The bearded men from the Orient - A Christmas Satire

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      @Siat (irgendwie kriege ich das Zitieren gerade nicht hin)

      Es steht natürlich jedem frei, meinen Text zu deuten wie er oder sie will. Wenn jemand darin eine ungerechte schwarz-weiß-Sicht pauschal allen Galiläern gegenüber sieht, kann ich gegen eine solche Sicht nichts tun, und es steht natürlich jedem Menschen frei, dies so zu deuten, und diesen Text zu kritisieren. Da ich an Redefreiheit glaube, nehmen an, selbst WENN ich behaupten würde, die Christen sind für alles Böse verantwortlich, so wäre es mein Recht diese Meinung zu äußern, auch wenn es eine dumme Meinung wäre. Und ebenso wäre es das Recht der anderen mir zu sagen, dass und warum meine Meinung töricht sei.

      Da ich aber keine Pauschalisierung aller Galiläer oder aller Orientalen darin sehe, kann ich diese andere Sicht auf meinen Text nur so stehen lassen. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Christentums und die Gefahren der Buchreligionen sind ein Thema, das viele Heiden lieber meiden. Ich habe auch ausreichenden Wunsch nach Frieden, um zu verstehen warum man das lieber nicht diskutiert. Eine Tabuisierung des Themas halte ich aber für kontraproduktiv und auch riskant. Erwachsene Menschen sollten in solch einer Thematik einen Dissens der Sichtweisen aushalten können. Ich achte, dass andere diese Frage anders sehen, und dass manche lieber "alte Geschichten" ruhen lassen mögen. Letzteres teile ich aber nicht. Ich halte Aufklärung über düstere Kapitel der Geschichte für wichtig. Als Historiker habe ich das "Dritte Reich" als Schwerpunkt studiert, weil mir Aufklärung über dunkle Kapitel wichtig ist. Religiöse Intoleranz und Fundamentalismus sind gerade heute in Europa leider wieder zunehmend ein Thema, von daher scheint mir eine historische Betrachtung hier lehrreich und mehr als sinnvoll. Welche Lehren man daraus zieht muss natürlich jeder selbst entscheiden. Manch einer mag dann vielleicht eine nüchterne Prosa einer dramatisierten Geschichte vorziehen, aber das scheint mir eher Geschmachssache.

      Elikal wrote:

      Eine Tabuisierung des Themas halte ich aber für kontraproduktiv und auch riskant.

      Ja, da bin ich mit Dir absolut einer Meinung.
      Ich finde es gruselig zu beobachten, das die Tendenz allerdings immer weiter dahin zu gehen scheint, dem anderen gleich irgendwelche seltsamen Dinge zu unterstellen (beliebt ist ja derzeit z.B., fast alles, was einem nicht passt, gleich pauschal in die rechte Ecke zu stellen :rolleyes: ).
      Diskussionen oder auch einfach mal ein zivilisierter (!) Streit kommen gar nicht mehr zu stande, weil einfach nur Standpunkte vertreten werden, aber niemand gewillt ist, sich wirklich kritisch mit der Meinung (!) des anderen, egal was das auch für eine sein mag, auseinander zu setzen.
      Da wird sich (um ein ein Bild zu verwenden) halt lieber die Ohren zugehalten, mit den Füßen aufgestapft und gesagt: "Diesen Blödsinn will ich gar nicht hören."
      Ist auch jedermanns/-fraus Recht.-Aber dann soll man sich auch zurückziehen und Platz für diejenigen machen, die das tun wollen.

      LG
      Siat
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      Siat wrote:

      Elikal wrote:


      Den Text habe ich geschrieben, ich bin also im Besitze der Urheberrechte. Andernfalls wäre es logisch und angemessen gewesen, den Autor zu nennen.

      Oh sorry, hatte ich überlesen. :rolleyes:

      Danke für die Klärung!

      LG!


      Da gibt es eine sehr komische Geschichte. ^^

      Ich war mal auf einem Orchideenforum und verwendete einen Avatar eines Bildes, das ich selbst gemalt hatte. (Malen und Orchideen sind Hobbys von mir.) Drei Wochen später erhielt ich Post von einem Abmahn-Anwalt, dass ein gewisser "Elikal" meine Bilder gestohlen hätte, und der Anwalt bot mir seine Dienste an; er meinte es könne sich für mich finanziell sehr lohnen. Ich sagte ihm daraufhin, ich selbst sei Elikal, aber ich fände den Gedanken gut, mich auf diese Weise zu bereichern und würde gerne auf sein Angebot zurück greifen. Leider hat er danach seltsamerweise nichts mehr von sich hören lassen.

      Elikal wrote:

      Das ist ein wenig, als würden Feministinnen Vergewaltiger in Schutz nehmen. Die Verbrechen die durch die Ideologie des Christentums begangen wurden, sind ja nicht umstritten und unbekannt.


      Guter Vergleich. Eure Haltung ist wie die derjenigen Feministinnen, die pauschal alle Männer als Vergewaltiger ansehen, da ja unumstritten und bekannt ist, dass Männer Frauen vergewaltigen und die Täter durch die Ideologie des Patriarchat in Schutz genommen werden.

      Elikal wrote:

      ... da ich damit nur eine einzige Absicht verfolge: die Fakten darüber was wirklich gewesen ist in Erinnerung zu bringen.


      Ich hätte mich gar nicht zu Wort gemeldet, wenn es tatsächlich nur um Fakten gegangen wäre. Ohne ISIS-Vergleiche, ohne Menschen zu Monster zu degradieren. Ohne die Christianisierung zur alleinigen Sache der "Orientalen" und "Galiläer" zu erklären, so als hätte das Abendland nie aktiv zur Christianisierung beigetragen.

      Elikal wrote:

      Wenn ich die ekelerregende Selbstbeweihräucherung der Kirchen vor Augen habe, sehe ich da noch immer Lernbedarf bei unseren Galiläischen Freunden.


      Unsere galiläischen Freunde haben da so einen tollen Spruch mit Splittern und Balken.

      Elikal wrote:

      Ich kann verstehen, dass es Menschen schwer fällt ihr eigenes Opfersein zu thematisieren.


      Ich hingegen kann nicht verstehen, warum sich Menschen in der Opferrolle so gut gefallen. Ich bin kein Opfer des Christentums.
      Vielleicht waren ein paar meiner Vorfahren das, während der Zeit der Missionierung.
      Vielleicht sind sie aber auch freiwillig zum Christentum übergetreten und haben andere überzeugt, es ihnen gleichzutun.
      Vielleicht haben sie sogar selbst Heiden verfolgt.
      Da ich als Heide nicht an die Erbsünde glaube, macht mich als ihr Nachfahre das weder zum Opfer noch zum Täter.


      Elikal wrote:

      Und es bringt sicher die Gefahr mit sich, in Rachsucht zu verfallen.


      Die politische Geschichte und Gegenwart zeigt, dass diejenigen ihre Rachegelüste ausleben, die sich gegenseitig darin bestätigen, dass sie Opfer seien.

      Elikal wrote:

      Ich kann verstehen, dass es Menschen schwer fällt ihr eigenes Opfersein zu thematisieren.


      Meine alternative Antwort darauf könnte auch lauten: "Du als jemand, der germanische und oder keltische Vorfahren hatte, hat es aber gut verdrängt, dass WIR einst Opfer der Römer geworden sind, die unsere Druiden ermordet, unsere Familienmitglieder als Sklaven verschleppt und sonstige Gräueltaten an UNS verübt haben! So gut hast du das verdrängt, dass du dich sogar mit den Tätern identifizierst! 8|
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      @Umo: wenn du denkst, das sei alles lange vergangen, dann kannst du ja in einem richtig christlichen Land mal versuchen eine heidnische Statue zu errichten. Fast überall außerhalb des zunehmend atheistischen West-Europa werden dir die Christen das schneller in Klump hauen, als du "haleluja" sagen kannst.

      Ich bin als Gründer und Leiter einer heidnisch-thelemitischen Gruppe noch vor 20 Jahren namentlich als "gefährlicher Satanist" diffamiert worden, von Dominikaner Mönchen in einer ihrer Publikationen. Mein Angebot, diese zu treffen und Mißverständnisse auszuräumen wurde ignoriert. Wenn du also denkst, das sei alles alter Käse, dann liegst du sehr, SEHR falsch. Fahre mal nach Osteuropa, nach Amerika, nach Südamerika, ist christliche Afrika, und erzähle denen, du möchtest Heidentum praktizieren. Tipp: kaufe dir gute Turnschuhe in denen man SEHR schnell laufen kann. (Darüber wie Heidentum bei dem Mohammedanischen Neubürgern ankommt, fange ich gar nicht erst an. Das wird für Heiden in Europa in 20-30 Jahren RICHTIG lustig.)


      Ich lasse mich immer auf sinnvolle kontroverse Debatten ein. Wenn jemand wie du es aber so klar absichtsvoll mir freindlich gesonnen uminterpretiert, dann ist ein Gespräch für mich sinnfrei und ich gehe nicht weiter darauf ein. (Dich selbst solltest du aber mal fragen, warum du eine uns Heiden feindlich gesonnene Ideologie verteidigst, aber das ist natürlich deine Privatsache.)
      Dazu passt eigentlich ganz gut die Doku "Kreuz gegen Hammer-Die Christianisierung der Wikinger" , die, wie ich finde, doch sehr anschaulich darstellt, wie's auch gelaufen ist/sein kann.


      VG

      Ps: wobei das wohl jetzt doch Stark offtopic geht...

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      Nur ganz nebenbei.

      Ich sah gerade in der timeline eines Freundes auf FB, der Heide ist, wie ein gutes Duzend "toleranter Christen" ihn und seine Religion mit Worten nieder machten, die ich... sagen wir mal als definitiv nicht jugendfrei einstufen möchte. Naja... da ist wohl noch ein weiter Weg zu gehen.

      (Und ehe mich Umo in die Ecke der bösen Rechten stellt: diese haben mich massiv geflamed, als ich meinen "pro Israel" Sticker hochgeladen habe. Realität ist eben... komplex.)

      Siat wrote:

      @ Wetterleuchten:
      Hast du eigentlich auch eine anderen Stempel, den Du aufdrücken kannst?
      Den Nazi-Stempel strapazierst Du nämlich ziemlich über.

      Das musst du mir jetzt mal erklären. Wo bitte siehst du in diesen zwei Sätzchen "Yo. Böse bärtige Orientalen gehen einfach immer. Haben die nicht auch Hakennasen? " einen "Nazi-Stempel"?
      Hast du vielleicht im schnellen querlesen in einem von abwegigen und massiven Beleidigungen und Unterstellungen strotzenden Beitrag eines einzelnen Users den Begriff "Nazi-Keule" aufgeschnappt und gemeint, darauf reagieren zu müssen? Diese Keule indes hat hier keine/r geschwungen.

      Wobei die Formulierung "Nazi-Stempel überstrapazieren" ja darauf schließen lässt, ich würde öfters, in strapaziöser Weise gar, Menschen (ungerechtfertigt) als Nazis , bzw. deren Äußerungen als solche abstempeln.
      Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten: entweder du belegst mir das, oder du unterlässt in Zukunft solch haltlose Unterstellungen mir gegenüber.
      Danke
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold