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Editorial-09.Juli 2017

Hallo zusammen,
ist es denn zufassen? Kaum hat man mit der Wimper gezuckt, so ist auch schon das erste Halbjahr vorbei gezogen.
Da fragt man sich doch manchmal, wo die Zeit bloß bleibt?
Und es ist doch erschreckend, wenn man sich vor Augen führt, was einem alles Zeit raubt, die man sich wünscht, doch für andere im Leben verwenden zu können.
Glücklicher Weise geht es nicht nur mir so. – Oder sollte ich doch eher “bedauerlicher Weise” sagen?
Die Zeit, die wir haben, ist so unglaublich kostbar. Selbst dann, wenn man von Reinkarnation überzeugt ist.-Es ist doch DIESE Existenz, die momentan ge- und erlebt werden möchte.
Mir fehlt derzeit beruflich bedingt leider viel Zeit.
Zeit, die ich gern in Projekte wie dieses, in unser Pan, investieren würde. *seufz*
Doch die Dinge sind, wie sie derzeit sind.
Es werden sicherlich auch wieder andere Zeiten kommen. Die dunkle Hälfte des Jahres steht ja grade erst an ihrem Beginn. 😉
Passend zum (Neu)Beginn steht am kommenden Wochenende unser jährlicher Forumsputz an. Genaue Informationen dazu findet Ihr in der Ankündigung: “Sommerputz”

Die Sommersonnenwende ist zwar bereits ein paar Tage her, aber wir hoffen, dass Ihr eine wundervolle Zeit verbracht und schön gefeiert habt. 😀
Einen kleinen Eindruck von unserer diesjähringen Litha-Feier findet Ihr in dem Artikel “Eindrücke von unserem Litha-Ritual“.

Und wenn ich schon wieder dabei bin, so möchte ich Euch natürlich gleich die Fortsetzung von Thunrithas Runen-Reihe präsentieren, die sie mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat.
Ein herzliches “Danke!” noch einmal an dieser Stelle.
Raido: Runen-Bedeutung und Verwendung

Ich wünsche Euch nun erst Mal eine gute Zeit, einen tollen Start in die Woche, und ich hoffe, Euch bald wieder mit neuem Lesefutter versorgen zu können!

Liebe Grüße
Siat
Im Namen der Readaktion

RAIDO: Runen-Bedeutung und Verwendung von Tunritha

Raido ©Tunritha

Wortbedeutung: Reise, Rad, Reiten, Straße, Weg

Lautwert: R

Namen:
Althochdeutsch: Raido
Altenglisch: Rad
Altnordisch: Rat, Raidu, Rid, Reid
Gotisch: Reda, Reida

Runengedichte

Das altenglische Runengedicht
Rad scheint leicht für jeden Krieger,
Wenn er zuhause ist,
Und sehr mutig für jenden,
Der auf den großen Straßen reist,
auf dem Rücken eines starken Pferdes
(Übersetzung nach Jan Fries, Helrunar)

Das altnordische Runengedicht
Raid soll das Schlimmste für Pferde sein,
Reginn schmiedete das beste Schwert

Das altisländische Runengedicht
Reid ist die Freude des Reiters
Und schnelle Reise
Und Mühe des Pferdes
Iter ist Reise

märzStichworte zur Bedeutung von Raido

Bewegung. Entwicklung. Veränderung.

Der Weg, die Reise, die Queste.

Beginn, erste Schritte

Das Rad des Schicksals

Auch die Entwicklung im Leben… das ewige Rad… Geboren, Leben, Gebären, Sterben und wieder von Vorn…

Der schamanische Ritt durch die Welten

Der Ritt der Walküren oder der Wilden Jagd

Odin/Wodan als Wanderer mit Hut, Umhang und Stab

Die Suche nach Weisheit

Der Rat

Visionssuche

Reinigung

Transformation

Der Weg ist auch das Ziel

Der „Ritt“ auf Yggdrasil dem „schrecklichen Pferd“ bzw. dem „Pferd des Schrecklichen“

Initiation

Der Weg und die Straße

Ein Weg verbindet und trennt gleichermaßen 2 oder mehr Punkte miteinander, d.h. der Weg scheidet und unterscheidet auch…

Entscheidungen/Unterscheidungen treffen

april20Magische Verwendung:

Die schamanische Reise erleichtern und vertiefen

Etwas Beginnen

Etwas in Bewegung setzen

bzw. zur Transformation anregen

Reise bzw. Quest zur Initiation

Raido ist der Weg zwischen zwei Punkten… Verbindet und trennt gleichermaßen

Mit Raido lassen sich diese verbindenden Wege/Pfade erkunden und bereisen

Mantra und Runenstellen um Visionen des „Weges“ zu erhalten den es gilt um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Weite Entfernungen zurücklegen

Entscheidungen herbeiführen

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

RunenRunde_kleiner

 

 

 

 

 


Verwendete Quellen und Literatur:
Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung; Alessia Bauer
Die Blätter von Yggdrasil; Freya Aswynn
Helrunar; Jan Fries
Runenkunde; Klaus Düwel

ANSUZ: Runen-Bedeutung und Verwendung von Tunritha

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Ansuz ©Tunritha

Wortbedeutung: Ase

Lautwert: a

Runengedichte:
Altenglisch: Os ist die Quelle aller Sprache
Eine Säule der Weisheit
Und ein Trost für weise Männer
Ein Segen und eine Freude
für jeden Ritter

Altnordisch:
Oss ist der Weg der meisten Reisen
Die Scheide ist für das Schwert

Altisländisch:
Oss= betagter Gautr (Gott)
Und Prinz von Asgard
Und Herr von Walhalla

 

Stichworte und Bedeutung:

Ase(n)

Odin/Wodan

Feuer im Kopf – Der Gott der das Feuer im Kopf entfacht

Asgard

Sprache, Kommunikation

Atem, Odem, Lebensatem

Göttlicher Funke

Ordnung

In Ordnung bringen

Verstand

Kopf

Geist

Erkenntnis und spirituelles Erwachen

Persönliche Kraft, Schamanenkraft

Erkenntnis und Wissen

Verstehen

Intellekt

Sprache

trommelnfbMagische Verwendung:

Ansuz erweck den Geist. Das wahre Ich – die Seele.

Als Binderune mit Teiwaz und Wunjo – Erweckt es den wahren Willen/das wahre Wesen, lässt ihn/es sichtbar werden und manifestiert ihn/es. VerbindetWillen, Wesen und Handlung zu einer Einheit, so das zielgerichtetes Handeln im Einklang mit dem inneren Wesen und dem wahren Willen möglich wird. Gut für Menschen die nicht wirklich wissen wer sie eigentlich sind oder wohin sie wollen, für Menschen auf der Suche.

Mit Ansuz lassen sich Raum und Zeit überwinden und das Wyrrd verändern.

Ansuz bringt Geist, Verstand und Ordnung wo vorher Chaos und Elementare Macht war.

Wo FEHU Materie erschafft, erschafft ANSUZ Geist.

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Verwendete Quellen:

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.
Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.
Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.
Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.
Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:
Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.
Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart
Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

Editorial-12.März 2017

Hallo zusammen,

ein wundervolles, warmes Wochenende geht hier in Franken zu Ende.
Ich habe gestern das schöne Wetter genutzt, um in unserem Garten den “Frühlingputz” einzuläuten. Die frische Luft, die Sonne, der blaue, von Wolken gezierte Himmel, die Wärme.
Die ersten Schmetterlinge, die durch die Lüfte tanzen und die ersten Bienen, die auf der Suche nach Nahrung sind.
Der Frühling ist einfach eine wundervolle Zeit voller Inspiration und Aktivität.

In unserem heutigen Update geht die Reise durch die Runen weiter.
Diesmal mit Ansuz, der Rune Odins und der Asen:
ANSUZ: Runen-Bedeutung und Verwendung von Tunritha

Wir wünschen Euch viel Vergnügen beim Lesen.

Liebe Grüße
Siat
im Namen der Redaktion

 

THURISAZ: Runen – Bedeutung und Verwendung von Tunritha

Thurisaz, © Tunritha

Wortbedeutung: Riese (Thurse) oder Dorn

Lautwert: th

Runengedichte:
Altenglisch:
Der Dorn ist sehr scharf,
Übel für jeden Ritter der ihn berührt
Äußerst unangenehm für alle,
die zwischen ihnen sitzen

Altnordisch:
Der Dorn bereitet Frauen Qualen
Unglück macht wenig Menschen froh

Altisländisch:
Thurs= Folter der Frauen
Und Bewohner der Felsen
und Gemahl einer Riesin


Stichworte und Bedeutung Thurisaz
Der Runenname aus den altnordischen und isländischen Runengedichten ist Riese. Die Riesen sind ein Symbol für die lebensfeindlichen Kräfte aber auch für besessen machende Triebe. So sind die Riesen zwar einerseits Kräfte der Natur, jedoch ungebändigt und häufig zerstörerisch. Sie sind zu mächtig und zu ungebärdig, eine Gefahr für die Ordnung des Universums.

So notwendig wie diese Kräfte einerseits für das Leben sind, so zerstörerisch und gefährlich sind sie auch. Thurisaz ist wie der Schmerz und die Gefahr bei der Geburt eines Kindes. Eine machtvolle und gefährliche Schwelle, die nicht unverändert überschritten wird und nichts für schwache Nerven.

Gleichzeitig schwingt bei Thurisaz auch die Stärke, Magie und Macht der Riesen mit – ihre fruchtbaren Kräfte, ihre lebensspendenden und schützenden Kräfte.

Die (Dornen)Hecke, die früher die Dörfer und Höfe umgab, war zwar wichtig für den Schutz vor Eindringlingen und wilden Tieren aber „in“ der Hecke zu sitzen oder festzuhängen ist natürlich äußerst unangenehm und schmerzhaft.

Als Bezwinger der Riesen steht auch Thor mit dieser Rune in direktem Zusammenhang.

Riese

Dorn

Unbändige Naturkraft

Thor

Fruchtbarkeit

Ungezügelte Triebe

Titanen und Titanenkraft

Schmerz

Schlaf (Schlafdorn, Dornröschen, Schlafzauber)

Hecke

Hagedise, Hagazussa, Hexe

Zauberei und auch Schadenszauber

Schutz

Verletzung

Eine gefährliche Schwelle, Barriere

Triebhaftes Verhalten

Zerstörerische Triebe

Blockade

Der Schatten im Unbewussten

Schutzwall, Schutzhecke

Was blockiert und was hindert?

Was schützt vor der Welt/Realität?

 

Magische Verwendung:
Ganz allgemein ist die Benutzung von Thurisaz magisch mit größter Vorsicht zu handhaben da die Kräfte dieser Rune nur schwer zu bändigen sind und sich auch verhältnismäßig schnell gegen den Runenmagier selbst wenden können.

Schutz

Waffe

Schlafzauber

Schadenszauber

Um ursprüngliche, riesische Kräfte anzuziehen

Kann Runenzauber mit dieser unbändigen Kraft aufladen

Kann Zauber und Energien zu ihrem Ursprung zurücksenden

Kann einen Schutzkreis ziehen aber auch einsperren

Als Teil einer „Fessel“ zu benutzen

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

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Verwendete Quellen:
Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.
Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.
Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.
Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.
Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:
Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.
Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart
Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock