Götter

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    Vielen Dank Siat, ich habe gerade was über Tempel in den nördlichen Breiten gelernt. Sieht zwar auf den Bildern nicht wie ein Bau für die Ewigkeit aus (welcher ist das schon?), aber dass es solche Bauten gab, finde ich schon höchst bemerkenswert und respektabel.

    Das Herrscher sich eines neuen Glaubens bedienten, um ihre Macht zu sichern oder diese auszubauen, ist nicht neu. Das bekannteste Beispiel ist Konstantin der Große. Ist dann natürlich nicht unbedingt nach dem Geschmack mancher heutigen Heiden. Historisch sollte man aber schon bei den Tatsachen bleiben. Alles andere fällt einem früher oder später auf die Füße. Die Geschichte ist genausowenig wie das Leben, ein Wunschkonzert.
    Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.
    Hallo Fee,
    wenn ich ehrlich bin, dann finde ich die Fragen ein wenig "schwierig" zu beantworten.
    "Schwierig", weil die Antworten bzw. die Antwortmöglichkeiten sehr von den persönlichen Zugängen und Sichtweisen, Erfahrungen, den jeweiligen Pfaden/Traditionen/Religionen usw. usf. abhängig ist.
    Eine allgemeine Antwort kann es (mal wieder) darauf wohl kaum geben.

    fee schrieb:

    Lebendiger Glaube und wieder in Betriebnahme ( bisschen technisch gell? ) von Heiligtümern.
    Na ich bin jetzt weniger auf der Gebäudeheidenseite zu Hause ( kann ich auch als Prozess sehen, weil sich das verändert hat und grade so erst rausstellt), eher bei den Heiden die eine Gesamtheit der Umgebung als göttlich bzw. dem Leben zugewandt verstehen ...


    Ich persönlich fühle mich sowohl in der Natur als auch in einem "Gebäude" durchaus wohl. Und ich fühle mich in dem einen genauso mit den Göttlichen verbunden, wie in dem anderen.
    Aber das hat für mich einfach mit meinem "Zugang" zu tun.
    Die Göttlichen kann ich überall erfahren, wenn ich bereit bin, mich für Sie zu öffnen, Ihnen zuzuhören und mich drauf einzulassen.
    Und für mich gehört zur "Gesamtheit der Umgebung" z.B. auch durchaus ein Tempel/"Gotteshaus" oder ähnliches.

    fee schrieb:

    Jedenfalls braucht diese Ansicht keine erbauten Gebäude eher ein Waldgebiet oder ein Höhlensystem oder einen möglichst einsamen Strsnd mit weitem Horizont.

    "Brauchen" ist so ein seltsames Wort.
    "Brauchen" tue ich erbaute Tempel im Grunde ebenso wenig, wie einen Waldgebiet, einen Heiligen Hain, einen Strand oder ähnliches.
    Ich bin Teil der Göttlichen, und als ein Teil von Ihnen kann es mir möglich sein, an jedem Ort und zur jeden Zeit einen "Heiligen Raum" erschaffen, um Sie, in welcher Form auch immer, zu ehren und/oder mit ihnen in Kontakt zu treten.

    Trotzdem finde ich die Idee, den Göttlichen auch Raum zu bieten eine sehr schöne Idee.
    Ich genieße Rituale. Ich genieße einen schönen Raum, der zu Ehren der Göttlichen errichtet/eingerichtet wurde und in/an dem man auch seine Gefühle, seine Verbundenheit auch im Außen Ausdruck verleihen kann.
    Und ich genieße durchaus die Gemeinschaft, die ein Tempel/Schrein oder was auch immer bieten könnte.
    Nicht weil ich es MÜSSTE oder "abhängig" (das ist so ein "Geschmäckle", was ich mit dem Wort "brauchen" verbinde) davon wäre... Sondern einfach, weil ich es tatsächlich schön finde, in Gemeinschaft mit anderen die Göttlichen zu ehren. Einfach als ein Ausdruck meiner Spiritualität, meiner Gefühle...

    fee schrieb:

    Wie sollte Heidentum darstellbar sein, das sich weder mit alten Götter Ansichten noch alten Riten mehr beschäftigen mag?

    Puh... Wie möchtest DU das denn, wenn überhaupt dastellbar haben?
    Ich denke, dass diese Frage zu beantworten auch nur diejenigen das Recht zu haben, die diesen Ausdruck, diesen Pfad des Heidentum gehen.
    Und ich denke, dass diese "Art" des Heidentums einfach unglaublich bunt und vielfältig ist.
    Schau Dir z.B. die Göttin-Gemeinschaft an, die um den Goddess Temple in Glastonbury gewachsen ist.
    Kathy Jones, die "Initiatiorin", hatte Erlebnisse und Visionen der Göttin dieses Landes, und hatte sich dann (ganz grob gesagt) dazu entschlossen, das was sie mit Ihr erlebte, was sie von Ihr lernte an andere weiter zu geben.
    So ist ein ganz eigenständiger Weg entstanden, der die Göttin in mannigfaltiger Weise und auf z.T. sehr neue Art feiert und ehrt, und dabei einige "alte" Überlieferungen, die erhalten sind, mit einbindet.
    Was mich daran sehr inspiriert und anspricht ist, dass sie (zumindest in ihren Büchern) ganz klar und deutlich sagt, dass all ihre "Lehren" eben auf ihren ganz persönlichen Erleben, Erkenntnissen, Schlussfolgerungen usw. basiert und z.T. auch nicht durch historische Wissenschaften abgedeckt ist.
    Das macht sie für mich auf eine Art authentisch, die mir bei diversen anderen heidnischen Gemeinschaften doch fehlt, weil sie z.B. meinen in einer uuuuuuuuuuuururururururururururururururururur-alten und natürlich ungebrochenen Traditionen zu stehen. :rolleyes:
    Aber ich merke, ich schweife schon wieder ab. ;)


    fee schrieb:

    Die Namen sind gleich ( na das fragt sich noch, wenn sich Götter auch namentlich veränderten würd s mich nicht wundern ( vllt auch weil se heiraten und analog zur menschlichen Seite ist nun Ehe für alle ok,,, o,,,) )die Eigenschaften modifiziert haben die Götter keine Entwicklungen durchgemacht ? Ewich die gleichen Anmutungen?

    fee schrieb:

    Ja bei Geistern ist es einfacher, die sind mir inzwischen was Wandel und Darstellungen ihres Selbst angeht, doch sehr, ungern benutz ich das Wort, modern.

    fee schrieb:

    Ein bisschen, denk ich, steckt dss Heidentum fest...ist rückwärtser gewandter als das Götter und Geister sind. Oder denkt ihr dass die keinem Wandel unterworfen seien ?
    Das fände ich nun sehr ungöttlich und statisch so ganz und garnicht dem Leben zugewandt.

    Ich bin da vielleicht ein wenig pragmatisch-eigenwillig ;) , aber ich meine, dass wir es nur bis zu einem ganz geringen Teil selbst bestimmen, wie und in welcher Weise sich uns die Göttlichen offenbaren, sich uns "zeigen" oder erkenntlich machen.
    Ich bin der Meinung, dass unser menschlicher Geist, unser menschlicher Verstand viel zu klein dafür ist, die Göttlichen in Ihrer Gänze, in all Ihrem Strahlen (zumindest ist dies das Wort, dass meiner Wahrnehmungen am ähnlichsten kommt), in Ihrer... hmmm... "Macht" (?)... zu erfahren, zu erleben oder wahrzunehmen, so dass es die Göttlichen sind, die sich uns in Gestalten "zeigen"/wahrnehmbar machen, die es uns möglich machen, das wir uns Ihnen in irgendeiner Form "nähern" können, mit Ihnen kommunizieren können oder ähnliches.
    Daher stellt sich für mich nicht die Frage, ob sich die Göttlichen "entwickeln" oder "wandeln" müssten, oder ob das Heidentum "feststecken" würde.
    Es ist, für mich, gut so wie es ist, weil die Vielfältigkeit des Heidentums eben auch die Vielfältigkeit der Göttlichen wiederspiegelt, sowie die Art und Weise auf wieviele verschiedene Arten und Weise die Göttlichen erfahren, erlebt und ver/geehrt werden kann. :)


    Erst mal soviel in dieser Abendstunde ;)

    LG
    Siat
    Von den Hohen erschaffen
    zu lernen, zu lehren, zu wachen
    Geboren in der Sterne Welten
    Wandern und wandeln sie
    Die Drachen
    ©Siat



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    Agnosco schrieb:

    Sieht zwar auf den Bildern nicht wie ein Bau für die Ewigkeit aus (welcher ist das schon?), aber dass es solche Bauten gab, finde ich schon höchst bemerkenswert und respektabel.

    Sehr gern, Agnosco :)
    Ich denke das ist halt auch der Grund, warum es kaum irgendwelche Funde gibt: die Tempel waren vielleicht einfach aus Materialien und in einer Art und Weise gebaut, die heute keinerlei Spuren (oder kaum mehr Spuren) hinterlassen haben.
    Vielleicht ist da Uppsala auch interessant für Dich :)
    KLICK (Wikipedia-Artikel)


    LG und einen schönen Abend
    Siat
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