Vom Wesen ägyptischer Tempel (Teil 4) von Merienptah

Religiöse Landkarte
Zusammengefasst stellen Grundriss und Aufbau eines Tempels also einen ganzen Kanon von kosmischen Regeln dar.
So ist der Tempel also vom Eingang zum Allerheiligsten nach einer „imaginären“ Ost-West-Achse ausgerichtet, die dem Sonnenlauf folgt.
Nebeneingänge für Priester, also die Wege für den täglichen Kultablauf, liegen im rechten Winkel zu dieser göttlichen Achse und bilden eine weltliche Nord-Süd-Achse, die sich an der Fließrichtung des Nils orientiert, der in Kemet ja die Hauptverkehrsader der menschlichen Welt darstellt.
Der Fussboden des Tempels steigt vom Hof zum Allerheiligsten in mehreren Stufen, an den Urhügel erinnernd, an und mit der Erhöhung des Bodens nimmt die Höhe der Decken und Durchgänge ab. Der Boden symbolisiert die fruchtbare Erde und die Decke den sternenübersäten Himmel. Tragende Teile wie Säulen und Türstürze stellen die Vegetation dar, die vom Boden in den Himmel wächst und somit beide Sphären miteinander verbindet.
Das Allerheiligste mit der Kultbildkammer liegt auf der Mittelachse im hinteren Tempelbereich am weitesten vom Eingang entfernt.
Die Götterbarke wird in einem Kultraum vor dem Allerheiligsten aufbewahrt und die täglichen Opferhandlungen finden davor in einem eigenen Raum statt.
Fenster gibt es nicht um der chaotischen Außenwelt keinen Weg ins Innere zu bieten, somit ist das Innere des Heiligtums, außer bei Heiligtümern des Sonnenkultes, immer in Dunkelheit gehüllt.
Auch müssen bei den Ritualen immer erst die äußeren Türen verschlossen werden, bevor die Inneren geöffnet werden können um keinen direkten Durchgang von außen nach innen zu ermöglichen.
Und zu guter Letzt ist der Tempel noch von einer oder mehreren Mauern umschlossen, die ihn komplett von der Außenwelt abschotten und jeden unbefugten Blick ins Innere verwehren. Auch darf der Tempel niemals von Unbefugten betreten werden, nur die Priesterschaft hat Zugang zu seinem Inneren.
Und innerhalb der Priesterschaft entscheidet der Priestergrad wie weit sich der Priester dem „Sitz der Gottheit“ nähern darf.

Amun-Tempel Luxor
Am Tempel von Luxor sieht man gut wie der Dromos eines kemetischen Tempels aussehen sollte. Eine Allee von Sphingen und Baumreihen begleiten die Strasse, die direkt auf die durch einen Pylon gebildete Tempelfront führt. Vor dem Tempel stehen Obelisken (einer fehlt hier) und verschiedene Statuen…

Zugang zum Allerheiligsten haben nur die ranghöchsten Priester und deren direkte Stellvertreter, aber das genauer zu erläutern würde jetzt auch zu weit führen.

Bereits die Grundsteinlegung eines kemetischen Tempels ist ein mythologisierter Vorgang und Gegenstand eines uralten Rituals, das unter Anwesenheit und Mithilfe der Göttin Seschat selbst ausgeführt wird.
Mit dem „Spannen des Strickes“ wird Ausrichtung und Umriss des zu gründenden Baues bestimmt.
Unter den Ecken werden Grundsteinbeigaben verborgen, die den Bau vor bösen Einflüssen von außen bewahren sollen. Diese beigaben bestehen aus Gefäßen mit Opfergaben wie Speiseopfern, übelabwehrenden Amuletten und Modellwerkzeugen. Dazu kommen auch Täfelchen mit dem Namen des Tempels, seines Besitzers und des Erbauers.
Nach der Vollendung des Baues wird dann die kultische Reinigung des Tempelgeländes vollzogen und mit der Zeremonie der „Mundöffnung“ die magische Verlebendigung des Baues und seine Verwandlung in einen Achet, einen Götterhorizont, bewirkt.
Erst damit erlangt der Bau seinen funktionsfähigen Zustand als Wohnstätte der Götter und kann an seinen Herrn übergeben werden.
Wichtig dabei ist auch die „Taufe“ des Tempels, denn jedes Heiligtum hat einen eigenen Namen.

Nach der Namensgebung kann der normale Kultbetrieb im Tempel beginnen, der an jedem Tag nach dem gleichen Muster abläuft.
Das häufigste Ritual ist das täglich dreimal vollzogene Kultbildritual. Es hat seinen Ursprung in den Diensthandlungen der Dienerschaft im herrschaftlichen Haushalt und umfasst die vollständige Versorgung des Kultbildes, also des Hausherren, von seiner Reinigung und Bekleidung bis zur Versorgung mit Speise und Trank.
Weitere tägliche Rituale sind das Morgenritual, bei dem die Gottheit geweckt wird und bei der das „Tagesprogramm“ durchgegangen wird (wie ein Briefing des Hauspersonals in einem herrschaftlichen Anwesen) sowie das Abendritual bei dem der Hausherr des Tempels das „Tagesresümee“ zieht und für die Nacht vorbereitet wird.

Der Kalender Kemets ist so angefüllt mit Götterfesten, dass die Routine der täglichen Zeremonien sehr häufig durch besonders festliche Handlungen bereichert wird. Dies sind insbesondere das 5 Tage andauernde Neujahrsfest, das Eintreffen der Nilschwemme, das Hervorkommen der Sopdet, das 17 tägige Opetfest, das Sokarfest, das große Ipipfest, das schöne Fest vom Wüstental und zu guter Letzt die Epagomenen, die letzten fünf Tage des Jahres.
Dazu kommen noch die monatlich stattfindenden Reinigungsfeste, die Feste zum Jahreskreis und unzählige weitere Feiertage wie die tempelinternen Mysterienspiele zu Ehren des Osiris, bei denen der gewaltsame Tod und die Auferstehung des Osiris szenisch dargestellt werden.
Bei derartigen feierlichen Anlässen werden auch die Kultbilder aus dem Tempelinneren ans Tageslicht gebracht und auf Prozessionen durch ihre Herrschaftsgebiete geführt.
Heutzutage beschränken sich derartige Prozessionen auf Umrundungen des Tempelhauses innerhalb des Tempelbezirkes, in alter Zeit führten sie durch die ganze Stadt und einige sogar über noch größere Distanzen.

Zu diesen Anlässen werden die Kultbilder aus ihrem steinernen Naos herausgehoben und in einen kleinen hölzernen Tragschrein oder in die Kajüte einer tragbaren Götterbarke platziert.
An langen Tragestangen kann diese schwere Barke von einer größeren Anzahl Priester angehoben und aus dem Tempel ins Freie getragen werden. Diese Barke muss während der Prozession in bestimmten Abständen auf vorbereiteten Sockeln abgestellt werden um den tragenden Priestern und der „reisenden Gottheit“ eine Verschnaufpause zu gewähren. Dies sind die bereits erwähnten Barkenstationen, in denen der Gottheit auch Opfergaben (Erfrischungen) dargebracht werden.
Diese Feste werden auch von Musik und Tanz begleitet um die Gottheit auf ihrer Reise zu unterhalten.

Der normale Tagesablauf im Tempel ist neben den Kulthandlungen natürlich weitaus weniger festlich und von ganz alltäglichen und weltlichen Arbeiten geprägt.
Die Hauptaufgabe der Priesterschaft besteht in der Vorbereitung der Opfergaben und der Reinigung der Tempelräume und des Kultgeschirrs, also ganz normaler Hausarbeit. Weiterhin müssen die Außenanlagen und Gärten gepflegt und die Gebäude instand gehalten werden. Von diesen Tätigkeiten leitet sich auch die geläufigste Amtsbezeichnung der Priester Hem-netjer, also „Gottesdiener“ ab.
Weiterhin wird in der Tempelschule, die zum Tempelarchiv gehört, die nächste Generation der Priesterschaft ausgebildet. Dort werden auch unsere alte Schriften aufbewahrt, restauriert oder gegebenenfalls erneuert in dem sie kopiert werden.
Somit ist ein Tempel auch eine Bibliothek und ein Wissensspeicher.
Und in der angeschlossenen Tempelwerkstatt werden von den Priestern Kultgeschirr und Ritualgegenstände hergestellt, die für den täglichen Betrieb vonnöten sind sowie Grabstelen für das kemetische „Volk“ und andere Gegenstände des Totenkultes.

Karnak-Tempel
In einer anderen Halle des Karnaktempels sieht man wie die Decke dunkelblau bemalt ist um den Himmel zu symbolisieren…

Der gesamte Tempelbezirk ist also keinesfalls ein Gebetshaus für Gläubige sondern ein verkleinertes Modell der Welt oder gar des Kosmos und ein lebendiger und geschäftiger Ort des Kultbetriebes und des täglichen Lebens in dem die Priesterschaft, als Dienerschaft der Gottheit, dafür Sorge trägt, dass es dem Hausherrn an nichts mangelt und dieser sich somit seiner Aufgabe im Immerwährenden Schöpfungsprozess widmen kann.

Der Tempel ist die von der Außenwelt abgeschirmte Wohnstatt der Gottheit, vergleichbar mit einer herrschaftlichen Privatresidenz, einem königlichen Palast, in dem der Hofstaat den täglichen Ablauf und die Versorgung des Königs gewährleistet und kein Ort für „das Volk“ welches diesen Ort nicht betreten darf.
Das unterscheidet die kemetischen Tempel von dem was man sich heutzutage unter einem Tempel vorstellt, in dem die Gläubigen sich dem Göttlichen nähern und ihre Gebete verrichten, ähnlich einer christlichen Kirche. Mit einem solchen öffentlichen Kultbau hat der kemetische Tempel rein gar nichts gemeinsam.

Dies soll nun erst mal genug sein und einen kleinen Türspalt öffnen um doch mal einen neugierigen Blick in unsere für die Augen der Öffentlichkeit verschlossenen Heiligtümer gewähren.
In unseren Tempeln läuft entgegen aller Gerüchte nichts Geheimnisvolles und Okkultes ab, sie sind normale religiöse Bauten mit ihrem ganz eigenen Innenleben und Kultablauf, mit eigener Priesterschaft und eigenen Gesetzen und Regeln, der Außenwelt verschlossen aber dennoch nicht entrückt.

Damals wie heute, der Nil in Ägypten

Pflanzensteckbrief: Sanddorn

Deutscher Name:
Sanddorn

Sanddorn; Photo: Svdmolen; Quelle: wikipedia.org.

Synonyme:
Audorn, Fasanenbeere, Rote Schlehe, Haffdorn, Dünendorn, Sandbeere, Griesbeere

Englischer Name:
Sea Buckthorn

Synonyme:
Sallow Thorn, Willow-thorn, Wirwivvle, Wyrvivle

Botanischer Name:
Hippophae rhamnoides

Familie:
Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)

Etymologie:
„Hippophae“ leitet sich vom Lateinischen „hippóphaes“ ab Plinius beschreibt es als eine „Wolfsmilch-Art mit starken Dornen“, und hat seine Wurzeln  vermutlich im Griechischen.

Bei Dioskurides können wir den Begriff „hippophaés“ finden,  der soviel wie „eine nicht näher bezeichnete Gruppe/Sippe“ bedeutet.
Er weist auf die Verwandtschaft zu den Worten „hippóphaiston“ (bedeutet dasselbe und wurde wird von Theophrastos genannt) und das spätgriechische Wort „hippópheos“ hin.
Ethymologisch wahrscheinlich scheint, dass sich der Begriff auf das griechische „phéos“ zurück verfolgen lässt, das soviel wie „eine stachelige Sippe (Sarcopoterium spinosum)“ bedeutet. Allerdings schweigen sich zu der Etymologie des Wortes die Handbücher der Etymologen aus, und es bleibt im Dunkeln, welche Sippe mit diesen Namen gemeint war und wie diese zu deuten ist.
Noch weniger sagen die Handbücher zum Zusammenhang des Wortes  mit dem Wort „hippós“ („Pferd“), und dem Zusammenhang zwischen Tier und Strauch.
Der Forscher Carl von Linné scheint den antiken Namen ausschließlich in Hinblick auf seine dornbewehrten Äste und Zweige gedeutet und dann auf den in der Antike in Südeuropa unbekannten Sanddorn übernommen zu haben.

Der Wortbestandteil „rhamnoides“ leitet sich vom Lateinischen „rhamnus“ und vom griechischen „-oeidés“ („ähnlich“) ab:
lat. „rhamnus“ = „Kreuzdorn“ (Rhamnus sp.)
Dieser Name lässt sich auch wieder bei Plinius nachweisen.
Auch hier scheinen die Wurzeln des Lateinischen ebenfalls im Griechischen zu liegen.
Theoprastos, Dioskurides u.a. ist für den Kreuzdorn „rhamnos“ überliefert, so dass die Verwandtschaft der Begriffe sehr nahe liegend ist. Allerdings lässt sich die Etymologie des griechischen Wortes „rhamnos“ lässt nur sehr schwer nachvollziehen.
In die ethymologischen (Hand)Wörterbücher lassen eine Verwandtschaft mit dem sprachwissenschaftlich rekonstruierten Wort „*rhábnos“ mit den griechischen Wörtern „rhábdos“ („Rute, Gerte“ ) und „thámnos“ („Busch, Strauch“) vermuten.

In dieser Gattung werden alle Bäume und Sträucher zusammen gefasst, die meist dornenbewehrte Äste und Zweige tragen.

 

Vorkommen:
Der Sanddorn ist in Europa und Asien sehr weit verbreitet.
So findet er sich natürlich wachsend an Küsten auf Dünen, in den Alpen und dem Alpenvorland, am Bodensee und im südlichen Rheintal auf Felsschutthalten und Flussschotter, wobei er im allgemeinen sandigen Boden bevorzugt und dementsprechend besonders an Böschungen und den Ufern von Seen und Bächen zu finden ist.
Allerdings zieht er mittlerweile auch vermehrt in Gärten und Parkanlagen als Zierbaum ein.
Die ursprüngliche Heimat des Sanddorns ist Nepal. Eiszeitliche Verschiebungen führten dann zu seiner weiteren Verbreitung.

Die Wurzeln des Sanddorns eignen sich besonders gut für die Befestigung von Böschungen und losen Böden, so dass der Sanddorn mittlerweile auch bewusst zur Befestigung von Dünen, aber auch an Autobahn-und Straßenböschungen gepflanzt wird.

Mit der Fülle seiner Beeren leuchtender Sanddorn-Busch; Quelle: Wikimedia.org (klick Bild)

Aussehen:
Der Sanddorn ist ein kleiner bis mittelgroßer Strauch, der allerdings auch zu einem Baum wachsen und dann zwischen 3-6m hoch werden kann.
Seine Wurzeln sind sehr tief im Boden verankert, wobei von der Hauptwurzel kriechende Wurzelausläufer ausgehen.
Charakteristisch für den Sanddorn sind seine dornenbewehrten Äste und Zweige, sowie die im Herbst orange leuchtenden Beeren.
Die Rinde des Sanddorns ist in der Regel glatt, doch kann sie, wenn der Baum älter wird, Risse bekommen und abblättern.

Blütezeit:
April

Erntezeit:
September/Oktober

Männliche Blüten des Sanddorns; Quelle: wikipedia.org (Klick Bild)

Blätter:
Die Blätter des Sanddorns ähneln denen der Weide. Sie sind lancettenförmig, und an der Unterseite weißsilbrig behaart, während die Oberseite kahl und von graugrüner Farbe ist. Sie sind wechselständig und werden zwischen 5 und 6 cm lang.

Blüten:
Die sehr unscheinbaren und leicht zu übersehenden Blüten sind 2-häusig verteilt. Sie erscheinen vor dem Ausschlagen des Laubes und besitzen keine Kronblätter.
Der Sanddorn trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten, die graugrün bzw. grünbraun sind.

Weibliche Blüten des Sanddorns; Quelle: wikipedia.org (klick Bild)

Früchte:
Die orangrot leuchtenden Beeren sind Scheinbeeren, die aus dem Fruchtknoten entstehen, der von seiner fleischig gewordenen Kelchröhre umschlossen wird. Sie gehören damit zu den Steinfruchtartigen.
Sie sind eiförmig und zwischen 2-8 mm lang.
Da sie sehr nah an den Zweigen ansetzen und sich nur schwer lösen lassen, können die Beeren beim Sammeln sehr leicht zerquetscht werden.

Verwendete Teile:
Die reifen Beeren

Inhaltsstoffe:

  • Vitamin C (je nach Reife und Herkunft zwischen 0,2 und 0,9% pro 100g Fruchtfleisch)
  • Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe (B12, das sonst fast ausschließlich in Fleisch vorkommt), Vitamin F, E und P
  • Zucker, Flavanoide, Mineralstoffe, Anthocyane.

Die Samen enthalten darüber hinaus sehr fettreiches Öl.

Zubereitungen:
Getrocknet als Zugabe in Tees oder Müsli. Frisch verarbeitet zu Marmeladen oder Gelees, Beerensaft sowie als Mus.

Leuchtende Beeren des Sanddorns; Quelle: Wikipedia.org (Klick Bild)

Anwendung in der Naturheilkunde:
Die sehr Vitamin C-reichen Beeren werden vorwiegend bei Erkältungskrankheiten und bei Fieber, sowie vorbeugend in Erkältungszeiten verwendet.
Dabei nimmt man sie in der Regel als Saft oder Mus zu sich.
Bei Fiebererkrankungen wirkt der Saft erfrischend, und stärkend auf das Immunsystem.

Medizinische Verwendung:
In der russischen Medizin soll der aus den Samen gewonnene Öl zur Behandlung von chronisch verlaufenden Hautkrankheiten, zur Wundbehandlung und bei Akne mit guten Erfolgen angewendet werden. Ebenso bei Decubitus und Verbrennungen.

Medinzisch findet ansonsten aus den Früchten gewonnene Saft oder Extrakte Anwendung.
Auf Grund des hohen Vitamin C-Gehalts vorallem zu Stärkung des Immunsystems, bei Erkältungskrankheiten, fieberhaften Infekten oder in der Rekonvaleszens, zur Stärkung des Körpers.
Auch werden dem Sanddorn eine ausgezeichnete adstringierende Wirkung nachgesagt, so dass er z.B. auch gern zur Behandlung von Durchfall-Erkrankungen oder Zahnfleischentzündungen verwendet wird.

Nebenwirkungen sind (wenn keine Allergien vorliegen) bisher nicht bekannt.

Kulinarisches:
Die sauren und sehr vitaminreichen Beeren können in vielfacher Weise genossen werden.
Sei es als Zugabe in Tees und Müslis, mit Sahne, in Joghurt oder Quark oder einfach frisch vom Baum genascht oder in Fruchtsalaten.
Ein aus getrockneten Beeren aufgegossener, eisgekühlter Tee eignet sich im Sommer besonders gut als Erfrischungsgetränk.
Daneben gelten die Marmeladen, Muse und Gelees im allgemeinen als ausgesprochene Leckereien. 😉

Sanddorn in voller Beeren-Pracht; Quelle: wikipedia.org (Klick Bild)

 

Wissenswertes im Zusammenhang mit Volkssglauben und magischer Verwedung

Verwendete Teile:
– getrockneten, reifen Beeren
– junge Blätter

Magische Eigenschaften:
Schutz, Gerechtigkeit, Klärung

Geschichte/Brauchtum:
Zweige des Sanddorns sollen gegen Hexen und Blitzschlag über Stalltüren gehängt worden sein.

Magische Verwendung:
Die Äste des Sanddorns vor das Fenster gehängt, sollen gegen negative Einflüsse und Energien schützen.
In einer Räucherung sollen Beeren und/oder Blätter des Sanddorns dabei helfen, Entscheidungen zu treffen und zu klären, welchen Weg man einschlagen soll.

Planet: Saturn
Element: Wasser
Gottheiten: Astraia, Donar

 


Quellen:
wikipedia.org
Bächthold-Stäubli, Hans: Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens
Magister Botanicus: Magisches Kreutherkompendium
Genaust, Helmut: Ethymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen
Pahlow, M. (Apotheker): Das große Buch der Heilpflanzen
Chevallier: Enzyklopädie der Heilpflanzen
Kothe, Dr. Hans W. : 1000 Kräuter

29.03.15-Editorial

Hallo zusammen,
nach  der nächtlichen Umstellung hat uns nun auch die Sommerzeit wieder.
Wirklich frühlingshaftes hat das Wetter allerdings derzeit nicht. Draußen türmen sich die Wolken und es prasseln immer wieder Regenschauer herunter.
Doch wie heißt es so schön? „April, April. Der macht halt, was er will.“ Und bis der April beginnt, sind es ja auch nur noch wenige Tage.

Für das heutige Update habe ich passend für die nasskalte Übergangszeit, in der Erkältungen  immer noch gerne lauern,  einen Pflanzensteckbrief für den Sanddorn, einem der besten Vitamin C-Lieferanten unserer Breiten.
Außerdem gibt es heute den vierten und letzten Teil von Merienptahs Artikelreihe „Vom Wesen ägyptischer Tempel“.

 

Auch heute wünschen wir Euch viel Freude beim Lesen, und natürlich freuen wir uns auf Eure Kommentare und gerne auch Beiträge für unser Blog.

 
LG
Siat

Devi Mahatmya Stotra Ashtakam

Das Devi Mahatmya gehört neben der Shrimad Devi Bhagavatam Purana zu den wichtigsten Schriften der Shaktas, den VerehrerInnen der Göttin im Sanatana Dharma.
Das Devi Mahatmyam besteht aus 13 „Gesängen“/Hymnen, die einen Teil der Markandeya-Purana bilden, einer Schrift die (wie im Grunde alle Puranas) in Dialogform geschrieben wurde.
Die Hymnen des Devi Mahatmyam beschreiben einerseits die Herrlichkeit der Göttin und andererseits Ihren Kampf gegen Unwissenheit und Übel in der Welt, das durch verschiedene Asuras (1) , Gegenspieler der Devas (2), versinnbildlicht wird.
Dabei spielen verschiedene „Inkarnationen“ der Göttin (meist Durga oder Kali) eine Rolle.
Diese Hymnen spielen in der Verehrung der Göttin und bei Ihren Ritualen eine sehr wichtige Rolle. So werden sie in Auszügen oder auch komplett rezitiert, bzw. gesungen.
Navratri, die neun heilgen Nächte der Göttin, die (je nach Pfad) vier bis fünfmal im Jahr stattfinden, sind eine Zeit, in der traditionell das Devi Mahatmyam rezitiert wird.
In welcher Weise dies geschieht, ist ebenfalls nach Tradition und Pfad recht unterschiedlich. Doch darauf werd ich in anderen Artikeln eingehen.
Da das Rezitieren des gesamten Devi Mahatmyams einen nicht zu unterschätzenden Zeitaufwand bedeutet (vor allem wenn man bedenkt, was für vorbereitende Maßnahmen ggf. noch vorgenommen werden), ist eine beliebte Variante die Rezitation des Devi Mahatmya Stotra Ashtakam.
Diese Hymne fasst die Geschichten, die in den dreizehn Kapiteln des Devi Mahatmya erzählt werden in einem Oktett zusammen (in der Übersetzung lässt es sich jedoch leider nicht umsetzen).

Passend zum jetzigen Frühlings-Navratri möchte ich Euch gern eine deutsche Übersetzung präsentieren.
Die Übersetzung des Devi-Mahatmyam von Sanskrit in Englisch von P.R. Ramachander findet Ihr im Übrigen hier KLICK.


Lakshmeese yoga nidhram prabhajathi bhujaga
Deesa thalpe sadad pad
Vuthpannaou dhanavou thachra vana mala mayangaou
Madhum kaidabham cha
Drustwa bheethasya dhathu stuthibira binutham,
Masu thou nasayantheem
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Vishnu auf der Schlange Shesha, Brahma auf dem Lotus, Adi-Shakti und die Asuras Madhu und Kaidabha Quelle: exoticindiaart.com (Klick a. Bild)

Einstmals,
als der Gebieter Lakshmis
im tiefen Yoga-Schlaf versunken war
auf Seinem furchteinflößenden Schlangenbett,
und die urzeitlichen Dämonen Madhu und Kaidabha,
hervorkamen aus Seinem Ohrenschmalz
und Brahma, den Schöpfer, zum Erzittern brachten,
Erhörtest Du, Oh Durga, Seine Gebete
und tötestest sie beide.
Und so falle ich zu Deinen Füßen
für die Lösung all meiner großen Probleme.

 

Yudhe nirjithya daithya stribhuvanamakilam,
Yastha deeyeshu dishnyai,
Shwasthapya swan vidheyan swayamagama Abhasou,
Sakratham vikramena,
Tham saamapthyaptha mithram mahisha mapi niha
Thyasya moordhathi roodam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Durga als Mahishasuramardini; Künstler: unbekannt, frühes 16.Jhd.; Quelle: wikimedia.org (Klick a.Bild)

Als der große Dämon Mahisha,
der Indra, den Herrn aller Devas, im Kampf besiegte,
und durch seine Fähigkeiten alle drei Welten zu seinen Sklaven machte,
und seine Untergebenen einsetze, um über sie zu herrschen,
tötestest Du, Durga, ihn zusammen mit seiner Armee,
seinen Ministern und Freunden.

Und so falle ich zu Deinen Füßen
für die Lösung all meiner großen Probleme.

 

Viswothpathi pranasa sthithi vihruthi pare,
Devi Gora marari,
Thrasath thratham kulam na punarapi cha maha
Sankadeshwi diseshu,
Avirbhooya purasthadithi chararana namath,
Sarva geervana vargam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Hey, Göttin Durga,
Die Du im Akt der Schöpfung versunken bist
in der Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung des Universums,
Hey, Göttin,
die Du die Verkörperung des Lichtes bist,
die Götter und Devas appelierten an Dich:
„Du hast uns vor der Gefahr errettet,  Mutter,
die der große Rakshasa (3) mit seinem Krieg darstellte,
und wir beten, dass Du unsere Früchte
in Zukunft ebeso rettest, wie heute.“
Und Du pflichtetest Ihnen bei.
Und so falle ich zu Deinen Füßen
für die Lösung all meiner großen Probleme.

 

Hanthum Shumbham Nishumbam tridasa gana nutham, Hemadolam himadri,
Aarudaam vyuda darpan yudhi nihatha vathim,
Dhoomra drik chanda mundane,
Chamundakhyamdhadanam upasamitha maha,
Raktha beejopasargam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Dem Gebet der Göttern beipflichtend
kamst Du zu den verschneiten Bergen,
auf einer goldenen Schaukel
und tötetest die stolzen Dämonen von Shumbha und Nishumba,
nachdem Du Dhommraksha, Chanda und Munda getötet hattest.
Du wurdest gerufen udn gepriesen als Chamunda,
und Du tötetest auch die große Übel Rakthabeeja,
Und so falle ich zu Deinen Füßen,

für die Lösung all meiner großen Probleme.

Durga tötet Rakthabeeja, während Kali sein Blut trinkt. Quelle: exoticindiaart.com (Klick Bild)

 

Brahmesa skanda Narayana kiti,
Narasimhendra Shakthi swa bruthya,
Kruthwa hathwa nisumbam jitha vibutha ganam,
Trasitha sesha lokam,
Eki bhooyada shumbham rana sirasi niha
Tyasithamatha Gadgaam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Du tötestest Shumbha,
der über alle Devas herrschte,
in dem Du die Shaktis von Brahma,
Skanda, Narayana, Narashima,
Varaha und Indra zu Deinen Gehilfinnen machtest
und dann alle in Dir vereintest.
Und Du tötestest Nishumbha in einem schrecklichen Krieg
Und so falle ich zu Deinen Füßen,
für die Lösung all meiner großen Probleme.

Saptamatrika; Quelle: exoticindiaart.org (Klick Bild)

 

 

Uthpanna nandajethi swayam avani thale,
Shumbamanyam Nishumbham,
Bramaryakya Arunakhyam punarapi janani,
Durgamakhyam nihanthum,
Bheema, Sakambareethi, truti tharipu Gata,
Raktha danthethi Jaa thaam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Du wurdest als Tochter des Königs Nanda geboren,
Auf dieser Heiligen Erde,
um die Rakhasas Shumbha und Nishumba zu töten,

Bhramaramba (Bhramari), Mutter der Bienen; Quelle: Maa Vaishnavi.com (Klick Bild)

und Du wurdest als Biene geboren, um den Asura Aruna zu töten
und wieder wurdest Du geboren, als Heilige Durga,
um den Asura zu töten, der Durgama genannt wurde.
Du warst berühmt als Bheema, als Du die Asuras in Deiner Raserei verschlangst.
Du warst bekannt als Sakambhari, als Du Speise auf Deinem Körper wachsen liest, für die tausenden Verhungernden,
während einer großen Hungersnot.
Und Du warst auch bekannt under Rakthadantha,
weil Du die Asuras Vipra und Chitha verschlangst.
Und so falle ich zu Deinen Füßen,
für die Lösung all meiner großen Probleme.

Shatakshi/Sakambhari, die Göttin mit unzähligen Augen, die den Menschen Wasser und Nahrung brachte, damit sie nicht verhungern. Quelle: exoticindiaart.com (Klick Bild)

 

Tri giunyaanam gunaanaam anusarana kala
Keeli naanavatharai,
Tri lokya trana seelaam dhanuja kula vanee,
Vahnee leela saleelaam,
Deveem sachinma mayeem tham vit haritha vinamath,
Sathree vargaaapavargaam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Du bist alle drei Gunas in einer vereint,
Du spielst Dein göttliches Spiel in verschiedenen Gestalten,
Du achtest auf alle drei Welten,
Du raffst kinderleicht die Asuras hinweg,
mit der Heftigkeit eines Wirbelsturmes in einem Wald
Du bist die Verkörperung von allem, was gut ist
für die, die sich vor Deinen Füßen in Demut verneigen
Du gewährst ihnen alles, was sie ersehnen
hier und danach.
Und so falle ich zu Deinen Füßen,
für die Lösung all meiner großen Probleme.

 

Navdurga4
Durga und die sieben Matrika; Künstler/Artist: unbekannt

Simharoodam trinethraam kara thala vilasath,
Sankha chakrasi ramyam,
Bhakthabeeshta pradathreem ripu madana kareem,
Sarva lokaika vandhyam,
Nana alankara yuktham sasi yutha makutam,
Syamalangeem krusangeem,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Sie, die auf einen Löwen reitet. Sie, die drei Augen hat.
Sie, die ein Muschelhorn und das Wurfrad mit bezaubernder Anmut trägt.
Sie, die die Bitten Ihrer Verehrer erfüllt.
Sie, die Ihre Feinde vernichtet.
Sie, die in allen Welten verehrt wird.
Sie, die in Vollkommenheit gekleidet ist.
Sie, die den  Mond an Ihrer Krone trägt.
Sie, die von schwarzer Farbe ist
Sie, die von schlanker Gestalt ist.
Ich falle zu Deinen Füßen,
für die Lösung all meiner Probleme.

 

Trayaswa swamin ithi tri bhuvana janani,
Prarthana twayya partha,
Palyanth abhyarthanayam bhagawathi sisava,
Kinnvananya jananya,
Tathubhyam syannamasyethya vanatha vibhdha,
Ahladhi veeksha visargam,
Durgam deveem prapadye saranamaha,
Masesha apadan unmoolanaya.

Adi-Parashakti und die Trimurti (Dreiheit) von Brahma, Vishnu und Shiva als Ihre Kinder. Künstler/Artist: unbekannt;
Adi-Parashakti und die Trimurti (Dreiheit) von Brahma, Vishnu und Shiva als Ihre Kinder. Künstler/Artist: unbekannt;

„Es besteht keine Notwendigkeit, oh Durga, Dich zu bitten
uns zu beschützen und zu retten,
denn hat die Mutter, von der sie allein abhängen,
jemals ein Bitten gebraucht.
Und so grüßen wir Dich“,
so beten die Götter zu Dir.
Und so falle ich zu Deinen Füßen,
für die Lösung all meiner großen Probleme.

 

Etham santha padanthu sthavam akhila vipa,
Jjala thoolana labham,
Hrinmoha dwantha bhanu prathima makhilam,
Sankalpa kalpa dru kalpam,
Dowrgam dowargathya goratha pathu hina kara,
Prakhya mam ho gajendra,
Sroni panchasya desyam Vipula bhayadha
Kaalahitha tharkshya prabhavam.

Lass dieses Gebet an die Göttin Durga sein
wie ein Wind für ein Baumwoll-Bündel der Sünden
wie eine Sonne für den stockdunklen Verstand
wie der alle Wünsche erfüllende, göttliche Baum,
wie der kalte Mond für die glühende Hitze der Not,
wie ein Löwe vor der Elefantenherde der Sünden,
und wie ein furchterregender Adler vor dem König der Kobras.
Rette uns vor allen Gefahren,
und lass dieses von allen Verehrern immer gesungen werden.

 

 

Adi-Parashakti; Künstler/Artist: unbekannt.
Adi-Parashakti; Künstler/Artist: unbekannt.

 


 

1- „Dämonen“; Gegenspieler der Devas mit eifersüchtige und neidische Charakter, die gegen die lichtvollen Devas kömpfen.

2-sanskr. wörtl.: „Gott“; es handelt sich hierbei nach verschiedenen Vorstellungen um Götter/Göttinnen (=Devis), die dem höchsten Göttlichen dienen, die dem Rad der Wiedergeburt unterworfen sind und/oder um Halbgötter

3-Dämonen bzw. nächtliche Geister, die häufig in Tiergestalt oder Mischwesen zwischen Menschen und Tieren erscheinen. Obwohl sie in der Regel von bösem Wesen sind und Menschen und Göttern eher feindlich gesonnen sind, können verschiedene Rakshasas auch das gute Unterstützen und sich als besonders tugendhaft und kultiviert zeigen.

Gedanken zu Ostara von Solveig

Heute begehen wir das Fest der Tag- und Nachtgleiche.
Ein Äquinoktium ist lt. Wikipedia der Moment, an dem die Sonne bei ihrer scheinbaren Jahresbewegung auf der Ekliptik den Himmelsäquator überschreitet.  Die Schnittpunkte von Ekliptik und Äquator werden Frühlings- und Herbst- bzw. Widder- und Waagepunkt genannt.

Die Tag- und Nachtgleichen sind Sonnenfeste.
Licht und Dunkel sind gleich stark. Es herrscht Ausgewogenheit, Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht.
In diesem Punkt steckt die gesamte Fülle der Möglichkeiten.
Alles kann sich entwickeln – nach der einen oder der anderen Seite (come to he dark side, we have the cookies!).

Der Name des Festes könnte lt. Wikipedia auf Ostara oder „Eostre“, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, zurückgehen.
Lautgeschichtlich besteht „Os-tara“ aus zwei Silben.
„Os“ wäre demnach Mund-Schoß-Erde-Geburt-Entstehung.  Und „tar“ würde „zeugen“ bedeuten.
Ostara hieße demnach Erd-Zeugung.
Auch Osten beinhaltet die gleiche erste Silbe. Im Osten geht die Sonne auf, dort wird sie geboren.
Andere Quellen führen den Wortstamm auf Isis/Astarte/Ishtar zurück.

Zu Ostara sind die Felder bestellt.
Der Keim im Boden beginnt zu wachsen. Erste grüne Spitzen zeigen sich. Das Neue schafft sich seinen Raum.

Auch für uns Menschen ist die Zeit der Innenorientierung vorbei. Wir wenden den Blick nach außen und suchen neue Herausforderungen. Die Handwerksburschen gehen auf die Wanderschaft. Für das Jungvolk kommt die Zeit des „Liebäugelns“, oder neudeutsch des Flirtens. Neue Bindungen formen und festigen sich, neues Leben darf entstehen.

Im Ritual bitten wir nun um fruchtbaren Boden für unsere Werke oder bündeln die Energie, um das Wachstum magisch zu intensivieren.
Vorchristliche Symbole wie Ei (=> Wiedergeburt, Ursprung des Lebens) und Hase (=> besonders fruchtbares Tier) verbinden uns mit den Bräuchen vorangegangener Generationen. Schon früher wurden die Eier rot – in der Farbe des Blutes und des Lebens – gefärbt.

Rote Eier, Schoko-Osterhasen und Hefekranz finden sich auch heute auf unserem Gabentisch.
Lasst uns im Geiste unserer Vorfahren die Gaben des Frühlings feiern und uns daran laben. Vergesst jedoch nicht, den hohen Wesen und den Geistern des Ortes ihren Anteil abzugeben.
Auf dass es uns (und ihnen) wohl bekommen möge!