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Reiki-Eine (Kurz-)Einführung

Fragt man verschiedene Reiki-Praktizierende, was Reiki eigentlich ist, bekommt man ganz unterschiedliche Antworten:

  • der Name für die universelle Lebenskraft
  • die Bezeichnung für ein (energetisches) Heilsystem aus Japan
  • die japanische Form des Handauflegens und/oder der Energie-Übertragung
  • es hilft einem bei der eigenen (Selbst)Entwicklung
  • eine Art, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren

Die Liste der Antworten kann noch beliebig erweitert werden, aber dies sollen als Beispiele reichen.

Meine persönliche Erfahrung ist:
All diese Aussagen stimmen auf ihre Weise.

Quelle: Wikipedia
altes Reiki Kaniji; Quelle: Wikipedia

Reiki und Reiki Ryoho
Reiki ist ein Kunstwort, dass von Mikao Usui stammt, und aus den japanischen  Worten:

rei = Seele, Geist; seelisch, geistig, spirituell
ki= Lebenskraft, Gefühl

besteht.
Der Begriff kann also mit soviel wie “spiritueller/geistiger Lebenskraft” übersetzt werden.

In unseren westlichen Breiten wird Reiki auch gern als “universelle/universale Lebenskraft” übersetzt und bezeichnet.
Unter Reiki können wir uns daher erst einmal ganz grob gefasst die Energie vorstellen, die uns alle und alles um uns herum durchdringt, alles miteinander verbindet und durchwebt.

Der Begriff “(Usui) Reiki Ryoho” bezeichnet stark vereinfacht gesagt, die Methode des geistigen Heilens (nach Mikao Usui).
Hier im Westen wird häufig auch vom “(Usui) Shiki Ryoho”, also von der “Heilmethode nach Usui” gesprochen.

Wenn heute also ein/e Reiki-Praktizierende/r von Reiki spricht, kann sowohl die  Behandlungsmethode, die sowohl Techniken des “energetischen” als auch des “geistigen” Heilens verwendet, als auch die Energie selbst, oder aber auch beides gleichzeitig gemeint sein.

Reiki als Dô
Mit dem Begriff `dô´ wird im japanischen ein spiritueller und/oder philosophischer Pfad/Weg bezeichnet.
Usui-Sensei lehrte nicht nur, wie man den Reiki-Fluss für die Behandlung anderer oder sich selbst aktivieren, “lenken” und verstärken konnte, sondern er verband mit seinem System auch eine Lebensphilosophie und Lebenshaltung.

Die Reiki-Prinzipien (japanisch) Quelle: Wikipedia
Die Reiki-Prinzipien (japanisch)
Quelle: Wikipedia

Er hinterließ seinen nachfolgenden Reiki-Lehrern und -Schülern die sogenannten “Gokai“, fünf Leitprinzipien oder Regeln, die zentral für das Reiki Ryoho sind.

Usui-Sensei hielt seine Schüler dazu an, diese Leitprinzipien jeden Morgen und Abend laut zu wiederholen, und sie sich auch über den Tag immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Diese fünf Prinzipien, wenn auch immer ein klein bisschen anders übersetzt, lauten:

Kanji (japanisch) Lesung Deutsch

招福の秘法
萬病の靈薬
今日丈けは

怒るな
心配すな
感謝して
業をはけめ
人に親切に

朝夕合掌して心に念じ
口に唱へよ

心身改善
臼井靈気療法
肇祖
臼井甕男

Shōfuku no hihō
Mambyō no reiyaku
Kyō dake wa

Ikaruna
Shimpai suna
Kansha shite
Gyō o hakeme
Hito ni shinsetsu ni

Asayū gasshō shite kokoro ni nenji
Kuchi ni tonae yo

Shinshin kaizen
Usui Reiki Ryōhō
Chōso
Usui Mikao

Die geheime Kunst, Segen/Glück einzuladen, die spirituelle/seelische Medizin für viel Krankheiten:

 

Nur für heute…
… ärgere Dich nicht.
… sorge Dich nicht.
… sei dankbar für alle Segnungen.
… verdiene Dein Brot ehrlich.
… sei liebevoll zu allen Lebewesen.

Jeden Morgen und Abend sitze in der Gebetshaltung und wiederhole  diese Worte laut und in Deinem Herzen

 

Zur Verbesserung von Geist und Körper.
Usui Reiki Ryōhō
Der Gründer
Usui Mikao

 Quelle: Wikipedia.de

 

Usui-Sensei Quelle: Wikipedia
Usui-Sensei
Quelle: Wikipedia

Kurzer geschichtlicher Überblick

Als “Begründer” des Reiki Ryoho gilt Dr. Mikao Usui.
Außer seinem Geburts- und Sterbedatum ist über ihn allerdings wenig bis nichts bekannt.
Das meiste, was wir “wissen” basiert auf den Aussagen der Reiki-Meisterin Hawayo Takata, die (nach ihren Aussagen) in den 1930ger Jahren Reiki kennenlernte. Doch zu diesem Zeitpunkt war Usui bereits verstorben, so dass ihre Aussagen (nur) auf Hörensagen beruhen (können).

Hayashi-Sensei Quelle: Wikipedia
Hayashi-Sensei
Quelle: Wikipedia

Über die Entstehung seines Reiki-Systems gibt es wenig (schriftliches), das uns überliefert ist. Vor allen Dingen auch aus seiner eigenen Hand.
Der Legende nach soll Usui-Sensei während einer 21-tägigen Fastenmeditation auf einem Berg ein Erleuchtungs-Erlebnis gehabt haben, in dem ihm auch das Wissen um Reiki zuteil geworden sein soll.
Den ersten, den Mikao Usui als Reiki-Lehrer einweihte, war der Reserveoffizier Chujiru Hayashi.
Er war es auch, der das erste Mal eine Nicht-Japanerin in das Usui-Reiki-System einweihte:
Die Hawaiianerin Hawayo Takata.
Durch Hawayo Takata wurde Reiki dann weiter über die Grenzen Japans hinaus in die ganze Welt verbreitet.
Eine der von ihr eingeweihten Lehrerinnen war die Amerikanerin Mary McFadyen durch die Reiki nach Deutschland und damit nach Europa kam.

Kurzer Exkurs: Energetisches/Geistiges Heilen
Viele Mythen und Meinungen ranken sich um diesen Begriff, doch hat dieser weder etwas mit Geistern zu tun,  noch mit einer besonderen “Heiligkeit” oder “Erleuchtung”.
Ich stand diesem Begiff und dieser Art der Heilmethode lange Zeit selbst sehr kritisch gegenüber, weil es mir zu “Eso”, zu “Abgehoben” klang.
Mittlerweile habe ich mein Verständnis ein wenig erweitern können.
Unter diesem Begriff verstehe (und lebe) ich heute eine Heilmethode, bei der Menschen versuchen, mit der Hilfe ihres eigenen und des “göttlichen Geistes”, die Energien im Körper eines anderen Menschen zu harmonisieren, sie zu aktivieren oder zu lenken, unterbrochene Energieflüsse wieder herzustellen usw.
Als Reiki-Praktizierende stelle ich mich als Kanal zur Verfügung, durch die Heilung mit Hilfe der universellen Lebenskraft gesehen kann.
Mit der Gabe von Reiki versuche ich grob gesagt im Prinzip nichts anderes, als die ganzheitliche Heilung des Menschen zu fördern und anzuregen, und ihn oder sie z.B.  bei der Aktivierung der eigenen, innewohnenden Selbstheilungskräfte zu unterstützen.

Wie wirkt Reiki?
Über die Frage wie (und warum) Reiki wirkt, gibt es eine Reihe ganz verschiedener Theorien, was mich zu der etwas laxen Aussage bringt: “Nix Genaues weiss man nicht”.

In der japanischen wie auch der chinesischen oder auch ayuvedischen Medizin werden die Gründe von Krankheiten, Disharmonien, Imbalancen, Unwohlsein usw. darauf zurück geführt, dass dem Körper Lebensenergie/-kraft fehlt, oder dass es dieser nicht möglich ist, frei durch den Körper zu fließen, weil z.B. Blockierungen oder Unterbrechungen entsprechender Bahnen im Körper vorhanden sind.
Eine der Theorien ist z.B. dass der Körper durch die Gabe von Reiki dazu “angeregt” wird, seinen Energiefluss wieder zu korrigieren, bzw. dass ihm dabei geholfen wird, vorhandene Blockaden in seinem Körper aufzulösen, unterbrochene Energiebahnen wieder herzustellen o.ä., so dass er wieder in einen Zustand der Balance zurückfinden kann.

Reiki und Heilsversprechen
Wovor mir persönlich immer das große Gruseln kommt ist, wenn ich Heilsversprechen verschiedenster Art lese.
Völlig davon abgesehen, dass diese strafbar sind, empfinde ich dies als unverantwortlich gegenüber den Menschen, die Hilfe suchen und sich ggf. in verzweifelten und ausweglosen Situationen befinden.
Reiki als Heilmethode ist ein System, dass m.E. darauf ausgerichtet ist, die Selbstheilungskräfte eines Menschen zu aktivieren und damit die Genesung zu unterstützen.
Das bedeutet, dass es im Prinzip immer die/der PatientIn (egal ob menschlich, tierisch, pflanzlich, anderweltlich oder welcher Art auch immer) selbst ist, der /die sich im Grunde heilt.
Meine Aufgabe als Reiki-Praktizierende ist es, auszugleichen, zu unterstützen,  zu aktivieren… Je nachdem, was grade im “Energie-Haushalt” des/der Hilfesuchenden nötig ist.

Aus diesem Grunde halt ich persönlich das Reiki Rhyoho für eine exzellente Ergänzung zu anderen Therapie-Methoden, die vielerlei positive Eigenschaften mit sich bringt.

Möglichkeiten und Unmöglichkeiten
Reiki kann meiner persönlichen Meinung nach weder schwere Krankheiten (von heute auf morgen) “wegzaubern”, noch abgetrennte Gliedmaßen wieder anwachsen lassen oder erneuern.
Und ich persönlich bin jedem Bereicht von “Wunderheilung” (egal ob sie auf Reiki zurück zu führen ist, oder auf eine andere Heilmethode) gegenüber SEHR skeptisch.
Ich bin dafür einfach zu kopf-gesteuert. 😉

Die positiven Wirkungen, die ich im Laufe der Jahre sowohl als Reiki-Empfangende auch als -Gebende erleben durfte, sind allerdings dennoch sehr vielfältig.
Daher einfach mal ein paar Beispiele.
Auf der physischen Ebene:

  • Stresslevelsenkung und dadurch Verbesserung und Förderung der Entspannung(sfähigkeit)
  • Schmerzreduzierung (z.B. bei Kopf- oder Rückenschmerz)
  • Anregung der Vitalkräfte
  • Senkung von Blutdruck und Puls
  • Senkung der Atemfrequenz
  • Beruhigung des Vegetativen Nervensystems

Andere Bereiche, die durch Reiki (positiv) beeinflusst werden können, sind die emotionale, mentale und spirituelle Ebene.
Wie z.B.:

  • Reduzierung von Ängsten und Zweifeln
  • Veränderung der Gedanken(welt)
  • Gefühl der stärkeren Verbindung zum Göttlichen
  • Verstärkung der feinstofflichen Wahrnehmung

Wissenschaftliche Nachweisbarkeit der Wirkung von Reiki
Ein Thema, das gern von vielen Reiki-Praktizierenden verdrängt wird, ist das der wissenschaftlichen Nachweisbarkeit der Wirkung von Reiki.
Ich selbst finde es wichtig, auch die Frage zu beleuchten, in wieweit es überhaupt medizinische Nachweise über die (versprochenen) Heilwirkungen gibt.
Diese (selbstkritische) Selbstbetrachtung und Hinterfragung, hat für mich sehr viel mit Authenzität zu tun, und mit Ehrlichkeit gegenüber sich selbst UND den Menschen, die hilfesuchend zu einem kommen.

Reiki ist eine Heilmethode, der sehr viele positive Dinge „nachgesagt“ werden. Und mit der man tatsächlich auch viele wunderbare Dinge erreichen kann.
Doch manches mutet meiner persönlichen Meinung auch etwas phantastisch an… Aber ich bin, wie gesagt, halt auch ein wenig Verstand-gesteuert und stelle manche Dinge einfach in Frage.
Und wenn dann von „Wunderheilungen“ durch Reiki z.B. bei bösartigen Krebserkrankungen im Endstandium berichtet wird, und daraus dann unseriöse Heilsversprechungen erwachsen…
Erlaube ich mir einfach, Fragen zu stellen und kritisch zu sein.

Doch wie schaut es jetzt aus?
Nach Aussage von Wikipedia (ich hab bisher noch nicht die Zeit gefunden, die Aussage zu überprüfen) gibt es mittlerweile einige Studien, zur Wirksamkeit von Reiki auf die Heilung von Krankheiten.
Das Problem scheint dabei jedoch zu sein, dass sich bei diesen viele unterschiedliche und widersprüchliche Ergebnisse finden und ein Beleg für eine tatsächliche Wirksamkeit (bisher!) nicht gefunden wurde.
Placebo-Studien sollen z.B. keinen (signifikanten) Unterschied darin ergeben haben, ob eine Behandlung durch einen Reiki-Praktiziernden oder einen Schauspieler erfolgte.
Doch wie gesagt, dies sind (bisher von mir noch nicht weiter verfolgte und überprüfte) Informationen der Wikipedia.

Es sei dennoch wie es sei.-Auch wenn es bisher keine eindeutigen Studien gibt:
Die Erfahrungen der meisten überzeugten Reiki-Praktizierenden (auch die meinen) sprechen jedoch andere Sprachen.

Ob diese nun auf einem “Placebo-Effekt” basieren oder nicht, spielt für mich persönlich nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Wichtig ist, dass es dem betroffenen Menschen hilft, und wir als Reiki-Praktizierende, auch offen (und selbstkritisch!) mit der Geschichte, den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten dieser wunderbaren Methode umgehen. – Zumindest meiner Meinung nach.
Denn unsere eigene Authenzität spielt eine vielfach unterschätze Rolle.

In diesem Sinne.
LG
Siat

 

 

 

 

Womb Blessing-Ein Erfahrungsbericht von Siat

Es ist schon ein Weilchen her, als ich auf die Einladung von Miranda Gray zum weltweiten Womb Blessing gestoßen bin.
Wenn ich ehrlich bin, dann war meine erste Reaktion darauf eher eine ablehnende Haltung.
Über diesen (z.T. sehr über-) kritischen Charakterzug von mir stolpere ich sehr häufig.-Im Großen und Ganzen ist kritisches Denken äußerst wichtig, weil es mir hilft, die Füße auf dem Boden zu lassen. Aber es kann einen auch den Zugang zu (wertvollen) Erfahrungen verbauen.
Aber das ist wohl ein etwas anderes Thema.

Was ist das Womb Blessing?

© Miranda Gray

“The Womb Blessing returns our female nature back to its sacredness and awakens and restores our female energies”
– Miranda Gray ( Worldwide Womb Blessing
-An Invitation
)

Das Womb Blessing (die Gebärmutter-/ oder Schoß-Segnung) wurde von Miranda Gray entwickelt, und dient, sehr verkürzt dargestellt, zum einen dazu, die eigene Gebärmutter, unseren eigenen Schoß, und unsere Weiblichkeit zu heilen, zu heiligen und Frauen damit zu verbinden, und verbindet uns zum anderen auch mit der Göttin/ dem Göttlich-Weiblichen.
Außerdem dient sie dazu, den Segen des Göttlich-Weiblichen im jeweiligen Land, in dem die teilnehmende Frau sich befindet, hineinfließen zu lassen und zu verankern, und so die Energie der Göttin auf der ganzen Welt zu erwecken und fließen zu lassen.

Es ist ein Geschenk der Heilung für die Frauen (aber auch Männer) dieser Erde, das kostenslost von Miranda 5x im Jahr zu bestimmten Zeiten gegeben wird,  und das unsere Verbindung zur Göttin/dem Göttlich-Weiblichen, zur Erde aber auch zum Mond in unserem Inneren stärken soll,  mit dem Frau durch ihren Zyklus eng verbunden ist.

Ein Laternenpfahl nach dem anderen
Kennt Ihr das, wenn Ihr das Gefühl habt, dass Euch eine Synchronizität nach der anderen begegnet?
Oder Ihr das Gefühl habt, dass nicht mehr mit einem Zaun-, sondern mit einem Laternenpfahl gewunken wird?

In den vergangenen Wochen seit Jahresanfang erging es mir zumindest so.
Es kamen wieder Themen auf den Tisch, die ich dachte abgeschlossen zu haben, wobei mir bewusst wurde, sie schlicht von mir verdrängt worden waren, und stark mit “Weiblichkeit” und “(weiblicher) Spiritualität” zusammenhängen.
Doch es scheint heuer einfach die Zeit dazu zu sein, sich damit auseinander zu setzen.
Just in dem Augenblick, als ich aktiv diese Entscheidung traf…
Wurde meine Aufmerksamkeit wieder auf das Womb Blessing gerichtet.
Trotz aller Bedenken, und nach dem Austausch mit anderen Frauen, entschied ich mich jetzt doch dazu, meinem Bauchgefühl nachzugeben und das “Abenteuer” einzugehen.

Vorbereitungen und Plan-Ergänzungen
Um ein am Womb Blessing teilzunehmen, muss man sich dafür anmelden, seinen Wohnort angeben und eine Uhrzeit auswählen, zu der man (in etwa) die Segnung und Einweihung erhalten  möchte.
Da dieses erste Womb Blessing in diesem Jahr vergangenen Samstag war, habe ich mich für 13 Uhr entschieden.

Nachdem sich in der Woche bis zum Samstag noch einige, sehr intensive Themen öffneten, bei denen aber das endlich loslassen Können im Vordergrund stand, entschied ich mich dazu, die Gelegenheit des Tages noch für ein kleine Ritual zum Loslassen zu nutzen.
Irgendwie stimmte für mich alles für dieses Vorhaben:
Imbolc-Vollmond, das Womb Blessing, das zum Thema auch die Erneuerung hatte und dann auch noch die Mondfinsternis.

Der Tag begann nach einer etwas anstrengenden Nacht einfach wundervoll.
Wir hatten strahlend blauen Himmel, und die Sonne leuchtete kraftvoll vom Himmel.
Ich riss erst mal alle Fenster auf, und ließ die kalte, klare Luft durch die Wohnung ziehen, während ich meinen „Ritualplatz“ schon mal mit einem kleinen Altar und den Dingen, die ich für mein anschließendes Lösungsritual benötigte, vorbereitete.

Als es auf meinen Termin zuging, hab ich mir Zeit für eine intensive Reinigung von Körper, Geist und Seele (mit Räucherung (Luft), entzündeten Kampfer (Feuer) und Dusche (Wasser und Erde (Salz-Honig-Peeling)) genommen.
Nachdem ich mich dann anschließend dem Anlass entsprechend fertig gemacht und gekleidet hatte, hab ich mich dann zurück gezogen.

© Siat

Nachdem ich Kerzen und Räucherwerk angezündet hatte, setzte ich mich im Schneidersitz hin, und hab mich eingestimmt.
Auch wenn ich mich auf das Womb Blessing freute, so musste ich dann doch feststellen, dass ich anfangs etwas Probleme damit hatte, mich zu öffnen, und „ruhig“ zu werden.
Da war wieder die Innere Zensorin, die versuchte, mich mit den verschiedensten Kommentaren abzulenken…
Es dauerte ein Weilchen, bis das Plappermäulchen aufhörte.
Doch als ich endlich Ruhe fand, und mich öffnen konnte…
War es eine wundervolle, tiefgehende und tatsächlich heilende Erfahrung, die mich tief bewegt und berührt hat, und einiges wieder ins Fließen brachte.

Nach der Abschluß-Meditation schloß ich dann mein Loslass-Ritual an.
In den vergangenen Tagen hatte ich alles aufgeschrieben, was mir in den Sinn kam, und das “Scham”, “Angst” und “Schuld” zum Thema hatte. Nachdem ich die Göttin, und meine Begleiter gerufen hatte, übergab ich schließlich die Zettel dem Feuer.
Als von diesen nur noch Asche überblieb (die zum nächsten Schwarzmond verstreut werden wird), verweilte ich noch eine Weile in einer Mediation, bevor ich mich bedankte und dann langsam

© Siat

wieder in den Alltag zurück kehrte.

Meine Erfahrung
Nach den anfänglichen “Schwierigkeiten”, mich auf die Meditation und auf die Energien einzulassen, wurde das Womb Blessing (und auch mein darauf folgendes Ritual) zu einem wundervollen, sehr intensiven und berührenden Erlebnis.
Ich hatte erst überlegt, die Meditationen aufzunehmen und dann abzuspielen, aber ich bin (dieses Mal?) davon abgekommen.
Im Vorfeld hatte ich vorbereitende und abschließende Meditation (“Der Gebärmutter-Baum” und “Segen-Teilen”) schon ein paar Tage praktiziert, was mit einem sehr wundervollen, warmen und sehr zentrierenden Gefühl verbunden war.
Ich hatte eigentlich kaum gedacht, dass sich da im Erleben und Wahrnehmen soviel “ändern” würde.
Doch das tat es. Es wurde alles deutlich intensiver, wärmer…
Zeitweilig wurde ich von meinen Gefühlen, darunter viel verdrängter Schmerz, ganz schön überrumpelt, und es sind mir ganz schön die Tränen geflossen… Aber es war tat gut. Es war… befreiend… Und ja. Heilend und ausbalancierend.

Ich habe nach langer Zeit das Gefühl, wirklich in meiner Mitte zu sein. Wirklich in Balance zu sein.
Es ist komisch… Zumal ich eigentlich schon das Gefühl hatte, im Gleichgewicht zu sein… Aber… Es ist irgendwie anders.
Und da ist dies unglaubliche, friedliche Stille in mir…
Diese Stille, Klarheit, aber auch Tiefe eines Sees in mondheller Nacht.
Und ein In-mir-Ruhen, In-mir-Verwurzeltsein das so unglaublich intensiv, klar und befreiend ist…

Ich kann nur sagen, dass es für mich eine wundervolle Erfahrung ist. <3
Und wenn eine andere Frau oder ein Mann fragt, ob sie oder er diesen Weg gehen sollte…
Ich kann nur ermutigen und sagen, dass es mir gut getan hat, dieses “Abenteuer” (auch zu mir selbst!) eingegangen zu sein, und ich bestimmt auch an den folgenden Blessings teilnehmen werde.
Ich freue mich und bin schon etwas gespannt dadrauf, was für Erfahrungen ich noch weiterhin machen darf, und wohin mich mein Weg noch bringen wird <3

Siat


Weitere Informationen zum Thema Womb Blessing und zu Miranda Gray:
The world wide Womb Blessing (auch in deutscher Sprache)
The Womb Blessing Attunement
Miranda Gray

Mantra, Chant & Affirmation-Ein Versuch der Unterscheidung (Teil 4)

Nachdem wir uns im zweiten  und dritten Teil dieser Artikelreihe mit den Begriffen des Chants und der Affirmation auseinandergesetzt haben, möchte ich mich dem etwas komplexen Thema “Mantra” widmen.

मन्त्र Mantra

Wortherkunft
Der Begriff stammt aus dem Sanskrit, bei der es sich, ganz grob gesagt, um eine alt-indische Sprache handelt, die auch heute noch gesprochen wird.
Die Übersetzung des Wortes ist sehr vielfältig. So kann es:

  • (Bann)Spruch
  • (vedische) Hymne oder eine Opferformel
  •  heiliger Text oder ein heilge Spruch
  • Gebet oder Lobpreis
  • Geheimnis
  • Zauber/Amulett
  • mystische Verse
  • heilige Formel, die an jede individuelle Gottheit gerichtet ist/sein kann

bedeuten.
Doch die wohl bekannteste Übersetzung ist “Instument des Denkens” oder “des Geistes”.

Die Ursprünge des Wortes werden meist auf die Wurzel मन् (man) und auf das Präfix  त्र (tra) zurückgeführt.

मन् (man) lässt sich dabei einerseits auf das Verb मन्यते (manyate) als auch auf मन (mana), मान (mAna) bzw. मना (manA) zurück führen, deren Bedeutungen sich im weitesten Sinne um das Denken, Erkennen, Verstehen, Wissen drehen.

Verb: मन्यते (manyate)

  • (nach) denken (an/über)
  • vorstellen
  • wahrnehmen
  • mit den/allen Sinnen erfassen
  • das Herz/die Gedanken auf etwas richten
  • begreifen/erfassen/verstehen
  • wissen
  • glauben
  • anbieten
  • anbeten
  • hoffen/wünschen
  • (ver)ehren

Substantive: मन (mana), मान (mAna) bzw. मना (manA)

  • Gedanke/Denken/Geist
  • Vorstellung
  • Sicht
  • Glauben
  • Idee
  • Hingabe
  • Anhaftung
  • Stolz
  • Ehre
  • Selbst-Respekt
  • Wunsch
  • Überlegung

Das Präfix wird, wie bereits gesagt, in der Regel auf das Wort त्र (tra) zurückgeführt. Dieses wiederum kann auf zwei unterschiedliche Wurzeln zurück geführt werden.
Die eine steht mit der Wortwurzel त्र (tra) in ganz direkter Verbindung zu dem Verb त्राति (trAti) und dem Substantiv त्रा (tra).
Die andere über die Verben तरति (tarati)तरुते (tarute)तितर्ति (titarti) und तारयति (tArayati) mit der Wortwurzel तॄ  (tRR).

Verb: राति (trAti)

  • retten
  • bewahren
  • erhalten
  • schützen
  • befreien
  • auffangen

Substantiv: त्रा (tra)

  • Verteidiger
  • (Be)Schützer

Verben रति (tarati), तरुते (tarute), तितर्ति (titarti) und तारयति (tArayati) besitzen im Ganzen dieselbe Bedeutung:

  • schwimmen
  • verrichten/ausführen
  • führen durch/über
  • durchkommen
  • durchdringen
  • erreichen
  • retten
  • entkommen
  • flüchten
  • erfüllen
  • überwinden
  • bewältigen
  • bezwingen/-siegen
  • durch-/überqueren
  • ein Ende/Ziel erreichen
  • segeln über
  • befreien (von)
  • (hin)über(ge)leiten

 

Definition
“Mantra” zu definieren ist mindestens genauso schwierig, wie den Begriff (direkt) zu übersetzen.

Ursprünglich, und sehr oberflächlich betrachtet, handelt es sich bei einem Mantra um einen (zu rezitierenden) Vers aus den Veden (und anderen Schriften, wie z.B. den Puranas), was es faktisch zu einem Stück “vedischer Poesie” macht.
Die heiligen Schriften  sind in einer bestimmten Weise und nach einem bestimmten Versmaß geschrieben, um das Auswendiglernen zu erleichtern.


Sprache ist das Wesen des Menschseins

Letztlich basiert alles, was wir als Menschen denken und letztlich werden und sind, auf dem Ausdruck in Sprache und Schrift. Eine funktionierende Gesellschaft ohne (irgendeine Form von ) Sprache bzw. Kommunikation wäre überhaupt nicht möglich.
Egal um was es geht: Alles kann erst dann “ins Sein” kommen, wenn es gerufen und damit ausgedrückt wird.
Die Wichtigkeit von Klang und Sprache finden wir in fast allen Kulturen.
So z.B. im alten Kemet, wo Hu und Sia den (göttlichen) Ausspruch und den Verstand/die Einsicht/Erkenntnis als Gottheiten personifizieren, die jeder Gottheit und jedem Menschen innewohnen und ohne die das Wirken nicht möglich wären.
Dies zieht sich weiter bis in die abrahamitischen Religionen, wo wir in der Bibel den Ausspruch finden: “Im Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.” (Joh. 1, 1)

 

Mantra als Macht und Energie-tragender Klang
Worte, und damit natürlich die Sprache, sind (wie alles andere auch) Schwingung.
Wenn wir etwas sagen, entstehen zwangsläufig Schwingungen in Form von Tönen, bzw. Klang/Lauten, deren (Aus)Wirkung wir beobachten können.
Bevor sich die Sprache(n) entwickelte(n), kommunizierten unsere Vorfahren über Laute, die im Laufe der Zeit mit bestimmten “Wirkungen” oder “Dingen” in Verbindung gebracht wurden.
Das wir wissen, welche Schwingung (welcher Laut/Klang) was bedeutet, verdanken wir im Grunde der Tatsache, dass diese irgendwann mal mit bestimmten Dingen verknüpft wurden.

Schwingung/Laut/Klang  mit bestimmten “Wirkungen” oder Dingen in Beziehung zu setzen ist die eine Ebene.
Die andere ist die der Absicht bzw. des Zwecks.

Wird eine Schwingung mit einer Absicht verbunden, erhält diese eine zusätzliche Färbung, bzw. einen zusätzlichen (geistigen) “Bestandteil”, der das Ergebnis der beinflusst/beeinflussen kann.
Beobachten können wir das z.B. auch in unserem ganz normalen Alltag, abseits von Spiritualität und Magie, wenn wir uns unsere Verwendung von Worten, ihre Betonung usw. betrachten, mit denen wir nicht nur andere, sondern auch uns selbst beeinflussen (können). Sprechen wir etwas aus, ist es immer auch mit einer Absicht oder einem Zweck verbunden. Somit wird gleichzeitig die Schwingung dessen, was wir sagen durch das, was wir beabsichtigen (wollen) gefärbt.

Schall  und/oder Klang können wir mit einer Welle vergleichen, die von unserer Intention gefärbt wird.
Diese “Färbung”  ist mit einem Farbfilter vergleichbar, durch den das Sonnenlicht scheint, wodurch das Licht nicht mehr klar, sondern in dem spezifischen Licht erscheint.

Doch egal welche Ebene wir uns betrachten, Worte sind Energie.
Sie tragen die Macht in sich, Dinge zu bewirken und zu beeinflussen.
Das trifft auf alles zu. Mantras selbst sind in dieser Form jedoch noch spezieller.
Wir haben auf der einen Seite die generellen Bedeutungen und Übesetzungen, die mit einem Mantra verbunden sind, auf der anderen Seite jedoch dann das, was ein Mantra tatsächlich bewirkt/bewirken kann, wenn man es ausspricht.
Ähnlich, wie wir nur die Begriffe “heiß”, “Schmerz” und “Flamme” in eine Beziehung setzen und wirklich verstehen können, wenn wir uns an einer Flamme die Finger verbrennen, ist es auch mit Mantras.
Wir verstehen Mantras erst dann wirklich, wenn wir sie und ihre Wirkung erfahren.

 

Mantras, Bewusstsein und Körper
Von vedisch-hinduistischen Standpunkt aus betrachtet, besteht der Mensch nicht nur aus einem einzigen Bewusstsein, sondern viel mehr aus vielen verschiedenen Bewustseinsebenen, die nicht nur den physisch-materiellen Körper durchdringen, sondern auch in die verschiedenen Energiekörper und die Aura hineinreichen.
Auch jedes Organ bis hin zu den verschiedenen Körpersystemen (z.B. (Blut)Kreislaufsystem) besitzen ihr eigenes (“niederes”) Bewusstsein, die dafür verantwortlich sind, dass der Mensch funktioniert. Die einzelnen Bewusstseinsebenen stehen jedoch nicht unabhängig von einander, sondern beieinflussen sich stetig untereinander, sind von einander abhängig oder/und in einer anderen Weise miteinander verbunden.
Doch solcherlei unterschiedliche Bewusstseinsebenen gibt nicht nur in unserem materiellen Körper, sondern auch in den verschiedenen Energiekörpern. Diese wiederum sind, wie die Bewusstseinsebenen des physischen Körpers, miteinander verbunden und beeinflussen auch den physischen Körper und die Bewusstseinsebenen in diesem.
So wie ein Organ-Bewusstsein einem System-Bewusstsein “untergeordnet” ist, ist das System-Bewusstsein überlagert von Teilen unseres/r Energiekörpers. Und so geht es darüber hinaus weiter.

Da auch alles andere Schwingungen ist und aussendet, werden diese von unseren verschiedenen Bewusstseinsebenen natürlich ebenso aufgenommen und beeinflusst, was bedeutet, dass in unserem Körper, nicht nur unser “Ich”-Bewusstsein umherwabert, sondern unzählige andere Schwingungen ebenfalls in unserem Körper wirken.
Wir gehen also ständig mit allen möglichen unzählingen Dingen um uns herum in Resonanz.

Mantras, die auf Grund ganz bestimmter Begebenheiten (auf die ich noch etwas eingehen werde) von sich aus bestimmte und sehr machtvolle Schwingungen sind, wirken auf eine ähnliche Weise. Wenn wir mit ihnen arbeiten, beginnt die ihnen innewohnende Kraft über Schwingungen die anderen Schwingungen zu “löschen” und zu “überschreiben”, bis wir schließlich von der Schwingung (und der Energie) des Mantras erfüllt werden und sich dessen Wirkung entfalten kann.
Mantras versetzen uns in einen Zustand, in dem wir komplett mit den Energien schwingen, die durch das jeweilige Mantra repräsentiert und “aufgerufen” werden.

 

“Instument” des Denkens oder des Geistes
Wenn man die zu Beginn zusammen getragenen Übersetzungen nimmt , dann stellt sich die Frage, warum das Wort “Mantra” in der Regel als “Instument des Denkens” oder “des Geistes” bezeichnet wird, wenn die verwendeten Wurzeln “Instrument” oder “Werkzeug” überhaupt nicht beinhaltet.
Die Antwort liegt, so vermute ich, in der Grammatik des Sanskrit verborgen.
Sanskrit gehört zu den Sprachen, die den “Casus instrumentalis” (“Womit”-Fall) besitzen, also den Fall, der uns darüber aufklärt mit welchen Mitteln eine Handlung ausgeführt wird.
Im klassischen Sanskrit ist तृतीया विभक्ति (tRtIya vibhakti = instrumentell, als Mittel dienend) das, was die Handlung ermöglicht/unterstützt/fördert.
Dies ist, so zumindest meine Einschätzung, die einzig sinnvolle Erklärung für diesen Ansatz.

Allerdings lassen die Wurzeln des Wortes auch entsprechend andere Üerbsetzungen und Deutungen zu.
Angefangen von “Schutz des Geistes”/”Gedankenschutz” über “Befreier des Geistes” hin zu “etwas das den Geist erfüllt”, “Befreier von (weltlichen/gedanklichen) Anhaftungen”, “Denken, dass befreit/beschützt” oder als etwas, mit dem man das Denken, die Anhaftungen usw. überqueren kann und dabei hilft, einen Zustand zu erreichen, in dem wir die Einsheit mit dem Göttlichen und der Schöpfung erfahren können.

Doch egal in welcher Weise man den Begriff jetzt (wörtlich) übersetzt, letzten Endes wirken Mantras wie Werkzeuge, die uns dabei helfen, das “Materielle” zu überwinden, unser Denken zu überwinden, Stille zu werden und uns für .

Ende Teil 4


Quellen:
Spoken Sanskrit
Hindudharma-Forum

Hindupedia
Forum for Hindu awakening
Sanskrit Mantra
Wikipedia.de
Wikipedia.com

 

Mantra, Chant & Affirmation-Ein Versuch der Unterscheidung (Teil 3)

Nachdem ich das letzte Mal den Chant ein wenig näher beleuchtet habe, möchte ich mich in diesem Artikel der Affirmation zuwenden.

Affi…-Was?
Wortherkunft:
Das Wort stammt vom Lateinischen “affirmatio”, dass “Versicherung, Beteuerung” bedeutet.
Verwendet wird dieser Begriff im Sinne einer “Bejahung”, “positive Wertung”, “Zustimmung”, “Bestärkung”, “Versicherung” oder “Zuordnung”.

Den Begriff findet man in unterschiedlichen Bereichen wieder. Neben den spritiuellen, religiösen und esoterischen Breichen (worauf ich dann gleich zu sprechen kommen werde) findet man ihn z.B. auch in der Sprachwissenschaft, der Psychologie oder der Logik.

Affirmation in Religion, Spiritualität und Esoterik
Im Groben gesagt handelt es sich bei Affirmationen um bewusst ausgedrückte, positive (positiv formuilerte) Haltungen, die das System (d.h. den Menschen, seine Haltung, sein Handeln, seine Interaktion etc. pp. ) aus sich selbst heraus positv beeinflussen.
Mit Hilfe von Affirmationen, also positiven, sich selbst bejahenden Sätzen, die kontinuierlich ins Gedächtnis geholt werden,  wird versucht, die eigenen Gedanken umzuprogrammieren, um eine gewünschte Veränderung im Leben des “Anwenders” herbei zu führen. “Positives Denken” gehört z.B. ebenfalls in diese Kategorie der Affirmation.

Was eine Affirmation von Chant und Mantra unterscheidet ist, m.E. dass mit Affirmationen werden ganz konkrete Ziele verfolgt, werden, die darin bestehen, sich selbst, das eigene Verhalten und Denken (bewusst) zu verändern.
Affirmationen sind Werkzeuge, mit deren Hilfe wir unsere Denkmuster, und die mit ihnen verbundene Verhaltensmuster verändern können.
Denken, Fühlen und Handeln, diese drei bedingen sich und hängen wechselseitig voneinander ab. D.h. wenn ich mein Denken veränder(n kann), hat dies automatisch auch einen Einfluss auf mein Fühlen und Handeln.
Allerdings darf man sich dies auch nicht in der Form vorstellen, dass ich mir einen positiven Satz formuliere, den ein paar mal vor mich hinsage und *schnips* nächsten Monat ist das gewünschte Ergebnis da. U. U. kann dies eine unbestimmte Zeit in Anspruch nehmen.

 

Wie funktionieren Affirmationen überhaupt?
Der Schlüssel der Affirmationen liegt in der Wiederholung.
Unser Gehirn braucht eine gewisse Anzahl von Wiederholungen, damit es etwas lernt und sich in ihm einprägt (ich habe Zahlen gelesen von 2000 Wiederholunge aufwärts).
Im Prinzip ist das wie das Austreten eines neuen Pfades: Erst sind nur die Fußspuren im Gras vorhanden, dann wird ein Trampelpfad und schließlich ein Weg draus, und das Begehen des Pfades wird einfacher.

Durch das stete Wiederholen der Affirmation programmiert man sich also selbst und versucht so einen alten, limitierenden Glaubenssatz zu ersetzen.

Es gibt dazu verschiedene Möglichkeiten, die (individuell) verschieden gut funktionieren.
Die eine Möglichkeit ist, dass ich einfach ein anderes Verhaltensmuster haben möchte, und dementsprechend einen positiven Satz formuliere, den ich immer wieder wiederhole.
Die andere (etwas komplexere) Möglichkeit ist die, dass ich erst einmal bei mir nachforsche, was für ein Glaubenssatz-muster (es können auch mehrere sein!) mich überhaupt daran hindern, ein bestimmtes (gewünschtes) Verhalten an den Tag zu legen.
Dieser wird dann entsprechend positiv umformuliert und dann (wie oben) immer wieder wiederholt.

Allerdings gibt es bei der Formulierung und Entwicklung von Affirmationen (meiner Erfahrung nach) einige Dinge, die es sich lohnt zu beachten.

1. Vorsicht mit direkten Formulierungen
Wenn ich mich so umhöre, dann gibt es sehr viele Menschen, die der Ansicht sind, eine Affirmation müsse direkt und in der Gegenwartsform formuliert sein, damit sie auch wirksam ist.
Man müsse also sagen:

  • “Ich bin selbstbewusst.”
  • “Ich bin erfolgreich.”
  • “Ich bin liebenswert.”
  • “Ich bin schön.”

usw.

Die Wirksamkeit solcher Affirmationen hängt allerdings meiner Erfahrung nach davon ab, in wieweit ich fähig bin, meine inneren Zweifel zu überwinden.
Oder anders herum gesagt: Wird eine Formulierung wie z.B. “Ich bin schön.” verwendet, kann diese bei vielen inneren Widerstand und Zweifel aufrufen, die die Wirkung der Affirmation verpuffen lassen können.
Gedanken wie:

  • “Ach, daran glaubst du doch selbst nicht!”
  • “Was soll den bloß der Quatsch?”
  • “Eigentlich mache ich mir doch eh nur ewas vor.”

Nähren dann mehr unsere Zweifel, und machen die Wirkung von Affirmationen ggf (fast) wirkungslos.

2. Verwendung von indirekter Formulierung
Aus obig genannten Grund kann es ggf. ratsam sein, die Affirmation indirekt zu formulieren und ein wenig zu “umschreiben”.
Statt: “Ich bin erfolgreich” z.B. dann eine Formulierung zu wählen wie: “Ich erlaube mir meine Erfolge zu genießen” oder “Ich werde jeden Tag mehr und mehr meine Erfolge erkennen.”

Für indirekte Formulierungen haben sich z.B. folgende Satzfragmente als hilfreich erwiesen:

  • “Ich kann mir erlauben…”/”Ich erlaube mir…”
  • “Ich genieße es…”
  • “Ich werde jeden Tag…”
  • “Ich darf…”/”Ich kann…”
  • “Es ist gut für mich… “
  • “… jeden Tag mehr und mehr…”
  • “… immer mehr (und mehr)…”
  • “Schon bald merke ich…”

3. Experimentieren und auf das eigene Gefühl hören
Trotz dieser obigen Empfehlungen ist es immer wichtig, auf sein eigenes Gefühl zu hören.
Jeder Mensch ist ein Individuum, und bei jedem Menschen funktionieren “(Neu) Programmierungen” anders.
Ein “Patentrezept” oder eine allein selig machende Wahrheit wären zwar schön, sind aber nicht existent.
Anderslautende Ansagen können getrost in die Tonne gekloppt werden. 😉
Es braucht manchmal etwas Zeit und Geduld, um die Affirmation zu finden, die “fluppt”, die anfängt, in unserem Inneren zu “schwingen”.
Das bedarf manchmal etwas Geduld.
Die Veränderung von Verhaltens- und Denkmustern ist ein Vorhaben, das viel Zeit in Anspruch nimmt und (entgegen mancher Erwartungen) nicht in einer “Nacht-und-Nebelaktion” verändert werden können.
Es ist wichtig, dass man sich mit der gefundenen Formulierung identifizieren kann und wohlfühlt. Alles, was innere Widerstände hervorruft, ist eher als kontraproduktiv einzustufen bzw. als ein Hinweis zu betrachten, dass es eventuell noch Bereiche (also noch (ggf. verborgene) Glaubensmuster) gibt, die vorher gelöst und verändert werden müssen, damit der, den man grade bearbeiten möchte, erfolgreich gelöst werden kann.

4. Immer bei Dir selbst bleiben
Ein sehr weises Sprichwort sagt: “Du kannst andere nicht verändern, sondern nur Dich selbst.”
Affirmationen dienen letztlich nur dazu, die eigenen Gedanken zu beeinflussen. Daher bleiben Formulierungen wie:
“Mein Partner wird mich immer lieben.”
oder
“Die Nachbarin wird immer freundlicher zu mir sein.”
recht wenig, weil diese nicht in unserem Einflussbereich liegen.
Andere Menschen haben ihren eigenen Kopf und haben ihre eigenen Gedanken, die von von außen, also von uns nicht (oder nur sehr schlecht) beeinflusst werden können.
Sind Probleme mit anderen Menschen vorhanden, so ist der beste Weg, sich zu fragen: “Was hilft mir, mit der Situation besser umzugehen?”, “Wie kann ICH besser damit umgehen?”, “Was kann ICH (in dieser Situation) tun?”
Affirmationen, die aus solcher Auseinandersetzung erfolgen können, könnten z.B. sein:
“Ich komme jeden Tag besser mit meiner Nachbarin zurecht”
oder
“Ich liebe meinen Partner auf eine gesunde Art und Weise.”

 

Affirmation gefunden.-Was nun?
Um eine Affirmation einzusetzen, damit sie ihre Wirkung entfalten kann, gibt es ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten.
Die wohl häufigste Arten, die mir bisher aufgefallen sind:

  • Singen
  • (in Gedanken) vor sich her sagen
  • immer wieder und wieder, per Hand oder am PC, nieder schreiben

Andere Möglichkeiten wären z.B.:

  • auf Zettel schreiben und diese dorthin kleben, wo man sie oft sehen kann,
  • Kollagen erstellen
  • den Bildschirmschoner damit füttern
  • auf ein T-Shirt drucken
  • aufnehmen, und sich diese Aufnahme immer wieder anhören
  • usw.

Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Beschäftigung damit soll dazu dienen, dass man die Affirmation verinnerlicht und sie sich verselbstständigt. Dh. sich als neuer/s, positiver/s Glaubenssatz/-muster integriert.
Dabei macht es, wie oben gesagt, die stete Wiederholung.
Es dauert eben, bis sich neue Denkmuster gefestigt haben.
Und je nach “Thema” und natürlich auch der Intensität der Aufmerksamkeit, die hinein gesteckt wird, kann sich der Zeitraum sehr unterschiedlich gestalten.

 

Fazit
Eine Affirmation dient also dazu, ganz konkret persönliche Denk-und Verhaltensmuster zu verändern.
Dies kann z.B. durch eine Zielformulierung geschehen “Ich bin erfolgreich!”/”Ich erlaube mir, meine Erfolge zu genießen.” oder dadurch, dass ich einen bestehenden Glaubenssatz umformuliere, um dessen limitierende Wirkung in meinem Leben aufzulösen.
Affirmationen wirken auf in ganz realer Weise auf uns ein.
Und auch, wenn hier und da gewissen Leute in der Eso-/Heiden-Szene  das ganz gern annehmen und behaupten: Es wirken bei Affirmationen weder “mystische Kräfte”, noch “Gottheiten”, “Krafttiere”, “aufgestiegene Meister”, “Engel” oder dergleichen.
Was wirkt sind dabei ganz allein wir. 😉

 

LG
Siat

 


 

Quellen und Leseempfehlungen:
Wikipedia-Affirmation
Über die Wirkung von Glaubenssätzen-Carsten Bruns
Die Arbeit mit Glaubenssätzen: Als Schlüssel zur seelischen Weiterentwicklung; Gorchowiak, Klaus & Haag, Susanne:

Mantra, Chant & Affirmation-Ein Versuch der Unterscheidung (Teil 2)

Im ersten Teil dieser Reihe habe ich eine sehr grobe Gegenüberstellung der drei Begriffe gemacht, nun möchte ich etwas in die Tiefe gehen.

Der Chant

Wortherkunft:
engl.:
“chant” = “(feierlicher) Gesang, Kirchenlied, (Lob)Preis, Singsang
to chant” = “(ab)singen”, “(rhthmisch oder im Sprechchor) rufen”.
Die ethymologischen Wurzeln vom englischen “(to) chant” liegen wiederum im Altfranzöschen “chanter” (“singen”, “feiern”, “preisen”), die ihrerseits wiederum vom Lateinischen “cantare” (“singen”) abstammen. (1)

Definition:
Ein Chant ist demnach eigentlich erst einmal ein rhythmischen Sprechen oder Singen von Wörtern, Sätzen oder Tönen, die häufig ein oder zwei Tonhöhen umfassen. Er kann daher bloß Melodie oder auch nur  (rhythmisch) Gesprochen sein.
Chants können sich in der Ausgestaltung Melodie sehr stark unterscheiden. Sie kann sehr einfach gestaltet sein und nur ein paar wenige Noten enthalten, sie kann aber auch höchst komplex sein, wie z.B. bei Gregorianischen Chants.

Die deutsche  Wikipedia (2)  definiert das Chanten “im engeren Sinne” als

das Singen von religiösen Liedern oder Mantren als religiöse Praxis

und “im weitersten Sinne” als:

das Singen einfacher Melodien, bzw. das melodische Sprechen von Texten − oft in Verbindung mit Körperbewegung, Trommeln oder auch Tanz.

Sie unterscheidet das Chanten vom “professionellen Singen” wie z.B. in einem Chor darin, dass das Chanten “leistungsfrei” sei und es dabei

nicht um musikalische Perfektion oder Kunst

gehe, sondern

darum, durch länger andauerndes Wiederholen und die Konzentration auf den Chant und die Gruppe soziale, gesundheitsfördernde und transzendente Wirkungen zu entfalten.

Wenn eine “gesundheitsfördernde” Wirkung, beispielsweise zur Stressreduktion, im Fordergrund steht, wird heute auch gern der Begriff “Heilsingen” verwendet.

 

Verschiedene Varianten des Chantens
Unter dem Begriff “Chant” fallen heute, wie wir sehen können, viele verschiedene Dinge.
Sie können nicht nur religös-spiritueller Natur sein, sondern auch völlig profan.
So gehören Sprechchöre von Fußballfans, die ihre Mannschaft anfeuern ebenso in diese Kategorie, wie Proklamationen auf Demonstrationen oder gar die Rufe eines Auktionators.

 

Chant und Chanting als Teil der relgiösen und spirituellen Praxis
Schaut man sich in der religös-spirituellen Welt um, dann finden wir Chants auf sämtlichen Pfaden.
In den abrahamitischen Religionen ebenso wie im Buddhismus, Hinduismus oder auch Stammesrelgionen oder im (Neu)Heidentum (z.B. Wicca).
Dabei findet natürlich zwangsweise auch eine Überschneidung mit dem Mantra statt, dass “gechantet” wird. Doch dazu mehr an entsprechender Stelle.

Der Chant ist jedoch nicht auf das Mantra beschränkt.
Darunter fällt auch das Rezitieren von heiligen Texten (oder Ausschnitten davon),  Gottesnamen  und ähnliches.

Wie das Gebet kann (muss allerdings nicht 😉 ) das Chanten einen wesentlichen Bestandteil der persönlichen Glaubens-und Religionsausübung, oder der Praxis einer ganzen Gruppe ausmachen.
Manche betrachten das Chanten auch explizit als ein Werkzeug oder Mittel, um die spirituelle Entwicklung eines_r Einzelnen  oder einer Gruppe zu fördern.

Es gibt, je nach Pfad, ganz unterschiedliche Methoden oder “Arten” des Chantes. Z.B. der Obertongesang tibetischer Mönche oder das Kirtan, ein Wechselgesang zwischen einem Vorsänger und “Antwortenden”, das vor allem durch die Bhakti-Bewegung der ISKCON in unseren westlichen Breiten bekannt geworden ist.
Allerdings ist das Kirtan natürlich nicht auf die ISKCON beschränkt sondern stellt eine Praxis dar, die generell im Sanatana-Dharma (3) aber z.B. auch dem Sikhismus bekannt und verbreitet ist.

Der Chant kann darüber hinaus Teil eines Rituals, eines “Gottesdienstes” oder einer Andacht sein, muss es aber nicht zwangsweise.

 

Chants im (Neu)Heidentum und als Teil magisch-spiritueller Praxis
Innerhalb des (Neu)Heidentum erfreuen sich diverse neue und alte Chants großer Beliebtheit.
Sie bilden einen z.T. nicht ganz unerheblichen Teil bei Jahreskreisfesten, Übergangsritualen oder anderen Feierlichkeiten, Ritualen und/oder anderen Treffen.
Zumindest ist es meine Beobachtung, die sicherlich nicht generalisierbar ist, und sich auch von Gruppierung zu Gruppierung, oder auch persönlicher Präferenz stark unterscheidet/unterscheiden können.

Chants helfen vor, während und nach Ritualen dabei, die Gruppe auf das Ritual einzustellen, Energien aufzubauen,  zu fokussieren, auszurichten und schließlich auch zu lenken.
Mit ihrer Hilfe können aufgerufene Energien auch wieder geerdet werden und die Mitglieder einer Gruppe wieder in das “Hier und Jetzt” (zurück) geholt werden .
Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Im Gegensatz zu Mantren die, wie wir noch sehen werden, von Natur aus eigene Energie(n) besitzen und quasi “geladen” sind, sind Chants eher “Gefäße”, dazu geeignet (“Fremd”- bzw. “Eigen”-) Energien “einzufangen”, zu bündeln, zu halten und zu lenken.
Sie wirken, so gesehen, nicht aus sich selbst heraus, sondern durch und mit Energien, die in sie hineingegeben werden.

Allerdings ist meiner Erfahrung nach auch zu beachten, dass nicht jeder gleich “gut” auf Chants “anspringt” .
Das kann an unterschiedlichen Dingen liegen. Sei es, dass die entsprechende Person sich einfach unwohlfühlt, bisher noch keine Erfahrungen mit Chants gesammelt oder sich schlicht nich fallen und “gehen” lassen kann.

 

Wirkung von Chants
Chants wirken meiner bisherigen Erfahrung nach, vor allem durch die Komponenten Rhythmus, Metrum und Tempo.
Worte sind, wie bereits oben geschrieben, nicht zwingend notwendig, können aber natürlich für den/die eine_n oder andere_n hilfreich sein.
Eine ebenfalls nicht unerhebliche Rolle kann ggf. auch die Tonlage spielen.

Wichtig ist darüber hinaus der Sinn und Zweck, der mit einem Chant verfolgt werden soll.
Für das Aktivieren und die Steigerung eines Energieflusses, nützt es z.B. wenig, das Tempo generell langsam und getragen zu gestalten, sondern es muss (oder sollte 😉 ) sich, dem anpassend, von langsam zu schnell steigern, dann einen Augenblick auf dem Höhepunkt gehalten werden um dann abgegeben und wieder zurück gebracht zu werden, bzw. den Rest der aufgerufenen und gesammelten Energie wieder zu Erden.
Für Letzteres ist z.B. wiederum ein schnelles, “zackiges” und aufputschendes Tempo kontraproduktiv.

Chants können für ganz verschiedene Zwecke verwendet werden, die sich im weitesten Sinn auch mit denen von Mantren überschneiden können.
Neben dem Erwecken und Lenken von Energie kann mit ihrer Hilfe Trance eingeleitet, Visionen hervorgerufen, evoziert oder/und invoziert werden.
Sie können die Gemeinschaft und die Verbundenheit stärken und haben einen sehr starken Einfluss auf die Emotionen.
Nicht zuletzt helfen sie natürlich auch dabei, die Gedanken und auch die Atmung (positiv) zu beeinflussen.

 

Fazit
Bei Chants handelt es sich in erster Linie um das rhythmische Sprechen und/oder Singen von Worten, Texten oder Tönen.
Unterschiedliche religiöse und spirituelle Pfade bedienen sich Chants. Einerseits um positive und angenehme Atmosphören zu schaffen, andererseits um die spirituelle (Weiter)Entwicklung zu fördern, den Geist und die Gedanken zu beruhigen und zu fokussieren.
Doch neben diesen Wirkungsbereichen können Chants auch in unterschiedlicher Weise auf rituell-magischer Ebene eingesetzt werden. Z.B. bei der Erweckung, Steigerung, Speicherung und dem Loslassen von Energie.

Auch wenn sie sich von Mantren und ihren Wirkungsweisen z.T. erheblich unterscheiden, so sind sie hervorragende Werkzeuge, mit denen es sich lohnt sich näher auseinander zu setzen und spielerisch mit ihnen zu experimentieren.

 

 

Beispiele für populäre heidnische Chants

Element Chant
The earth
The air
The fire
The water
Return, return, return, return

 

Goddess Chant
Isis
Astarte
Diana
Hekate
Demeter
Kali
Inanna

 

Triple Goddess Chant
Honored maiden huntress Artemis, Artemis,
New moon come to us.

Silver shining wheel of radiance, radiance,
Mother come to us.

Honored queen of wisdom Hecate, Hecate
Old One come to us.

 

Ende Teil 2
Siat


1-Online Etymology Dictionary
2-Wikipedia: Chanting
3-Eigenname des Hinduismus