The bearded men from the Orient - A Christmas Satire

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      Artjom wrote:

      . Es gibt keine heidnische Lehre. Und organisiert heißt im Heidentum, dass es einen organisierten Kult gibt mit Kultpersonal, dass den Riten vorsteht.


      Am Anfang jeder Religion gab es so etwas wie eine spirituelle Lehre, da nicht einfach eines morgens alle Menschen in einer bestimmten Region aufgewacht sind und plötzlich wussten, das es JHWH, Wotan und Frigg, oder Jupiter und Juno und deren Kindern gab, wie es zu deren Existenz gekommen ist, wie deren Verhältnis zu den Menschen aussieht, und so weiter.
      Selbes gilt für alle anderen Religionen. Ein Mythos erschafft sich nicht von selbst. Es werden Erklärungen für Naturphänomene und andere Mächten gefunden. Es werden Wege gesucht, wie man sich diese Mächte am Besten gewogen macht. Daraus entstehen die Grundlagen von kultischen Handlungen.
      Geschichten werden weitererzählt. Die Visionen von Schamanen, Sehern und Propheten fließen in diese Geschichten ein.
      Dann werden bestimmte Geschichten als wahr weitertradiert, andere als falsch verworfen. Da haben wir bereits die Grundlage der spirituellen Lehre.
      Bei der Schaffung und Formung eines Mythos, gibt es immer Menschen, die mehr wissen (oder das auch nur vorgeben) als andere, da sie einen besseren Kontakt zu diesen Mächten haben. Diese werden zu Vermittlern zwischen den Normalsterblichen und Göttern, auch Priester genannt. Wenn sich diese nun organisieren, haben wir die Grundlagen einer Religion.
      Wenn nun Menschen diese Kultämter übernehmen, weil die Teil ihrer politischen Amtes sind, weil sie das Glück hatten in eine bestimmte Kaste oder Familie geboren zu werden und nun bestimmte Riten ausgeführt und Ansichten vertreten werden, weil man das nun mal "schon immer" so machte und es darum richtig sein muss, dann haben wir bereits den Punkt überschritten, an dem ich den Hopfen und den Malz verloren sehe.


      Artjom wrote:

      Ich hoffe, den Mods ist es nicht entgangen, dass Umo hier pauschal alle Heiden (also auch euch) Nazis genannt hat? Wie kommt es, dass ihr so etwas duldet?


      Guck mal hier: de.wikipedia.org/wiki/Menge_(M…#/media/File:Venn0001.svg
      Stell dir vor, der linke Kreis enthält viele kleine Punkte, die die Neuheiden darstellen.
      Dann stelle dir vor, der rechte Kreis enthält viele kleine Punkte, von denen jeder Punkt einen Nazi repräsentiert. Die rote Fläche, wo sich beide Kreise überschneiden, und wo Punkte beider Kreise enthalten sind, die repräsentiert die Neuheiden, die gleichzeitig Nazis sind. Diese rote Menge nennt man "Schnittmenge".

      Artjom wrote:

      Du hast einfach null Ahnung vom Heidentum. Es gab im Heidentum nie Konzilien, nie Schismen.


      Du hast mein Posting nicht richtig gelesen. Ich sprach da nicht ausschließlich vom Heidentum, sondern von ALLEN Religionen.
      Noch mal: Sobald eine spirituelle Lehre zur organisierten Religionen wird und somit auch weltliche Dinge wie Politik, Nationalismus und Geld eine Rolle spielen, sehe ich generell Hopfen und Malz verloren. Das sehe ich völlig unabhängig von der Anzahl der Götter, die in dieser Religion verehrt werden.

      Artjom wrote:

      Aber was tippe ich mir hier die Finger wund, du, der du nicht einmal richtig mit einem diskutieren kannst (wo sind deine von Heiden geschändeten Stätten der Christen und Juden???)


      Siehe mein entsprechendes Posting, aus dem du herausgelesen hast, dass ich alle Heiden als Nazis bezeichnet hätte.
      Mit deiner Lesekompetenz scheint es nicht besser bestellt zu sein als mit deiner Grundkenntnis der Mathematik. (Aber immerhin klappt es mit der Rechtschreibung ja so weit, dass du zumindest einige Rechtschreibfehler in den Postings anderer erkennst. :thumbup: )

      Artjom wrote:

      Ach, die Westdeutschen und ihr ewiger Schuldkomplex...


      Ach, die Ostdeutschen, die in der DDR aufgewachsen sind und so nie gelernt haben, differenziert zu denken und denen es darum so schwer fällt zu verstehen, dass es nicht die eine einzige wahre Ansicht gibt, sondern dass es für alles pro und contra gibt und dass auch die überzeugendste politische oder religiöse Lehre ihre Schattenseiten hat.
      Oder aber auch, dass mehrere Lehren gleichberechtigt nebeneinander bestehen können und nicht jeder, der etwas anderes vertritt "der Feind" ist.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Artjom wrote:

      Ach, die Westdeutschen und ihr ewiger Schuldkomplex... na ja, kein Wunder natürlich... Kapitalismus gipfelt in Faschismus, und da die BRD sich nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin gegen Kommunismus und für Kapitalismus entschied, hat man sich wohl damit abgefunden, dass ein ewiger Schuldkomplex und Selbsthass bei den Westdeutschen der Preis für euren Wohlstand ist.

      Der "Schuldkomplex" und der angebliche "Selbsthass" der (West)Deutschen wird gerne ins Feld geführt, wenn die Argumente ausgehen. Allerdings existiert dieser angebliche "Schuldkomplex" wie der angebliche "Selbsthass"nur in der Phantasie von Leuten, die lieber in einer völkischen "Herrenmenschen"-Diktatur leben würden, weil sie meinen, da mehr zu sagen zu haben (was ein gefährlicher Trugschluss sein kann, denn auch völkische Herrenmenschen fressen gerne mal die eigenen Kinderlein wenn's der eigenen Position dient). Ferner existiert der sog. Schuldkomplex in der Phantasie von Leuten, die ihr rechtsextremes Weltbild aufwerten wollen, indem sie sich zu Opfern finsterer Mächte und aufoktruierter Schuldkomplexe stilisieren, und ihre Anhänger gleich mit. Opferstatus vereint schließlich schön bequem im gefühlten Elend. Dann gibt's noch die, denen es nicht in den Kram passt, dass die deutsche Demokratie und das Ansehen der Deutschen in der Welt u.a. durch die Aufarbeitung unserer historischen Schuld beachtliches Selbstbewusstsein und Stärke gewonnen hat. Solche Leute hätten lieber gerne ein schwache, verwundbare Demokratie, warum auch immer. Und leider gibt es immer auch Leute die das einfach nachplappern, weil sie sich gerade als Heiden oder Weisse oder *hier beliebige Gruppe einfügen* "verfolgt" oder kritisiert fühlen.

      "Kapitalismus gipfelt in Faschismus". Wenn das wirklich alles ist, was der DDR zur Auseinandersetzung mit dem Faschismus und der historischen Schuld Deutschlands einfiel, dann wundert mich ehrlich nix mehr. DIe eigentlichen interessanten und wichtigen Fragen, mit denen man sich im Westen auseinandersetzte und immer noch auseinandersetzt sind doch u.a.: welche demokratischen, politischen, gesellschaftlichen Institutionen und Strukturen usw. wurden wann und wie durch die Nazis ausgehebelt und gleichgeschaltet und wie kann man soetwas in Zukunft verhindern? Oder wie konnte es geschehen, dass Millionen Deutsche tatenlos, teilweise billigend, zusahen,womöglich gar aktiv daran beteiligt waren, als ihre eigenen Nachbarn, Kollegen, Vereinskameraden, Mitschüler, Freunde etc. erst aus Berufen, Schulen, Universitäten, Vereinen, dem öffentlichen Leben, oder ganz aus dem Land gedrängt und gemobbt wurden, auf offener Straße angespuckt oder zusammengeschlagen wurden und schließlich in die Vernichtungslager deprortiert? Alleine "Kapitalismus" kann da nicht schuld sein. Es ist unter Historikern unumstritten, dass "die Deutschen" nicht besser oder schlechter waren, als jedes andere Volk. Es ist auch relativ unumsstritten, dass die Nazis mit der systematischen Deportation und Massenermordung in den Vernichtungslagern kaum durchgekommen wären, hätten sie gleich 1933 damit angefangen. Das war eine politische und gesellschaftliche Entwicklung bis dahin. Und diese Entwicklung gilt es zu erforschen, die Strukturen und gesellschaftlichen wie politischen Verantwortungen aufzuklären und zu benennen. Und wenn ich mir dein oben zitiertes Geschreibsel (sorrry) anschaue, dann sind wir noch mitten drin in diesem Aufarbeitungsprozess.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold
      Leute, warum diskutiert ihr hier überhaupt? Da zeigt Einer mit dem Finger auf den anderen und beschwert sich über Pauschalisierungen, dann wird selber das pauschalisierende »ihr« und »wir« und »alle« genutzt. Wow.

      Wieso kann man nicht seine Meinung schreiben und der andere auch, ohne dass dann der vorherige Beitrag bis ins Detail auseinander genommen wird? Wieso kann man die andere Meinung nicht einfach mal stehen lassen und respektvoll zur Kenntnis nehmen?

      Genau deshalb ist Elikal nicht dabei. Eine kluge Entscheidung. Denkt wirklich jemand, dass auf diese Art der Diskussionsführung, jemand von einer anderen Meinung überzeugt werden kann?

      @Artjom: Schimpfen hat noch nie geholfen, also Blutdruck senken.

      @Umo: Wenn ich nicht wüsste, dass Du der Diskussionswillen diskutierst, weil Du dann brillieren kannst, würde ich mich fragen, was das soll. Das Beispiel zeigt aber, dass Klugheit nicht vor menschlicher Schwächen schützt.

      @wolfpack-Alpha: Als Christ in einem heidnischen Forum, ja, gern willkommen, aber Du wirst nicht erwarten, dass die Heiden die Christen streicheln. Es ist schließlich die christliche Lehre, die sich strikt, von allen anderen Religionen distanziert. Trotzdem ich Probleme auch deutlich anspreche, respektiere ich Christen und kenne viele von ihnen, die ich auch gut finde.

      @Wetterleuchten: Da die Zeit grad knapp ist, antworte ich Dir gern ein andermal.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.

      Agnosco wrote:


      @Umo: Wenn ich nicht wüsste, dass Du der Diskussionswillen diskutierst, weil Du dann brillieren kannst, würde ich mich fragen, was das soll.


      Ich schrieb bereits, was das soll.
      Ich fand es bedenklich, was für ein Gedankengut und welche Mentalität sich hier unwidersprochen in ein Forum eingeschlichen hat, dass ich einst wirklich gut fand. (Nenne es Sentimentalität.)
      Um dich zu beruhigen: In allen anderen Austausch habe ich nicht vor, mich einzumischen, da ich begriffen habe, dass da kein Wunsch nach einer Diskussion besteht, sondern nur der nach gegenseitiger Bestätigung. Das respektiere ich.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Agnosco wrote:

      @wolfpack-Alpha: Als Christ in einem heidnischen Forum, ja, gern willkommen, aber Du wirst nicht erwarten, dass die Heiden die Christen streicheln. Es ist schließlich die christliche Lehre, die sich strikt, von allen anderen Religionen distanziert.

      Und das bedeutet jetzt konkret was? Doch wohl hoffentlich nicht, dass er sich nicht wehren darf, wenn seine Religion übelst beschimpft wird, ihr gar der Status einer Religion abgesprochen wird?
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold
      Dieser Thread hat einen gewissen Unterhaltungswert. Einerseits gibt's auf beiden Seiten bedenkenswerte Argumente, andererseits fordern ein paar Protagonisten von Mods und Admins, die Meinung des jeweils anderen nicht zuzulassen und damit zu drohen andernfalls das Forum zu verlassen.

      Wer als erster auf "ad hominem" umschwenkt hat übrigens verloren. Wer das mitspielt übrigens auch :P

      Erstklassiger Kindergarten. Ich amüsiere mich königlich.
      Handle, ehe es da ist | Lenk es ehe es wirr wird | Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen | um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur | und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.

      Artjom wrote:

      Ich hoffe, den Mods ist es nicht entgangen, dass Umo hier pauschal alle Heiden (also auch euch) Nazis genannt hat? Wie kommt es, dass ihr so etwas duldet?


      Freund der Sonne, ich hab Dich schon mal gebten, etwas runter zu kommen von Deinem Trip, denn Dein Ton ist hier nämlich auch nicht der aller diskussionsfreundlichste.
      Und natürlich sind mir/uns die Postings der letzten gut 7 Stunden entgangen. Wir ARBEITEN schließlich und hocken nicht den ganzen Tag vor der Rechner! Wir machen das ganze hier schließlich nicht um Geld zu verdienen! Daran mal gedacht?
      Und ob und wann ich mich oder ein Mod sich hier von jemanden als "Nazi" angesprochen fühle/t oder nicht, dass lass mal ganz meine Sorge sein. Jeder zieht sich letzlich den Schuh an, von dem er unbeding will, das er ihm passt.

      Und wie es kommt, das ich Umos Satz

      Umo wrote:

      Ich habe kein Problem damit, Heiden und Neonazis gleichzustellen, da es da bekannter Maßen eine Schnittmenge gibt.
      Kristian Vikernes von der Norwegischen Heidnischen Front ist doch ein schönes Beispiel. Die Aussage "Nicht jene, die Kirchen niederbrennen, sind Verbrecher, sondern jene, die die Kirchen errichten." entspricht doch ziemlich dem, was ihr auch vertretet, oder?

      dulde?
      Ganz einfach:
      1. Weil es den Tatsachen entspricht, dass es innerhalb des Heidentums LEIDER solcherlei Bewegungen gibt, und es eben Heiden (im übrigen schreibt Umo nicht pauschal von allen Heiden! Ein kleiner, aber feiner Unterschied!) gibt, die nicht nur bis zum Hals sondern bis über beide Ohren im braunen Sumpf stecken.
      2. Weil sich Ansichten von manchen Heiden mit denen von "heidnischen Nazis" oder "reinen Nazis" (nicht jeder Nazi ist schließlich auch Heide! Aber es gibt nun mal Heiden, die Nazis sind) durchaus überschneiden können.
      3.aus einem derselben Gründen, die eine Antwort auf Umo ist:

      Umo wrote:

      und das solche Aussagen wie Elikals unwidersprochen stehen bleiben, das finde ich im Andenken an ein einst sehr gutes und interessantes Forum nun doch zu schade um den Mund zu halten.


      Ich lasse es hier stehen, weil wir (dh. StarFire und ich als Betreiber und Admins des Forums) mittlerweile der Ansicht sind, dass Demokratie MEINUNGEN aushalten kann und MUSS!
      (Davon abgesehen war dieses Thema ganz klar und deutlich von Anfang an als SATIRE gekennzeichnet, weswegen ich auch nicht wirklich dieses Ausufern und diese Aufregung verstehe... aber nun gut, das ist ein anderes Thema)
      Sowohl Umos Aussage, als auch die "Aussage" von Elikal sind MEINUNGEN, über die gern (heiß) diskutiert werden darf und soll.
      Ja, in dieser Hinsicht hat sich unsere Ansicht und Ausrichtung etwas geändert, weil wir früher so ganz rigoros alles abgewatscht haben, was auch nur im Ansatz komisch "gerochen" hat bzw. klang, weil´s einfach zu fruchtlosen Endlosdiskussionen führte.
      Aber die Vergangenheit hat leider auch gezeigt, dass (zu) rigoroses Abwürgen, und das sich nicht auseinandersetzen wollen mit verschiedentlichen Ansichten und Meinungen eben auch nicht das wahre ist und eben leider auch dazu führt, das nicht mehr miteinander kommuniziert wird.
      Das ist natürlich eine Gratwanderung und für uns auch einfach ein Experiment. Wir werden sehen.

      Und noch was anderes: Hier offenbart sich eigentlich auch grade ganz wunderbar das ganze Dilemma, in dem wir das Forum sehen:
      Die eine wie die andere Seite beschwert sich jetzt darüber, wie wir die jeweils andere Seite (Meinung/Ansicht/Blickwinkel) dulden können. :sarcastic:
      Ihr werft Euch, wie Agnosco bereits bemerkte, gegenseitig Pauschalisierungen vor und zeigt gegenseitig mit den Finger aufeinander, nur weil Ihr z.T. stark konträre Meinungen vertretet, beschimpft Euch gegenseitig, und erwartet nun, das wir jeweils dem anderen die Meinung verbieten, oder es wird sich halt vom Forum verabschiedet. :sarcastic:
      Grabenkämpfe. Ganz wunderbar.
      Und bin ich ganz spitzfindig: Das ganze auch noch gewürzt mit einer Prise Erpressung.
      Besser kann man die momentane "Diskussionskultur" in unserer Gesellschaft eigentlich nicht darstellen.
      Schade. Sehr, sehr schade.

      Aber ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.

      Artjom wrote:

      An die Moderatoren: Ich werde hier als Nazi beschimpft, habt ihr nicht vor, einzuschreiten? Der Kommentar wird jedenfalls gemeldet.


      Lieber Artjom,
      hier mal ein paar Infos zum "Grammar Nazi"
      Kurz erklärt: Grammar Nazi und ähnliche Begriffe
      Grammar Nazi
      lmgtfy.com/?q=Grammar+Nazi

      Auch hier: bitte einfach mal durchatmen. Danke.


      VG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



      Forenregeln
      ANB´s
      Nur um das klarzustellen: Ich vertrete nicht die Ansicht, dass man Leute, die dubiose Meinungen vertreten, sperren oder sonst wie mundtot machen sollte. Ich bin statt dessen der Ansicht, dass man denen aufzeigen sollte, dass ihre Meinung kein Konsens, nicht normal ist, da alle schweigend zustimmen.
      Ich habe zudem immer die Hoffnung, dass eine Diskussion den einen oder anderen zu nachdenken darüber bringt, was er da eigentlich vertritt, da es immerhin nicht nur Nazis gibt, sondern leider vor allem jede Menge Leute, denen gar nicht bewusst ist wie rechts ihr Gedankengut ist und was das für eine gesellschaftliche Sprengkraft hat. (Es ist ja schon ein starkes Stück, wenn so jemand ernsthaft glaubt, ein Humanist zu sein.)

      So wird z.B. gehofft und gefordert, dass sich die "Orientalen" - aktuell in der Form von Arabern/Moslems (da nur ein paar spinnerte Heiden der Ansicht sind, dass Christen unserer Kultur nicht mitgeformt hätten und Bestandteil dieser seien) - in unsere Gesellschaft integrieren.

      Ich frage mich wie das gehen soll, wenn ihnen ständig vor Augen gehalten wird: "Ihr gehört nicht zu UNS!" Wie soll sich jemand in eine Gruppe einfügen, wenn ihm ständig gesagt wird: "Du gehörst nicht dazu!"?

      Die natürliche Reaktion darauf ist, dass sie geschlossene eigene Gemeinschaften innerhalb der Gesellschaft bilden. Und diese in sich geschlossenen Gemeinschaften klammern sich an das einzige, was sie mitgebracht haben: Ihre Kultur, Sprache und Religion. Wenn sie dann aufgrund dieses Abgeschottetseins geringere Chancen z.B. auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt haben, weil sie die Sprache nur schlecht beherrschen oder eben von strengen tradierten Regeln (die dafür sorgen, dass sie zumindest innerhalb ihrer geschlossenen Gemeinschaft respektiert werden) nicht abweichen wollen, dann kommt zu der Perspektivenlosigkeit noch der Frust auf die, die ihnen sagen, dass sie nicht dazugehören werden, wenn sie nicht ihre Identität ablegen.

      So schafft man den Nährboden für Extremismus. Das Abendland ist kein Opfer der bösen Orientalen, sondern sie arbeiten kräftig daran mit unter Orientalen Böse an die Macht zu bringen. In dem man versucht die gegeneinander auszuspielen damit man z.B. billig ans Öl kommt und einen Absatzmarkt für die eigene Waffenindustrie hat. Wenn man dann die Gruppe Fanatiker, die an auf die andere Gruppe Fanatiker gehetzt hat, irgendwann nicht der unter Kontrolle hat und die in die Hand beißen, die die bisher protegiert und gefüttert haben, sollte man sich nicht als Opfer sehen.


      Was die Satire betrifft: Der Sinn guter Satire ist es, vermeintlich Selbstverständliches in Fragen zu stellen, in dem man Grenzen dessen, was als normal und selbstverständlich angesehen wird überschreitet und Kritik an diesen Grenzen übt.
      Eine Satire wäre es also gewesen, aufzuzeigen, dass der angeblich ach so heilige Nikolaus gar nicht heilig ist. Vor christlichem Publikum, dass eben genau diesen Umstand nicht hinterfragt!
      Vor heidnischen Publikum ist das keine Satire, sondern eine Bestätigung dessen, was eh alle schon glaubten und wussten: Im besten Fall, dass Heilige nicht heilig sind/waren sondern aus politischen Gründen dazu erklärt wurden. Oder im schlimmsten Fall, dass die Galiläer doof und gemein und gewalttätig waren/sind und wir deren Opfer. Mimimi.
      Wenn jedenfalls alle zustimmend nicken und nichts in Frage gestellt wurde, was als selbstverständlich angesehen wird, ist ein Text nicht satirisch, auch wenn die Überschrift das behauptet, denn der Zweck und Sinn von Satire ist verfehlt.

      Und wenn die "Satire" nur Nikolaus aufs Korn genommen hätte, hätte ich zwar gedacht "Ach je, das Grüppchen muss sich gegenseitig bestätigen, dass ein christlicher Heiliger für sie nicht heilig ist..." hätte aber nichts weiter gesagt.
      Was mir so übel aufstieß war, dass er entmenschlicht wurde, dass nicht nur er, sondern alle Orientalen als die Bösen dargestellt wurden, und das auch noch mit "Fakten" gewürzt wurde wie denen, dass die bösen Christen Weihnachten geklaut hätten, was nun so gar nichts mit dem Thema Nikolaus zu tun hat, nur damit der als noch dämonischer dasteht.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      Dann möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen, Wetterleuchten zu antworten.

      Ich habe geschluckt, weil ich die Überschrift von Elikals Artikel im Auge hatte. Er schrieb von einer Satire, von einer Parabel.

      Du äußerst Dich dann in einer Art, die viel Interpretationsspielraum zuließ. Warum so ein Nadelstich, und nicht gleich so deutlich wie jetzt? Hätte unter Umständen viel Ärger erspart.

      Man muss auch nicht hinter jedem Beitrag ein Verhalten jenseite der politisch korrekten Linie vermuten. In einer Satire sind Überspitzungen und Übertreibungen zulässig, gehören zu den üblichen Stilmitteln. Künstlerische Freiheit ist auch gestattet.

      Gehen wir etwas mehr ins Detail, weil es schon Anmerkungen Richtung Verallgemeinerung, Galliläer und Rassismus gab.

      Es ist kaum glaubhaft, dass besagter Nikolaus, allein handelte. Wer, wie im angesprochenen Fall, pagane Kulte bekämpft, schafft das nicht allein. Da müssen eine Menge Leute mitgemacht haben. Helfer, Gleichgesinnte, Unterstützer und noch viel mehr. Vor allem aber ging es, der Überschrift entsprechend, um eine bestimmte Person. Verallgemeinerungen sind in vielen satirischen Texten zu finden, ohne das es Ärger gab. Bei dem Wort Orientale, scheint mir die Haut aber besonders dünn zu sein.
      Umos Anmerkung, dass solche Texte an eine bestimmten Gruppe adressiert sein sollten, kann ich nicht zustimmen. In der DDR gab es ein viel scharfzüngigeres politisches Kabarett, als wir es heute kennen. Nach seiner Logik hätte sich dies sich nur an SED-Kader richten sollen. Weit gefehlt, es bekamen alle zu sehen und das war auch richtig. Warum? Weil es eine Form des Erinnerns ist und alle angeht.

      Der Begriff Galliläer stand übrigens ab dem 1. Jahrhundert nach Christus nicht mehr nur ausschließlich für eine ethnische Herkunft, sondern vor allem für die Christen. Von dort breitete sich das Christentum, die Galiläer im gesamten römischen Reich bis in den hintersten Winkel Europas aus.

      Damals hatte der Orient übrigens einen guten Ruf. Reichtum, Kultur und Wissenschaft spielten in der Antike, im Orient eine große Rolle. Das sich dies geändert hat, ist gegenwärtigen Entwicklungen geschuldet. Ob nun auf Grund gegenwärtiger Entwicklungen besonders empfindlich auf so einen Text, wie den von Elikal, reagiert wurde, kannst nur Du wissen.

      Mit dem Kampf gegen Rassismus, rennst Du bei mir offene Türen ein. Doch wir müssen aufpassen, nicht alles in den Rassismustopf zu werfen. Gewisse Stigmatisierungen, wie der fleißige und sparsame Schwabe, der knurrige Mecklenburger etc., haben nichts mit Rassismus zu tun. Ich habe mich z.B. gegen ein rassistisches Problem engagiert, das quer durch unsere Gesellschaft geht, sogar durch alle Bundestagsparteien, wo man ja außer der einen Parei, nur unverdächtige Protagonisten vermutet. Ich lade Dich ein, mich dabei zu unterstützen. Ich meine das Beschneidungsgesetz, das im Kern zutiefst rassistisch ist, was weitestgehend verschwiegen wird. Bis zum damaligen Bundespräsidenten bin ich mit diesem Thema vorgedrungen, leider vergeblich.

      So lange hier im Forum, sich niemand eindeutig rassistisch oder antisemitisch äußert, oder nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet, sollte man auch schreiben dürfen, ohne entsprechend der political correctness hinterfragt zu werden.

      Kritische Äußerunge, auch mit Überspitzungen meinetwegen, sollten erlaubt sein. Genauso ist es erlaubt, dann zu sagen, dass einem das nicht gefällt oder man aus diesem und jenem Grund nicht zustimmt.

      Wenn ich Herrn Böhmermann sehe, und was der äußern konnte, und jetzt erlebe wie Elikals Text in die Kritik gerät, kann ich nur staunen. Die Verhältnismäßigkeit oder irgendetwas anderes, scheint ins rutschen zu kommen.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.

      StarFire wrote:

      Ich amüsiere mich königlich.


      Sorry Starfire, ich amüsiere mich nicht, aus gutem Grund.

      Wir waren vor einigen Monaten schon mal weiter. Damals sprachen wir über ein stilles Forum, das im Sterben lag. Unter anderem wurde angesprochen, dass niemand mitschreiben wird, wenn u.a. die Beiträge permanent hinterfragt und auseinander gepflückt werden. Das hat in der Vergangenheit dem Forum nur geschadet, und wird es auch in der Zukunft. Es fehlt an Respekt, eine andere Meinung einfach mal hinzunehmen, ohne in den Kampfreflex zu verfallen, andere User belehren zu müssen.
      Einige Zeit klappte dies, auch bei Themen wo nicht alle der gleichen Meinung waren, wie bei den Götterdarstellungen.

      Ich dachte es geht in diesem Forum um Austausch und nicht um »ich habe recht«, was immer im Streit enden wird.

      Die Diskussion wird in diesem Thread zunehmend politisch geführt. Ja dann soll man doch in eine Partei gehen, wenn man andere von seiner angeblich alternativlosen Meinung überzeugen möchte. Die Geschichte ist so komplex, dass man zwei Farben ganz selten findet. Schwarz und weiß.

      Wird in die alten Fehler verfallen, wird das Forum mit Sicherheit sterben. Finde ich eben nicht amüsant, nicht mal im Ansatz.

      Siat wrote:

      Und ob und wann ich mich oder ein Mod sich hier von jemanden als "Nazi" angesprochen fühle/t oder nicht, dass lass mal ganz meine Sorge sein. Jeder zieht sich letzlich den Schuh an, von dem er unbeding will, das er ihm passt.

      Und wie es kommt, das ich Umos Satz

      Umo schrieb:
      Ich habe kein Problem damit, Heiden und Neonazis gleichzustellen, da es da bekannter Maßen eine Schnittmenge gibt.
      Kristian Vikernes von der Norwegischen Heidnischen Front ist doch ein schönes Beispiel. Die Aussage "Nicht jene, die Kirchen niederbrennen, sind Verbrecher, sondern jene, die die Kirchen errichten." entspricht doch ziemlich dem, was ihr auch vertretet, oder?


      dulde?
      Ganz einfach:
      1. Weil es den Tatsachen entspricht, dass es innerhalb des Heidentums LEIDER solcherlei Bewegungen gibt, und es eben Heiden (im übrigen schreibt Umo nicht pauschal von allen Heiden! Ein kleiner, aber feiner Unterschied!) gibt, die nicht nur bis zum Hals sondern bis über beide Ohren im braunen Sumpf stecken.
      2. Weil sich Ansichten von manchen Heiden mit denen von "heidnischen Nazis" oder "reinen Nazis" (nicht jeder Nazi ist schließlich auch Heide! Aber es gibt nun mal Heiden, die Nazis sind) durchaus überschneiden können.


      Würde ich dieser Argumentation folgen, könnte ich alle und jeden mit Nazis (Korrekt müsste es Nationalsozialisten heißen) gleichstellen. Mit gutem Recht, denn das ist nicht nur ein Problem bei den Heiden, sondern quer durch die gesamte Gesellschaft, durch alle Schichten. Wo soll diese wahrhaftige Pauschalisierung hinführen? Ist die nur korrekt, weil es gegen rechtes Gedankengut geht, wie sich Umo ausdrückt. Was meint er mit »rechtem Gedankengut«, was ja, wenn man ihm folgt Sprengkraft besitzt? Nationalsozialistisches Gedankengut? Rechtsextremes Gedankengut? Rechtsliberales Gedankengut? Rechtskonservatives Gedankengut? Das alles in einen bösen Topf gehauen wird, ist sehr bedenklich.

      Übrigens, wenn jemand einem Beitrag widerspricht, habe ich kein Problem damit, wohl aber mit Unsachlichkeiten, Auseinanderpflücken anderer Beiträge und Rechthaberei. So macht man das Forum kaputt. Nun gut, wer Spaß dran hat.

      Da ich davon ausgehe, dass die User klug genug sind, dies zu verstehen, sich aber dennoch mancher anders verhält, schwinden meine Hoffnungen für das Forum.

      Die heidnische Toleranz scheint mir mit einer völlig falschen und überzogenen Erwartungshaltung verbunden zu sein.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.