Herbst-Tag-und Nachtgleiche (HTUNG)

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      Herbst-Tag-und Nachtgleiche (HTUNG)

      Er steht wieder vor der Tür: Der Zeitpunkt, an dem sich Licht und Dunkel, Tag und Nacht (annähernd) die Waage halten.
      Wie die Frühlings-Tag-und Nachtgleiche, so ist die HTUNG für mich ein Fest der Schwelle, der Balance und des (zerbrechlichen) Gleichgewichtes. Es ist die Schwelle zur "dunklen" Zeit des Jahres, in der alles etwas ruhiger und stiller wird.
      Die früher hereinbrechende Dunkelheit und die dadurch länger anhaltende Dunkelheit laden mich zu innehalten, zum "einmummeln" und entspannter Handarbeit ein.
      Zum "Fallen lassen" in die entspannende Dunkeltheit des Schlafes, der Regeneration.

      Mit der Dunkelheit bleibt aber auch immer der Verheiß des Lichtes.
      Ich liebe es, Kerzen zu entzünden.
      Besonders zu Samhain, zum letzten Erntefest und zum Fest für die Verstorbenen, das ich (mittlerweile) mit Diwali, dem mehrtägigen hinduistischen Lichterfest verbinde, das u.a. ein Fest zur Erinnerung an die Verstorbenen ist.
      Doch bis dahin sind es noch ein paar Tage ;) .

      Wie (wenn überhaupt) feiert Ihr die Herbst-Tag-und Nachtgleiche?
      Habt Ihr eine spezielle Dekoration?
      Habt Ihr bestimmte Bräuche, die Ihr zu der Zeit pflegt?
      Und wie sieht die Zeit des Herbstes für Euch aus? Was verbindet Ihr damit?


      Ich wünsch Euch einen wundervollen Herbst mit einer reichen Ernte
      Siat

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      DIpa jyotih parambrahma
      DIpa jyotih janArdhanaha
      DIpo harathu me pApam
      sandhyA dIpajyotir namostutae

      Shubham karoti kalyAnam Arogyham dhanasampadaha
      Shatru buddhi vinAshAya
      DIpajyotih namostutae

      Ich begrüße diese Lampe, deren Licht die höchste Weisheit ist
      das die Finsternis der Unwissenheit durch das Licht des höchsten Wissens erhellt,
      durch das alles erkannt und erreicht werden kann.

      Ich begrüße das Licht mit der Darbringung von Blumen, dass Glanz, Segen, Gesundheit, Reichtum und Fülle
      nach der Zerstörung der Unwissenheit bringt.
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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      ANB´s
      Hallo,

      so richtig feiern mit Ritual mach ich ich nicht, aber ich denke immer daran und Gedenke zu allen Feiern den Göttern.

      Dieses Jahr möchte ein bekannter aber zu den Rauhnächten eine kleine Feier Organisieren, da werde ich Teilnehmen.

      Dekos gibts bei mir zu Hause keine, aber ich habe in der Natur an einem bestimmten Platz einen Baumstumpf in den ich in unregelmäßigen Abständen Runen einritze, wenn ich gerade eine bestimmte im Kopf habe. An diesem Platz komme ich zweimal tägöich beim Gassigehen mit dem Hund vorbei.

      23.09.14 zur Herbst Tag und Nachtgleiche wünsche ich Euch allen Freiheit, einen Stressfreien Tag und einen besonders schönen Herbstanfang.
      Seid Frei
      thorhagen

      Nächster Bremer Stammi beim Kuhhirten am 10.05.15 um 15:00 Uhr um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten!
      Ich fühle mich gerade sehr herbstlich und ernte die letzten Kräuter, koche ein und mache den Garten vollends winterkuschelig fürs kleine Volk. Denen, vor allem der grünen Florfliegenfee, bin ich einiges schuldig.
      Dann wird es ein kleines Herbstopfer geben und Deko ist ein gutes Stichwort. Das wird sich aber eher so im Bereich Weihebilder in Haus, Garten und an den Insektenunterkünften abspielen. Und damit werde ich bestimmt noch bis Samhain beschäftigt sein. Es sind die Dinge, die ich eh mache, die aber noch zusätzlich eine spirituelle Ebene erhalten. Sowas in der Art halt.

      Und Danke für die guten Wünsche. Ich schließe mich an und wünsche allen eine gute Ernte und einen friedlichen Herbst.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Philip Meinhold
      Für mich gehören die beiden Tag- und Nachtgleichen, neben Samhain und Beltaine, zu den wichtigsten Festen im Jahreskreis. Es sind die Feste der Balance und damit erinnern sie mich an meine schamanische Aufgabe. Sie erinnern mich daran wieder selbst in meine eigene Balance und zur Ruhe zu kommen. Die Herbst Tag- und Nachtgleiche, ich nenne sie Mabon, liebe ich sehr denn ab diesem Tag beginnt die Dunkelheit ihrer Herrschaft und die Zeit, in der alles zur Ruhe kommt und das Leben in Gaias Bauch (und natürlich auch in uns selbst was uns und unserer Projekte betrifft) ruht und sich im Dunklen entwickelt kommt bald. Daher beginnt für mich an Mabon "meine" Zeit, die Zeit im Jahr, die ich sehr liebe.

      Mabon ist für mich auch das Erntefest. (Ich feiere nur eins im Jahreskreis.) Daher verbringe ich in der Zeit um Mabon einige Stunden mit Rückschau. Was hat mir das Jahr an Ernte gebracht? Ich erinnere mich zurück an die Aufgabe, die mir die Geister am letzten Samhain gestellt haben und an die Vorhersagen, die sie für das Jahr trafen. Das vergleiche ich mit dem was geschehen ist und schaue inwieweit ich mit der Aufgabe fertig geworden bin. Letztendlich ist Mabon für mich die Zeit des Fazitziehens und in gewisser Weise schließe ich damit das Jahr ab. Mein neues Jahr beginnt zwar erst mit Samhain und die Zeit zwischen Mabon und Samhain bleibt somit eine Art Vaccuum doch sie gibt auch die Möglichkeit noch Dinge abzuschliessen und sich auszuruhen bis das Neue an Samhain auf mich zukommt.

      Da ich keinen Altar habe gibts keine spezielle Deko aber ich dekoriere die Wohnung bis spätestens Mabon herbstlich. In meiner Gegend ist dies auch die Zeit der Weinlese und der ersten Federweißen und so gibt's hier auch vieles an Deko, dass an Wein erinnert.

      Spezielle Bräuche pflege ich nicht. Ich setze mich mit den Geistern zusammen und schaue mir o.g. Punkten an. Zudem genieße ich die Fülle des Herbstes, auch kulinarisch, und lasse es mir einfach gut gehen. Nach einem anstrengenden Jahr, wie dieses eines für mich war, hat man sich das auch verdient. :)

      Ich wünsche euch ein schönes Mabon und eine goldene Herbstzeit.

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      @ hallo ihr Lieben,

      ich sammle Äpfel auf und fege die Strasse, denn das Laub fällt schon.
      Ausserdem ist jetzt jeden Tag Nussen sammeln dran.
      Die Tage werden demnächst spürbar kürzer,- ich habe solche wehmützigen Herbstgedanken.

      Noch überlege ich ob ich etwas direkt machen möchte,- für oder mit den Herbstgeistern
      und mir ist nach treiben lassen
      nach mich mit den Blättern auf die Reise machen.
      Loslassen...einfach loslassen und
      spüren wie die Zeit rinnt.

      Ich wünsche Euch allen eine gute Reise in den Winter und über den Winter hinaus...

      liebe Grüssles aus der Herbsthecke, fee
      >nunNUN(°>
      Gedanken zum Fest:
      Die Tage werden spürbar kürzer und die Sonne verliert an Kraft. Der Atem der Winde wird kühler. Der Herbst mit seinen bunten Farben hält Einzug ins Land. Mit sich bringt er üppige Früchte: Äpfel, Nüsse, Zwetschgen und Trauben, die zu köstlichem Wein gekeltert werden. Nicht zu vergessen dieses neumodische Zeug, die Kartoffel. Die Felder liegen kahl und leer, die Ernte ist eingefahren.Mutti steht in der Küche und rührt Marmeladen für den Winter. Den Holler haben wir letzte Woche eingekocht. Die Energie, die wir jetzt für die Vorratshaltung aufwenden, wärmt uns später im Winter (Holz hacken).
      Alles hat seine Zeit. Die Tag- und-Nacht-Gleiche ist ein guter Zeitpunkt, Erntedank zu feiern. Wir danken der Erde und all ihren Waltern und Beschützern für die reiche Ernte. Wir bitten um Schutz für die Früchte unserer Arbeit, damit wir die düstere Zeit gut überstehen (gilt auch im übertragenen Sinne). Wir vertrauen darauf, dass uns auch im nächsten Jahr wieder eine Ernte zuteil wird.
      Marbon ist ein fröhliches Fest – wie die meisten im Jahreskreis. Nach getaner Arbeit haben wir Grund zum Feiern. Wir schauen zurück auf die gelungenen Werke dieses Sommers und freuen uns daran. Dabei wollen wir die nicht vergessen, die zum Gelingen beigetragen haben und ihnen danken für Unterstützung und Geleit.

      Die, die beim Marbon-Ritual dabei waren, kennen den Text. Mit den anderen möchte ich ihn gerne teilen, als Denkanstoß für eigene Worte.
      Im Vorfeld auf die
      Herbst-Tagundnachtgleiche habe ich mir in diesem Jahr einige Gedanken
      gemacht. Ich finde dieses Fest gut geeignet, um kleinen Kindern
      einige naturspirituelle Aspekte näher zu bringen.

      Mein Großer ist nun
      fast 5, der Mittlere fast 3. In den letzten Tagen haben wir schon
      fleißig Kastanien, Eicheln und Nüsse im Wald gesammelt. Wir sammeln
      das ganze Jahr über Schätze aus der Natur und arrangieren diese
      passend zur Jahreszeit in unserer Tischdeko. Unsere diesjährige
      Herbstdeko ist noch nicht fertig. Aber ich habe mal ein Bild vom
      letzten Jahr angefügt.

      Heute Vormittag habe
      ich den Papa dann mit den Kindern raus geschickt. In der Zwischenzeit
      habe ich den Tisch mit einer großen Fülle an Obst und Gemüse
      geschmückt. Auch die gesammelten Kastanien und Nüsse haben einen
      Platz gefunden.

      Als die Kinder
      wieder da waren, war das Staunen erstmal groß. Ich habe dann ein
      bisschen erzählt, wie die Menschen früher im Rhythmus der Natur
      lebten und wie sie dankbar waren für dass, was Mutter Erde ihnen
      gab. Außerdem habe ich vom allgegenwärtigen Kreislauf von Werden,
      Wachsen, Vergehen und Wiederkehr erzählt und dies am Beispiel des
      Jahreskreises erklärt. Der Große hat mir zumindest zugehört. Der
      Mittlere war mehr damit beschäftigt die Nüsse in Grüppchen
      aufzuteilen.

      Anschließend
      spielten wir eine Runde „Früchteraten“. Mein Großer (der
      Mittlere wollte nicht) bekam die Augen verbunden und eine Frucht in
      die Hand gedrückt. Durch Tasten und Riechen sollte er erraten, um
      welche Frucht es sich handelt. Das hat ihm sichtlich Spaß gemacht
      und er hat auch fast alle Früchte erkannt.

      Einen Teil des
      Gemüses haben wir dann zu einem (für die Erwachsenen) leckeren
      Ratatouille verarbeitet. Zum Nachtisch gab es noch Obstsalat mit
      Nüssen, was dann auch bei den Jungs etwas mehr Begeisterung
      auslöste.

      Dafür, dass es
      unser erster Versuch war die Herbst-Tagundnachtgleiche bewusst zu
      erleben, bin ich wirklich zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass es
      den Kindern Spaß gemacht hat. Die Gedanken und Vorbereitungen, die
      ich im Vorfeld hatte, haben auch mir selbst geholfen mich bewusster
      mit dem Thema auseinanderzusetzen.

      Jetzt freue ich mich
      auf einen schönen Herbst und wünsche euch für die dunkle
      Jahreshälfte viel Ruhe und Gemütlichkeit!
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