In diesem Raum, direkt vor dem Hauptsanktuar, wird das alltägliche Opferritual zelebriert, an dem auch die Gastgötter teilhaben dürfen.
Diese Gastgötter sind oft als „Neunheit“ zusammengefasst, die die neun Urgötter der Schöpfung darstellen. Sie stehen auch durch ihre Anzahl für die Gesamtheit der kemetischen Götter, denn die Zahl 9 symbolisiert im kemetischen Zahlenkontext auch die Mehrzahl der Mehrzahl, also Alles.
Zu unterscheiden sind die Gastgötter von der eigentlichen Götterfamilie des Tempels, die sich oft als Triade aus Gott, Göttin und Götterkind zusammensetzt und deren Kultstatuen demgemäß im Hauptsanktuar des Tempels untergebracht sind.
In einigen Tempelbauten wird die Funktion der Opferdarbringung und der Gastgötterversammlung auf zwei hintereinanderliegende Räume verteilt, das heißt, auf den eigentlichen Opfertischraum folgt noch ein weiterer Usechet-pesedjtiu, „Saal der Neunheit“ oder Usechet-cherit-ib, „Saal der Mitte“ genannter Raum.
In der Mitte der Rückwand dieses Raumes öffnet sich der Durchgang zum Hauptsanktuar des Herrn oder der Herrin des Tempels, der Set-weret, der „großen Stätte“ oder des „hohen Thrones“. Dieses Sanktuar ist meist der Raum für die Aufstellung der heiligen Barke. Sie ruht dort auf einem steinernen Sockel, von dem sie zum Transport leicht heruntergehoben werden kann.
Oftmals wird diese Barke durch einen eigenen, freistehenden Schrein oder Baldachin geschützt. Es gibt auch Tempelbauten, die vor dem Hauptsanktuar einen eigenen Barkensaal (Useched-wija) haben, dort ist das Hauptsanktuar in zwei hintereinanderliegende Räume aufgeteilt, meist aber wird die Götterbarke im Set-weret aufbewahrt.

    In den Ruinen des Ptah-Tempels von Karnak sieht man im Barkensanktuar vor der Statuennische den Sockel, auf dem die Barke des Gottes abgestellt wurde...
In den Ruinen des Ptah-Tempels von Karnak sieht man im Barkensanktuar vor der Statuennische den Sockel, auf dem die Barke des Gottes abgestellt wurde…

Das Kultbild der Gottheit selbst ist nicht permanent in der kleinen Kapelle untergebracht, die auf der heiligen Barke befestigt ist. Dieser Schrein ist nur für die Tempelprozessionen die Heimstatt der Gottheit. Die meiste Zeit steht das Kultbild hinter der Barke in einem eigenen, freistehenden, steinernen Naos oder in einer verschließbaren Nische in der Rückwand des Raumes.
In einigen Fällen wird es sogar in einem eigenen Kultbildraum hinter dem Sanktuar aufbewahrt.
Der Naos des Kultbildes oder der Kultbildraum Mesenet, („Geburtsstätte“) sind das Herz des gesamten Tempelkomplexes, von dem es heißt:

„Es ist unzugänglicher, als was im Himmel ist, verhüllter als die Dinge der Unterwelt, verborgender als die Bewohner des Urwassers.“

Das Sanktuar und die umliegenden Räume besitzen keine Fenster und bleiben daher permanent in Dunkel gehüllt (wie übrigens auch die Schlafzimmer altägyptischer Wohnhäuser).
Die Vorstellung, dass am Morgen die Tempeltüren geöffnet werden und somit die Sonnenstrahlen bis zum Kultbildschrein vordringen können, ist falsch. Bevor man die Türen im Inneren öffnet um in den nächsten Raum zu gelangen müssen sogar die vorderen Tempeltüren geschlossen werden.
Ausnahmen von dieser Regel bilden nur die Tempel, die dem Sonnenkult des Gottes Ra geweiht sind.
In diesen Bauten wird das Sanktuar durch in der Wand angebrachte Lichtschlitze von oben her erhellt.

 

Ende Teil 2

15.03.15 -Editorial

Quelle: sternenkreis.de

 

Hallo zusammen,

heute bereits auf der Schwelle zum nächsten Tag, doch noch das Editorial. 😉

Seit 2011 ruft der Verein Sternenkreis am 15. 03. jeden Jahres zum Hypatia-Gedenktag auf, um den Opfern durch die Heidenverfolgungen und der Hexenverbrennungen zu gedenken.
Dieses Jahr stand er im Zeichen der ganz aktueller Geschehnisse in Syrien und Irak.

Gefunden auf Facebook Quelle: Bitte auf Bild klicken.

Eine weitere sehr traurige Mitteilung kam, als bekannt wurde, dass Terry Pratchett, der Autor der wundervollen Scheibenweltromane, in denen er so viel Magie legte und beschrieb, dass manche (mit einem Augenzwinkern) auch gut als Lehrwerk für Junghexen geeignet erscheinen 😉 , im Alter von 66 Jahren verstorben war.
Nun hat er seinen letzte Reise angetreten und wird sicherlich erst einmal mit dem Tod bei einer Tasse Tee Schach spielen.
Er wird durch seine Bücher nie vergessen sein.
Ruhe in Frieden, lieber Sir.

In unserem heutigen Update findet Ihr den zweiten Teil von Merienptahs Artikelreihe „Vom Wesen ägyptischer Tempel„.
Und ich habe mir, ebenfalls im Zeichen des Hypatia-Gedenktages, ein paar „Gedanken über Zerstörung und Terror im Namen Gottes“ gemacht.

 

Wir wünschen Euch auch diesmal viel Vergnügen beim Lesen, den einen oder anderen interessanten Gedankenimpuls und freuen uns natürlich wieder auf Eure Kommentare, Gedanken oder vielleicht sogar den einen oder anderen Beitrag von Euch.

LG
Siat