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Womb Blessing-Ein Erfahrungsbericht von Siat

Es ist schon ein Weilchen her, als ich auf die Einladung von Miranda Gray zum weltweiten Womb Blessing gestoßen bin.
Wenn ich ehrlich bin, dann war meine erste Reaktion darauf eher eine ablehnende Haltung.
Über diesen (z.T. sehr über-) kritischen Charakterzug von mir stolpere ich sehr häufig.-Im Großen und Ganzen ist kritisches Denken äußerst wichtig, weil es mir hilft, die Füße auf dem Boden zu lassen. Aber es kann einen auch den Zugang zu (wertvollen) Erfahrungen verbauen.
Aber das ist wohl ein etwas anderes Thema.

Was ist das Womb Blessing?

© Miranda Gray

“The Womb Blessing returns our female nature back to its sacredness and awakens and restores our female energies”
– Miranda Gray ( Worldwide Womb Blessing
-An Invitation
)

Das Womb Blessing (die Gebärmutter-/ oder Schoß-Segnung) wurde von Miranda Gray entwickelt, und dient, sehr verkürzt dargestellt, zum einen dazu, die eigene Gebärmutter, unseren eigenen Schoß, und unsere Weiblichkeit zu heilen, zu heiligen und Frauen damit zu verbinden, und verbindet uns zum anderen auch mit der Göttin/ dem Göttlich-Weiblichen.
Außerdem dient sie dazu, den Segen des Göttlich-Weiblichen im jeweiligen Land, in dem die teilnehmende Frau sich befindet, hineinfließen zu lassen und zu verankern, und so die Energie der Göttin auf der ganzen Welt zu erwecken und fließen zu lassen.

Es ist ein Geschenk der Heilung für die Frauen (aber auch Männer) dieser Erde, das kostenslost von Miranda 5x im Jahr zu bestimmten Zeiten gegeben wird,  und das unsere Verbindung zur Göttin/dem Göttlich-Weiblichen, zur Erde aber auch zum Mond in unserem Inneren stärken soll,  mit dem Frau durch ihren Zyklus eng verbunden ist.

Ein Laternenpfahl nach dem anderen
Kennt Ihr das, wenn Ihr das Gefühl habt, dass Euch eine Synchronizität nach der anderen begegnet?
Oder Ihr das Gefühl habt, dass nicht mehr mit einem Zaun-, sondern mit einem Laternenpfahl gewunken wird?

In den vergangenen Wochen seit Jahresanfang erging es mir zumindest so.
Es kamen wieder Themen auf den Tisch, die ich dachte abgeschlossen zu haben, wobei mir bewusst wurde, sie schlicht von mir verdrängt worden waren, und stark mit “Weiblichkeit” und “(weiblicher) Spiritualität” zusammenhängen.
Doch es scheint heuer einfach die Zeit dazu zu sein, sich damit auseinander zu setzen.
Just in dem Augenblick, als ich aktiv diese Entscheidung traf…
Wurde meine Aufmerksamkeit wieder auf das Womb Blessing gerichtet.
Trotz aller Bedenken, und nach dem Austausch mit anderen Frauen, entschied ich mich jetzt doch dazu, meinem Bauchgefühl nachzugeben und das “Abenteuer” einzugehen.

Vorbereitungen und Plan-Ergänzungen
Um ein am Womb Blessing teilzunehmen, muss man sich dafür anmelden, seinen Wohnort angeben und eine Uhrzeit auswählen, zu der man (in etwa) die Segnung und Einweihung erhalten  möchte.
Da dieses erste Womb Blessing in diesem Jahr vergangenen Samstag war, habe ich mich für 13 Uhr entschieden.

Nachdem sich in der Woche bis zum Samstag noch einige, sehr intensive Themen öffneten, bei denen aber das endlich loslassen Können im Vordergrund stand, entschied ich mich dazu, die Gelegenheit des Tages noch für ein kleine Ritual zum Loslassen zu nutzen.
Irgendwie stimmte für mich alles für dieses Vorhaben:
Imbolc-Vollmond, das Womb Blessing, das zum Thema auch die Erneuerung hatte und dann auch noch die Mondfinsternis.

Der Tag begann nach einer etwas anstrengenden Nacht einfach wundervoll.
Wir hatten strahlend blauen Himmel, und die Sonne leuchtete kraftvoll vom Himmel.
Ich riss erst mal alle Fenster auf, und ließ die kalte, klare Luft durch die Wohnung ziehen, während ich meinen „Ritualplatz“ schon mal mit einem kleinen Altar und den Dingen, die ich für mein anschließendes Lösungsritual benötigte, vorbereitete.

Als es auf meinen Termin zuging, hab ich mir Zeit für eine intensive Reinigung von Körper, Geist und Seele (mit Räucherung (Luft), entzündeten Kampfer (Feuer) und Dusche (Wasser und Erde (Salz-Honig-Peeling)) genommen.
Nachdem ich mich dann anschließend dem Anlass entsprechend fertig gemacht und gekleidet hatte, hab ich mich dann zurück gezogen.

© Siat

Nachdem ich Kerzen und Räucherwerk angezündet hatte, setzte ich mich im Schneidersitz hin, und hab mich eingestimmt.
Auch wenn ich mich auf das Womb Blessing freute, so musste ich dann doch feststellen, dass ich anfangs etwas Probleme damit hatte, mich zu öffnen, und „ruhig“ zu werden.
Da war wieder die Innere Zensorin, die versuchte, mich mit den verschiedensten Kommentaren abzulenken…
Es dauerte ein Weilchen, bis das Plappermäulchen aufhörte.
Doch als ich endlich Ruhe fand, und mich öffnen konnte…
War es eine wundervolle, tiefgehende und tatsächlich heilende Erfahrung, die mich tief bewegt und berührt hat, und einiges wieder ins Fließen brachte.

Nach der Abschluß-Meditation schloß ich dann mein Loslass-Ritual an.
In den vergangenen Tagen hatte ich alles aufgeschrieben, was mir in den Sinn kam, und das “Scham”, “Angst” und “Schuld” zum Thema hatte. Nachdem ich die Göttin, und meine Begleiter gerufen hatte, übergab ich schließlich die Zettel dem Feuer.
Als von diesen nur noch Asche überblieb (die zum nächsten Schwarzmond verstreut werden wird), verweilte ich noch eine Weile in einer Mediation, bevor ich mich bedankte und dann langsam

© Siat

wieder in den Alltag zurück kehrte.

Meine Erfahrung
Nach den anfänglichen “Schwierigkeiten”, mich auf die Meditation und auf die Energien einzulassen, wurde das Womb Blessing (und auch mein darauf folgendes Ritual) zu einem wundervollen, sehr intensiven und berührenden Erlebnis.
Ich hatte erst überlegt, die Meditationen aufzunehmen und dann abzuspielen, aber ich bin (dieses Mal?) davon abgekommen.
Im Vorfeld hatte ich vorbereitende und abschließende Meditation (“Der Gebärmutter-Baum” und “Segen-Teilen”) schon ein paar Tage praktiziert, was mit einem sehr wundervollen, warmen und sehr zentrierenden Gefühl verbunden war.
Ich hatte eigentlich kaum gedacht, dass sich da im Erleben und Wahrnehmen soviel “ändern” würde.
Doch das tat es. Es wurde alles deutlich intensiver, wärmer…
Zeitweilig wurde ich von meinen Gefühlen, darunter viel verdrängter Schmerz, ganz schön überrumpelt, und es sind mir ganz schön die Tränen geflossen… Aber es war tat gut. Es war… befreiend… Und ja. Heilend und ausbalancierend.

Ich habe nach langer Zeit das Gefühl, wirklich in meiner Mitte zu sein. Wirklich in Balance zu sein.
Es ist komisch… Zumal ich eigentlich schon das Gefühl hatte, im Gleichgewicht zu sein… Aber… Es ist irgendwie anders.
Und da ist dies unglaubliche, friedliche Stille in mir…
Diese Stille, Klarheit, aber auch Tiefe eines Sees in mondheller Nacht.
Und ein In-mir-Ruhen, In-mir-Verwurzeltsein das so unglaublich intensiv, klar und befreiend ist…

Ich kann nur sagen, dass es für mich eine wundervolle Erfahrung ist. <3
Und wenn eine andere Frau oder ein Mann fragt, ob sie oder er diesen Weg gehen sollte…
Ich kann nur ermutigen und sagen, dass es mir gut getan hat, dieses “Abenteuer” (auch zu mir selbst!) eingegangen zu sein, und ich bestimmt auch an den folgenden Blessings teilnehmen werde.
Ich freue mich und bin schon etwas gespannt dadrauf, was für Erfahrungen ich noch weiterhin machen darf, und wohin mich mein Weg noch bringen wird <3

Siat


Weitere Informationen zum Thema Womb Blessing und zu Miranda Gray:
The world wide Womb Blessing (auch in deutscher Sprache)
The Womb Blessing Attunement
Miranda Gray