Astrologie

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      Bemerkenswert - oder eher befremdend, dass dieses Forum (noch) so mager bestückt ist; wo doch seit Jahrtausenden der gestirnte Himmel die kleinen und großen Mysterien der geistigen Welt, des Universums, der Erde und der Menschheit sinnerfüllend zu beantworten vermochte - und es noch immer vermag!

      Vielleicht ist es gut, für einen kraftvollen Einstieg mal mit einer einfachen, selbst für Nicht-Astrologie-Kundige verstehbare Betrachtung zu beginnen:

      Wir wissen, dass es zur Ermessung der Umlaufzeiten der Planeten zwei grundsätzliche Perspektiven gibt: Die heliozentrische und die geozentrische. Beim heliozentrischen Rundgang der Planeten spricht man auch von einem siderischen, beim geozentrischen von einem synodischen Umlauf.

      Den heliozentrischen oder siderischen Umlauf eines Planeten misst man zwischen seinem Anlauf von einem bestimmten Stern oder Längengrad des Tierkreises aus bis zu seiner Rückkehr dorthin. So dauert etwa der Umlauf unserer Erde, gemessen z.B. ab dem Fixstern Aldebaran im Stier, 365,256 Tage, also 365 Tage und etwas mehr als 6 Stunden.

      Den geozentrischen oder synodischen Umlauf misst man unmittelbar von der Erde aus, wo nun der Fixpunkt der Berechnung nicht im Tierkreis-Hintergrund liegt, sondern in der Sonne. Ein vollendeter synodischer Umlauf ergibt sich von einer Sonnen-Konjunktion bis zur nächsten. Das bekannteste Beispiel bietet der Umlauf des Mondes, der von Neumond zu Neumond - also von Mond-Sonne-Konjunktion zu Mond-Sonne-Konjunktion - 29,53 Tage, das sind 29 Tage und knapp 13 Stunden benötigt. Zählt man alle Neumonde eines Jahres zusammen, erhält man ein Mondjahr von 354,36 Tagen bzw. 354 Tagen und ca. 8 1/2 Stunden.

      Ich möchte vorerst mal nur von den synodischen, den an den Sonnen-Konjunktionen orientierten Umläufen, schreiben. Insgesamt gehen wir ausschließlich von den mit bloßem Auge sichtbaren Wandelsternen - einschließlich also Sonne und Mond - aus.

      Die Umlaufzeiten der sichtbaren "Planeten" sind folgende:

      Mond = 29,53 Tage,

      Sonne = 365,25 Tage,

      Merkur = 115,78 Tage,

      Venus = 583,92 Tage,

      Mars = 779,94 Tage,

      Jupiter = 398,88 Tage, und

      Saturn = 378,09 Tage.

      Behalten wir nun im Auge, dass Saturn, der letzte gewöhnlich sichtbare Planet, in der mythologischen Kosmologie sozusagen als der "Erstgeborene" bezeichnet wird, dem alsdann die Sonne, der Mond und zuletzt die Erde folgten. (Die anderen vier sind neben dem Werden der erstgenannten mitentstanden.) Demgemäß gilt Saturn als der Vater unseres Planetensystems, der das "Leben" seiner "Kinder" nach ureigenem Willen und Gutdünken geregelt und ausgerichtet hat. Jeder Planet hat also die ihm von Saturn zugedachte Bahn und Geschwindigkeit, und ob oder inwieweit diese Konstellationen miteinander in Beziehung stehen, wird sich noch zeigen.

      Jener Mythos liegt in einer Zeit begründet, da die Menschheit sich noch im Zustand des "Paradises" befand, also noch ganz mit der Weisheitssphäre des Kosmos verbunden war und "Auge in Auge" den göttlichen Weltenschöpfern gegenüberstand. Hierdurch erlebte er wie in gewaltigen Wachtraum-Bildern jene mächtigen kosmischen Dramen unserer Mythologien, in der sich die Gedanken, Gefühle und Taten der himmlischen Akteure offenbarten. - Was die Ur-Menschheit als kosmisches Drama erlebte, drückt sich nicht in abstrakten oder konkreten Begriffen, Werten und Zahlen aus. Aber wir geraten außer uns vor staunen, wenn wir sehen, wie dasjenige, was sich allein in Bildern und bildreichen Erzählungen niederschlug, sich im heutigen technologischen Zeitalter, da wir weit entfernt von solch gewaltiger geistiger Seh- und Empfindungsfähigkeit sind, auf bemerkenswerte Weise bestätigt.
      Deshalb sei hier nur eines von überaus zahlreichen Beispielen angeführt, die auf rein mathematischem Wege belegen, dass Saturn, der "Vater" aller Planeten, nicht nur ihr Führer und Beschützer und der Wächter an der Pforte zur geistigen Welt ist, sondern auch der große "Hüter der Schwelle" zu den äußeren Planeten. Diese sind auch in der Tat nicht seine "Kinder" sondern sie entstammen einer anderen, sehr fernen kosmischen Sphäre. Sie wurden gewissermaßen von unserer Sonne "adoptiert", denn sie sollten nach dem gemeinsamen Ratschluss der sieben Haupt-Planeten-Götter eine entscheidende bedeutsame Rolle in der Evolution der Erde und der Menschheit spielen, wobei ihr Aktionsradius außerhalb der Saturnlaufbahn bleiben muss. -

      Nun aber zur Praxis: Die einzige Aufgabe, die uns das zu erwartende Ergebnis vor Augen führen soll, besteht lediglich darin, die synodischen Umlaufdaten der sieben sichtbaren Planeten miteinander zu addieren und dann das Ergebnis durch die Anzahl derselben - also 7 - zu dividieren:

      29,53 (Mond) + 365,25 (Sonne) + 115,87 (Merkur) + 583,92 (Venus) + 779,94 (Mars) + 398,88 (Jupiter) + 378,09 (Saturn) = 2651,48 : 7 = 378,78 Tage.

      378 runde Tage - das entspricht genau der synodischen Umlaufzeit des Saturn! (Die Abweichungsrate zum Saturnumlauf entspricht einem Wert von + 0,18%; schließt man den Saturnumlauf selbst von der Addition aus und dividiert die Gesamtsumme durch 6, ergibt sich noch immer ein unbedeutender Abweichungswert von + 0,21 %. Trotzdem besteht Saturn darauf, dabei zu sein - ganz seiner konsequenten und regelrechten Natur entsprechend...) -

      Man kann also konstatieren: Die durchschnittliche Umlaufzeit jedes Planeten ist die gleiche wie die desjenigen, aus dem sie hervorgegangen sind. - Als ob Saturn jedem einzelnen Planeten einen individuellen Charakter verlieh durch seine Nähe oder Ferne zur Sonne, durch seine Nachbarschaft zu je zwei anderen und durch seine besondere Geschwindigkeit - aber dennoch wollte, dass alle zusammen mit seiner eigenen Umlaufzeit korrelieren! Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass er sich selbst in diesen Zyklus miteinschließt und damit gleichsam seine Solidarität und Verbundenheit mit der gesamten "Familie" bekundet! -

      Nun könnte man dieses Rechenexempel nüchtern als einen glücklichen Zufall betrachten - wohl wissend, dass ein derart erstaunliches Ergebnis mit Einbezug der äußeren Planeten nicht erzielt wird. Aber dann möchte man dem nüchternen Stoiker doch einmal folgendes zu bedenken geben: Dass nämlich jenes einzigartige Resultat ausschließlich durch eine Addition von Tagen zustande kommt, die sich an der geozentrischen - also wissenschaftlich postuliert einer vollkommen subjektiven Wahrnehmung ermessen! Hier liegt in der Tat ein Fall vor, wo die Natur jeglicher mechanistisch-materialistischen Denkweise, die sich allein an "objektiven Fakten" orientiert, hohnlacht und gerade den subjektiven Standpunkt zum Indikator für die Erkenntnis wirklicher, authentischer Fakten heranzieht. -

      Sowohl mit den siderischen als auch mit den synodischen Umlaufzeiten ließen sich noch unzählige weitere Rechenbeispiele aufzeigen - nur mittels der vier Grundrechnungsarten - und die vollendete Harmonie des Planetenreigens belegen. Allein, dies eine soll nun genügen, gleichsam als erster ernsthafter Einstieg in das Forum.

      Ich hoffe auf deutliche Resonanz!

      Herzliche Grüße!

      Aquarius
      Zur Menschheit gehöre ich auch.

      Aber ich kann nicht behaupten, dass mir die Astrologie große oder kleine Mysterien sinnerfüllend beantworten kann oder konnte.

      Vielleicht ist also das was du hier postulierst doch nicht so allumfassend gültig.


      Auf welche Art kann ein Mysterium beantwortet werden?

      Ein beantwortbares Mysterium wäre ein Paradoxon.

      Per Definition ist ein Mysterium ein unerklärbares Geschehnis, im profanen Bereich wäre ein bekanntes und beliebtes Mysterium die Frage, wo die Waschmaschine eigentlich die einzelnen Socken lässt, die sie gelegentlich frisst.

      Finde ich jedoch das Schicksal der verschollenen Socke heraus, so ist das Geschehnis ihres Verschwindens kein Mysterium mehr.

      Will ich überhaupt ein derartiges Entmystifizierungswerkzeug, als das du hier die Astrologie anpreist? Liegt nicht auch im Unerklärbaren das man glauben darf, aber nicht erklären kann eine gewisse Faszination?
      Hallo Aquarius,

      danke für die interessante Einführung! Ich finde das sehr interessant und würde mich über weitere "Grundkurse" Deinerseits freuen :)

      Aquarius wrote:

      Behalten wir nun im Auge, dass Saturn, der letzte gewöhnlich sichtbare Planet, in der mythologischen Kosmologie sozusagen als der "Erstgeborene" bezeichnet wird, dem alsdann die Sonne, der Mond und zuletzt die Erde folgten.

      Welche Mythologie ist das denn von der Du sprichst? Die Planeten wurden ja nach römischen Gottheiten benannt.

      TripTrop wrote:

      Hallo Aquarius,

      danke für die interessante Einführung! Ich finde das sehr interessant und würde mich über weitere "Grundkurse" Deinerseits freuen :)

      Aquarius wrote:

      Behalten wir nun im Auge, dass Saturn, der letzte gewöhnlich sichtbare Planet, in der mythologischen Kosmologie sozusagen als der "Erstgeborene" bezeichnet wird, dem alsdann die Sonne, der Mond und zuletzt die Erde folgten.

      Welche Mythologie ist das denn von der Du sprichst? Die Planeten wurden ja nach römischen Gottheiten benannt.


      Hallo, Trip Trop!

      Es freut mich, dass Dir mein Beitrag gefällt; vielen Dank für Dein Interesse! ;)

      Wie ich schon bei meiner Vorstellung sagte, kann ich gegenwärtig nur eher weit auseinanderliegende Zeitfreiräume nutzen. Aber ich versuche mein Bestes, meine Beiträge - wie ebenfalls versichert - so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

      Jener Mythos wird von der authentischen(!) jüdischen Qabalah überliefert, inform zahlreicher Sagen und mit unterschiedlichstem Duktus erzählt.
      Rudolf Steiner hat die wesentlichsten Momente hierfür - ohne die Qabalah genauer gekannt zu haben - im Nachhinein hellseherisch bestätigt...

      Die Namen der Planeten sind natürlich alle von Volk zu Volk, von Kontinent zu Kontinent verschieden; in der Regel werden sie als Gottheiten, bei üblem Charakter auch als Dämonen beschrieben. - Ich selber bin bei meinem rein autodidaktischen Studium des sogenannten qabalistischen
      Sefiroth-Baumes zu erstaunlich vergleichbaren Ergebnissen gekommen - allein mittels korrekten exakten Denkens und Schlussfolgerns - und unabhängig von den dazumal mir noch unbekannten Erzählungen.

      Die jüdischen Sagen - einschließlich die des A.T. - sind insgesamt höchst bilderreich - und entsprechend schwierig zu "deuten". Man muss einige Kenntnisse sowohl über die wahre(!) Symbolik als auch über die Physik/Chemie von Gegenständen, Elementen, Mineralien, Pflanzen und Tieren
      besitzen, ebenso Erfahrungen und Einsichten über das Wesen der Buchstaben, Zahlen, Farben, Töne... - Man bedenke dies nur! Welche intellektuelle wie auch ethisch-moralische Arbeit muss vorgeleistet werden, um den tiefen universalen weisen Sinn der Mythen, Sagen und Märchen unserer "primitiven" Vorfahren verstehen zu können! -

      Jedenfalls: Hier geht es ja insbesondere um die Weisheit der Sterne. Und der Mythos von Saturn als "Vater" der Planeten und "Hüter der Schwelle"
      als solcher berechtigter Weise anzuzweifeln sein - dann wäre die Untersuchung in meinem Thread schon wieder ein Anstoß dafür, ihn möglicherweise doch als für wahr zu verifizieren...

      Herzliche Grüße!

      Auarius
      Wie ich sehe hast Du die Antwort noch hinzugefügt... hat sich also erübrigt, danke.

      Laut Theorien einiger Germanenheiden soll Saturn die Grenze von den göttlichen zu den riesischen Planeten und somit Asgard zu Utgard verkörpern. Die von Dir genannten Planeten wären Sunna (Sonne), Mani (Mond), Wodan (Mercur), Donar (Jupiter), Tyr (Mars), Frigga/Freya (Venus). Der Saturn sei im germanischen nicht mit einem Gott assoziiert worden, da zwar einerseits der Gott Fro/Freyr gepasst habe, der Planet Saturn aber auch für "Das große Unglück" (Kälte, Einsamkeit, Armut, Tod) stehe was man nicht mit Fro/Freyr verbinden konnte. Ist aber wohl mehr "Neuheiden"-Theorie gepaart mit den germanischen Wochentagsnamen.

      Mein persönliches Hauptinteresse unter den Mythologien gilt der germanischen. Das Thema interessiert mich speziell um in Erfahrung zu bringen inwieweit genannte Infos die germanischen Götterplaneten zusätzlich bereichern können. Ist aber abgesehen von diesem meinem persönlichen Augenmerk auch so interessant.

      TripTrop wrote:

      Wie ich sehe hast Du die Antwort noch hinzugefügt... hat sich also erübrigt, danke.

      Laut Theorien einiger Germanenheiden soll Saturn die Grenze von den göttlichen zu den riesischen Planeten und somit Asgard zu Utgard verkörpern. Die von Dir genannten Planeten wären Sunna (Sonne), Mani (Mond), Wodan (Mercur), Donar (Jupiter), Tyr (Mars), Frigga/Freya (Venus). Der Saturn sei im germanischen nicht mit einem Gott assoziiert worden, da zwar einerseits der Gott Fro/Freyr gepasst habe, der Planet Saturn aber auch für "Das große Unglück" (Kälte, Einsamkeit, Armut, Tod) stehe was man nicht mit Fro/Freyr verbinden konnte. Ist aber wohl mehr "Neuheiden"-Theorie gepaart mit den germanischen Wochentagsnamen.

      Mein persönliches Hauptinteresse unter den Mythologien gilt der germanischen. Das Thema interessiert mich speziell um in Erfahrung zu bringen inwieweit genannte Infos die germanischen Götterplaneten zusätzlich bereichern können. Ist aber abgesehen von diesem meinem persönlichen Augenmerk auch so interessant.


      In der germanischen Mythologie heißt der Götter-Vater Odin; das ist Saturn. Seine Beschreibung weist auf manch typisch Saturnisches hin: Hochgewachsen, schlank, breitschultrig, feste harmonische Gesichtszüge, tiefliegende Augen, hohe Stirn... Dann sein dunkelblauer langer Mantel, der breitkrempige(!) schwarze Hut...

      Odin hat eine tiefinnige schmerzliche Sehnsucht: Die Sehnsucht nach Erkenntnis, nach Weisheit! - Bemerkenswert: Der Vater der Planeten-Familie wähnt sich selber als Narr, weil er die Größe hat, die universale Welten-Weisheit als all-mächtig weit über sich stehend zu erkennen und anzuerkennen. - Jene Sehnsucht aber geht nun auf alle Menschen über, die stark saturnisch geprägt sind, was im Horoskop deutlich zu auszumachen ist...

      Eule wrote:

      Zur Menschheit gehöre ich auch.

      Aber ich kann nicht behaupten, dass mir die Astrologie große oder kleine Mysterien sinnerfüllend beantworten kann oder konnte.

      Vielleicht ist also das was du hier postulierst doch nicht so allumfassend gültig.


      Auf welche Art kann ein Mysterium beantwortet werden?

      Ein beantwortbares Mysterium wäre ein Paradoxon.

      Per Definition ist ein Mysterium ein unerklärbares Geschehnis, im profanen Bereich wäre ein bekanntes und beliebtes Mysterium die Frage, wo die Waschmaschine eigentlich die einzelnen Socken lässt, die sie gelegentlich frisst.

      Finde ich jedoch das Schicksal der verschollenen Socke heraus, so ist das Geschehnis ihres Verschwindens kein Mysterium mehr.

      Will ich überhaupt ein derartiges Entmystifizierungswerkzeug, als das du hier die Astrologie anpreist? Liegt nicht auch im Unerklärbaren das man glauben darf, aber nicht erklären kann eine gewisse Faszination?


      Gemach, gute Eule!

      Dass Dir die Astrologie so gar nichts gibt, mag damit zusammenhängen, dass auch Du längst nicht mehr im "Paradies" lebend den Göttern unmittelbar gegenübertreten kannst...

      Ich unterscheide klar Glaube von Glaube. Wir, die wir nicht mehr von den Göttern, sondern von unserem Schicksal geführt werden, müssen uns die Weltenweisheit auf einem neuen Weg zurückerobern - und dieser Weg ist die Schule der Erfahrungen. Wir sollen nicht mehr nach dem rein vertrauenden, blinden, nicht-wissenden Glauben streben, sondern nach dem Glauben aus Wissen, aus Erkenntnis und Überzeugung heraus. Gerade dadurch werden uns doch die gewaltigen Mythen so bereichernd und beglückend, weil wir sie erkenntnismäßig bis auf den Grund hin durchschauen können. An den Mythos glauben heißt für uns heutigen: Den Mythos verstehen.

      Sicher mag es für manchen reizvoll sein, nicht wissen zu wollen, warum und wohin seine Socken - und nur seine Socken - nach dem Waschvorgang verschwinden. Wenn er aber eines Tages das Gerät einschaltet und es - bing! - plötzlich den Geist aufgibt, muss er die Anschaffung eines Neugerätes aus Unwissenheit in Kauf nehmen...

      Aquarius wrote:


      Ich unterscheide klar Glaube von Glaube.


      Kannst du das mal genauer erklären, wann Glaube wissender Glaube ist, und wann unwissender Glaube? Wie unterscheidest du beides?
      Ich kenne so einige Gläubige, denen klar ist, dass in unserer Zeit Wissen als etwas substantielleres angesehen wird als Glaube, und die darum ihren Glauben einfach als Wissen bezeichnen. Sie behaupten zu wissen, das Gott so oder anders ist und dieses oder jenes will, tun das aber nach wie vor auf der Grundlage des Glaubens, da wir uns hier eben auf einem Bereich bewegen wo eine Nachweisbarkeit nicht machbar ist.

      Aquarius wrote:

      ... sondern nach dem Glauben aus Wissen, aus Erkenntnis und Überzeugung heraus.


      Glaube aus Wissen? Wenn ich etwas weiß, muss ich es nicht mehr glauben.
      Und glauben aus der Überzeugung heraus, das der fragliche Glaube der wahre sei, tut doch wohl jeder Gläubige.


      Wenn man nicht den Göttern unmittelbar gegenübertreten kann, wie erfährt man dann Freyjas Körbchengröße und Odins Physiognomie?
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!