Hallo zusammen,
nach nun doch etwas längerer Zeit mal wieder ein neues Update für unser Blog.
Die Vorjul-bzw. -weihnachtszeit mit ihrem Stress und Hasten ist vergangen, wir haben die Rückkehr des neuen Lichtes zur Wintersonnenwende gefeiert und finden uns nun in den Tagen zwischen den (Kalender)Jahren wieder.
Die Rauhnächte sind für viele Heiden ein wichtiger Zeitpunkt.
Für manche ist es die Zeit, in der Frau Holle, Frau Frigga, Freya oder gar die Percht, die allein oder in Begleitung der Wilden Jagd durch das Land zieht und herumirrende Seelen mit sich nimmt.
Für andere ist es Odin der mit der Wilden Jagd durch die Lande reist.
In anderen Bereichen ist es die Percht, die das Land durchstreift.
Die Zeit der Rauhnächte ist eine Zeit der Einkehr und der Stille.
Eine Zeit der Reflexion, der Träume und Visionen.
Manche sagen, dass man in dieser Zeit besonders auf die Träume achten soll, weil sie Aufschluss über die Monate des Jahres geben würden.
Die Nächte zwischen den Jahren sollen sich ebenfalls besondes zur Wahrsagerei eignen und ebenfalls dafür, das Haus und seine Bewohner zu reinigen.
Wie auch immer Ihr die Zeit zwischen den Jahren verbringt, was auch immer in dieser Zeit für Euch wichtig ist, wir wünschen Euch, dass die Rauhnächte Euch viele Träume schenken mögen und Ihr die Kraft in ihnen finden möget, diese in diesem Jahr zu verwirklichen.
Für dieses Update hat uns freundlicher Weise Solveig wieder einen kleinen Artikel gespendet, in dem sie ihre Gedanken zur Wintersonnenwende und zum Julfest mit uns teilt.
Und in unserer Gedichte-Ecke findet Ihr heute von mir ein kleines Gedicht für Frau Holle.
Wir wünschen Euch viel Vergnügen beim Lesen und freuen uns, wie immer, über Eure Kommentare, Wünsche, Ideen oder auch den einen oder anderen Artikel aus Eurer Feder.
Es fällt mir immer wieder auf, dass die Begriffe „Chant“, „Mantra“ und „Affirmation“ sehr gern bunt durcheinander gewürfelt und z.T. synonym füreinander verwendet werden.
Besonders in der magisch-heidnisch-esoterischen „Szene“.
Dass sie sich tatsächlich unterscheiden, dass ein Chant nicht unbedingt ein Mantra, ein Mantra nicht unbedingt ein Chant oder gar eine Affirmation sein muss, ist den wenigstens bekannt und bewusst, oder wird manchmal auch schlicht ignoriert.
Doch was unterscheidet sie voneinander? Was sind vielleicht ihre Gemeinsamkeiten?
Ich möchte versuchen, diesem ein wenig auf den Grund zu gehen, und vielleicht gelingt es mir, ein wenig „Licht ins Dunkle“ zu bringen.
Gemeinsamkeiten reichen nicht zur Gleichstellung Fakt ist: Mantren, Chants und auch Affirmationen haben einige Dinge gemeinsam.
Sie haben einen (recht direkten) Einfluss auf uns und unsere Psyche, aber auch auf die eine oder andere Weise auf unsere (Um)Welt.
Und auf den ersten Blick scheint es mehr Gemeinsamkeiten zu geben als Dinge, die sie unterscheiden.
Betrachten wir Chats, Mantren und Affirmationen oberflächlich, so fällt vermutlich als hautpsächliche Gemeinsamkeit auf, dass es sich immer um Worte, Verse oder kurze Texte handelt, die ununterbrochen rezitiert werden. Entweder (laut oder leise) sprechend/murmelnd, singend oder in einem Sprechgesang .
Dies reicht vielen oftmals schon dafür, um die drei Begriffe miteinander zu vermischen, oder sie synonym für einander zu verwenden.
Doch brachtet man sie näher so kann man feststellen, dass diese Gemeinsamkeiten nicht dazu ausreichen, sie in dem Sinne gleich zustellen, dass sie Synonym für einander verwendet werden können.
Wenn ich versuchte die Unterschiede der drei sehr kurz zu erklären, würde es vermutlich auf folgende Kurzfassungen hinauslaufen:
Chant Das rhythmische sprechen oder singen von Tönen, Worten oder auch kurzen Sätzen. Er dient im magisch-spirituellen Bereich z.B. in erster Linie dazu Energie aufzubauen, zu fokussieren und (eventuell) bei ihrer Lenkung zu unterstützen. Er kann einfache oder ganz komplexe Melodien beinhalten.
Affirmation Ein positiver Glaubens-, bzw. ein „selbstbejahender Satz“. Er dient in erster Linie dazu, das Denken eines Menschen positiv zu beeinflussen/zu verändern. Es kann aber auch ein einzelnes Wort als Affirmation benutzt werden.
Mantra (Heilige) Silben, Worte, Verse oder der Name einer Gottheit, die (laut oder leise) gesprochen, gesungen, in Gedanken rezitiert oder auch aufgeschrieben werden können.
Es dient einerseits z.B. dazu, den Geist (bzw. das Denken) zu fokussieren, zum anderen aber auch dazu, mentale und spirituelle Energien freizusetzen und bei der Meditation zu unterstützen, oder auch, um sich auf eine bestimmte Gottheit zu „konzentrieren“, diese anzurufen und/oder zu invozieren.
Diese kurze Gegenüberstellung lässt vielleicht bereits erahnen, dass die synonyme Verwendung der Begriffe fehlleitend ist.
Wortklauberei? Doch warum sollte man sich überhaupt darum kümmern, wie was genannt wird?
Ist es nicht egal, ob man nun zu einem Mantra Affirmation, oder zu einem Chant Mantra sagt?
Nun ja. Eigentlich sind diese Fragen überflüssig. Ungenauigkeit und Falschinformation führen leider schon zu genügend Irritationen, Missverständnissen und dergleichen.
Und davon gibt es in „heidnisch-esoterischen Kreisen“ bereits genug.
Es ist noch niemanden bei der korrekten Verwendung von Begriffen ein Zacken aus der Krone gebrochen.
Die korrekte Verwendung von Synonymen ist selbstverständlich völlig legitim, doch aus Begriffen Synonyme zu machen, die bei genauerem Hinsehe und Beschäftigen gar nicht wirklich austauschbar sind, ist dann doch weit her geholt.
mit wundervollem Herbstwetter wird die letzte November-Woche eingeläutet.
Hier sinken die Temperaturen in den Nächten bereits frisch bis oberhalb des Gefrierpunktes, doch am Tag wärmt noch die Sonne mit ihren Strahlen, wenn auch lang nich mehr so kräftig wie vorher.
Und am kommenden Wochenende wird vielerorts am ersten Advent die Weihnachtszeit mit der Eröffnung der Weihnachtsmärkte eingeläutet, oder wurde es sogar bereits.
Wenn ich nun durch die Befragung eines Orakels einen Schimmer davon bekomme, was mich erwartet bzw. eher erwarten könnte…
Was tu ich dann mit der Info?
Im voran gegangenen Teil klang es ja bereits an:
Es ist natürlich stark davon abhängig, als was ich die Aussagen eines Orakels betrachte und wie ich mich, meinen Platz in der Welt und in der Schöpfung, und auch das Zusammenspiel zwischen Menschen, GötterInnen und Geistern sehe.
Betrachte ich mich als ausgeliefert? Den Geistern, dem Schicksal, den Göttern, den Geistern oder den Göttinnen?
Erlebe ich mich als macht-los und ohn-mächtig? Unfähig mein Leben, meine Schicksal zu beeinflussen?
Habe ich gar Angst davor, mein Leben selbst zu bestimmen weil ich befürchte gegen kosmische oder göttliche Gesetze zu verstoßen? Mir den „Zorn der Götter“ aufzuladen?
Oder bin ich der Meinung, dass wir unser Leben und Schicksal selbst bestimmen?
Ein sehr wichtiges Thema auch in Bezug auf Orakelbefragung und Wahrsagerei ist die Verantwortung.
Diese betrifft nicht nur andere, sondern auch in einem sehr großen Umfang in erster Linie uns selbst.
Doch ob wir uns dieser Verantwortung stellen, oder sie verleugnen und uns lieber darauf zurückziehen, unser Leben von und durch andere gestalten zu lassen, statt aktive Gestalter unseres Lebens zu sein…
Das ist eine Entscheidung die kein Orakel, kein Tarot-Deck, keine Rune oder was auch immer wir befragen, für uns fällen kann.
„Erkenne dich selbst“, eine Aufforderung, die bereits am Eingang zum Orakel von Delphi gestanden haben soll, ist eine der wichtigsten „Lektionen“, die ich über die Jahre, die ich mich mit verschiedenen Orakelmethoden befasse, gelernt habe.
(Er)Kenntnis darüber zu erhalten, was die eigene Zukunft bereit hält nützt meiner Meinung nach nur dann wirklich etwas, wenn man auch gewillt ist, mit diesem Wissen zu arbeiten.
Das kann (eine große Portion) Mut erfordern, weil manche Erkenntnisse eben nicht weich gespült in Licht und Liebe sind, und diese zu verändern auch Kraft und Ausdauer verlangen, oder sie uns an unsere Grenzen bringen können.
Sie erfordert aber auch den Mut und den Willen sich mit sich selbst auseinander zu setzen.
Das bringt uns auf dem direkten Wege hin zum Thema „(Selbst)Verantwortung“ und auch zu der Frage warum man eigentlich ein Orakel befragt/befragen möchte.
„Natürlich, damit man Antworten auf seine Fragen erhält“, mag die offensichtliche Antwort darauf lauten.
Die wirklich spannende Frage, die auch direkt mit dem Thema „Verantwortung“ verbunden ist, folg fast automatisch daraus: „Was tun wir dann mit unseren Antworten? Bzw. was tun wir mit ihnen nicht?“
Lassen wir sie einfach stehen und denken nicht weiter über sie nach?
Nehmen wir sie als „Wahr-Sprüche“, die nicht hinterfrage, nicht interpretiert oder „bewegt“ werden dürfen, weil sie von den Göttern kommen und somit „sacrosanct“ sind?
Betrachten wir sie als endgültiges, unabwendbares Schicksal, dem wir ausgeliefert sind? Dem wir nur mit demütig gesenktem Haupt (oder aufrecht) begegnen, aber gegen das wir nichts tun können oder dürfen (weil wir sonst gegen den Willen der Götter handeln, die unser Schicksal bestimmen)?
Wie auch immer wir damit umgehen, was wir an Antworten erhalten, von Karten, Runen, Pendel, Witch-Boards, Menschen, die als Medien dienen usw, usf..
All´ diese befreien uns nicht von der Verantwortung selbst (und ständig) zu denken, zu handeln und mit unseren Entscheidungen, die wir auf Grundlage von welchen Hilfen auch immer fällen, zu leben.
Und sie befreien uns auch nicht von den Konsequenzen dessen was wir tun und denken, oder auch unterlassen!
Natürlich, es hält uns auch niemand davon ab, wenn wir uns hinstellen und uns als „Opfer der Umstände“ oder „des Schicksals“ sehen und betiteln wollen. Auch dies ist eine Entscheidung, die wir fällen, und die manchmal als (verlockende) „einfachste Lösung“ erscheinen kann.
Vor allen Dingen, weil wir dann jemanden (oder etwas, wie z.B. eine „Prophezeiung“) für unser „Elend“ verantwortlich machen, dem wir die „Schuld“ geben können.
Änderungen in unserem Leben, in unserem Verhalten oder wo auch immer, können wie gesagt, weder durch Karten, noch durch (das Werfen von) Runen noch durch ein anderes Medium hervorgerufen werden.
Wahrsage/Orakel-Methoden können nur Hinweise, Tips, Ratschläge u.ä. geben, aber TUN (und die Entscheidung fällen, etwas tun zu wollen oder auch nicht) können nur wir etwas.
Quelle: Facebook
Selbsterfüllende Prophezeihungen und Wahrsagerei
Ein weiteres manchmal etwas unterschätzes Thema, ist die Selbsterfüllende Prophezeiung:
Je mehr man davon überzeugt ist, dass das, was man aus Karten, Runen oder dergleich liest, oder von anderen Orakelmethoden vohergesagt bekommt, auch ganz genau so eintritt, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch passiert.
Wir „warten“ nur darauf, haben Angst und ändern (vielleicht auch nur minimal und unterbewusst) dadurch unserer Verhalten, unsere Handlungen und/oder Denken, was wiederum Einfluss darauf hat, was von uns wie wahrgenommen wird usw. .
Es entsteht eine Art „Kreislauf“, den wir erst dann durchbrechen können, wenn wir es auch schaffen, unser Denken zu ändern.
Das funktioniert in die eine Richtung ebenso wie in die andere. Sprich sowohl in Richtung positiver Dinger, als auch negativer.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Orakelaussagen ist daher auch aus diesem Blickwinkel zu betrachten. Sowohl wenn es darum geht, das man selbst ein Orakel befragt, aber auch, wenn man für andere z.B. Karten legt.
Christen legen Jesus die Worte in den Mund: „Wie du glaubst, so geschieht dir.“ Eine genaue Beschreibung dessen, was Selbsterfüllende Prophezeihungen sind.
Wenn ich jedes einzelne Wort so nehme, wie es ausgesprochen wurde, dann kann es unter Umständen sein, dass ich auch exakt genau das bekomme, egal um was es sich handelt.
Das Leben beginnt dort, wo die Angst endet (Osho) Sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und trotz diverser Ratschläge sich die Macht zu nehmen, über sich selbst zu bestimmen, erfordert eine Menge Mut, und die Überwindung von Ängsten, auch wenn diese sich vielleicht nicht im ersten Augenblick als Ängste offenbaren.
Unsicherheit und Angst gehören, zumindest meiner Beobachtung nach, zu den häufigsten Ursachen dafür, dass sich Menschen in die Abhängigkeit von Wahrsagern oder von Orakeln begeben.
Die Gründe, warum Unsicherheiten und/oder Ängste die Entscheidungsfähigkeit, und damit das Leben beeinflussen, können natürlich wiederum sehr vielfältig und individuell sein, weswegen sie an dieser Stelle nicht weiter besprochen werden können. Es würde den Rahmen spengen.
Orakelsprüche nicht ausschließlich als „Wahrsprüche“ zu nehmen, sondern sie in seinem Herzen oder im Kopf zu bewegen um ihre Botschaft (so) vollständig (wie möglich) zu erfassen, auch wenn sie von einem anderen Menschen kommen, ist ein Schritt dazu, die eigenen Ängste zu überwinden und sich die „Macht“ über das eigene Leben zurück zu erobern, und auch aus dem Feld der Selbsterfüllenden Prophezeihungen etwas heraus zu treten, bzw. sich bewusst zu machen, wo diese welche Wirkungen auf unser(e) Leben(sgestaltung) haben.
Ich liebe es zu häkeln.
Diesmal habe ich mich für ein Wichtelgeschenk das erste mal an eine Tischdecke gewagt.
Das Häkelmuster gibt es kostenlos bei Ravelry und ist von Heike Maddalina. KLICK
Allerdings müsst Ihr einen Account bei Ravelry haben, um die Häkelanleitung runterladen zu können.