Schüren von neuzeitlichen, heidnischen "Religionskriegen"

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    @ Umo

    ob das die Eltern waren, oder der miterziehende Fernseher oder die etwas seltsame Erziehunghelfende Schule...man weiss es nicht. Auf alle Fälle hat er punktgenau den Reaktionspunkt bei der Gruppe erwischt. Ich weiss nicht wie Kid genau auf ^Du Christ^ als Schimpfwort kam. Das war bis jetzt das erste Mal dass ich das so gehört habe....

    Gut noch paar Gedanken.


    Insgesamt war dann in der Gruppe die Ansage, dass Religionszugehörigkeiten und *fg* sag ich mal so...flapsig Stammeszugehörigkeiten keine Relevanz haben und einfach zur Beleidigung des anderen zu vermeiden sind...

    Ist eh spannend auf welche Beleidungen wer beleidigt reagiert..."Deine Mutter" "ist"
    ist immer noch zugkräftig...

    Könnte es möglich sein, dass durch dieses unsägliche Beleidigungsverhalten (bei nahezu dem Alter nach Erwachsenen) und diese zum Teil schon strafbaren Verunglimpfungen im öffentlichen Raum der jeweils anderen Gruppe etwas ganz anderes kanalisiert werden soll als dargestellt?

    Ich möcht ja nun net jedem der rumgröhlt ne Therapie empfehlen ? Oder vllt. Doch?

    lg fee
    >nunNUN(°>
    Der Thread ist ja schon was älter, aber hab ihn gerade erst entdeckt, hoffe ist okay wenn ich noch antworte.

    Christenbashing ist mir hier im Forum auch schon vereinzelt aufgefallen. Abgesehen davon dass es den Gerechtigkeitsprinzip widerspricht wirft es natürlich auch ein schlechtes Licht auf den Neopaganismus generell. Viele Menschen denken wir sind alle nur vom Christentum frustriert und nutzen das Heidentum quasi zur ,,Rebellion“. Und durch solche undifferenzierten Beiträge scheint sich das Ganze auch noch zu bestätigen.

    Dennis wrote:

    Der Thread ist ja schon was älter, aber hab ihn gerade erst entdeckt, hoffe ist okay wenn ich noch antworte.

    Christenbashing ist mir hier im Forum auch schon vereinzelt aufgefallen. Abgesehen davon dass es den Gerechtigkeitsprinzip widerspricht wirft es natürlich auch ein schlechtes Licht auf den Neopaganismus generell. Viele Menschen denken wir sind alle nur vom Christentum frustriert und nutzen das Heidentum quasi zur ,,Rebellion“. Und durch solche undifferenzierten Beiträge scheint sich das Ganze auch noch zu bestätigen.


    Das war aber vor 18 Jahren auch nicht anders. Gehört fast "dazu" scheint es....
    Done being nice.
    Nun ja... Viele haben eben auch sehr unterm Christentum gelitten. Und wenn da persönliche Geschichten dahinter stecken, dann respektiere ich den Schmerz, der dahinter steht.

    Mein grösstes Problem habe ich damit, wenn Christentum, Kirche(n), Dogmen und verschiedene Konfessionen Kreuz und quer zusammengeschmissen und dann auch noch historische Greuel verschiedenster Jahrhunderte dazwischen gerührt werden. Dazu dann noch Ein paar Verallgemeinerungen als Zuckerguss und fertig ist das Christen-Mobbing...

    Ich selbst habe im Christentum viel gelernt. Sehr viel. Und ich mag viele Weisheiten der christlichen Mythologie.

    Dennoch werde ich meine Gemeinde und Konfession in der kommenden Woche nach 45 Jahren verlassen.

    Ich habe eingesehen, dass diese Beziehung mir nicht länger gut tut und es mir wirklich nicht mehr dient... Daher ziehe ich 16 Jahre nach meiner praktischen Trennung von Kirchens nun auch die bürokratische Konsequenz.

    Was wiederum nicht bedeutet.dass ich ein Problem mit den christliche Entitäten habe... Nur mit ihren Repräsentanten auf Erden.
    Habe mir den Thread nicht in Gänze durchgelesen, sondern nur den Beginn und das Ende.

    Soweit ich gehört habe, soll es auch in christlichen Foren heftig werden, wenn es um pagane Kulte geht. Scheint also ein allseits existierendes Problem zu sein.

    Mal im Ernst, wer will denn heute Leuten Vorwürfe machen, über Dinge, die vor Jahrhunderten vorgefallen sind? Ich erwarte lediglich, dass jeder mit seiner Geschichte offen und ehrlich umgeht. Es ist aber doch meist so, dass es leichter ist, Geschichten zu erzählen, in denen die eigenen Leute die Opfer waren, die Untaten jedoch andererseits unerwähnt bleiben.

    Bei Äußerungen in einem Forum, gleich von Religionskriegen zu sprechen, erschien mir im ersten Moment zu überspitzt. Nach einiger Überlegung bin ich jedoch darauf gestoßen, dass der letzte offen ausgetragene Religionskrieg gar nicht so lange her ist und vom IS geführt wurde. Er richtete sich gegen alle anderen Religionen, wenn ich da an die Jesiden, an die Flagge des IS, an das Propagandavideo mit römischer Kulisse oder z.B. an Palmyra denke.

    Dabei werden Kriege heute meist nicht mehr auf dem Schlachtfeld geführt, sondern mit einer asymmetrischen Strategie. In diese Kategorie dürfte dann auch religiös motivierter Terror fallen.

    Ich denke, das ist alles eine andere Nummer, als das, was ein Forum auslösen kann. Streiten, wenn es denn konstruktiv geschieht, darf man trotzdem, aber Aufrufe zur Gewalt sind natürlich inakzeptabel.
    Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.
    Persönlich stört es mich massiv wenn dem Christentum jedweder spirituelle Wert aberkannt wird, und es als minderwertig gegenüber dem Heidentum dargestellt wird, weil das Heidentum(tm) der einzig wahre weg ist. Klingt verdächtig nach dem, was der Kirche gerne vorgeworfen wird.....

    Dass Verbrechen der Vergangenheit, weit vor unserer Geburt, uns zulasten gelegt werden, sollten wir als Österreicher/Deutsche eigentlich gewohnt sein.....wir sind ja schließlich alle schuld am Doiferl.

    Kirche bin ich schon ewig ausgetreten. Ich zahl keinen Cent Kirchensteuer....taxation is theft, und die haben mehr Kohle als ich. Weit mehr.

    War als ich jünger war auch durchaus in der "Kreuzzug, Deus Vult" bzw vorher in den "burn the churches" Richtungen unterwegs....Teenager Rebell bzw desillusioniert von der damaligen Heidenszene. Heute ist es mir mehr oder weniger egal welche Religion wer hat....nur wenn er versucht mir seine aufzuzwingen bzw über mich zu stellen gibts noch remove kebab.
    Done being nice.
    Ich halte ja Vielfalt erstmal für was positives, auch und gerade im religiösen Bereich. Von daher fällt es mir auch relativ schwer mich in die ,,Die Wahrheit ist mein“-Fraktion hineinzuversetzen, über die Motivation kann ich nur spekulieren.
    Jemand hatte hier schon negative Erfahrungen im Zusammenhang mit den Christentum angesprochen. Das ist aber imho keine Rechtfertigung für intolerantes Verhalten. Negative Gefühle haben erstmal ihre Berechtigung. Aber vielleicht sollte man vor den posten sich mal selbst fragen ob das was man da in die Welt hinaussenden will wirklich so richtig ist. Ich meine negative Erfahrungen mit Heiden mögen zwar selten sein- nicht weil wir bessere Menschen sind sondern eher weil es nicht so viele gibt wie im Vergleich Christen- aber angenommen jemand hat negative Erfahrungen gemacht, will ich dann wirklich, dass diese Person über das Heidentum spricht wie ich über das Christentum spreche?