Archiv der Kategorie: Zwischen den Welten

Mantra, Chant & Affirmation-Ein Versuch der Unterscheidung (Teil 1)

Es fällt mir immer wieder auf, dass die Begriffe „Chant“, „Mantra“ und „Affirmation“ sehr gern bunt durcheinander gewürfelt und z.T.  synonym füreinander verwendet werden.
Besonders in der magisch-heidnisch-esoterischen „Szene“.

Dass sie sich tatsächlich unterscheiden, dass ein Chant nicht unbedingt ein Mantra, ein Mantra nicht unbedingt ein Chant oder gar eine Affirmation sein muss, ist den wenigstens bekannt und bewusst, oder wird manchmal auch schlicht ignoriert.

Doch was unterscheidet sie voneinander?  Was sind vielleicht ihre Gemeinsamkeiten?
Ich möchte versuchen, diesem ein wenig auf den Grund zu gehen, und vielleicht gelingt es mir, ein wenig „Licht ins Dunkle“ zu bringen.

Gemeinsamkeiten reichen nicht zur Gleichstellung
Fakt ist: Mantren, Chants und auch Affirmationen haben einige Dinge gemeinsam.
Sie haben einen (recht direkten) Einfluss auf uns und unsere Psyche, aber auch auf die eine oder andere Weise auf unsere (Um)Welt.
Und auf den ersten Blick scheint es mehr Gemeinsamkeiten zu geben als Dinge, die sie unterscheiden.

Betrachten wir Chats, Mantren und Affirmationen oberflächlich, so fällt vermutlich als hautpsächliche Gemeinsamkeit auf, dass es sich immer um Worte, Verse oder kurze Texte handelt, die ununterbrochen rezitiert werden. Entweder (laut oder leise) sprechend/murmelnd, singend oder in einem Sprechgesang .

Dies reicht vielen oftmals schon dafür, um die drei Begriffe miteinander zu vermischen, oder sie synonym für einander zu verwenden.
Doch brachtet man sie näher so kann man feststellen, dass diese Gemeinsamkeiten nicht dazu ausreichen, sie in dem Sinne gleich zustellen, dass sie Synonym für einander verwendet werden können.

Wenn ich versuchte die Unterschiede der drei sehr kurz zu erklären, würde es vermutlich auf folgende Kurzfassungen hinauslaufen:

Chant
Das rhythmische sprechen oder singen von Tönen, Worten oder auch kurzen Sätzen. Er dient im magisch-spirituellen Bereich z.B. in erster Linie dazu Energie aufzubauen, zu fokussieren und (eventuell) bei ihrer Lenkung zu unterstützen. Er kann einfache oder ganz komplexe Melodien beinhalten.


Affirmation

Ein positiver Glaubens-, bzw. ein „selbstbejahender Satz“. Er dient in erster Linie dazu, das Denken eines Menschen positiv zu beeinflussen/zu verändern. Es kann aber auch ein einzelnes Wort als Affirmation benutzt werden.

Mantra
(Heilige) Silben, Worte, Verse oder der Name einer Gottheit, die (laut oder leise) gesprochen, gesungen, in Gedanken rezitiert oder auch aufgeschrieben werden können.
Es dient einerseits z.B. dazu, den Geist (bzw. das Denken) zu fokussieren, zum anderen aber auch dazu, mentale und spirituelle Energien freizusetzen und bei der Meditation zu unterstützen, oder auch, um sich auf eine bestimmte Gottheit zu „konzentrieren“, diese anzurufen und/oder zu invozieren.

Diese kurze Gegenüberstellung lässt vielleicht bereits erahnen, dass die synonyme Verwendung der Begriffe fehlleitend ist.

 

Wortklauberei?
Doch warum sollte man sich überhaupt darum kümmern, wie was genannt wird?
Ist es nicht egal, ob man nun zu einem Mantra Affirmation, oder zu einem Chant Mantra sagt?

Nun ja. Eigentlich sind diese Fragen überflüssig. Ungenauigkeit und Falschinformation führen leider schon zu genügend Irritationen, Missverständnissen und dergleichen.
Und davon gibt es in „heidnisch-esoterischen Kreisen“ bereits genug.

Es ist noch niemanden bei der korrekten Verwendung von Begriffen ein Zacken aus der Krone gebrochen.
Die korrekte Verwendung von Synonymen ist selbstverständlich völlig legitim, doch aus Begriffen Synonyme zu machen, die bei genauerem Hinsehe und Beschäftigen gar nicht wirklich austauschbar sind, ist dann doch weit her geholt.

Äpfel sind ja schließlich auch keine Birnen. 😉

 

LG
Siat

Ende Teil 1

Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Wahrsagerei (Teil 2)

Wenn ich nun durch die Befragung eines Orakels einen Schimmer davon bekomme, was mich erwartet bzw. eher erwarten könnte…
Was tu ich dann mit der Info?

Im voran gegangenen Teil klang es ja bereits an:
Es ist natürlich stark davon abhängig, als was ich die Aussagen eines Orakels betrachte und wie ich mich, meinen Platz in der Welt und in der Schöpfung, und auch das Zusammenspiel zwischen Menschen, GötterInnen und Geistern sehe.
Betrachte ich mich als ausgeliefert? Den Geistern, dem Schicksal, den Göttern, den Geistern oder den Göttinnen?
Erlebe ich mich als macht-los und ohn-mächtig? Unfähig mein Leben, meine Schicksal zu beeinflussen?
Habe ich gar Angst davor, mein Leben selbst zu bestimmen weil ich befürchte gegen kosmische oder göttliche Gesetze zu verstoßen? Mir den „Zorn der Götter“ aufzuladen?
Oder bin ich der Meinung, dass wir unser Leben und Schicksal selbst bestimmen?

Wahrsagerei und (Selbst)Verantwortung

Quelle: facebook.com

Ein sehr wichtiges Thema auch in Bezug auf Orakelbefragung und Wahrsagerei ist die Verantwortung.
Diese betrifft nicht nur andere, sondern auch in einem sehr großen Umfang in erster Linie uns selbst.
Doch ob wir uns dieser Verantwortung stellen, oder sie verleugnen und uns lieber darauf zurückziehen, unser Leben von und durch andere gestalten zu lassen, statt aktive Gestalter unseres Lebens zu sein…
Das ist eine Entscheidung die kein Orakel, kein Tarot-Deck, keine Rune oder was auch immer wir befragen, für uns fällen kann.

„Erkenne dich selbst“, eine Aufforderung, die bereits am Eingang zum Orakel von Delphi gestanden haben soll, ist eine der wichtigsten „Lektionen“, die ich über die Jahre, die ich mich mit verschiedenen Orakelmethoden befasse, gelernt habe.

(Er)Kenntnis darüber zu erhalten, was die eigene Zukunft bereit hält nützt meiner Meinung nach nur dann wirklich etwas, wenn man auch gewillt ist, mit diesem Wissen zu arbeiten.
Das kann (eine große Portion) Mut erfordern, weil manche Erkenntnisse eben nicht weich gespült in Licht und Liebe sind, und diese zu verändern auch Kraft und Ausdauer verlangen, oder sie uns an unsere Grenzen bringen können.
Sie erfordert aber auch den Mut und den Willen sich mit sich selbst auseinander zu setzen.

Das bringt uns auf dem direkten Wege hin zum Thema „(Selbst)Verantwortung“ und auch zu der Frage warum man eigentlich ein Orakel befragt/befragen möchte.
„Natürlich, damit man Antworten auf seine Fragen erhält“, mag die offensichtliche Antwort darauf lauten.
Die wirklich spannende Frage, die auch direkt mit dem Thema „Verantwortung“ verbunden ist, folg fast automatisch daraus: „Was tun wir dann mit unseren Antworten? Bzw. was tun wir mit ihnen nicht?“
Lassen wir sie einfach stehen und denken nicht weiter über sie nach?
Nehmen wir sie als „Wahr-Sprüche“, die nicht hinterfrage, nicht interpretiert oder „bewegt“ werden dürfen, weil sie von den Göttern kommen und somit „sacrosanct“ sind?
Betrachten wir sie als endgültiges, unabwendbares Schicksal, dem wir ausgeliefert sind? Dem wir nur mit demütig gesenktem Haupt (oder aufrecht) begegnen, aber gegen das wir nichts tun können oder dürfen (weil wir sonst gegen den Willen der Götter handeln, die unser Schicksal bestimmen)?

Wie auch immer wir damit umgehen, was wir an Antworten erhalten, von Karten, Runen, Pendel, Witch-Boards, Menschen, die als Medien dienen usw, usf..
All´ diese befreien uns nicht von der Verantwortung selbst (und ständig) zu denken, zu handeln und mit unseren Entscheidungen, die wir auf Grundlage von welchen Hilfen auch immer fällen, zu leben.
Und sie befreien uns auch nicht von den Konsequenzen dessen was wir tun und denken, oder auch unterlassen!

Natürlich, es hält uns auch niemand davon ab, wenn wir uns hinstellen und uns als „Opfer der Umstände“ oder „des Schicksals“ sehen und betiteln wollen. Auch dies ist eine Entscheidung, die wir fällen, und die manchmal als (verlockende) „einfachste Lösung“ erscheinen kann.
Vor allen Dingen, weil wir dann jemanden (oder etwas, wie z.B. eine „Prophezeiung“) für unser „Elend“ verantwortlich machen, dem wir die „Schuld“ geben können.

Änderungen in unserem Leben, in unserem Verhalten oder wo auch immer, können wie gesagt, weder durch Karten, noch durch (das Werfen von) Runen noch durch ein anderes Medium hervorgerufen werden.
Wahrsage/Orakel-Methoden können nur Hinweise, Tips, Ratschläge u.ä. geben, aber TUN (und die Entscheidung fällen, etwas tun zu wollen oder auch nicht) können nur wir etwas.

Quelle: Facebook
Quelle: Facebook

Selbsterfüllende Prophezeihungen und Wahrsagerei
Ein weiteres manchmal etwas unterschätzes Thema, ist die Selbsterfüllende Prophezeiung:
Je mehr man davon überzeugt ist, dass das, was man aus Karten, Runen oder dergleich liest, oder von anderen Orakelmethoden vohergesagt bekommt, auch ganz genau so eintritt, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch passiert.
Wir „warten“ nur darauf, haben Angst und ändern (vielleicht auch nur minimal und unterbewusst) dadurch unserer Verhalten, unsere Handlungen und/oder Denken, was wiederum Einfluss darauf hat, was von uns wie wahrgenommen wird usw. .
Es entsteht eine Art „Kreislauf“, den wir erst dann durchbrechen können, wenn wir es auch schaffen, unser Denken zu ändern.
Das funktioniert in die eine Richtung ebenso wie in die andere. Sprich sowohl in Richtung positiver Dinger, als auch negativer.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Orakelaussagen ist daher auch aus diesem Blickwinkel zu betrachten.  Sowohl wenn es darum geht, das man selbst ein Orakel befragt, aber auch, wenn man für andere z.B. Karten legt.
Christen legen Jesus die Worte in den Mund: „Wie du glaubst, so geschieht dir.“ Eine genaue Beschreibung dessen, was Selbsterfüllende Prophezeihungen sind.
Wenn ich jedes einzelne Wort so nehme, wie es ausgesprochen wurde, dann kann es unter Umständen sein, dass ich auch exakt genau das bekomme, egal um was es sich handelt.

Das Leben beginnt dort, wo die Angst endet (Osho)
Sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und trotz diverser Ratschläge sich die Macht zu nehmen, über sich selbst zu bestimmen, erfordert eine Menge Mut, und die Überwindung von Ängsten, auch wenn diese sich vielleicht nicht im ersten Augenblick als Ängste offenbaren.
Unsicherheit und Angst gehören, zumindest meiner Beobachtung nach, zu den häufigsten Ursachen dafür, dass sich Menschen in die Abhängigkeit von Wahrsagern oder von Orakeln begeben.
Die Gründe, warum Unsicherheiten und/oder Ängste die Entscheidungsfähigkeit, und damit das Leben beeinflussen, können natürlich wiederum sehr vielfältig und individuell sein, weswegen sie an dieser Stelle nicht weiter besprochen werden können. Es würde den Rahmen spengen.

Orakelsprüche nicht ausschließlich als „Wahrsprüche“ zu nehmen, sondern sie in seinem Herzen oder im Kopf zu bewegen um ihre Botschaft (so) vollständig (wie möglich) zu erfassen, auch wenn sie von einem anderen Menschen kommen, ist ein Schritt dazu, die eigenen Ängste zu überwinden und sich die „Macht“ über das eigene Leben zurück zu erobern, und auch aus dem Feld der Selbsterfüllenden Prophezeihungen etwas heraus zu treten, bzw. sich bewusst zu machen, wo diese welche Wirkungen auf unser(e) Leben(sgestaltung) haben.

Siat

Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Wahrsagerei

Samhain oder die Zeit um Samhain ist der Zeitpunkt, an dem viele Heiden traditionell ein Orakel befragen, um einen Blick dahin zu werfen was der neue Zyklus für sie bereithalten könnte.
Tarot-Karten, Tierorakel, Erzengelorakel, Ogham, Runen, Feuerschau…
Für diejenigen, die einen Blick in die Zukunft werfen möchten, gibt es ein reichhaltiges Angebot an Möglichkeiten.

Genauso groß, wie die Auswahl der Orakel-Methoden, ist auch der Umgang mit und die Interpretation dessen, was „geschaut“ oder „gelesen“ wird.

Doch was ist tatsächlich möglich und was nicht?

„Das Tolle an der Zukunft ist, dass niemand weiss, wie sie aussieht!“(1)
Natürlich gibt es sehr viele Ansichten und Meinungen zu dem Thema, ob und in welcher Weise die (mögliche) Zukunft vorhersehbar ist, oder auch nicht.
Diese sind vermutlich so vielfältig, wie es Menschen gibt, die „Zukunfts-Schau“ betreiben.

Fast genauso vielfältig sind auch die Meinungen zu der Frage, ob es uns Menschen überhaupt zu steht, einen Blick in die Zukunft zu werfen, oder gar diese zu beeinflussen, sie zu verändern.

Der Wunsch die Zukunft, oder „das Schicksal“, zu (er)kennen ist vermutlich schon so alt wie die Menschheit.
Ich denke, schon immer gab es das Bedürfnis in den Menschen,  sich Rat, Hilfe und Unterstützung durch Menschen zu holen, die (augenscheinlich) um die Zukunft wussten, oder die einen „Draht“ zu Göttern oder (Ahnen)Geistern hatten/vermitteln konnten, damit S/sie Wege aufzeigten.

Und sicherlich gab es auch schon damals Menschen, die ihre „Position“ auszunutzen wussten, um Menschen zu manipulieren und (für ihre Zwecke) auszunutzen.

Die spannenden Fragen sind jedoch:
Kann man die Zukunft überhaupt vorher sagen? Und sollte Mensch das überhaupt tun?

Nun, natürlich sind die Antworten davon abhängig, welches Weltbild, und auch, welches Verständnis von Zeit, man hat.
Meinem Verständnis nach ist das, was wir „Zukunft“ nennen, nichts Statisches.
Und schon gar nicht etwas, das unwiderruflich in Stein gemeißelt, und unbeeinflussbar ist. Ganz so, als seien wir dem Willen der Göttlichen und /oder des Schicksals ausgeliefert, ohne die Möglichkeit dazu zu haben, unser Geschick zu beeinflussen.
Die Zukunft ist meiner Ansicht nach in einem stetigen Fluss, der durch alles was wir tun, denken, sagen, lesen etc. (oder auch nicht!) beeinflusst wird, bzw. beeinflusst werden kann.

Ich betrachte das, was ich durch verschiedene Orakelmethoden erkennen kann, aus unterschiedlichen Perspektiven. Die eine ist, dass sie mir ermöglichen, mögliche (!) Entwicklungen oder Tendenzen, von meinem derzeitigen Standpunkt aus betrachtet, aufzeigen können, eine weitere, dass sie mir einen Spiegel von mir selbst vorhalten. Wenn ich im letzteren „Bereich“ bin dann sind Orakelmethoden für mich ein (hervorragendes) Werkzeug zur Arbeit an mir selbst, und damit zur Selbsterkenntnis, weil sie mir auch einen Einblick in mein Unterbewusstsein geben können.
Und sie können auch dabei helfen, (wieder kehrende) Muster oder Themen im Leben zu erkennen.

 

Die Einsicht in „Größeres“
Es gibt auch Orakelmethoden, die einem Menschen die Möglichkeit geben, Einblicke in den „Weltlauf“ zu erhalten.
Meiner Meinung (und Erfahrung) nach ist das allerdings eine recht zweischneidige Sache.

Der Einblick in eine mögliche Zukunft der Welt, eine Volkes, einer Gemeinschaft o.ä.  kann ziemlich belastend und frustrierend sein.
Vor allen Dingen dann, wenn einem bewusst wird, dass die menschlichen Möglichkeiten beschränkt sind und es mehr braucht, als das Bemühen und die Arbeit von einem einzelnen Menschen.
Und dass es schlicht Dinge gibt, die sich jeglicher Einflussnahme durch (einzelne) Menschen entziehen. Krankheit, Tod, Krieg, mensch-gemachte oder natürliche Katastrophen o.ä..

Diese Dinge zu „sehen“ kann Ohnmachtsgefühle oder vielleicht auch eine gewisse Verzweiflung auslösen, weil sie durch einen Einzelnen nicht (oder nur schwer) verändert werden können, oder weil so viele „Fäden“ zusammen laufen, dass eine Einflussnahme auf die Geschehnisse unmöglich ist.

Die Zukunft zu sehen, so meine ich, ist keine wirklich sehr hohe Kunst, allerdings sehr wohl der Umgang mit dem, was Mensch erfahren kann.

 

Der Blick in und die Veränderung der Zukunft
Sollte der Mensch Blicke in die Zukunft werfen? Die Gegenfrage wäre: Warum eigentlich nicht?

The Lament of the Fortune Teller; Künstler: foreigneye; Quelle: Toonpool.com

Eine Argumentation, die mir sogar in manchen esoterisch-heidnischen Kreisen begegnete ist, dass Mensch nicht in das Schicksal einzugreifen hätte, das Gott/die Götter und Göttinnen  den Menschen vorherbestimmt hat/hätten.
Andere sind der Meinung, dass es so wieso nicht möglich ist, das eh vorherbestimmte und zugedachte Schicksal zu ändern, und dass Mensch sich seinem Schicksal zu fügen hätte.

Ich gehöre jedoch nicht zu den Menschen, die derlei Meinung vertreten, auch wenn ich durchaus der Ansicht bin, dass es so etwas wie einen „Lebensplan“ gibt. Doch für mich besteht dieser eher aus (flexiblen) „Lern“-und „Aufgabenfeldern“, denn aus in Stein gemeißelten, unabänderlichen Gesetzen.
Sein Schicksal und seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und das Bestmögliche aus der Existenz hier auf Erden zu machen ist, so denke ich, das Recht eines jeden Menschen und auch etwas, was die Göttinnen und Götter von uns erwarten (zumindest tun es „meine“ von mir 😉 ).

Sich auf seinem Lebensweg Hilfen und Unterstützung von anderer als „menschlicher Seite“ zu holen, wenn es um (wichtige) Fragen des Lebens geht, ist natürlich und eine schon fast logische Konsequenz wenn man daran denkt, das Mensch eben nicht alles weiss, und auch nicht wissen kann.

Doch das eine ist der Blick in die mögliche Zukunft. – Das andere, was Ratsuchende daraus machen.
Der größe Fehler, der meines Erachtens gemacht werden kann ist, das Ergebnis einer Orakelbefragung als endgültig fest stehende, unanfechtbare und unabänderliche Antwort, oder als unabwendbares Schicksal zu betrachten.
Orakeln eine Art sakrosankte Stellung zu geben, die nicht hinterfragt werden darf, halte ich für ungesund und gefährlich.
Selbst göttliche Ratschläge sind mit einer gesunden Skepsis zu betrachten, denn „so einfach“, wie es sich manche gerne vorstellen, sind auch vermeintlich „göttliche Ansagen“ nicht.
Meiner bisherigen Erfahrung nach, sind die Antworten von Orakel eher viel-, denn einschichtig, und nicht immer ist das, was auf den ersten Blick so verlockend einfach erscheint auch das, was die Botschaft tatsächlich bedeutet.
Und manchmal kann es auch passieren, dass sich die „wahre Bedeutung“ eines „Orakelspruchs“ erst in viel späterem Nachschauen offenbart.

Quelle: Funnymadworld

 

Ende Teil 1
Siat


1 – Iolaos („Hercules“ S5-F10 „Dahaks dunkle Mission“)