Spiritualität oder was?

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      Spiritualität oder was?

      Hi all@

      also hier gehts lang zur Spiritualität. Inzwischen ein sehr geprügeltes und missgebrauchtes und missgedeutetes Wort mit zum Teil Inhalten, von denen keiner weiss was es überhaupt bedeuten soll.

      Ich höre das Wort seit Jahren, es hat Konjunktur...und ich empfinde starken Widerwillen was da alles drauf und reingepackt wird.
      Die SpiritualitätsKeule trifft immer. Genial, kommt an Schwurbelworten direkt nach Erleuchtung.

      Bis jetzt. Bin voll gespannt ob s hier Bestätigung gibt oder ob jemand meine kritsche Haltung und der Einschätzung, dass es sich um Worthülsen handelt gute Argumente entgegenzusetzen hat.

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      >nunNUN(°>
      Mir ist nicht ganz klar, wofür genau du den Thread aufgemachst hast. Möchtest du hier die Definition der Beteiligten hören?

      Ich verstehe unter "Spiritualität" die persönliche Ausrichtung eines Menschen in Bezug auf das Transzendente.

      Ich verwende den Begriff meist in Abgrenzung zum Begriff "Religion", deren Hauptmerkmal für mich eine vorgegebene Theologie ist, deren Vorgaben die Anhänger der Religion mehr oder weniger für sich übernommen haben und in deren Rahmen der Einzelne sich bewegt, während "Spiritualität" auf persönlichen Erfahrungen und Erkentnissen basiert.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      Ja danke Umo,

      das war meine Absicht, einfach mal den Begriff aus so vielen wie möglichen Ecken sehen zu können, vor allem um klar zu kriegen ( also nicht unbedingt nur für mich ! ) was alles unter Spiritualität verstanden wird.

      Wie gesagt mir fällt es noch schwer Fleisch von Knochen zu trennen.

      Ah ich bin ein langsam und hab nur diese Restwoche um mich etwas ausführlicher mit dem Thema zu beschäftigen nexte Woche bin ich wieder voll eingespannt.

      Lg fee
      >nunNUN(°>
      Nachdem ich mich durch die jüngsten posts im “Genetik-thread“ gelesen habe, ist mir klar wie du darauf kommst, die Frage zu stellen.

      Spiritualität wird aus meiner Sicht nicht genetisch beeinflusst. Zumindest nicht in dem Sinn, dass man aufgrund der geografischen Herkunft zu einer bestimmten Form der spirituellen Praxis kommt.

      Spiritualität ist individuelles erleben, wahrnehmen und Handeln eines Menschen aufgrund seiner religiösen Vorstellungen.

      Im Bezug auf die etablierten Religionen würde man da wohl von Frömmigkeit reden.

      Schöne Beispiele aus meiner Sicht: Das sprechen bestimmter Gebete bei bestimmten Ereignissen. so gibt es Überlieferungen von traditionellen Gebeten und Handlungen für Aussaat oder Ernte aus diversen (meistens katholischen) Gegenden. Praktiken wie das Schlagen des Kreuzes samt Anrufung von Gott oder Maria, wenn man weit weg von schützenden Gebäuden von einem Gewitter überrascht wird habe ich noch zu meiner Schulzeit in den 70ern und 80ern bei älteren Leuten wie meinem Grundschullehrer, der wohl um die 50 war, und noch öfter bei den Endfünfzigern und Rentnern die noch mit Weinbau oder Gemüsegärten zum Familien Unterhalt beitrugen erlebt. Auch im tibetischen Buddhismus gibt es eine ganze Menge solcher kleinen Handlungen, mit denen den religiösen Vorstellungen Ausdruck verliehen wird.
      Wenn jemand sagt er wäre spirituell, dann ist das häufig um sich vom Mainstream irgendwie abzugrenzen. Mein Verständniss von Spiritualität, ist da eher das Bewusstwerden, der nicht greifbaren Verbindung zwischen den Dingen.
      Heute kann man einige Verbindungen, durch die Wissenschaft greifbar machen, aber am Ende bleibt auch da immer eine Verbindung, die nicht greifbar ist.

      Eule wrote:


      Das sprechen bestimmter Gebete bei bestimmten Ereignissen.


      Ist das nicht nur lediglich das Ausleben oder der Ausdruck von Spiritualität (oder nach meinem Verständnis eher der Religiosität, da es ja im Rahmen der Vorstellungswelt einer institutionellen Religion stattfindet) anstatt der Spiritualität selbst? Du schreibst doch auch vorher von individuellem Erleben und Wahrnehmen. Das was du da in deinem Beispiel bringst, würde ich eher als "rituelle Handlung" bezeichnen. Die ein Teil von Spiritualität sein kann, aber nicht muss.


      Ich bin mal gespannt, ob Mischlingskind hier oder im anderen Thread noch (s)eine Definition bringt. Denn wo Spiritualität tatsächlich ja an Genetik geknüpft wird, ist ja bei den Theosophen und vergleichbaren Strömungen. Mal schauen, ob er so was meint.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      Ich komme mit meinen Überlegungen immer zum Stocken wenn ich überlege wo Geist mit Materie zusammen wirkt. Schnittstelle Mensch. Gedanken selber sind unsichtbar was sichtbar gemacht werden kann sind Aktivitäten an entsprechenden Stellen im Gehirn. Das Gehirn ist Materie und seine Funktion ist ? Geist? Inwiefern könnte denn ein Gedanke und Spiritualität sind ja irgendwie Gedanken ? Von meiner Abstammung her beeinflusst sein?

      Wodurch ich ganz ganz sicher beeinflusst bin ist durch Erfahrungen und Erinnerungen bzw. Muster der Menschen, denen ich als Kind anvertraut oder ausgeliefert oder bei denen ich gelebt habe...die beeinflussen dadurch auch wie ich mit Situationen umgehe oder wie meine Gedanken zu bestimmten Erlebnissen sind ...das lässt sich jedoch ändern,- ! nicht in der Genetik direkt-... angeblich können sich da Änderungen nur im zarten Kindesalter manifestieren...

      dem widersprechen andere Forscher, die meinen auch wenn man älter sei könnten bestimmte Sequenzen der Genkette noch umgeschrieben werden... verschlimmbessert ja?, durch das wegbrechen bestimmter Informationen an den Enden der Ketten... verbessert? ich suche nach entsprechenden Arbeiten hab aber bisher nur neue und ""viele"" *Theorien* gefunden.
      Also nix wirklich zitierbares oder etwas das meine Meinung, dass Gene und Spiritualitäten bzw. GEDANKEN nichts miteinander zu tun hätten, widerlegen würde Kein Beweis ...nix...

      Spiritualität hab ich auch dann mal Wikipedia bemüht es ist als geistige Angelegenheit definiert und welche Verbindung hat Geist zu oder mit Materie ( zu der ich die Dns zähle ) ?

      Nachdem *Seele* ( also das Konzept des Dreiklangs seele körper geist " hat sich bei mir verflüchtigt :( )in meiner Vorstellung enorm geschrumpft ist und mir Persönlichkeit weitgehend als Erinnerung oder so was Ähnliches erscheint...(was im weitesten Sinne etwas mit der Schlaganfallerkrankung der längsten meiner FreundInnen zu tun hat bei der ich einfach Sachen sehe, die waren eben vor dem Schlaganfall anders sehr viel anders... :-(...

      Ja was bleibt ist ziemlich rational. Und, gut wenn ich Spiritualität als Gegenpol zu Religiosität sehe mir täte diese Definition schon reichen... den ganzen esotherischen Auf und Übersattel den brauch ich wahrlich nicht mehr ist ausschliesslich Zeit und tendenziell Geldraubend.

      Es geht mir auch nicht darum die Glaubenssätze eines Menschen zu demontieren oder jemanden umzustimmen, ich finde es nur enorm wichtig sich nichts vorzumachen, nicht zu glauben alles was man sei,- sei durch Abstammung oder Gene erklärt, genauso wenig wie erklärt werden kann ich wäre nur das Produkt der Erziehung meiner Eltern oder das Opfer einer gewalttätigen Umwelt.

      Wenn ich nur Opfer wäre oder nur Täter wär es einfach, gell ? Meist bin ich aber Beides immer schön abwexelnd. So bin ich als Mensch eben Geist und Körper die interagieren so subtil und so vielfältig, ich traute mich nicht zu sagen in welcher Vielfalt.

      Muss leiders noch mal drüberdenken. Lg Fee
      >nunNUN(°>

      Umo wrote:

      Eule wrote:


      Das sprechen bestimmter Gebete bei bestimmten Ereignissen.


      Ich bin mal gespannt, ob Mischlingskind hier oder im anderen Thread noch (s)eine Definition bringt. Denn wo Spiritualität tatsächlich ja an Genetik geknüpft wird, ist ja bei den Theosophen und vergleichbaren Strömungen. Mal schauen, ob er so was meint.



      Nö, mein ich damit nicht. Viele noch existierende Jäger und Sammler Gesellschaften praktizieren heute noch Ahnenverehrung, ob jetzt von realen Ahnen oder Mythischen. Nur in Europa und Westasien (+Mittlerer Osten?) sieht das anders aus, hier ist seit einigen Tausend Jahren ja viel Umwälzung passiert, vor allem wohl durch das Christentum auch wenn es vorher schon einige Veränderungen gab wie die Indoeuropäisierung, die jedoch nicht den Ahnenglauben vertrieb.

      Mythische Ahnen sind das, was man heute als Götter definiert wie z.B. Odin auf den sich ja auch einige skandinavische Herrscher als Abstammungslinie beriefen.
      Nur das Problem ist, niemand kann heute noch nachweisen, wer Odin z.B. mal wirklich war.
      Vielleicht war das irgendein Glockenbecher- oder Schnurkeramischer Fürst, was wohl am wahrscheinlichsten ist.
      Möglicher Weise waren die Wanen irgendwelche Ahnen der Trichterbecherkutur, wenn sie denn nicht im Mittelalter dazu gedichtet wurden, was auch manche Forscher vermuten. Sie könnten frei erfunden sein, oder auch die vor den Glockenbecherleuten eingewanderten Schnurkeramiker gewesen sein.
      Who knows?

      Jedenfalls waren die meisten in der Edda heute stehenden Geschichten wohl keine Ideen der Jäger und Sammler, denn die typischen Zeichnungen und Symbole der nordischen Bronzezeit (z.B. Pflug mit Rindern) tauchen auch zur gleichen Zeit im Alpenraum auf, Jäger und Sammler hatten ganz andere Stile und konnten Ideen wohl nicht so schnell verbreiten. Hingegen sind Bootsbeerdigungen, schon aus der Jäger und Sammler Zeit in Skandinavien belegt und wurden wohl übernommen.

      Christen glaubten ja auch in ihrer Anfangszeit, dass ihr Gott/JHWH/El usw. sie aus Ägypten geführt hat, also ihre Ahnen ganz real Sklaven dort waren. Davor war das wohl mal irgendein Ziegen-Pastoralist mit vielen Söhnen ;) Später gab es dann den Mythos mit Adam und Eva, damit auch brav jeder von dem Abstammt, Snorri hat die Idee dann in der Edda eingebaut mit Ask und Embla, obwohl man ihn wohl kaum als absichtlichen Religionsstiften sehen kann, eher Märchenonkel.

      Ihr versteht wohl worauf ich hinaus will, dieser Ahnenglaube war sehr effektiv, denn er hielt die Leute gut zusammen, ihre Abstammung konnten sie eben nicht leugnen.

      Und wenn der nicht vorhanden war, musste man ihn eben erstellen, so wie das z.B. heute tibetische und westliche Lamas tun, um Menschen zu manipulieren. Sagen denen so Sachen wie „Ich kenne dich aus einem vergangenen Leben, wir waren mal verheiratet“ und schon haben sie dich in ihren „Clan“ integriert, der natürlich auf Destruktivität und Ausnutzung abgebaut ist, weil die „Liebe“ nur einseitig stattfindet, was der große Unterschied zu einem echten Clan ist. Bauernfängerei.

      Damit das aufrecht erhalten werden kann, kann man z.B. wie im Christentum, drakonische Erziehungsregeln und Ehegebote aufstellen, damit keine echte Bindung zwischen den Familien entsteht und man sich gegenseitig hasst und auf die Nerven geht, oder wie im dritten Reich man die eigene Eltern verrät und in den Zug nach, na ihr wisst schon bringt. Das ist übrigens der Grund, warum ich Faschisten und Nationalisten niemals echte „Liebe“ für Ihresgleichen zugestehen würde, sie verraten ihre eigenen Leute. Man sehe nur wie die EV Kirche damals mit ihren „Schäfchen“ umgegangen ist, z.B. den Behinderten die sie eigenhändig zu, na ihr wisst schon wohin gebracht haben…

      Patrilinear fällt mir aber auch ein sehr brutales Clansystem ein, das alte albanische System, das man noch vor kurzen in den Bergregionen fand, wohl auch noch findet. Wahrscheinlich ein Relikt aus der Bronzezeit? Dort gibt es z.B. auch ein „Transgender-Phänomen“ wo „Frauen“ zum Krieger werden können, indem sie auf all ihre Rechte als Frau, also auch auf das Heiraten verzichten und dann als Mann anerkannt sind. Dort zählt die Abstammungslinie des Vaters besonders stark.

      Mischlingskind wrote:

      Mythische Ahnen sind das, was man heute als Götter definiert wie z.B. Odin auf den sich ja auch einige skandinavische Herrscher als Abstammungslinie beriefen.


      Die Praxis der skandinavischen Herrscher im Hochmittelalter, sich eine fiktive Ahnenlinie zu verpassen, hatte nur rein gar nichts mit einem religiösen Ahnenkult zu tun.
      Wie du schon richtig sagtest, haben sich einige Herrscher diese Ahnenlinie ersonnen. Das haben sie als Legitimation ihrer Herrschaft gemacht, da das politische Konzept des Königtum bis dahin in Skandinavien fremd war und die Bevölkerung sonst gesagt hätte: "Warum solltest ausgerechnet DU über uns herrschen?" Ein angeblich uralter Stammbaum konnte ihnen so eine geistige Legitimität für ihre Herrschaft verschaffen, neben der weltlichen finanziellen und kriegerischen Gewalt natürlich. (Aus dem Grund haben die sich aus später bemüht, ihre toten Könige zu Heiligen zu erklären, um ans Festlandeuropa mit deren längst bestehenden Königtum und Heiligenkult mit all den weltlichen Vorteilen wie Herrschaftsetablierung und wirtschaftliche Vorteile eines Wallfahrtsorts anzuknüpfen.

      Und wenn du im 7. Jahrhundert bei den Festlandgermanen guckst, warum die ähnliches gemacht haben, dann schmeiß deine Gen-Theorie in die Tonne.
      Denn weißt du, warum die das gemacht haben? Das diente dazu, eine gemeinsame Geschichte zu erfinden, um die nicht nur genetisch, sondern sogar ethnisch inhomogenen Verbände zusammenhalten. So wurden diese poly-ethnischen Verbände, deren Mitglieder sich aus allen möglichen Stämmen zusammensetzte (und zwar nicht nur germanischen und keltischen, sondern allem, was damals so in Europa, Vorder- oder gar Zentralasien und Nordafrika herumwanderte) und durch die ersonnenen Herkunftsgeschichten zu ideellen Einheiten zu verschweißen.

      Solche Geschichten waren eben besonders in Zeiten der Völkerwanderung wichtig, da man da nicht in Besitz eines Gebietes war, in dem die tatsächlichen "genetischen" Ahnen, also Blutsverwandte ruhten, die man hätte verehren können. Aber genau das ist beim tatsächlichen Ahnenkult von Bedeutung! Die Verbindung zu einem Gebiet, die sich dadurch legitimierte, dass die Ahnen in ihm ruhten.
      Es hatte schon einen Grund, warum die Kirche anfangs große Schwierigkeiten hatte, die Bekehrten dazu zu bringen, die Toten nicht mehr in den (Grab-)Hügel ihres eigenen Landes zu bestatten, sondern sie und ihre Macht quasi in den Besitz der Kirche zu übergeben, wenn sie auf den Kirchhof begraben wurden.

      Diese ersonnenen Ahnen hätten die Königshäuser am liebsten aus der Bibel gewählt, aber da das dann selbst für die zeitgenössischen Menschen zu weit hergeholt gewesen wäre, haben sie sich dann doch auf die Antike und die eigene Mythologie gestützt. So haben sich viele Ethnien damals trojanische Helden wie Aeneas als Stammvater gewählt, der angeblich bis nach Britannien und Skandinavien gekommen ist, um da neue Reiche zu gründen.

      Mischlingskind wrote:

      Nur das Problem ist, niemand kann heute noch nachweisen, wer Odin z.B. mal wirklich war. Vielleicht war das irgendein Glockenbecher- oder Schnurkeramischer Fürst, was wohl am wahrscheinlichsten ist.


      Du glaubst, dass heidnische Götter einmal wirkliche Menschen gewesen seien, weil mittelalterliche Christen sich mit ihnen eine Herkunftsgeschichte zusammengestrickt haben, aber als Christen nicht mehr sagen konnten, dass das Götter gewesen seien, sondern sie als menschliche Zauberer darstellen mussten, die die dummen heidnischen Menschen damals nur haben glauben lassen, dass sie Götter gewesen seien. Weil das in deine selbstgestrickte genetische Herkunftsgeschichte so gut passen würde, in der du der arme unterdrückte Edle Wilde bist, dem die selben Sonderrechte zustehen wie anderen benachteiligten Ethnien. Aaaah ja.

      Mischlingskind wrote:

      Jedenfalls waren die meisten in der Edda heute stehenden Geschichten wohl keine Ideen der Jäger und Sammler,


      Äh, was? Die Edda wurde im 13. Jahrhundert im christianisierten Island niedergeschrieben. Sie zeigt allenfalls einen Ausschnitt des heidnischen Glaubens, wie er in der Wikingerzeit von einer Kriegerelite betrieben wurde.
      Wenn du mal, anstatt dich aus YouTube Videos zu informieren, ein paar Fachbücher über den germanischen Glauben lesen würdest, dann müsstest du solche absurden Äußerungen nicht raushauen.
      Irgendwelche Felsritzzeichnungen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. haben nur sehr bedingt etwas mit dem Glauben germanischer Ethnien aus dem 1. Jahrtausend n. Chr. zu tun. Und mit "sehr bedingt" meine ich Konzepte, die sich z.B. auf Phänomene wie Fruchtbarkeit und Meteorologie und Astrologie stützen, und die darum ein verbindendes Element fast aller Religionen sind. Wenn die Sonne also von Steinzeitvölkern verehrt wurde, und Polytheisten das in späteren Zeiten in den selben Teilen der Erde auch taten, kann man daraus nicht den Schluss ziehen, das die die selbe Weltsicht hatten. Oder gar genetisch verwandt gewesen wären.

      Mischlingskind wrote:

      Snorri hat die Idee dann in der Edda eingebaut mit Ask und Embla, obwohl man ihn wohl kaum als absichtlichen Religionsstiften sehen kann, eher Märchenonkel.


      Du hast die ganze Zeit dein Abstammungs-Weltbild auf den Aussagen dieser Märchenonkel aufgebaut. Hier lese ich auf einmal Kritik an deren Vorgehen? 8| Ich verstehe nicht so ganz, welche Haltung du in deinem letzten Posting nun vertreten hast. Findest du dieses Geschichtenerfinden als Ersatz für eine nicht gegebene gemeinsame genetische Abstimmung nun positiv oder negativ?

      Und was vor allem noch gar nicht geklärt wurde: Was hat das alles mit Spiritualität und Genen zu tun?

      Der Abstammungsmythos eins Königshauses hat schon mal gar nichts mit der Spiritualität seines Volkes zu tun. (Egal, ob der König nun ein Meeresungeheuer, Brutus, Aeneas, Yngvi oder Odin als seien Urahn verkauft hat, hat die einfache Bevölkerung ihren jeweiligen lokalen Göttern geopfert oder sie waren Christen, weil das von den selben Königen aus machtpolitischen Gründen als Staatskult eingeführt worden ist. Nur weil die Geschichtsschreiber z.B. erzählt haben, dass die damals alle aus Troja vertrieben worden seien, haben die nicht angefangen, griechische Götter zu verehren.)

      Der Abstammungsmythos eines Volkes diente dazu, die "Zweckverbände" von Völkern, die weder genetisch noch ethnisch eine gemeinsame Herkunft aufwiesen, zusammenhalten. Das ist also das beste Argument gegen deinen postulierten Zusammenhang von Genen und Spiritualität.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      Hallo Umo, du bist ein ziemlicher Volltrottel. Nirgendswo steht in meinem Beitrag, ich hätte meine Vorstellungen aus der Edda, nein ich schrieb Snorri ist ein MÄRCHENONKEL. Des weiteren lese ich NUR Fachliteratur zu dem Thema. Hör auf mich anzugreifen, in dem du mich als „Edle
      Wilde Ausgestorbene XY“ bezeichnest, du bist ein verletzender Spinner. Ziemlich dreist, wie du mir hier rein lockst und nach meiner Meinung fragst, nur um mich dann dämlich darzustellen, indem du dich hier selber Profilierst.

      Wenn du mich weiter angreifst, werde ich hier nicht mehr schreiben. Mir fällt auch auf, wie du andere Leute ständig persönlich angehst, das nervt unheimlich.