{"id":719,"date":"2015-03-22T21:23:58","date_gmt":"2015-03-22T19:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.panpagan.com\/forum_neu\/ppwp\/?p=719"},"modified":"2015-03-22T21:23:58","modified_gmt":"2015-03-22T19:23:58","slug":"vom-wesen-aegyptischer-tempel-teil-3-von-merienptah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.panpagan.com\/forum_neu\/ppwp\/vom-wesen-aegyptischer-tempel-teil-3-von-merienptah\/","title":{"rendered":"Vom Wesen \u00e4gyptischer Tempel (Teil 3) von Merienptah"},"content":{"rendered":"<figure style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/blog.wurzelwerk.at\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Karnak-See-02-500x333.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"295\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Der heilige See von Karnak. Der See ist der gr\u00f6sste seiner Art und diente der Waschung der Priesterschaft, f\u00fcr s\u00e4mtliche Reinigungsriten und f\u00fcr Bootsfahrten f\u00fcr den Gott. Ohne See oder Teich (mag er auch noch so klein sein) ist ein kemetischer Tempel unvollst\u00e4ndig und nicht funktionsf\u00e4hig&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiterhin geh\u00f6ren zu den meisten Tempelkomplexen sogenannte Barkenstationen.<br \/>\nDies sind Ruhepl\u00e4tze f\u00fcr die G\u00f6tterbarke bei ihren Prozessionen im Tempelgeb\u00e4ude selbst oder au\u00dferhalb der Tempelumwallung.<br \/>\nDiese Geb\u00e4ude sind St\u00e4tten bei denen die Gottheit w\u00e4hrend einer Prozession ausruhen kann, aber sie haben auch einen nicht zu verachtenden Wert f\u00fcr die Priester, die die nicht gerade leichte Kultbarke w\u00e4hrend dieser Prozessionen auf ihren Schultern tragen m\u00fcssen.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich gen\u00fcgt zu diesem Zweck ein Baldachin oder zeltf\u00f6rmiger Unterstand. Oftmals werden diese Einrichtungen jedoch zu kleinen Heiligt\u00fcmern ausgebaut. Sie treten in verschiedenen Forman auf.<br \/>\nDie erste Station auf dem Weg der Kultbarke ist meist der S\u00e4ulensaal des Tempels selbst, der ja den Namen <em>\u201eSaal des Erscheinens\u201c<\/em> tr\u00e4gt. Besonders das erh\u00f6hte oder durch einen weiteren S\u00e4ulenabstand besonders betonte Mittelschiff dieses Saales kann als S\u00e4ulenkiosk und somit als Barkenstation gelten.<\/p>\n<p>Nach \u00e4hnlichem Prinzip ist die zweite Station im Tempelhof gestaltet, wo ja auch gelegentlich ein S\u00e4ulenkiosk oder Baldachin steht. Im Gegensatz zur Barkenstation im Erscheinungssaal sind hier, in einer nach kemetischer Vorstellung bereits potentiell feindlicheren Umgebung, die Interkolumnien zwischen den S\u00e4ulen durch Schrankenw\u00e4nde verschlossen, die einen direkten Einblick verhindern sollen. Bei h\u00f6lzernen Baldachinen werden zwischen den Haltepfosten des Daches aus dem selben Grund T\u00fccher gespannt die erstens Schatten spenden und zweitens die ruhende Gottheit vor den Blicken Unbefugter besch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Als dritte Station ist der S\u00e4ulenkiosk zu verstehen, der bei einigen Tempeln direkt vor dem Hauptportal errichtet wird und seine R\u00fcckwand an die Tempelfassade lehnt. Diese Kioske hei\u00dfen auf \u00e4gyptisch <em>Hajit<\/em>, also \u201eH\u00fctte\u201c oder \u201eH\u00e4uschen\u201c.<br \/>\nEs sind entweder echte S\u00e4ulenkioske, deren Au\u00dfens\u00e4ulen durch halbhohe Schrankenw\u00e4nde miteinander verbunden sind und nur einen Durchgang auf der Hauptachse haben oder sie bestehen aus parallelen S\u00e4ulenreihen (meist vier), die an der Front und den Seiten komplett offenbleiben und die nur bei Prozessionen durch zwischen die S\u00e4ulen gespannte T\u00fccher gesch\u00fctzt werden.<br \/>\nIn gr\u00f6\u00dferer Entfernung zum Heiligtum stehen meist weitere solche Stationskioske. H\u00e4ufig nehmen die au\u00dferhalb des eigentlichen Tempelbezirkes gelegenen Barkenstationen die Form eines kleinen Tempels an in dem die Gottheit bei l\u00e4ngeren Prozessionen auch \u00fcber Nacht verweilen kann.<\/p>\n<figure style=\"width: 368px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/blog.wurzelwerk.at\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Luxor-Sanktuar-Alexander.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"245\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Hinter dieser Wand befindet sich das Hauptsanktuar des Amun-Tempels von Karnak. Alexander der Grosse hat diesen Schrein errichten und sich auf seinen W\u00e4nden vor dem Gott Amun abbilden lassen. Aus Respekt vor dem uns noch immer heiligen Ort hab ich nur die Aussenseite des Sanktuars fotografiert&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als letzter Bestandteil eines kemetischen Tempelkomplexes m\u00fcssen noch die <em>Mammisi<\/em> genannten Geburtsh\u00e4user (\u00e4gyptisch: <em>Per-meset<\/em>) genannt werden.<br \/>\nDiese sind zwar im Allgemeinen genau wie der eigentliche Haupttempel der gesamten G\u00f6ttertriade geweiht, speziell richten sie sich aber an den weiblichen Partner der G\u00f6tterfamilie und deren Kind.<br \/>\nSie stehen innerhalb der Tempelumwallung, meist an der zum Haupttempel f\u00fchrenden Prozessionsstra\u00dfe, rechtwinklig zu dessen Achse ausgerichtet.<br \/>\nSie bestehen gew\u00f6hnlich aus einem dreir\u00e4umigen Sanktuar, das allseitig von einem mit Schrankenw\u00e4nden verschlossenen S\u00e4ulenumgang umgeben ist, der das Dach st\u00fctzt.<br \/>\nDiese Bauform orientiert sich an den \u201eWochenlauben\u201c Kemets in denen die Frauen in alter Zeit ihre Kinder zur Welt brachten. Geburtsh\u00e4user sind gewisserma\u00dfen Prozessionsstationen, in die an bestimmten Festtagen die G\u00f6tterprozession einzieht, um hier die Geburt des jungen Gottes zu feiern.<\/p>\n<p>Diesem groben Muster des Bauplanes folgen alle Tempelbauten Kemets, die Gro\u00dfen wie die Kleinen.<br \/>\nVon Ort zu Ort wird dieser Masterplan den lokalen und kultischen Gegebenheiten angepasst, aber grob gesehen bestehen alle Tempel aus einer relativ hohen \u00e4u\u00dferen Umfassungsmauer, Prozessionsstra\u00dfe, zweiter Mauer mit Tempeltor, Hof, S\u00e4ulensaal, Opfertischraum und Sanktuar, umgeben von einigen Kult- und Lagerr\u00e4umen.<br \/>\nDas Tempelhaus ist eingebettet in G\u00e4rten mit Blumenbeeten, einem Teich und dem Geburtshaus und im \u00e4u\u00dferen Bereich liegen noch einige Geb\u00e4ude f\u00fcr Verwaltung, Werkst\u00e4tten und Lager.<\/p>\n<p>Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht folgen die kemetischen Tempel der heutigen Zeit doch ebenfalls diesem festgelegten Bauplan, allerdings weit weniger Monumental als die antiken Vorl\u00e4ufer und aufs Wesentliche zusammengeschrumpft. Der Schwerpunkt der Ausgestaltung hat sich mehr auf das Innere der Tempel verschoben, so dass die Au\u00dfenansichten relativ unscheinbar gehalten werden. Dennoch sind auch in den modernen kemetischen Tempeln alle wichtige Kultr\u00e4ume und Nebengeb\u00e4ude vorhanden, genauso wie G\u00e4rten und ein Teich umgeben von einer abschottenden Mauer.<br \/>\nAuch der Kultbetrieb in den Tempeln der Neuzeit hat sich mehr auf das Innere verlagert und Prozessionen sowie Erscheinungsfeste finden ausschlie\u00dflich im Inneren der Umfassungsmauer statt, so dass die Tempelbauten von au\u00dfen nicht als solche in Erscheinung treten.<\/p>\n<figure style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/blog.wurzelwerk.at\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Karnaktempel-16.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"495\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Das ist das Eingangstor in der Umfassungsmauer vor dem Chons-Tempel von Karnak. Das \u00e4ussere Portal sozusagen. Dieses Tor bildet die Grenze zwischen der Welt der Menschen und der g\u00f6ttlichen Residenz. Dem normalen Volk war der Weg durch das Tor verschlossen, nur die Priesterschaft und der K\u00f6nig durften dieses Tor durchschreiten oder der Gott wenn er sich in einer Prozession den Menschen zeigte&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der kemetische Tempel ist nicht nur, wie man gerne glauben m\u00f6chte, eine B\u00fchne f\u00fcr den Kultbetrieb. Nein, f\u00fcr den Kemeten ist er weitaus mehr als das.<br \/>\nWir sehen unsere Heiligt\u00fcmer auf einer anderen, mythischen Ebene.<br \/>\nWie bereits erw\u00e4hnt ist der Tempel als Wohnst\u00e4tte der G\u00f6tter ein ins Diesseits her\u00fcbergeholter Teil jener anderen Welt, in der die G\u00f6tter wohnen und in dem andere Gesetze gelten.<br \/>\nDiese g\u00f6ttliche Sonderwelt im Hier ist nun interessanterweise als ein verkleinerter und abstrahierter oder kondensierter Kosmos gestaltet, der dem Vorbild des kemetischen Weltbildes folgt.<br \/>\nDiese kosmographische Eigenschaft eines Tempels, die \u201eWelt\u201c darzustellen, f\u00fchrt jedoch nicht zu einem modellhaften Nachbau des kemetischen Weltgeb\u00e4udes.<br \/>\nAssoziationen werden durch subtile Hinweise oder durch entsprechende architektonische Zitate und durch die Thematik des Dekorationsprogrammes heraufgerufen.<\/p>\n<p>Der kemetische Tempel ist eine heilige St\u00e4tte des \u201eErsten Males\u201c, also ein Urh\u00fcgel auf dessen Grund der Urgott verborgen war, um dann am Weltanfang aus dem Urozean aufzutauchen um zum ersten Mal den Prozess der Sch\u00f6pfung in Gang zu setzen.<br \/>\nDieses Bild entspricht auch der nat\u00fcrlichen Situation eines Tempels der auf einer Anh\u00f6he, und mag sie noch so klein sein, errichtet ist.<br \/>\nIn F\u00e4llen wo die nat\u00fcrlichen Gegebenheiten keine Anh\u00f6he bieten, wird extra f\u00fcr den Tempelbau vorher ein H\u00fcgel k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttet und in eine abstrakte Form eines Urh\u00fcgels gebracht. Erhalten bleibt der Urh\u00fcgelaspekt in \u00fcbertragener Form auch in der erh\u00f6hten Lage der hinteren Tempelteile, besonders des Sanktuars, das jeweils auf einer auch noch so flachen Terrasse \u00fcber alle vorderen Tempelr\u00e4ume erh\u00f6ht steht.<br \/>\nDie letzte Ausformung des Bildes eines Urh\u00fcgels finden wir im Naos.<br \/>\nDa in seinem Inneren das Kultbild der Gottheit geborgen wird, nimmt er die abstrakte Form eines solchen Urh\u00fcgels an.<br \/>\nEr besteht aus hartem Gestein und ist von einem pyramidenf\u00f6rmigen Dach bekr\u00f6nt, das ebenfalls als eine Darstellung des Urh\u00fcgels aufzufassen ist. Darunter, quasi im Inneren des Urh\u00fcgels, befindet sich dann die Aush\u00f6hlung, in der die Gottheit in ihrem Kultbild wohnt.<\/p>\n<figure style=\"width: 403px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/blog.wurzelwerk.at\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/KarnakS%C3%A4ulen.jpg\" alt=\"\" width=\"403\" height=\"605\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Ein Blick in die grosse S\u00e4ulenhalle des Amun-Tempels von Karnak. Die S\u00e4ulen stehen auf (einst schwarzen) Basen, die die fruchtbare Erde symbolisieren und stellen selbst zusammengeschn\u00fcrte B\u00fcndel aus Pypyrusstengeln dar, die den Himmel tragen&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch in der Dekoration der Tempel Kemets tritt der Aspekt der aus dem Ursumpf hervorragenden Erde in der dunklen Farbe der Bodenbel\u00e4ge hervor, in der schwarzen Bemalung des Sockelfeldes der Wanddekoration oder in der Darstellung eines Papyrussumpfes im untersten Teil der W\u00e4nde. Im untersten Bildregister der Wanddekorationen treten dann auch meist Nil- und Fruchtbarkeitsg\u00f6tter in Erscheinung, die quasi aus dem fruchtbaren schwarzen Untergrund ihre Gaben hervorbringen.<br \/>\nDas Motiv der aus dem Grund emporwachsenden Pflanzen kehrt schlie\u00dflich in der Form der S\u00e4ulen wieder, die einen S\u00e4ulensaal in einen imagin\u00e4ren Pflanzenwald verwandeln oder einen heiligen Ort mit einem sch\u00fctzenden Papyrusdickicht umgeben.<br \/>\nSo wie der Boden des Tempels den Untergrund der fruchtbaren Erde darstellt, werden die Decken zu einer Wiedergabe des Himmels.<br \/>\nIhre Grundfarbe ist daher blau und sie sind mit einer Unzahl von gelben oder wei\u00dfen f\u00fcnfzackigen Sternen bedeckt. Auch sind \u00fcber den Hauptdurchg\u00e4ngen Bilder von fliegenden Geiern und Falken angebracht, gelegentlich breitet sogar die Himmelsg\u00f6ttin Nut ihren K\u00f6rper \u00fcber die Decke einiger R\u00e4ume aus.<\/p>\n<p>Auch in der Ausrichtung der Tempel und der Anlage des an die W\u00e4nde angebrachten Bildprogrammes wird die nat\u00fcrliche Orientierung des Geb\u00e4udes bedacht, so schm\u00fccken die n\u00f6rdliche H\u00e4lfte des Baues Darstellungen mit den unter\u00e4gyptischen Kennzeichen und die S\u00fcdliche die ober\u00e4gyptischen Pendants.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich werden handelnde Personen auf den betreffenden Wandfl\u00e4chen in ober- und unter\u00e4gyptischem Ornat dargestellt und auch die Wappenpflanzen der beiden Landesteile tauchen auf den zu ihnen geh\u00f6renden W\u00e4nden auf. Ebenso sind die bildlichen Darstellungen im Inneren der Tempel immer auf den Kultvollzug und die Aufrechterhaltung der Maat ausgerichtet.<br \/>\nDie Darstellungen auf den Au\u00dfenw\u00e4nden hingegen haben meist die Unterwerfung der Isfet, also den Kampf gegen das Chaos zum Thema. Dies verdeutlicht dass der Tempel der chaotischen Au\u00dfenwelt den Zugang versperrt und in seinem inneren der perfekte Zustand der Maat herrscht.<\/p>\n<p>Allerdings haben heutige kemetische Tempel an ihren Au\u00dfenfassaden keine bildlichen Darstellungen mehr und die Au\u00dfenanlagen sind auf ein Minimum reduziert, auch sind die Geb\u00e4ude an sich weitaus weniger monumental und demzufolge viel kleiner als ihre antiken Vorg\u00e4nger.<br \/>\nDie Fassaden sind in einem unscheinbaren wei\u00df get\u00fcncht und nur an den \u201eSchwachstellen\u201c, also an den T\u00fcrdurchg\u00e4ngen und den Oberkanten der Umfassungsmauern und denen der W\u00e4nde mit kaum sichtbaren Schutzsymbolen versehen. Somit fallen die heutigen kemetischen Heiligt\u00fcmer dem unwissenden Betrachter kaum ins Auge.<br \/>\nWeiter gehe ich an dieser Stelle auf das komplizierte Dekorationsprogramm jetzt mal nicht ein, da es den Rahmen dieser \u201ekurzen\u201c \u00dcbersicht sicherlich sprengen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Durch diese Ordnungssysteme (und viele weitere Regeln) wird der Tempel maatgerecht in die Weltordnung eingepasst und somit zu einer symbolischen Wiedergabe der g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfung.<br \/>\nSeine Nordh\u00e4lfte ist Unter\u00e4gypten und seine S\u00fcdh\u00e4lfte Ober\u00e4gypten, seine Ostseite der Bereich des Morgens, der aufgehenden Sonne zugewandt, und der Westen ist der Bereich des Sonnenuntergangs.<br \/>\nAllerdings k\u00f6nnen diese ganzen Regelungen, die Architektur und die Dekoration betreffend, bis zu einem gewissen Grad den realen Gegebenheiten untergeordnet und angepasst werden, wenn es notwendig ist. So stimmt die imagin\u00e4re Ost-West-Ausrichtung der Tempelachse nicht immer akkurat mit der geographischen Ausrichtung \u00fcberein. Jedoch wird innerhalb des Tempels durch die Darstellung der Himmelsrichtungen dieser \u201eFehler\u201c korrigiert und seine tats\u00e4chliche Achse wird zur Wahrheit, wohingegen die reale Ausrichtung ihre Bedeutung verliert.<br \/>\nDas Bild wird somit zur Realit\u00e4t und der Tempel schafft sich durch die ihm innewohnende g\u00f6ttliche Kraft seine eigene Wahrheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"RUBRIKENtextKLEIN\">Ende Teil III<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Weiterhin geh\u00f6ren zu den meisten Tempelkomplexen sogenannte Barkenstationen. Dies sind Ruhepl\u00e4tze f\u00fcr die G\u00f6tterbarke bei ihren Prozessionen im Tempelgeb\u00e4ude selbst oder au\u00dferhalb der Tempelumwallung. 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