Eure Erfahrungen mit Freya und den Göttern?

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      Elikal schrieb:

      Als Ritualmagier ist mein Zugang natürlich eigen. Ich habe mit Wotan das "Liber Astarte Vel Berylli" gemacht. Das ist ein Ritual, welches die stufenweise Vereinigung mit einer Gottheit vollzieht, über einen begrenzten Zeitraum. Damals für ein dreiviertel Jahr. Man hat praktisch eine temporäre Besessenheit von einer Gottheit. Ich fand es sehr lehrreich und erhebend. Auch wenn ich seit Jahren kein Asatru mehr bin, fühle ich Wotan immernoch immer wieder, quasi als gern gesehener, geehrter Gast, der immer mal vorbei schaut, da er ohnehin im Archetyp als geheimnisvoller Wanderer zu einer meiner lieblings-Gottheiten gehört. Details möchte ich aber nicht berichten, um gewissermaßen die Vertraulichkeit zu wahren, aber ich denke, nach so vielen Jahren kann ich es erwähnen. Für mich als Einzelgänger war der Archetyp des einsamen Wanderers immer eine starke Identifikations-Kraft.

      Näher verbunden fühlte ich mich sonst nur mit Balder. Rein emotional.


      Hallo,
      das ist eine interessante Aussage, Elikal. Ich meine: du kannst dich wirklich - über welches Ritual auch immer - stufenweise einer Gottheit annähern? Also letztlich ein Gott sein? Wow, cool, find ich großartig. Und das gleich ein dreiviertel Jahr lang?? Noch großartiger.
      Und - wie war es denn so in der Klapsmühle? Weil - wer glaubt, er ist ein Gott, landet im allgemeinen da. Und vor allem, wer von Wodan besessen ist, landet im allgemeinen da. Ob man Wahnsinn nun für lehrreich hält...mag sein. Aber erhebend? Weiß nicht.
      Und Wodan ist bei dir immer noch ein gern gesehener Gast? Prima.
      Im allgemeinen (kannst du in Lehrbüchern der Tiefenpsychologie nachlesen) zerbricht die Identität eines Menschen, wenn er sich zu sehr einem Archetyp nähert. Man sein, dass das bei dir anders ist.
      Bitte erzähl mir doch, wie man so was macht. Ich meine mit einem Gott - speziell Wodan/Odin -auf einer Stufe und gleich zu sein, und sich dann später gelegentlich noch mal zu sehen und mit einem lässigen: "Hallo Gott!" zu begrüßen.
      Ich bin Asatru und Wodan ist mein Lieblingsgott, ich hab auch noch andere Götter, die ich sehr verehre und hochachte, aber er ist auf jeden Fall der, den ich am besten und längsten kenne. Einige Jahrzehnte mittlerweile. Aber niemals, wirklich niemals fand ich eine "Besessenheit" durch Wodan sonderlich angenehm. Ich hab allerdings dadurch viel gelernt, das ist wahr. Unter anderem, dass ich ein Mensch bin und kein Gott.
      Aber offenbar bin ich da etwas altmodisch. Wie Maximilian ein Post höher schrieb: :) offenbar ist heute beinah jeder mit den Götternm auf Du und Du. Na, ich nicht.
      Ist wohl auch besser so.
      Womit ich mich - nach diesen grummeligen Bemerkungen - auch gleich wieder aus der Diskussion verabschiede. Leider läst mir mein sehr gewöhnliches Alltagsleben kaum Zeit, mich mit Göttern und Gottgleichen zu unterhalten...
      Hallo Lynx,
      naja, dieses "Verschmelzen" mit einer Gottheit, oder das "Besessen-Sein" von einer Gottheit bzw. die Vereinigung mit einer Gottheit ist ja eigentlich nix, was so groß unkannt oder neu ist. - Zumindest in einigen heidnischen Richtungen, die das wiederum (so zumindest meine Meinung) aus dem (tantrischen) Hinduismus bzw. Buddhismus übernommen haben (zumindest, wenn es aus der Richtung der Zeremonialmagie kommt).
      Und im Voodoo, Santeria usw. ist ja Besessenheit auch etwas vollkommen normales.

      Allerdings sind damit auch ganz andere Sichtweisen (bezüglich der Gottheit(en)-Mensch-Beziehung) verbunden, als halt z.B. bei Euch Asatru.
      Aber darauf einzugehen sprengt eher den Rahmen dieses Threads.

      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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