Statt eines Editorials gibt es heute ein kleines Posting in eigener Sache:
Wir feiern unseren jetzt mittlerweile achten Geburtstag.
Seit Januar 2007 haben wir viele Auf´s und Ab´s erlebt.
Liebgewonnene Forenmitglieder kamen, gingen, sind uns geblieben, oder wurden von uns oder unserem Team mehr oder wenig sanft zur Tür begleitet. Seien es DDOS-Angriffe, zerschossene Forensoftwaren/Hacks oder auch skurile, bzw. unmögliche Mitglieder, die dementsprechend mehr oder weniger freundlich von uns oder unserem Team zur Tür begleitet wurden.
Und natürlich gab es auch die Zeiten, in denen wir Admins etwas müde wurden und bei dem ganzen nervenaufreibenden und zum Teil wirklich ärgerlichen Geschichten auch mal ans Aufhören dachten.
Doch mit der zweiten „Inkarnation“ des Forums im vergangenen Jahr mit einer neuen Forensoftware, ist auch für uns wieder etwas „frischer Wind“ reingekommen.
Und wie es mit einer frischen Brise ist, fegt sie auch vieles hinweg, was an trockenen, herabgefallenen Laub herum liegt.
So ist es natürlich auch bei uns gewesen, was dazu führte, dass viele „Kartei-Leichen“ weggefallen, und die Liste unserer Mitglieder aktuell sehr abgespeckt ist.
Doch so ist eben der Lauf der Dinge, und wir sind gespannt darauf, welche Menschen unsere Wege noch kreuzen werden.
Wir möchten uns bei allen Mitgliedern, die uns bis heute treu begleiten/begleitet haben, uns auch in schwereren Zeiten mit Worten oder auch mit Spenden unterstützt haben, herzlich bedanken.
Ihr habt uns oftmals ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und uns moralisch dabei unterstützt, nicht alles hinzuschmeißen.
Und natürlich geht auch ein riesieges, dickes Dankeschön an unser Team, und an die, die in unserem Team mitgewirkt haben.
Ohne Eure tatkräftige (und seelische 😉 ) Unterstützung und Hilfe wäre vieles nicht möglich.
Ihr habt uns oft den Rücken frei gehalten und alles am Laufen gehalten, wenn wir auf dem Zahnfleisch gingen.
Wir sind froh, das Ihr ein Teil unseres Teams (gewesen) seid und sich im Laufe der Jahre auch wundervolle Freundschaften entwickelt haben.
Es ist schön, auch die Gewissheit zu haben, dass wir auch weiter auf Euch zählen können. 😀
Wir freuen uns auf das kommende Jahr mit Euch, auf viele spannende Diskussionen und interessante Themen, und vielleicht trifft man sich auch im reellen Leben einmal bei einem Stammtisch, Ausflug oder einem Heidentreffen.
In diesem Sinne viele Grüße von den Forendrachen
Siat und StarFire
Im ersten Teil dieser Reihe habe ich eine sehr grobe Gegenüberstellung der drei Begriffe gemacht, nun möchte ich etwas in die Tiefe gehen.
Der Chant
Wortherkunft:
engl.: „chant“ = „(feierlicher) Gesang, Kirchenlied, (Lob)Preis, Singsang“
„to chant“ = „(ab)singen“, „(rhthmisch oder im Sprechchor) rufen“.
Die ethymologischen Wurzeln vom englischen „(to) chant“ liegen wiederum im Altfranzöschen „chanter“(„singen“, „feiern“, „preisen“), die ihrerseits wiederum vom Lateinischen „cantare“ („singen“) abstammen. (1)
Definition:
Ein Chant ist demnach eigentlich erst einmal ein rhythmischen Sprechen oder Singen von Wörtern, Sätzen oder Tönen, die häufig ein oder zwei Tonhöhen umfassen. Er kann daher bloß Melodie oder auch nur (rhythmisch) Gesprochen sein.
Chants können sich in der Ausgestaltung Melodie sehr stark unterscheiden. Sie kann sehr einfach gestaltet sein und nur ein paar wenige Noten enthalten, sie kann aber auch höchst komplex sein, wie z.B. bei Gregorianischen Chants.
Die deutsche Wikipedia (2) definiert das Chanten „im engeren Sinne“ als
das Singen von religiösen Liedern oder Mantren als religiöse Praxis
und „im weitersten Sinne“ als:
das Singen einfacher Melodien, bzw. das melodische Sprechen von Texten − oft in Verbindung mit Körperbewegung, Trommeln oder auch Tanz.
Sie unterscheidet das Chanten vom „professionellen Singen“ wie z.B. in einem Chor darin, dass das Chanten „leistungsfrei“ sei und es dabei
nicht um musikalische Perfektion oder Kunst
gehe, sondern
darum, durch länger andauerndes Wiederholen und die Konzentration auf den Chant und die Gruppe soziale, gesundheitsfördernde und transzendente Wirkungen zu entfalten.
Wenn eine „gesundheitsfördernde“ Wirkung, beispielsweise zur Stressreduktion, im Fordergrund steht, wird heute auch gern der Begriff „Heilsingen“ verwendet.
Verschiedene Varianten des Chantens
Unter dem Begriff „Chant“ fallen heute, wie wir sehen können, viele verschiedene Dinge.
Sie können nicht nur religös-spiritueller Natur sein, sondern auch völlig profan.
So gehören Sprechchöre von Fußballfans, die ihre Mannschaft anfeuern ebenso in diese Kategorie, wie Proklamationen auf Demonstrationen oder gar die Rufe eines Auktionators.
Chant und Chanting als Teil der relgiösen und spirituellen Praxis
Schaut man sich in der religös-spirituellen Welt um, dann finden wir Chants auf sämtlichen Pfaden.
In den abrahamitischen Religionen ebenso wie im Buddhismus, Hinduismus oder auch Stammesrelgionen oder im (Neu)Heidentum (z.B. Wicca).
Dabei findet natürlich zwangsweise auch eine Überschneidung mit dem Mantra statt, dass „gechantet“ wird. Doch dazu mehr an entsprechender Stelle.
Der Chant ist jedoch nicht auf das Mantra beschränkt.
Darunter fällt auch das Rezitieren von heiligen Texten (oder Ausschnitten davon), Gottesnamen und ähnliches.
Wie das Gebet kann (muss allerdings nicht 😉 ) das Chanten einen wesentlichen Bestandteil der persönlichen Glaubens-und Religionsausübung, oder der Praxis einer ganzen Gruppe ausmachen.
Manche betrachten das Chanten auch explizit als ein Werkzeug oder Mittel, um die spirituelle Entwicklung eines_r Einzelnen oder einer Gruppe zu fördern.
Es gibt, je nach Pfad, ganz unterschiedliche Methoden oder „Arten“ des Chantes. Z.B. der Obertongesang tibetischer Mönche oder das Kirtan, ein Wechselgesang zwischen einem Vorsänger und „Antwortenden“, das vor allem durch die Bhakti-Bewegung der ISKCON in unseren westlichen Breiten bekannt geworden ist.
Allerdings ist das Kirtan natürlich nicht auf die ISKCON beschränkt sondern stellt eine Praxis dar, die generell im Sanatana-Dharma (3) aber z.B. auch dem Sikhismus bekannt und verbreitet ist.
Der Chant kann darüber hinaus Teil eines Rituals, eines „Gottesdienstes“ oder einer Andacht sein, muss es aber nicht zwangsweise.
Chants im (Neu)Heidentum und als Teil magisch-spiritueller Praxis
Innerhalb des (Neu)Heidentum erfreuen sich diverse neue und alte Chants großer Beliebtheit.
Sie bilden einen z.T. nicht ganz unerheblichen Teil bei Jahreskreisfesten, Übergangsritualen oder anderen Feierlichkeiten, Ritualen und/oder anderen Treffen.
Zumindest ist es meine Beobachtung, die sicherlich nicht generalisierbar ist, und sich auch von Gruppierung zu Gruppierung, oder auch persönlicher Präferenz stark unterscheidet/unterscheiden können.
Chants helfen vor, während und nach Ritualen dabei, die Gruppe auf das Ritual einzustellen, Energien aufzubauen, zu fokussieren, auszurichten und schließlich auch zu lenken.
Mit ihrer Hilfe können aufgerufene Energien auch wieder geerdet werden und die Mitglieder einer Gruppe wieder in das „Hier und Jetzt“ (zurück) geholt werden .
Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig.
Im Gegensatz zu Mantren die, wie wir noch sehen werden, von Natur aus eigene Energie(n) besitzen und quasi „geladen“ sind, sind Chants eher „Gefäße“, dazu geeignet („Fremd“- bzw. „Eigen“-) Energien „einzufangen“, zu bündeln, zu halten und zu lenken.
Sie wirken, so gesehen, nicht aus sich selbst heraus, sondern durch und mit Energien, die in sie hineingegeben werden.
Allerdings ist meiner Erfahrung nach auch zu beachten, dass nicht jeder gleich „gut“ auf Chants „anspringt“ .
Das kann an unterschiedlichen Dingen liegen. Sei es, dass die entsprechende Person sich einfach unwohlfühlt, bisher noch keine Erfahrungen mit Chants gesammelt oder sich schlicht nich fallen und „gehen“ lassen kann.
Wirkung von Chants
Chants wirken meiner bisherigen Erfahrung nach, vor allem durch die Komponenten Rhythmus, Metrum und Tempo.
Worte sind, wie bereits oben geschrieben, nicht zwingend notwendig, können aber natürlich für den/die eine_n oder andere_n hilfreich sein.
Eine ebenfalls nicht unerhebliche Rolle kann ggf. auch die Tonlage spielen.
Wichtig ist darüber hinaus der Sinn und Zweck, der mit einem Chant verfolgt werden soll.
Für das Aktivieren und die Steigerung eines Energieflusses, nützt es z.B. wenig, das Tempo generell langsam und getragen zu gestalten, sondern es muss (oder sollte 😉 ) sich, dem anpassend, von langsam zu schnell steigern, dann einen Augenblick auf dem Höhepunkt gehalten werden um dann abgegeben und wieder zurück gebracht zu werden, bzw. den Rest der aufgerufenen und gesammelten Energie wieder zu Erden.
Für Letzteres ist z.B. wiederum ein schnelles, „zackiges“ und aufputschendes Tempo kontraproduktiv.
Chants können für ganz verschiedene Zwecke verwendet werden, die sich im weitesten Sinn auch mit denen von Mantren überschneiden können.
Neben dem Erwecken und Lenken von Energie kann mit ihrer Hilfe Trance eingeleitet, Visionen hervorgerufen, evoziert oder/und invoziert werden.
Sie können die Gemeinschaft und die Verbundenheit stärken und haben einen sehr starken Einfluss auf die Emotionen.
Nicht zuletzt helfen sie natürlich auch dabei, die Gedanken und auch die Atmung (positiv) zu beeinflussen.
Fazit
Bei Chants handelt es sich in erster Linie um das rhythmische Sprechen und/oder Singen von Worten, Texten oder Tönen.
Unterschiedliche religiöse und spirituelle Pfade bedienen sich Chants. Einerseits um positive und angenehme Atmosphören zu schaffen, andererseits um die spirituelle (Weiter)Entwicklung zu fördern, den Geist und die Gedanken zu beruhigen und zu fokussieren.
Doch neben diesen Wirkungsbereichen können Chants auch in unterschiedlicher Weise auf rituell-magischer Ebene eingesetzt werden. Z.B. bei der Erweckung, Steigerung, Speicherung und dem Loslassen von Energie.
Auch wenn sie sich von Mantren und ihren Wirkungsweisen z.T. erheblich unterscheiden, so sind sie hervorragende Werkzeuge, mit denen es sich lohnt sich näher auseinander zu setzen und spielerisch mit ihnen zu experimentieren.
Beispiele für populäre heidnische Chants
Element Chant
The earth
The air
The fire
The water
Return, return, return, return
Goddess Chant
Isis
Astarte
Diana
Hekate
Demeter
Kali
Inanna
Triple Goddess Chant
Honored maiden huntress Artemis, Artemis,
New moon come to us.
Silver shining wheel of radiance, radiance,
Mother come to us.
Honored queen of wisdom Hecate, Hecate
Old One come to us.
Hallo zusammen,
nun ist wieder ein Kalenderjahr vergangen und wir sind wieder am Beginn eines neuen.
Wir möchten Euch allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr wünschen, dass Euch viele wunderbare Begegnungen, Erfahrungen und Wiedersehen bescheren möge, und reich sei an viele Stunden voller Freude, Schönheit, anregenden und inspirierenden Gesprächen, und voller Träume und Visionen.
Und möget Ihr die Möglichkeiten, die Kraft und die Ausdauer dafür finden, das in Euren Leben verwirklichen zu können, was Euch auf Euren Wegen weiter bringen möge!
Doch nun zum erste Update diesen Jahres.
In ihm findet Ihr den zweiten Teil meiner Serie „Mantra, Chant & Affirmation-Ein Versuch der Unterscheidung“.
Wir wünsche Euch viel Vergnügen beim Lesen und natürlich freuen wir uns auf Eure Kommentare.
Zu Jul erfährt die dunkle Jahreszeit ihren Höhepunkt.
Im Norden geht in diesen Tagen die Sonne nicht auf.
Es ist der Zeitpunkt größtmöglicher Dunkelheit: der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres.
Die Wochen zwischen Samhain und Jul sind eine Zeit des Rückzugs und der Besinnlichkeit.
Innere Einkehr, gemütliche Abende bei Tee und Lebkuchen, Häuslichkeit und reduzierte Aktivitäten prägen diese Phase des Jahres – oder sollten es tun (sofern der Trubel des Weihnachtsgeschäftes dafür Raum übrig lässt).
Der Lichterschmuck in Häusern und Straßen gibt der Hoffnung Ausdruck, dass Kälte und Dunkelheit nicht ewig währen.
Noch eine ganze Weile lang bleibt es dunkel und kalt.
Diese Zeit des Jahres gehört der schwarzen Göttin, der dunklen Alten, die mit dem Knochenarmband rasselt und ein strenges Regiment führt. Das Land ist im Frost erstarrt. Die Lagervorräte schwinden allmählich. Für unsere Altvordern war der Winter eine Zeit von Hunger und Not.
Dennoch stehen wir an einem Wendepunkt: ab morgen werden die Tage länger, der Sonnengott wird wiedergeboren. Schritt für Schritt kehrt das Licht zurück.
Die Zeit zwischen den Jahren gehört Odin und der wilden Jagd, die wie Sturmesbrausen über den Nachthimmel ziehen.
Die 12 Raunächte beginnen mit der Wintersonnenwende und reichen bis zum 2. Januar.
Lasst uns Odin und seinem Geisterheer mit Rasseln, Lärmen und Tanz huldigen.
Möge die wilde Jagd alles mit sich reißen, was in unserer Welt überholt und erstarrt erscheint. Möge in ihrem Gefolge die neue Zeit Einzug halten!