The bearded men from the Orient - A Christmas Satire

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      eben es ist komplex, inzwischen denke ich noch nicht mal das komplette Religionsverbot bzw. die Ächtung aller religiösen Handlungen würde etwas an der Tatsache ändern, dass Menschen diffamiert und verachtet und verfolgt werden.

      es ist halt kein Ding das mit Religion oder Gruppenzugehörigkeit "ursächlich" zu tun hat. Leider.

      Leider ist der Mensch so gestrickt, dass ihm Gruppenzugehörigkeit oder Nicht Zugehörigkeit sehr bedeutsam erscheinen,,, verständlich,,, (nicht mehr mein ding)

      und zur Zeit überflüssig, weil es eben genug Menschen Gruppen und Möglichkeiten gibt froh und unbehelligt durch s Leben zu shiften HIER in Deutschland zum Beispiel...

      nebenan, nur paar tausend Kilometer west oder ostwärts, ist das nicht so.

      war und ist mein Schlusswort in diesem Thread


      alas fee
      >nunNUN(°>

      fee wrote:

      eben es ist komplex, inzwischen denke ich noch nicht mal das komplette Religionsverbot bzw. die Ächtung aller religiösen Handlungen würde etwas an der Tatsache ändern, dass Menschen diffamiert und verachtet und verfolgt werden.

      es ist halt kein Ding das mit Religion oder Gruppenzugehörigkeit "ursächlich" zu tun hat. Leider.

      Leider ist der Mensch so gestrickt, dass ihm Gruppenzugehörigkeit oder Nicht Zugehörigkeit sehr bedeutsam erscheinen,,, verständlich,,, (nicht mehr mein ding)

      und zur Zeit überflüssig, weil es eben genug Menschen Gruppen und Möglichkeiten gibt froh und unbehelligt durch s Leben zu shiften HIER in Deutschland zum Beispiel...



      Ich sehe das auch nicht als Problem, wenn Menschen sich über Gruppenzugehörigkeiten identifizieren. Zum Problem wird das erst, wenn andere Gruppen als ganzes abgewertet werden, oder noch schlimmer, "entmenscht" indem sie auf Äußerlichkeiten und bösartige Eigenschaften reduziert werden, während die eigene Gruppe als die kulturell oder sonstwie "wertvollere" dargestellt wird. Das trägt nicht zu einer differenzierten, reflektierten und sachorientierten Auseinandersetzung bei, wie man an einzelnen Reaktionen hier unschwer erkennen kann.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold
      Fucking hell, der Hass gegenüber uns Christen hier nimmt ja schon fast nahöstliche Ausmaße an....

      "Das böse Christentum" ist für mich irgendwie immer so wie "die bösen Nazis". Es werden Leuten von HEUTE Verbrechen der Vergangenheit zur Last gelegt (und des öfteren auch nicht zwischen Institution Kirche und Glaube unterschieden).

      Und wenn einem die Argumente ausgehen wird die Rechtschreibung angegriffen....lächerlich.

      Keiner der halbwegs bei Verstand ist wird bestreiten dass damals einiges falsch gelaufen ist. Wobei imho da eher Politik eine größere Rolle gespielt hat als "Glaube". Fanatiker hast überall, auch heute noch. Wobei sich Christen und Heiden beim Prozentsatz der Fanatiker nicht viel geben dürften....

      Dieses "Heiden sind tolerant" und im selben Satz "das böse Christentum" find ich auch immer sehr amüsant.

      Und dass ich mal einer Meinung mit Umo bin....<-< in der Hölle dürfts grad eisig sein.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      wolfpack-alpha wrote:

      Fucking hell, der Hass gegenüber uns Christen hier nimmt ja schon fast nahöstliche Ausmaße an....


      Jetzt übertreib mal nicht, wolfpack-alpha. Der Vergleich mit dem Nahen Osten hinkt gewaltig. Dort bekommt man von Kindesbeinen an, den Antisemitismus eingetrichtert. Das mit der hier geäußerten Kritik zu vergleichen, ist in meinen Augen eine heftige Übertreibung. Ich kritisiere auch manche dinge mit deutlichster Sprache und auch mal emotional, hasse deshalb aber noch lange niemanden.

      Wie kommst Du eigentlich dieser Behauptung?

      wolfpack-alpha wrote:

      Es werden Leuten von HEUTE Verbrechen der Vergangenheit zur Last gelegt ...


      Offensichtlich hast Du nicht richtig gelesen was ich zuvor zu diesem Thema geschrieben habe:

      Agnosco wrote:

      Wer ehrlichen Herzens ist, hält Kritik selbst dann aus, wenn es schmerzt, was heute kein Problem sein sollte, wenn es um historische Vorgänge geht. Schließlich kann niemand der vor zwanzig, dreißig oder fünfzig Jahren geboren wurde, etwas für die Verbote paganer Kulte durch christliche Herrscher.


      Da schrieb ich also genau das Gegenteil, von dem, was Du jetzt in den Raum stellst. Ich bitte um Versachlichung.

      wolfpack-alpha wrote:

      Keiner der halbwegs bei Verstand ist wird bestreiten dass damals einiges falsch gelaufen ist. Wobei imho da eher Politik eine größere Rolle gespielt hat als "Glaube". Fanatiker hast überall, auch heute noch. Wobei sich Christen und Heiden beim Prozentsatz der Fanatiker nicht viel geben dürften....


      Unterschätze nicht die Kraft des Glaubens. Der hat in der Kirchengeschichte weit mehr bewegt, als allgemein gedacht wird.

      Was die Fanatiker betrifft, so habe ich (nur um bei der Neuzeit zu bleiben) noch keinen Heiden gesehen, der einen Koran verbrannt hat. Dies ist im Süden der USA durch fundamentalistische Christen geschehen. Auch habe ich noch keinen Heiden dabei beobachtet, wie er sich in die Luft sprengt und dabei »Zeus ist groß« ruft.
      Was also den Fanatismus betrifft gibt es außerhalb der Heidenszene größere Baustellen.

      Heiden sind sicher nicht toleranter als andere Menschen, ganz einfach, weil unabhängig der Religion, die menschlichen Schwächen bei jedem zuschlagen. Wenn ich also über heidnische Toleranz spreche, dann immer im historischen Zusammenhang. Wie mit verschiedenen Religionen umgegangen wird, da können in der Tat die großen Weltreligionen von der Antike und den paganen Kulten noch viel lernen. In der heidnischen Toleranz der Gegenwart sehe ich vor allem den Wunsch, dass die Heiden sich untereinander näher kommen und mit Respekt begegnen.

      Wetterleuchten wrote:

      Yo. Böse bärtige Orientalen gehen einfach immer. Haben die nicht auch Hakennasen?


      Liebe Wetterleuchten, vielleicht solltest Du den Kontext deines Beitrages einfach einmal erläutern. Ich habe im ersten Augenblick des Lesens auch heftig geschluckt. Wenn Du nicht missverstanden werden willst, solltest Du nicht in Andeutungen verharren, sondern klar ausdrücken, was Du sagen möchtest. So wie jetzt, bei deiner Beschwerde. Siat ist nicht die Einzige, die deinen Beitrag kritisch sah.

      Elikal wrote:

      Den Text habe ich geschrieben, ich bin also im Besitze der Urheberrechte. Andernfalls wäre es logisch und angemessen gewesen, den Autor zu nennen.


      Etwas anderes, als das Elikal der Urheber ist, hätte mich auch gewundert. Immerhin hat er schon zuvor englische Beiträge gepostet und dabei kenntlich gemacht, wenn der Text nicht von ihm stammte.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.

      Agnosco wrote:

      Jetzt übertreib mal nicht, wolfpack-alpha. Der Vergleich mit dem Nahen Osten hinkt gewaltig. Dort bekommt man von Kindesbeinen an, den Antisemitismus eingetrichtert. Das mit der hier geäußerten Kritik zu vergleichen, ist in meinen Augen eine heftige Übertreibung. Ich kritisiere auch manche dinge mit deutlichster Sprache und auch mal emotional, hasse deshalb aber noch lange niemanden.

      Wie kommst Du eigentlich dieser Behauptung?


      Klar ist es überzogen formuliert, geb ich zu. Kommt eben von der antwort auf den zeiten Teil: Wie ich zu der Behauptung komme? Ganz subjektiv. zb bei den Beiträgen von Artjom fliegt einem die feindseligkeit und der hass nur so entgegen. War ehrlich gesagt etwas schockiert darüber weil ich ihn eigentlich so gar nicht in erinnerung hatte von früheren posts. Ich schiebs mal auf die Jahreszeit, da sind erfahrungsgemäß viele etwas gereizter.

      Agnosco wrote:

      Da schrieb ich also genau das Gegenteil, von dem, was Du jetzt in den Raum stellst. Ich bitte um Versachlichung.


      Darum würd ich dich auch als positives Beispiel nennen. Meine Aussage war eher allgemein betrachtet, weil ich es einfach sehr oft sehe dass "alle christen sind scheiße, weil kreuzzüge" usw als "argument" daherkommt. Ist doch genauso schwachsinnig wie "alle deutsche sind nazis weil 30er jahre". Da stimmen wir beide generell überein.

      Agnosco wrote:

      Was die Fanatiker betrifft, so habe ich (nur um bei der Neuzeit zu bleiben) noch keinen Heiden gesehen, der einen Koran verbrannt hat. Dies ist im Süden der USA durch fundamentalistische Christen geschehen. Auch habe ich noch keinen Heiden dabei beobachtet, wie er sich in die Luft sprengt und dabei »Zeus ist groß« ruft.
      Was also den Fanatismus betrifft gibt es außerhalb der Heidenszene größere Baustellen.


      Könnte auch daran liegen dass die heiden generell eher eine kleiner gruppe sind und die zahl der spinner daher geringer ist als die zahl der christ-fundamentalistischen spinner. Wobei zugegeben...mit dem gedanken meinen koran warm zu entsorgen bzw zu entlüften hab ich mich auch schon gespielt...gedanken sind frei, und ab und an ist kopfkino recht entspannennd^^ machen würd ichs ned, das wär selbst mir zu hardcore...

      Die radikalisten unter den Heiden sind - für mich - zb die, die den glauben dazu missbrauchen nazi gedankengut zu begründen. klar bedingt hier das eine das andere, aber die würd ich halt einfach mal dazuzählen...haben mit asatru zb genauso viel zu tun wie Westboro Babtist mit Christentum. Imho.

      Historisch betrachtet hast du natürlich nicht unrecht. Denke damals wurde vieles etwas pragmatischer gesehen, zumindest eine gewisse zeitlang. Sobald Glaube und Politik sich mischen wirds mies.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan
      Eine kleine verwunderte Anmerkung. Ich habe meinen Text beim posten nicht als kontrovers oder spektakulär empfunden, und sehe das noch immer so. Dass das Christentum lange Zeit sehr gewalttätig war und in vielen anderen Teilen der Welt noch immer sehr intolerant ist, sehe ich als Faktum. Ich hätte nicht gedacht, dass Fakten auszusprechen heute gerade in einem Heiden Forum Leute dermaßen aus der Fassung bringen könnten.

      Dann lesen Menschen in meinen Text Dinge hinein, die schlicht nicht da sind: etwa ich sei wahlweise Nazi, Antisemit, Haßerfüllt (heute ja ein beliebter Vorwurf), oder würde pauschal alle Christen für alle Übel beschuldigen.

      Nur mal am Rande: meine Kritik gegen das Christentum ist weithin mit der von Nietzsche identisch. Man lese "Der Antichrist" und "Geneaologie der Moral", da findet man im Wesentlichen, warum ich das Christentum strikt ablehne. Ich sehe es als eine negative Moral an. Dass es auch vereinzelt positive Dinge brachte mag so sein, aber das ist letztlich wie Hitler und die Autobahn: müßig, angesichts des Schadens, den diese Religion angerichtet hat. Das ist meine Meinung und das wird sie immer sein. Dass ich eine Ideologie kritisiere, beinhaltet aber, dass ich die MENSCHEN, die Individuen respektiere. Ich denke, es ist keine allzugroße moralische Akrobatik, eine Ideologie wie das Christentum zu kritisieren, ohne alle ihre Anhänger zu verdammen. Das ist meine Haltung zum Christentum seit rund 30 Jahren, und ich bilde mir ein dafür gute Argumente zu haben. Es gibt dazu auch reichlich Literatur, so dass ich sehen kann, dass ich mit dieser Haltung nicht ganz alleine dastehe.

      Dass in einem heidnischen Forum aber versucht wird, Menschen die (vielleicht polemisch, aber nicht unverdient wie ich meine) gelegentlich mal das Christentum demaskieren, das finde ich stark. Es scheint aber generell der Zug unserer Zeit zu sein, dass allerorten Empörung aufkommt, wenn unter Tabu-Schutz gestellte Ideen kritisiert werden. Als Philosoph und Denker sehe ich das äußerst skeptisch. Ich würde mich jederzeit auch auf scharfe inhaltliche Kritik beziehen. Wenn hier aber Fakten bestritten werden (wie die historisch bekannte gewaltsame Natur der christlichen Expansion) und mir Haß- und Rachefeldzüge unterstellt werden, dann erübrigt sich ein Gespräch.


      Das Fazit ist für mich, dass ich mich bis auf weiteres aus diesem Forum zurück ziehe, da ich ganz entschieden dieser PC Kultur nicht zustimmen kann, vor allem wenn sie Ideologien wie Christentum und Islam in Schutz nimmt, die ich als reaktionär, intolerant und unterdrückend betrachte. Dass hier aus demjenigen, der nur berichtet was war, der Bösewicht und Hetzer konstruiert wird ist eine Dimension intellektueller Unredlichkeit, die ich als kaum zu ertragen betrachte. Das Christentum sehe ich als schädliche, inhumane, verdummende und aggressiv expansionistische Idee, das in der geschichtlichen Wirklichkeit oft genug mit unvorstellbarer Gewalt auftrat. Wenn man das in einem heidnischen Forum nicht klar stellen kann, was für mich eine klar evidente Wahrheit ist, dann ist ein Forum sinnlos. Wobei wir ja allgemein einer Kultur entgegen gehen, in der Debatte, offene Worte und kontroverse Gedanken kaum mehr gelitten sind, und man diese in Deutschland mitterweile sogar per Gesetz zu unterbinden sucht, was ich als ebenso tragisch wie gefährlich ansehe. Ich muss aber auch erkennen, dass dies nun eben der Zeitgeist ist, gegen den zu argumentieren schon größere Geister als ich gescheitert sind.

      Konfuzius sagte einst, ein kluger Mensch geht da hin, wo man seine Worte schätzt. Das werde ich mir zu Herzen nehmen.

      Vale,

      Gaius Florius Aetius
      Sacerdos Apollon

      Elikal wrote:

      Das Christentum sehe ich als schädliche, inhumane, verdummende und aggressiv expansionistische Idee, das in der geschichtlichen Wirklichkeit oft genug mit unvorstellbarer Gewalt auftrat.


      Und genau hier liegt das Problem dass ich habe. Welches Christentum? Da gibts mehrere. Katholische Kirche? Freikirchen? Ohne-Kirche-Christentum? Da bestehen in etwa genauso viele Unterschiede wie zb zwischen Asatru, Wicca, Celtoi usw.

      Wenns zb um die Kirche(tm) geht würde ich sogar zum Teil zustimmen. Beim Rest sehe ich das ehrlich gesagt sehr kritisch. Dass du die Leute die dem Christentum folgen nicht verurteilst ist schön und gut, aber dieses "Euer Glaube ist scheiße" kommt halt überhaupt nicht gut an. Just sayin.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      Elikal wrote:

      @Umo: wenn du denkst, das sei alles lange vergangen, dann kannst du ja in einem richtig christlichen Land mal versuchen eine heidnische Statue zu errichten.


      Ich könnte mir jetzt die Mühe machen und eine Liste erstellen, wo du alles in Europa heidnische Statuen finden kannst, aber das spare ich mir, da ja nicht klar ist, ob du das überhaupt noch liest.
      Meine absolute heidnische Lieblingsstatue ist übrigens die des Gottes Manannán mac Lirs im erzkatholischen Irland. en.wikipedia.org/wiki/Manann%C…File:4107287_8c4883a2.jpg

      Hattest du dich mit deiner Behauptung auf die Forderung einiger Heiden bezogen, die an der Donarseiche protestiert haben? Das ist ja wohl kaum ein Problem "Arme Heiden vs böse Christen" sondern "konservative Lokalpolitiker vs ein Haufen Leute, die von ihnen als exotische Sonderlinge aufgefasst werden", die in ihren Mittelaltergewändern und Schamanentrommeln vom Durchschnittsbürger als genauso versponnen wahrgenommen werden wie Hippies, Ufogläubige und Chemtrailwarner.

      Elikal wrote:

      Ich bin als Gründer und Leiter einer heidnisch-thelemitischen Gruppe noch vor 20 Jahren namentlich als "gefährlicher Satanist" diffamiert worden, von Dominikaner Mönchen in einer ihrer Publikationen.


      Ist ja nicht so, als würden die Thelemiten nicht mit diesem Ruf kokettieren, allen voran der gute Al. Da sollte es also nicht wundern, wenn man auch so wahrgenommen wird.

      Elikal wrote:

      Wenn du also denkst, das sei alles alter Käse, dann liegst du sehr, SEHR falsch. Fahre mal nach Osteuropa, nach Amerika, nach Südamerika, ist christliche Afrika, und erzähle denen, du möchtest Heidentum praktizieren. Tipp: kaufe dir gute Turnschuhe in denen man SEHR schnell laufen kann. (Darüber wie Heidentum bei dem Mohammedanischen Neubürgern ankommt, fange ich gar nicht erst an. Das wird für Heiden in Europa in 20-30 Jahren RICHTIG lustig.)


      Osteuropa?
      Da werden heidnische Strömungen geduldet oder gar gefördert, wenn sie nationalistisch ausgerichtet sind. (Stichworte: "Die Klingenden Zedern Russlands" oder "Ynglism").
      Ich denke mal, du dachtest an die Mari? Klar, dass Menschen, die sich nicht völlig in die Gesellschaft integrieren weil sie aus einer ethnischen Minderheit stammen, misstrauisch und ablehnend behandelt werden, das ist aber ein bekanntes politisches Phänomen und hat nichts mit der Religion der entsprechenden Volksgruppe zu tun.

      Amerika?
      Och bitte! Da ist ja wohl kein Kommentar nötig, wie groß da die heidnische Szene ist und welche Rechte die bereits haben, von denen die hiesige Szene nur träumt (offiziell anerkannte Seelsorge, Beerdigungen, ect.)

      Südamerika?
      Selbes Problem wie mit den Mari: Einheimische Ethnien die Sonderwünsche haben und dem Profit im Weg stehen, werden nicht gerne gesehen. Hat aber nichts mit deren Religion zu tun.

      Christliches Afrika?
      Da kann ich ohne Probleme hinfahren und denen erzählen, dass ich Heide bin. Als Weißer genieße ich da erschreckend große Sonderrechte.
      Aber du meinst sicher die Hexenverfolgung unter Einheimischen. Das ist ja kein Problem von "Stammesreligion" vs "Christentum", sondern da werden Hexen von allen Menschen gefürchtet, auch und besonders von denen, die selbst einer heidnischen Stammesreligion angehören.

      Moslemische Neubürger in Deutschland?
      Ja, das Problem sehe ich auch. Aber dem kommt man sicher nicht bei, in dem man sich als Opfer präsentiert. Oder wenn man dafür sorgt, dass ein "Wir gegen Die" Klima herrscht, bei denen Unrechte von vor hunderten von Jahren ausgegraben werden.

      Elikal wrote:

      Dich selbst solltest du aber mal fragen, warum du eine uns Heiden feindlich gesonnene Ideologie verteidigst, aber das ist natürlich deine Privatsache.


      Lass mich aus dem "uns" und "wir" raus! Ich will mit offen bekennenden Rechten, oder noch schlimmer, mit "besorgten Wutbürgern", Spinnern wie Geza und ähnlichen nicht in einen Topf geworfen werden.
      Auch nicht mit Leuten die mir unterstellen, ich würde eine "feindliche Ideologie" verteidigen, wenn ich kontroverser Ansicht bin.

      Elikal wrote:

      Realität ist eben... komplex.


      Da bin ich ganz deiner Meinung. Es gibt eben nicht Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß.
      Nikolaus war kein Heiliger aber auch kein Monster, sondern allenfalls ein ganz durchschnittliches menschliches Arschloch, das dummer Weise sein Arschlochsein nachhaltig ausleben konnte, als er politische Macht hatte.

      Ähnlich Komplex wie die Sache mit ISIS. Das sind nicht die Monster, die strafende Götter aus der Hölle gehoben und auf die Menschheit losgelassen haben, dass sind Menschen, die unter anderem durch westliche Destabilisierungspolitik im Nahen Osten an die Macht gekommen sind und dummer Weise irgendwann nicht mehr kontrollierbar waren. Und die nun eine Religion als Vorwand nehmen um ihre Interessen durchzusetzen und Gräueltaten zu verüben.


      Agnosco wrote:

      Wie mit verschiedenen Religionen umgegangen wird, da können in der Tat die großen Weltreligionen von der Antike und den paganen Kulten noch viel lernen.


      Die besagte Toleranz ist in meinen Augen eher Gleichgültigkeit. Solange du dem Kaiser gibst, was des Kaisers ist, war es ihnen einfach schlichtweg egal, wen du anbetest.


      Elikal wrote:

      Es scheint aber generell der Zug unserer Zeit zu sein, dass allerorten Empörung aufkommt, wenn unter Tabu-Schutz gestellte Ideen kritisiert werden. Als Philosoph und Denker sehe ich das äußerst skeptisch. Ich würde mich jederzeit auch auf scharfe inhaltliche Kritik beziehen. Wenn hier aber Fakten bestritten werden (wie die historisch bekannte gewaltsame Natur der christlichen Expansion) und mir Haß- und Rachefeldzüge unterstellt werden, dann erübrigt sich ein Gespräch.


      Ich sehe das eher so, dass du empört bist, das "wir" Heiden keine Schulterschluss betreiben und selbstverständlich gemeinsam gegen das böse Christentum stehen.
      Du behauptest nur Fakten zu bringen, kommst statt dessen mit Polemik.
      Du erkennst, dass die Realität komplex ist, brichst sie aber dann runter auf "Wir armen abendländischen Heiden sind Opfer der bösen Orientalen". Das ist unredlich und sollte auch nicht im Sinne eines wahren Philosophen sein.

      Elikal wrote:

      Wobei wir ja allgemein einer Kultur entgegen gehen, in der Debatte, offene Worte und kontroverse Gedanken kaum mehr gelitten sind,


      Ich stehe dir für eine Debatte mit offene Worte und kontroverse Gedanken zur Verfügung, solltest du doch bleiben wollen.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      wolfpack-alpha wrote:

      Klar ist es überzogen formuliert, geb ich zu.


      Das ist eine klare Ansage, alles gut. Man darf trotzdem mal überspitzt reagieren. Ich habe mir aber angewöhnt dies auch klarzustellen. Sonst ... na Du siehst, wie reagiert wird.

      wolfpack-alpha wrote:

      Könnte auch daran liegen dass die heiden generell eher eine kleiner gruppe sind und die zahl der spinner daher geringer ist als die zahl der christ-fundamentalistischen spinner.


      Kann sein, stimme ich zu.

      wolfpack-alpha wrote:

      Wobei zugegeben...mit dem gedanken meinen koran warm zu entsorgen bzw zu entlüften hab ich mich auch schon gespielt...gedanken sind frei, und ab und an ist kopfkino recht entspannennd^^ machen würd ichs ned, das wär selbst mir zu hardcore...


      wolfpack-alpha wrote:

      Dass du die Leute die dem Christentum folgen nicht verurteilst ist schön und gut, aber dieses "Euer Glaube ist scheiße" kommt halt überhaupt nicht gut an.


      Man muss andere Religionen nicht gut finden und darf auch Kritikpunkte deutlich nennen. Aber, und deshalb dein Zitat zum Koran, man kann eine andere Religion dennoch respektieren. Das ist zwar nicht gerade Inhalt des Korans, aber dass Du so reagierst finde ich gut. Ich habe auch eine Koran, und sehe diese Schrift sehr kritisch. Würde aber, schon um die religiösen Gefühle anderer nicht zu verletzten, das Buch nicht schlecht behandeln.

      Umo wrote:

      Ähnlich Komplex wie die Sache mit ISIS. Das sind nicht die Monster, die strafende Götter aus der Hölle gehoben und auf die Menschheit losgelassen haben, dass sind Menschen, die unter anderem durch westliche Destabilisierungspolitik im Nahen Osten an die Macht gekommen sind und dummer Weise irgendwann nicht mehr kontrollierbar waren. Und die nun eine Religion als Vorwand nehmen um ihre Interessen durchzusetzen und Gräueltaten zu verüben.


      Sorry Umo, viel zu kurz gesprungen. Diese islamischen Terroristen sind nicht, so wie es bei Dir klingt, auf der Suche nach eine rRechtfertigung für ihr Treiben auf den Islam gestoßen und nutzen diesen nun. Sie kommen aus dieser Religion und sie richten sich nach vielen Aussagen, die in den Büchern dieser Religion niedergeschrieben wurden. Nicht falsch verstehen, es liegt mir fern diese Leute zu rechtfertigen. Aber ich versuche sie zumindest zu verstehen.

      Umo wrote:

      Ich stehe dir für eine Debatte mit offene Worte und kontroverse Gedanken zur Verfügung, solltest du doch bleiben wollen.


      Ja, Umo, dass wäre ein Spaß. Du bist ein kluger Kerl, wirklich. Aber andere User sind auch nicht blind. Würde jemand darauf eingehen, hättest Du eine tolle Spielwiese, wo jedes Haar mehrmals gespalten werden kann. Wie jeder andere auch, darfst Du gern deine Meinung haben und schreiben, aber solche Art Diskussionen finde ich ermüdend und aufreibend. Zielführend sind sie meist nicht.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.
      Hallo Wetterleuchten,
      sollte Dir tatsächlich an einer Antwort gelegen sein, und mit mir das klären wollen, kannst Du mich gern per PN oder eMail anschreiben.
      Dann nehme ich mir gern die Zeit dafür, ganz ausführlich darzulegen, worauf meine Einschätzung und Wahrnehmung basiert.
      Das überlasse ich Dir. Den Thread werde ich damit allerdings nicht zuspammen.


      VG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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