Auffällige Übereinstimmungen bei Traditionen, Festen, und Überlieferungen verschiedener Religionen

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      Es gibt viele lokal aufgetretene Fluten, die dann in Überlieferungen von Überschwemmungen. Es ist nur allgemein anerkannt, dass wenn man von "der" Sintflut spricht, die bliblische Geschichte gemeint ist. Falls Du daran interessiert bist, kann ich mal etwas dazu schreiben, wie die klimatische Entwicklung zwischen 12.000 und 3.000 vor Christus im Zweistromland ausgesehen hat.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.
      Hallo zusammen,
      weil ich grad darüber gestoßen bin: Es gibt ja nicht nur Übereinstimmungen bezüglich Schöpfungsgeschichten sondern ja auch bezüglich einem Ende der Welt.
      Es gibt nicht nur eine christliche Apokalypse sondern wir finden ja auch bei den Maya Hinweise auf sogar mehrere Zyklen/Ären der Menschheit und der Welt, oder in den kemetischen Mythen (siehe Thread "Sterben der Götter-Ende der Schöpfung") oder in den Veden des Sanatana Dharma (erzählt wird da z.B. von den Tänze von Nataraji (=Shiva) und Ma Kalika.

      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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      ANB´s
      Da in einem anderen Thread Menschenopfer erwähnt wurden, ist mir eine weitere Übereinstimmung aufgefallen.

      Im Alten Testament wird berichtet, dass Gott von Abraham fordert, dass dieser seinen Sohn Isaak opfert. Abraham ist dazu bereit, doch dann wird er durch einen Engel in seinem Treiben aufgehalten. Obwohl er es zuvor forderte, wollte er kein Menschenopfer (mehr).

      Die Parallelen zur Opferung der Iphigenie auf Aulis sind erstaunlich.
      Agamemnon hatte auf der Jagd eine Hirschkuh erlegt und anschließend damit geprahlt, dass selbst die Göttin der Jagd nicht hätte besser treffen können. Aus Verärgerung über diese Respektlosigkeit, verursachten die Götter eine Windstille und verurteilte damit die Flotte der Grieche zur Untätigkeit. Erst der Vogelseher Kalchas vermochte zu erklären, wie das Problem gelöst werden kann. Es wurde verlangt, dass Agamemnon der Artemis seine Tochter Iphigenie opferte. Der Mann erklärte sich dazu bereit, und schickte nach seiner Tochter. Nach einigen Diskussionen, nahm die Unglückliche zum Wohle der Griechen ihr Schicksal an. Doch auch sie wurde im letzten Augenblick gerettet. Artemis hatte ein Einsehen, nahm sie in ihre Schar Nymphen auf und legte, als der Opferstahl herabfuhr, an Stelle der Iphigenie eine Hindin.

      In beiden Geschichten werden Menschenopfer angesprochen, sogar verlangt, aber nicht mehr vollzogen. Die Erzählung von Iphigenie gehört zum trojanischen Sagenkreis. In ihr sind zwar die Menschenopfer noch im Gedächtnis der Erzähler, werden aber nicht mehr vollzogen. Es stellt sich nur die Frage, ob dies zu Homers Lebzeiten so war (8. Jahrhundert vor Christus), oder sich diese Erinnerung auf jene Zeit bezog, in der die Ilias handelt (etwa 1300 v.Chr.). Da Homer alte Quellen nutzte, könnte es auch sein, dass in Griechenland schon seit vor 1300 v. Chr. die Menschenopfer aufhörten. Als spätester Zeitpunkt darf man aber 800 v. Chr. annehmen.

      Da es zwischen 1100 und 800 v. Chr., dem sogenannten dunklem Zeitalter, aus Griechenland kaum Überlieferungen und Zeugnisse gibt, wird es schwer, genauere Nachforschungen anzustellen. Aber zum Vergleich, dass Alte Testament wurde, wie ich weiter oben bereits erwähnte, etwa 500 v. Chr. geschrieben.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.