Die heilige Stunde

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      Die heilige Stunde

      Die heilige Stunde endet. Es ist die Zeit, da ich mich immer mehr spirituell fühlte, als zu jeder anderen Zeit, die Stunde zwischen 3 und 4 Uhr Nachts. Dann fühle ich mich... außerweltlich. Ich träume, wachend von Agartha, von Shambala, von heiligen Welten, die die Menschen träumten. Dann ist der Tag mit seiner Hektik und seinem Licht und seinem Lärm lange hinter mir, und der neue Tag mit seiner Kraft wächst ferne nur als zarte Pflanze, noch ohne Kraft und Substanz, wie ein ferner Stern am Firmament.

      Nun, da steht der heilige Orion am Himmel, den ich schon als Kind nie ansehen konnte, ohne dass tiefes Heimweh mich überkam. Da weiß ich, dass die Götter in Wahrheit so viel größer sind, dass sie da sind, aber gigantisch.

      Ich weihe meinen neuen, tönernen Kelch ein, jungfäulich mit dem ersten Wein, trinke ihn auf meinen Herrn Apoll, der mich von Jugend auf begleitete, auch wenn ich es damals nicht recht erkannte.

      In dieser heiligen Stunde bin ich ganz ich selbst, kenne mich, bin im Frieden mit mir selbst. Da ist die falsche Ordnung der Welt, die abgefallen, die kommende des gleißenden Tages noch fern. Ich lausche Höhlenklängen, die raunen und meine Gedanken fort tragen. Mir von Agartha träumen lassen, einem Ort wie ein Sehnen an ein Zuhause, lang vergangen, oder vielleicht einst wohin ich gehen werden. Mystische Bilder.

      Mein Gruß aus der heiligen Stunde. Möge euer Tag nicht in Hektik euch vergessen machen.