Ostara/Alban Eilr

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      Ostara/Alban Eilr

      Hallo zusammen,
      Ostara ist grade zu Ende gegangen. Wobei es auch die einen oder anderen gibt, die jetzt erst an Ostern feiern.
      Wie habt Ihr die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche begangen?
      Was macht für Euch das Fest aus?
      Habt Ihr bestimmte Rituale, oder folgt Ihr einer bestimmten Tradition zu diesem Fest?


      Ich freue mich auf Eure Beiträge.

      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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      ANB´s
      Guten Morgen, Maximilian :)
      Wurde das Osterwasser dann für etwas Spezielles verwendet?
      Ich hab von dem Brauch gehört, das viele an Ostern (oder dem Ostervollmond) die Geldbörse in einer Quelle bzw. in einem Brunnen waschen.
      Oder auch vom Osterwasser zu trinken, weil das besonders heilkräftig und wundersam sein soll.

      Wie war es denn bei Deinen Großeltern?

      LG und hab ein schönes Ostern!
      Siat
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      ANB´s
      Sie und ihre Freundinnen haben sich eigentlich nur in der Quelle gewaschen, das Gesicht und die Arme. Früher hat man sich tatsächlich "Osterwasser" ins Haus geholt, das dann irgendwie bis zum nächsten Jahr da blieb... wozu genau? Schutz, Zauberisches... Meine Oma und ihre Freundinnen wuschen sich eben nur mit dem Osterwasser...
      Das mit dem Osterwasser ist wohl ein sorbischer Brauch. tagesspiegel.de/berlin/mehr-al…-der-sorben/13368558.html

      Was ich von einer Oma als Kind erzählt bekam: Die Eier wurden draußen gesucht, und wenn die Kinder ihre Eier gefunden hatten, trafen sie sich auf einer Wiese am Dorfrand, und brachten auch ihre gefundenen Eier mit zum Ostereierweitwurf. Man kann hart gekochte Ostereier auf einer Wiese (richtige Wiese, kein gepflegter Rasen im Garten!) durchaus ganz schön weit werfen - wenn man den Trick kennt: Es gibt immer irgendwelche großen Büschel von schon früh sprießendem Gras - und das sind natürlich weiche Landeplätze für die Eier. Wer also sein Ei möglichst zielgenau und weit entfernt in so ein Grasbüschel warf, so dass es nicht kaputt ging, durfte ähnlich wie bei diversen Murmelspielen die Eier der übrigen Kinder die er besiegt hatte einkassieren. (Nordhessen, Raum Kassel) Natürlich haben wir es in irgendeinem Jahr, als wir Ostern bei dieser Oma im Wochenendhaus gefeiert haben ausprobiert - und ich fand es total doof, dass es außer mir nur 2 Mitspieler gab, nämlich meinen kleinen Bruder und ein Kind aus der Nachbarschaft, dessen Oma da ebenfalls ein Wochenendhaus hatte.

      Ebenfalls unbedingt zu Ostern gehört die traditionelle Grüne Soße - und zwar die Kasseläner bzw nordhessische Variante. Auch wenn mir regelmäßig der eigentlich dazu gehörende Borretsch fehlt - dem ist es hier auf meinem windigen Mittelgebirgshügel schlicht und einfach noch zu kalt, und auch in Nordhessen dürfte der außer in sehr milden Lagen nur selten tatsächlich zu Ostern schon im Garten zu haben gewesen sein. Dieses Rezept kommt bis auf die Sache mit dem Öl (das hat da drin nix verloren, dafür aber Schmand und Saure Sahne im Verhältnis 1:1) meinem Familienrezept schon recht nahe, und der Essig wird von eingelegten Gurken genommen - die werden als Beilage dazu gelegt. wenn das mit den Kräutern aus dem eigenen Garten noch sehr dürftig ist, werden eingelegte Gurken auch schon mal fein gehackt und zusammen mit einer ebenfalls feingehackten Zwiebel und einem Löffel Senf mit untergerührt, das ist dann sozusagen die GanzfrühimJahr-Version. Wenn schon genug Grünes draußen ist, werden diese auch im Winter verfügbaren "Ersatzaromen" in der Soße reduziert bis ganz weg gelassen. Ich nehme z.B. die Stängel von Schlotten, die üblicherweise früher austreiben als schnittlauch und auch wie solcher geerntet und als Salat-/Soßenzutat genau wie Schnittlauch, nur eben um ein paar Nummern größer in Ringe geschnitten. Auch wenn Wikipedia und andere Quellen das so sagen - bei uns wurden die Schlotten nie als Bundzwiebeln oder ähnliches verwandt, das war immer ein recht großer Horst einer MutterPflanze, die immer wieder neue Nebenzwiebeln bildete die dann austrieben, so dass man recht früh im Jahr, schon vor dem Schnittlauch das Grün ernten konnte - die Zwiebeln blieben immer in der Erde.

      Im südlichen Rheinland, wo ich aufgewachsen bin gibt es erst seit ein paar Jahren Osterfeuer - und witzigerweise habe ich gerade bei einem blick in die Suchmaschine zum einen als erstes Veranstaltungsdatum das jahr 2010 gefunden, und zum anderen schon für das vergangene Jahr die werbetrommelnde Ankündigung als "traditionelles Osterfeuer von X-Dorf" Ah jetzt ja. In schnelllebigen Zeiten wachsen Traditionen also innerhalb von 6 Wiederholungen einer jährlichen Veranstaltung 8o Aus den 70ern bis in die 90er hinein kann ich mich an nichts dergleichen dort erinnern. Martinsfeuer, ein sehr intensiv mit den mittelalterlichen Bürgerwehren zur Stadtverteidigung und der Fronleichnamsprozession verbundenes Schützenfest, rheinischer Karneval mit diversen lokalen Spezialbräuchen, Maibaumbräuche... ja, das alles ist dort vorhanden. Aber Osterfeuer hat dort eben keine Tradition. Und ich finde es ziemlich albern, einfach weils irgendwie in und cool ist und die Initiatoren (unter anderem ein Weingut mit Restaurantbetrieb) wohl auch ein vermarktungsfähiges Event zu Ostern kreieren wollten zu behaupten dass es eine solche Tradition dort gibt.

      Östlich von Köln kann man in der Nacht von Karsamstag zu Ostersonntag schon seit etlichen Jahren vielerorts Feuer sehen und riechen - Veranstalter sind häufig Verschönerungsvereine, Feuerwehren, gelegentlich auch die ein oder andere Kirchengemeinde. In den kleineren Orten sind es manchmal auch "nur" Grillfeste auf den Dorfgrillplätzen, dann besonders oft schon am frühen Abend mit Stockbrotbacken für die Kinder, Ostereiern und Fleisch vom Grill für alle - irgendwie so schräg zwischen kinderkompatiblem Zeitpunkt und eigentlich zu frühem Fastenbrechen wenn man es im christlichen Sinn betrachtet. Für mich noch immer eine etwas ungewohnte Sache, dass schon am frühen Abend des Karsamstags den ich als strengen Trauertag der Katholiken im südlichen Rheinland kennengelernt hatte, an dem man sich kaum zu etwas anderem als zum Kirchgang oder zum Einkauf aus dem Haus wagen durfte - wenns dumm lief und die Nachbarn blöd drauf waren, riefen sie selbst an diesem Samstag mal schnell die Polizei an wenn jemand auf die Idee kam das gute Wetter dazu zu nutzen mal schnell ein Gemüsebeet im Hausgarten ein bisschen durchzuhacken und irgendetwas auszusäen oder Unkraut zu zupfen. Am Karfreitag als hochoffiziellen stillen Feiertag mit Tanzverbot und allem drum und dran sah ich das ja grad noch ein - aber als irgendwann in den frühen 80ern tatsächlich die Polizei bei uns klingelte weil meine Mutter im Garten ein paar Beete am Karsamstag (der ja nur so heißt, aber kein Feiertag im rechtlichen Sinn ist) mit einer kleinen Gartenharke und einem Rechen bearbeitete, waren wir doch alle sehr erstaunt. Scheint in meiner "neuen Heimat" deutlich lockerer gesehen zu werden.

      Eine richtig alte Osterfeuertradition samt einigem weiterem Osterbrauchtum drumherum gibt es in Attendorn, worauf mich eine ehemalige Kollegin die von dort kommt aufmerksam gemacht hat. ennesterpote.de/osterbrauchtum/
      Für mich ist die Familie wichtig. Ich habe ja keine eigene, war im Haus meiner Schwester am Samstag, meine lieben Nichten und Neffen besuchen, die wirklich reizende Kinder sind. Montag kam meine Ma und bekochte mich.

      Rituell hatte ich vom 19.-23.3 Quinquatria, das ich mit einem Ritual am 22. beging, die Heiligen Feiertage für Minerva. Habe eine symbolische Reinigung des Hauses vorgenommen, und ein teueres Essen zu Ehren von Minerva gekocht.
      In meiner Familie war immer das Eierbemalen und Aufhängen der Eier an frischen Zweigen und das Backen eines Osterzopfes Brauch. Das habe ich beibehalten.

      Sobald es Frühling wird, und da richte ich mich nach dem phänologischen Frühling, bring ich in meine Deko entsprechende Elemente mit rein, bis es bei mir zu Hause endgültig frühlingshaft geworden ist- analog zu draußen.

      Zur Tagundnachtgleiche gibt es dann schon die Osterbräuche bei uns, und wir gehen eigentlich immer raus und schauen, was sich in der Natur so getan hat. Da wird alles intensiv angeschaut, auch mal an Blüten geschnuppert, eigentlich werden die Eindrücke mit allen Sinnen aufgenommen, und wenn er schon da ist, wird auch Bärlauch gesammelt. So auch dieses Jahr. Wir haben Bärlauchpesto gemacht und Bärlauchbutter.
      Ich würde so gerne an einem Osterfeuer teilnehmen, aber die gibt es in unserer Nähe nicht.

      Ich teste gerade eigene Räuchermischungen, am liebsten mit Dingen, die hier in der Natur verfügbar sind, und am liebsten auf dem Stövchen.

      Im Prinzip zieht sich das so durch den ganzen Frühling, wobei es um die Tagundnachtgleiche und Ostern am intensivsten ist und sich dann langsam abschwächt, je mehr der Sommer Einzug hält. Dann nehmen andere Dinge zunehmend mehr Raum ein.

      Ihr seht, meine Rituälchen sind absolut banal und alltäglich, aber ich habe dadurch das Gefähl, im Einklang mit der Natur zu sein. Gerade das Beobachten des Wandels ist mir sehr wichtig.

      Und ich entrümple und putze zu Hause ordentlich, das tut mir auch gut, denn es hat was von Neuanfang.
      Ostara-(Teil 1)-im Sondermodus

      Zunächst mal Euch allen Gesundheit, Friede, gute Nerven und entsprechendes Durchhaltevermögen. Und trotz allem: Gesegnete Frühlingsgleiche.

      Dass es Frühling wird, kann ich in Niederösterreich riechen, schmecken, sehen und dank der herrlich warmen Tage auch fühlen.
      Letztes Jahr um diese Zeit war alles normal und wie erwartet. Dieses Jahr ist es seltsam ausgestorben ringsumher. Natürlcih nur, was die Menschne anlangt. Die vielstimmig skandierenden Vögel, die träge summenden Hummeln, und unser in voller Blüte stehender Kirschbaum kümmert es herzlich wenig.
      Das beruhigt ein bisschen, weil man merkt, dass es da noch eine andere, eine dauerhaftere Welt gibt, die ganz ruhig weitermacht wie bisher. Aber seltsam isses schon.
      Jemand der, so wie wir, zu der gesegneten Menge derer gehört, die entweder von daheim aus weiterarbeiten können, oder bei (noch) vollen Bezügen freigestellt sind, und deren Kinder in einem Alter sind, in dem man sie nicht mehr rund um die Uhr betreuen muss, (ohne Omas), der könnte es eigentlich wie die Vögel machen. Aber das geht nicht. Weil die große Welle an Leid, Angst, Existenzsorgen und Ratlosigkeit wie ein Deckel auf einem lastet, der den Himmel abschirmt.

      Ich versuche viel im Garten zu tun, längst anliegende Reparaturen auszuführen, hab mich für den freiwilligen Senioren-Einkaufsdienst eingetragen und erwäge sogar beim örtlichen Supermarkt mitzuhelfen, dessen Angestellte ja, obgleich die gestörten Hamsterkäufe mittlerweile nachgelassen haben, immer noch hinten und vorne nicht zurandekommen. Aber einige Projekte, auf die ich mich dieses Jahr gefreut habe (zB. Kräutervorträge) werden, wenn nicht ausfallen, so doch um vieles verschoben werden. Und das Geld könnte in ein paar Woche durchaus zur Frage reifen. Man muss ja froh sein, wenn man überlebt, könnte man sagen.

      Nun, im Frühling, wo alles starten sollte, liegt alles flach.
      Was wollen die Götter uns damit sagen? Nehmen sie überhaupt Einfluss?

      Steve van der Harten schreibt in seinem letzten Blog auf "world of omnia" einen Gedanken, der recht gewagt wirkt. Und dennoch...
      Durch den weltweiten Ausfall aller Reisetätigkeit, durch das "Zuhausebleiben" der Massen, durch das Runterfahren vieler Produktionsketten wird in gewisser Weise die Klimanotbremse gezogen.

      War das nicht das dringlichste Thema vor dem Virus? Und haben es die Regierungen nicht weltweit dutzendfach und immer wieder verschoben, verzögert, weggeredet und vergeigt?

      Vielleicht haben die Götter jetzt mal ihr Wort eingelegt. Keine Sintflut, kein Meteor, kein Atomkrieg.
      Nur ein winzigkleiner Virus. Und der auch nur bedingt und für manche tödlich. ist
      Aber hey....Steve hat recht. Aufeinmal reduziert sich die Umweltbelastung auf einen Bruchteil.
      Das ist keine alttestamentarische Gottesstrafe. Das ist kein dies irae. Das wäre eher sowas wie ein selbst ins Steuer greifen des Fahrlehrers, wenn der Fahrschüler im Begriff ist, an die Wand zu fahren.
      Eine Kurskorrektur.

      Hat alles zwei Seiten. Heiden wissen das. Alles ist amibivalent. Erst durch Zarathustra kam das rein Böse in die Welt.
      Aber kann man es so sehen? Ein Teil von mir sagt Ja, ein anderer lehnt es ab.
      Fest steht, dass die alten Götter uns zusehen (..ist übrigens ein nettes t-shirt, von Wulflund) und dann und wann, wer weiß, auch eingreifen.

      Es zeigt viel Schlechtes auf. Schleimige Geschäftemacher, Hamsterkäufe, Fakenews, Verschwörungstheorien...
      Und es mobilisiert massenhaft Gutes. Plötzlich sind Gelder da um zu helfen, plötzlich gibt es wieder Nachbarschaftshilfe, mit einem Mal setzen sich Menschen wieder mit ihrer eigenen Familie auseinander.
      Ein globaler Osterputz?

      Viele haben auch Zeit, sich nun mit sich selber auseinanderzusetzen. Davor hat man die meiste Angst.
      Hoffen Wir, dass in absehbarer Zeit wieder Menschen in den Zügen sitzen werden, die Arbeit wieder anläuft, und wir aus diesem Jahr noch was machen, bevor es ausläuft, zumindest aber was lernen können.

      Alles Gute Euch und Euren Lieben
      Hoffe, Ihr könnt das plötzliche Vakuum füllen
      und wenn nicht, geht in den Wald, dort ist keines.
      Streicher

      PS
      Ostara (Teil 2) folgt in Bälde ("Von einer Göttin die es nie gab und einem Fest das die alten Heiden nicht feierten...")
      Neither country proverbs nor king's commands can keep me out of the woods today. (Lili, Legend)
      Ostara 2 (und diesmal kein Wort über dieses dämliche Virus)

      Die Existenz einer Göttin Ostara (Eostre, und was der Schreibweisen noch sind) gilt ja mittlerweile als kaum noch glaubhaft, ja, so gut wie historisch widerlegt. Und von allen Jahreskreisfesten, die Hex und Heid landauf, landab begehen, ist die Frühlingsgleiche diejenige, für die sich die allerwenigsten vorchristlichen Belege dingfest machen lassen. Manche gehen sogar so weit, zu behaupten, es handle sich um das christliche Ostern, das von uns Neuheidenvolk im Nachhinein "paganisiert" wurde.

      Schön. Aber wenn es sie nicht gibt? Warum spür ich die Göttin dann, wenn sie blütenstreuend übers Land geht?
      Das Erwachen der Wälder atmet ihren Duft.
      Die Sonnenstrahlen surren von ihrer Energie und die am Feld spielenden Hasen, die ich von meinem Fenster aus sehen kann, sind ihre Boten.
      Uralte Boten der Fruchtbarkeit und Lebenslust, die lange vor dem christlichen Osterfest da war.

      Also erlaube ich mir hiemit, in diesem Fall auf die Forschung zu pfeifen und mich am Erwachen der Göttin zu freuen. Und gestatte es mir, "Eostre" als Titel zu sehen. Als Tätigkeitsbezeichnung.

      Brigid in ihrer hellen Gestalt, Idunna, mit den Äpfeln der ewig (wiederkehrenden) Jugend, die liebesjunge Freyja in ihrer unschuldigsten Gestalt. Die Blütengöttin, sei´s als Flora oder Bloddeuwed, jede kann Ostara sein.- Jedenfalls die junge, erwachende, halb kindliche und dennoch den ersten weiblichen Glanz spendende Göttin. Und Eostre/Ostara ist dabei die "Funktion" in die sie schlüpft, der Status auf ihrem Jahreslauf.
      (Auch deiejunge Waldgöttin---Grüße an Abnoba, liebe Fee)

      Hab mal irgendwo den, augenscheinlich theoretischen Begriff einer den Herbst einleitenden "Westara" gelesen. Ist natürlich erfunden, aber genauso betrachtet, wie oben beschrieben, schon wieder legitim. Das wäre dann der gegenläufige "Titel" der reifen Göttin, die sich dem Sonnenuntergang zuwendet.

      Es ist, trotz aller Magerkeit der historischen Grundlagen schwer denkbar, dass unsere Vorfahren, (soweit wir uns im Neuheidentum an ihnen orientieren) nicht den Anfang des Frühlings begangen haben sollen. Die gut feierbelegten Sonnwenden wären ohne die Tag und Nachtgleichen nicht möglich. Und wenn zu Beltaine das Leben geradenach explodiert, so nimmt es seinen inspirierenden Anfang eben zu Ostara. Die große Mutter kümmert es wenig, ob sie belegt ist. Und mich auch nicht. Ich feiere die jungen Göttinnen in ihrem Eostre-Kleid und Donar (Thor) der als Schutzparton des Sternzeichens Widder auch der Herr des Impulses ist, der das Leben fest in de Hintern tritt, damit es anspringt.

      Und erst recht (nochmal) zum Oster- Kalendertermin. Denn für mich ist der Gründonnerstag eben Thor geweiht. Und alles Eierbemahlen, Bäume dekorieren, Backwerk erzeugen und was derlei mehr ist, gestatte ich mir einfach aus ganzem Herzen heidnisch zu sehen.

      In diesem Sinne Asenheil und Wanensegen
      und weiterhin gutes Durchhaltevermögen
      Euer Frühlingswaldstreicher
      Neither country proverbs nor king's commands can keep me out of the woods today. (Lili, Legend)