Verschiedene liturgische Sprachen für verschiedene Götter?

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      Artjom schrieb:

      Ich habe meine Bücher zum Thema nachgeschlagen, doch nichts gefunden. Der Name "Pyrenos" begegnete mir im Internet, sowohl im deutschen Wikipedia-Artikel zu Perun wie auch auf der Website "Wendisches Heidentum". Der Name soll in einer Vita des Heiligen Demetrios aus dem 7. Jh. auftauchen und mit einem Orakelspruch in Verbindung stehen.


      Ich habe die Angabe aus Zdenek Vana, Mythologie und Götterwelt der slawischen Völker, Stuttgart 1992, S. 71.

      P. S.: Wenn man im Antwortmodus ist, ist es sehr irritierend, daß dennoch ein "Antwort-Button" da ist. Klickt man aus Versehen da drauf, statt auf den etwas unauffälligeren "Absenden"-Button, ist der Antworttext weg. Ist mir schon zweimal passiert.
      Jetzt habe ich diesen Thread durchgelesen und möchte auch nicht auf jeden einzelnen Punkt eingehen. Schließlich sind hier bereits durch viele User sehr kluge und richtige Anmerkungen gemacht worden.

      Die Zeit, da ich mich nicht weiter betätigen konnte, habe ich genutzt und mich weiter über die alten Religionen belesen. Ich bin zwar noch nicht durch, aber ich muss sagen, dass ich viel lernen konnte, manchmal sehr staunte, aber auch - im positiven Sinne - schwer beeindruckt bin.

      Wie kam ich als Deutscher dazu, mich den antiken Kulten der Griechen und Römer zu zuwenden? (Was nicht bedeutet, dass ich die Kultur und die Werte in Deutschland nicht zu schätzen weiß. Ganz im Gegenteil, ich verteidige sie oftmals vehement.) Zuerst war es mein Interesse an den antiken Kulturen, dann stetig steigende Neugier und schließlich ein spirituelles Erlebnis, dass mir zeigte, dass ich mich auf dem richtigen Weg befand. Dabei interessierte es mich nicht, ob ich nun griechischer oder römischer Abstammung bin. Die Götter kennen keine Grenzen, Staaten oder Völker. Wer sie ehrt und wer ihnen Respekt bezeugt, gehört dazu. Hellenen gibt es heute auch in den USA oder Australien und nicht alle dürften griechische Wurzeln haben.

      Mit dem Wachsen des Reiches breitete sich die Religio Romanum aus, veränderte sich auch zum Teil in einigen Regionen, so wie auch Kulte aus anderen Ländern in Rom eingeführt wurden.

      Götter fassen auch nicht die Menschen in einen Freund-Feindbegriff. Es gibt ein Beispiel, wo Römer vor einem Kampf der fremden Gottheit versprachen sie weiter zu ehren und den Kult nach Rom zu bringen, wenn sie siegen würden. Tatsächlich gewannen Sie die Schlacht, und hielten ihr Versprechen ein. Um welchen regionalen Gott es ging, weiß ich jetzt leider nicht aus dem Kopf, aber falls es interessiert, könnte ich noch einmal nachsehen.

      Oftmals nahmen Völker die römischen Götter an, wenn sie in das Reich kamen (egal wie). Manchmal vermischten sich die Kulte, aber niemals wurden wegen der Götter Krieg geführt. Die Offenheit paganer Kulte, ist sehr erstaunlich. Offen für jeden Menschen, der zu den Göttern beten wollte, offen für neue, andere Götter.

      Ich glaube, Corvina war es, die sehr schön beschrieb, dass man die Kulte unterscheiden muss. Der größte Teil der paganen Kulte erfolgte im eigenen Haus. Daher braucht es auch heute nicht unbedingt einen Tempel in Berlin, Hamburg oder Dresdens, um sich zur Religio Romanum oder dem Hellenismos zu bekennen. Etwas anderes waren die Staatskulte oder der Kult für die Schutzgötter der Polis in Griechenland. An diesem sollten sich alle Bürger beteiligen, weil es dem Gemeinwohl diente.

      Kulte kamen und gingen, weil jedem freistand vor allem bei den Römern), neue Kulte einzuführen. Sie erloschen, sobald sich kein Geldgeber zum Erhalt des Kultes fand. Daran kann man sehen, dass damals die Religion nicht von oben verordnet und bis ins letzte Detail vorgeschrieben wurde. Der Kult war Privatsache und er fand seine Anhänger oder auch nicht. Ausnahmen davon machte nur der Staatskult, wo die Rituale bis zum Wortlaut genau vorgeschrieben waren.

      Vielen Dank auch, für die Klarstellung, bezüglich der römischen Kaiser und ihrer Vergöttlichung.

      Die Freiheit, die einem die paganen Götter lassen, ist fast grenzenlos. Dabei fühle ich mich auch als Deutscher in diesen Kulten gut aufgehoben, - ganz einfach - weil sie mit guttun.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.