Eure Erfahrungen mit Freya und den Göttern?

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      Maximillian schrieb:

      Es gibt nur die Götter.
      Es gibt germanische Gottesvorstellungen und griechische Gottesvorstellungen.
      Alles andere oder Andere ist für mich neopaganer Firlefanz


      Aber hier wurde doch ausdrücklich nach Erfahrungen gefragt, nicht nach Vorstellungen. Deswegen bezichtige ich dich jetzt auch nicht eines neosophistischen Firlefanzes, das wär am Thema vorbei :mrgreen:
      Zum Thema, hm ... Verträge mit den Göttern sollte man nicht leichtfertig eingehen, die sind schwerwiegend und die Antworten mitunter schwer zu interpretieren. Das schwankt zwischen felsenfester Gewissheit und verlorenem Stochern im nebligen Moor. Bis jetzt hab ich die Trittsteine noch immer gefunden und werte das mal als gutes Zeichen.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Philip Meinhold

      Maximillian schrieb:

      Ich vertraue dann doch lieber den Quellen.


      Nun, das ist eine Einstellung, die mich von Buchreligionen zurückschrecken lässt: Dass man der eigenen Wahrnehmung nicht traut und statt dessen im Bezug auf das Göttliche nur wiederholt, was man aus zweiter oder gar dritter Hand hat. Ich verstehe nicht, warum man den Propheten und Missionaren einen näheren oder besseren Kontakt zugesteht, als man ihn selbst haben könnte.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Umo schrieb:

      Nun, das ist eine Einstellung, die mich von Buchreligionen zurückschrecken lässt: Dass man der eigenen Wahrnehmung nicht traut und statt dessen im Bezug auf das Göttliche nur wiederholt, was man aus zweiter oder gar dritter Hand hat. Ich verstehe nicht, warum man den Propheten und Missionaren einen näheren oder besseren Kontakt zugesteht, als man ihn selbst haben könnte.


      Seufz. Ich hatte eine ganze Antwort geschrieben, wollte dan auf "Neues Thema" drücken mit der Idee, dass dann mein Geschriebenes als neuer Thread erscheinen würde. Tut es nicht.

      Wie dem auch sei, ich fasse mich kurz, weil's den Rahmen dieses Threads sprengt und falls du das gerne ausdiskutieren möchtest, dann per PN oder neuen Thread.

      Die (Spät)antike hat viele interessante Schriften und Philosophen, die sich für das Heidentum und die alten Götter eingesetzt haben. Die gehören genauso zum heidnischen Erbe wie Räucherstäbchen und Pentagramme und Fulltruis. Von daher verstehe ich deinen Vergleich zu Missionaren und Propheten auch keineswegs. Ist ja auch egal. Es wäre Schade, wenn das, was ein Iamblichos, ein Salustios, ein Ioulianos, ein Pythagoras, ein Plato, ein Epikur, ein Zeno, ein Sokrates, ein Seneca, ein Marcus Aurelius usw. nicht auch genutzt wird, wenn man denn schon bemüht ist, das Heidentum erneut zu beleben. Klar, wir sind unseren Ahnen gegenüber "verpflichtet" (so wie Eltern ihren Kindern gegenüber verpflichtet sind) und ehren sie und ihre Götter, insofern dies noch möglich ist. Doch darüber hinaus spricht in meinen Augen nichts dagegen, das eigene Leben und somit das Leben seiner Mitmenschen durch die Lektüre alter Weisheit und alter Spiritualität zu verbessern.

      Doch wie gesagt: Wenn's denn sein muss, dieses zu bereden, dann bitte per PN oder eigenen Thread. Gleichwohl ich nicht glaube, dass das eine gute Idee ist. Dieses Gespräch gab es schon öfters. Manche sind der festen Überzeugung, als Heide muss man vor allem das Gegenteil eines Christen sein und wer bin ich um diesen Glauben zu zerstreuen.
      Was ich gesagt habe, hat absolut nichts mit "Christen versus Heiden" zu tun, sondern mit "Götter selbst erfahren versus Götterbilder aus 2ter oder 3ter Hand übernehmen".
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Umo schrieb:

      Götter selbst erfahren


      Und dem stehe ich eben kritisch gegenüber, weil heutzutage irgendwie jeder mit am Ambrosiagelage zu sitzen scheint.

      Übrigens: Diese "2te oder 3te Hand" gehört(e) den Vorfahren und Ahnen. Als Heide übernimmt man nicht die Götterbilder von irgendeinem dahergelaufenen, selbsternannten Propheten. Man ehrte die Tradition und man übernahm die Göttervorstellungen der Ahnen. Menschen wie die Philosophen bauten darauf auf, sie erschufen aber nicht unbedingt neue Götter und Bräuche, sie lenkten diese nur in andere Dimensionen.

      Maximillian schrieb:

      Und dem stehe ich eben kritisch gegenüber, weil heutzutage irgendwie jeder mit am Ambrosiagelage zu sitzen scheint.


      Ich sehe das eher so, dass Leute, deren Religion über Kultpersonal verfügt, meist gar nicht auf die Idee kommen, dass das überhaupt möglich wäre, dass sie als Teil des "Fußvolks" direkten Kontakt mit dem Göttlichen aufnehmen könnten. Nicht zuletzt weil Priester und Co mehr oder weniger aktiv den Eindruck erwecken. (z.B. das ein Opfer im Tempel, oder ein von einem geweihten Priester gesprochenes Gebet wirksamer ist, als ein Opfer zu Hause von einem selbst.) Logisch, dass sie es tun, da aus ihrer gehobenen Sonderstellung ihr Stand, ihr Einfluss und ihre Macht basiert.

      Maximillian schrieb:

      Als Heide übernimmt man nicht die Götterbilder von irgendeinem dahergelaufenen, selbsternannten Propheten. Man ehrte die Tradition und man übernahm die Göttervorstellungen der Ahnen. Menschen wie die Philosophen bauten darauf auf, sie erschufen aber nicht unbedingt neue Götter und Bräuche, sie lenkten diese nur in andere Dimensionen.


      Als Heide übernimmt an die Göttervorstellung der Ahnen? ?( Das klingt mir doch sehr danach, dass man seine Vorstellungen in irgendwelche Wunsch-Ahnen projiziert.

      Meine Ahnen - zumindest die jüngeren - waren Christen.
      Von den heidnischen weiß ich nicht, welchen Glauben die hatten. Waren es Germanen, waren es Kelten, waren es Skythen? Gab es im Glauben meiner Ahnen eine Kontinuität? Haben manche den Glauben gewechselt? Irgendwann haben sie das definitiv und sind Christen geworden.

      Und selbst mit den erhaltenen Quellen zum germanischen und keltischen Glauben weiß ich immer noch nicht, was GENAU meine Ahnen geglaubt haben. Ich kann höchstens von der Annahme ausgehen das das, was die Quellen uns heute noch verraten, genau das war, was meine Ahnen glaubten.
      Nehmen wir mal an, wir hätten nicht nur die skandinavische hochmittelalterliche Mythologie, bzw. das diese 1:1 auf den germanischen Glauben auf dem Kontinent einige hunderte Jahren zuvor auch zugetroffen hätte (wir haben genügend Hinweise die zeigen, dass dem vermutlich nicht so war), aber nur mal angenommen, wir hätten da diesen großen Brocken Mythologie anstatt nur Namen ansonsten unbekannter Götter von ein paar Weihesteinen: Wenn man sich mal anschaut, was z.B. Christen tatsächlich glauben, und was sie der christlichen Lehre nach glauben sollte, besteht da ein großer Unterschied - warum sollte das bei meinen Ahnen anders gewesen sein? Ich kann definitiv NICHT sagen, was die geglaubt haben.

      Selbst wenn ich wie du alle heidnischen Götter als die selben sehen würde, und Ogimos-Wotan-Hermes-Merkur-Toth ein und der selbe wäre: All die anderen wichtigen Aspekte der heidnischen Religionen wie z.B. die Jenseitsvorstellungen oder das Konzept der Seele kann man nicht einfach in den selben Topf schmeißen und Unterschiede für "andere Dimensionen" ein und des selben Glaubenskonzept erklären.


      Mir jedenfalls ist es völlig egal, was meine Ahnen geglaubt haben. Wenn es darum ginge, etwas zu glauben, was die Ahnen geglaubt habe, hätte ich auch Christ bleiben können - immerhin waren ein Teil von ihnen definitiv Christen und von dem Glauben weiß man genug, um ihn so praktizieren zu können, wie besagte Ahnen. Eben im Gegensatz zu den heidnischen.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Umo schrieb:

      z.B. das ein Opfer im Tempel, oder ein von einem geweihten Priester gesprochenes Gebet wirksamer ist, als ein Opfer zu Hause von einem selbst


      Ich weiß ja nicht, wie du das machst, aber ich komme auch nicht mehr auf die Idee, bei mir zu Hause Zeus oder Odin oder einen anderen der hohen Herren zu opfern. Zuhause opfere ich den Ahnen und den Hausgöttern. Und da kann mir kein Priester reinpfuschen.

      Umo schrieb:

      Als Heide übernimmt an die Göttervorstellung der Ahnen? Das klingt mir doch sehr danach, dass man seine Vorstellungen in irgendwelche Wunsch-Ahnen projiziert.


      Natürlich trifft man da eine Entscheidung.

      Umo schrieb:

      Meine Ahnen - zumindest die jüngeren - waren Christen.


      Meine waren ebenfalls getauft. Trotzdem ist gut möglich, dass sie einige der von Kuhn und Schwarz beschriebenen Bräuche kannten und pflegten.

      Umo schrieb:

      Und selbst mit den erhaltenen Quellen zum germanischen und keltischen Glauben weiß ich immer noch nicht, was GENAU meine Ahnen geglaubt haben. Ich kann höchstens von der Annahme ausgehen das das, was die Quellen uns heute noch verraten, genau das war, was meine Ahnen glaubten.


      Umo schrieb:

      Ich kann definitiv NICHT sagen, was die geglaubt haben.


      Ich kann dir sagen, wat die geglaubt haben, nämlich das, was alle heidnischen Völker geglaubt haben und glauben: Das durch die richtige Ausführung der überlieferten Bräuche und Riten die Welt in Ordnung bliebe.

      Umo schrieb:

      Mir ist es auch völlig egal, was meine Ahnen geglaubt haben. Wenn es darum ginge, etwas zu glauben, was die Ahnen geglaubt habe, hätte ich auch Christ bleiben können, immerhin waren ein Teil von ihnen ja Christen und von dem Glauben weiß man genug, um ihn praktizieren zu können.


      Ich weiß jetzt nicht, wieso dieser Pauschalvorwurf und dieser Topf wieder hierher kommen, aber vom Heidentum weiß man auch noch relativ genug, um es zu praktizieren.

      Wenn man jetzt unbedingt ein "Germane" oder ein "Kelte" oder ein "Slawe" oder ein "Römer" oder ein "Hellene" sein will, dann nicht natürlich, denn DEN Germanen/Slawen/usw. gab es ja bekanntlich nicht.

      Aber wenn es darum geht, alte Bräuche wieder aufleben zu lassen und zu pflegen und anhand philosophischer Texte ein gutes Leben zu führen, ja dann ist es möglich, eine heidnische Lebensart zu führen, die denen der alten Heiden, egal ob Germane oder Kelte oder sonst was, ähnelt.

      Das war jetzt auch mein letztes Wort dazu in diesen Thread. Mach einen neuen auf oder schicke mir PNs, wenn du das unbedingt ausdiskutieren willst. Für mich ist das nicht nötig, denn mit dieser Art von existenziellen Diskussionen und ohne jegliche Kompromisslosigkeitbereitschaft kommt man kein Stück weiter (obwohl natürlich die Frage gestellt werden kann, wohin man denn möchte ^^).

      Maximillian schrieb:

      Ich weiß ja nicht, wie du das machst, aber ich komme auch nicht mehr auf die Idee, bei mir zu Hause Zeus oder Odin oder einen anderen der hohen Herren zu opfern. Zuhause opfere ich den Ahnen und den Hausgöttern. Und da kann mir kein Priester reinpfuschen.


      Es ging bei meiner Aussage nicht darum, wer was wo macht, sondern um eine mögliche Erklärung, warum moderne Heiden der Ansicht sind, man könne die Götter nicht selbst erfahren. (Und das das ein wichtiger Punkt für sie war, vom Christentum zum Heidentum zu wechseln.)

      Maximillian schrieb:

      Ich kann dir sagen, wat die geglaubt haben, nämlich das, was alle heidnischen Völker geglaubt haben und glauben: Das durch die richtige Ausführung der überlieferten Bräuche und Riten die Welt in Ordnung bliebe.


      Das siehst du als Quintessenz des heidnischen Glaubens? Ich nicht.

      Maximillian schrieb:


      Umo schrieb:

      Mir ist es auch völlig egal, was meine Ahnen geglaubt haben. Wenn es darum ginge, etwas zu glauben, was die Ahnen geglaubt habe, hätte ich auch Christ bleiben können, immerhin waren ein Teil von ihnen ja Christen und von dem Glauben weiß man genug, um ihn praktizieren zu können.


      Ich weiß jetzt nicht, wieso dieser Pauschalvorwurf und dieser Topf wieder hierher kommen, aber vom Heidentum weiß man auch noch relativ genug, um es zu praktizieren.


      Hä? Wo habe ich da wem was vorgeworfen? Ich habe lediglich erklärt, warum es mir persönlich egal ist, was meine Ahnen geglaubt haben.

      Maximillian schrieb:

      Aber wenn es darum geht, alte Bräuche wieder aufleben zu lassen und zu pflegen und anhand philosophischer Texte ein gutes Leben zu führen, ja dann ist es möglich, eine heidnische Lebensart zu führen, die denen der alten Heiden, egal ob Germane oder Kelte oder sonst was, ähnelt.


      Ein ausgewählter Happen griechische Philosophie, auf ein Scheibchen nordische Mythologie gestichen, garniert mit einem Sträußchen Volksglauben und -bräuchen, angerichtet auf dem Teller mit der Aufschrift "Ahnen" ist "heidnische Lebensart"...?

      (Gut, dass ich in meinem Profil nicht mehr "Heide", sondern "sonstiger Weg" stehen habe...) 8|

      Maximillian schrieb:

      Für mich ist das nicht nötig, denn mit dieser Art von existenziellen Diskussionen und ohne jegliche Kompromisslosigkeitbereitschaft kommt man kein Stück weiter (obwohl natürlich die Frage gestellt werden kann, wohin man denn möchte ^^).


      In was für einer Angelegenheit sollte es denn zu einem Kompromiss kommen? Ich habe nicht die Intention, dich von irgendetwas zu überzeugen. Ich bin nur verwundert darüber, was für dich Heidentum ausmacht. Deinen Formulierungen nach ("als Heide tut man dies und das"), scheinst du das ja sogar für die gängige Norm zu halten, und es nicht nur als deine persönliche Sicht zu sehen. Das zu erfahren finde ich interessant, aber nichts, wovon ich dich abbringen wollen würde.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Maximillian schrieb:

      Seufz. Ich hatte eine ganze Antwort geschrieben, wollte dan auf "Neues Thema" drücken mit der Idee, dass dann mein Geschriebenes als neuer Thread erscheinen würde. Tut es nicht.

      Nur kurz als Info: Wenn Du eine Antwort hier schreibst, und dann erst auf "Neues Thema" klickst, KANN das auch nicht funktionieren... :rolleyes:
      Erst "Neues Thema" klicken, und dann schreiben ;) . Dann funktioniert das auch mit dem neuen Thema erstellen.

      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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