as(ch)tro 2016

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      fee wrote:

      Weil ich ne Frau bin muss ich also aufpassen dass ich bloss nichts sagd was die Lage eskalieren lässt hach ja niedlich..am besten geh ich gleich nach HUse und verbarrkadier mich in der Küche...

      Das ist das was ich meine damit wenn ich sag TÄTER ist nicht der, der
      sagt was er denkt und das gilt auch beidseitig: Täter ist immer der mit den Streichhölzern und der der den Stock schwingt und der der mir versucht untern Rocknzu greifen und dann WEHRE ich mich...bei denen genauso die Zündeln und es gibt verbales Zündeln auch da wehr


      Verstehe ich nicht, was das mit " als Frau" zu tun hat. Ein männlicher Politiker wäre genauso deformiert worden, denke ich. Wäre ein Grüner gewesen, wahrscheinlich noch mehr auf einer Kindermißbrauchsschiene usw. als es schon bei Frau Roth der Fall war . Im Endeffekt wäre man bestimmt nicht zurückhaltender gewesen in den Kommentaren.
      Täter was meinst du damit? Ein Täter ist doch erstmal nur jemand der was tut. Insofern ist jemand der etwas schreibt oder sagt ( z.B. so wie ich gerade) ein Täter. Ein Straftäter ist Frau Roth natürlich im Gegensatz zu einigen Leuten die ihre Kommentare abgegeben haben natürlich nicht. Frau Roth trägt auch nicht die Verantwortung dafür, dass diese Leute so etwas schreiben. Was letztendlich ihre Intentionen war, weiß ich nicht. Falls es aber ihre Intention war, die Meinung bzw. das Denken der Leute, die sich gegen Asylbewerber richten zu ändern, dann war ihre Wortwahl ganz offensichtlich bei diesen Leuten dazu ungeeignet gewählt.

      Man sieht ganz deutlich, wie sehr diese "Schuld und Sühne" denken in unserem Kulturkreis verankert ist. Man kann sich gar keine Alternative mehr dazu vorstellen und landet immer wieder bei " du willst damit sagen, sie hätte Schuld?? Nein dieser oder jener ist schuld ".Was hilft es denn? Nee, ich denke eben es wäre besser die an Personen oder Personengruppen gebundende Urteile und Schuldzuweisungen generell zu vermeiden, weil ich denke, dass Sie zu nichts führen. Das kann dann so lange gehen bis einer am Boden liegt und der " Stärkere" hat dann am Ende immer Recht. Aber der am bodenliegende wird vlt. nur auf seine Gelegenheit warten und das Ganze geht wieder von vorne los.
      Es heißt auch nicht, dass man ständig zurückstecken muss/soll. Man darf und sollte sich schon wehren, wenn man in seinen Freiheiten eingeschränkt, unterdrückt oder sonst wie persönlich verletzt wird. Dazu muss ich aber nicht denken, dass eine Person die eine Straftat gegen mich begeht eine " Schuld" trifft. Sondern bestimmte Ursachen haben dazu geführt, dass die Person eine Straftat begangen hat, die sich gegen mich richtete. Evtl. muss diese Person dann in ein Gefängnis, damit sie durch ihr denken bedingtes Handeln, keinen weiteren Schaden anrichten kann. Im Optimalfall wird diese Person durch geeignete Resozialisierungsmaßnahmen so weit zum umdenken bewegt, dass sie bei ihrer Entlassung keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellt. Das funktioniert ja auch soweit ganz hervorragend in unserem Rechtsstaat... Nur ist dieses denken leider nicht bis in alle Teile der Bevölkerung vorgedrungen. Da geht es um " Schuld und Sühne, Rache und Bestrafung, Vorurteile und Verurteilungen, Zahn um Zahn". Und genau dieses denken ist meiner Meinung nach eine Ursache für viele Probleme und zum Teil gewalttätige Auseinandersetzungen.

      Baboy wrote:

      Was letztendlich ihre Intentionen war, weiß ich nicht.

      Die erschließt sich jedenfalls nicht, wenn man nur die Überschrift liest.



      Baboy wrote:

      Falls es aber ihre Intention war, die Meinung bzw. das Denken der Leute, die sich gegen Asylbewerber richten zu ändern, dann war ihre Wortwahl ganz offensichtlich bei diesen Leuten dazu ungeeignet gewählt.

      Jetzt bin ich echt neugierig. Wie hätte sie es denn formulieren können oder müssen? Hast du da einen konstruktiven Vorschlag?
      Soll ich dir im Gegenzug auch die Sätze raussuchen, in denen ihre Intention mMn ersichtlich wird? :)
      Weil nach dem was du schreibst, hast du Frau Roths Intention gar nicht ganz erfasst. Gelesen hast du den Artikel und evtl. die Quelle für diesen Artikel aber schon?


      Baboy wrote:

      Man sieht ganz deutlich, wie sehr diese "Schuld und Sühne" denken in unserem Kulturkreis verankert ist. Man kann sich gar keine Alternative mehr dazu vorstellen und landet immer wieder bei " du willst damit sagen, sie hätte Schuld?? Nein dieser oder jener ist schuld "

      Ähem. Ich zitier das jetzt nicht nochmal, es steht schon in meinem Beitrag vorher und wurde von Dir in deinen Beiträgen verwendet.
      Also: wo ist das Schuld-Denken verankert? In unserem Kulturkreis? Oder eher im Denken einzelner?
      Und ja, du hast völlig Recht: (Selbst)Verantwortung trifft's besser. Davon sprach ich übrigens vorher schon die ganze Zeit, und Fee glaub ich auch, nur um das mal deutlich zu machen
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold

      Wetterleuchten wrote:

      Jetzt bin ich echt neugierig. Wie hätte sie es denn formulieren können oder müssen? Hast du da einen konstruktiven Vorschlag?
      Soll ich dir im Gegenzug auch die Sätze raussuchen, in denen ihre Intention mMn ersichtlich wird?
      Weil nach dem was du schreibst, hast du Frau Roths Intention gar nicht ganz erfasst. Gelesen hast du den Artikel und evtl. die Quelle für diesen Artikel aber schon?


      Ja, ich habe den Artikel gelesen und es macht wenig Sinn, jetzt nomma alles zu Zitieren, weil man kann es ja nachlesen. Die Intention die hinter dem gesagten steht, kann ich nicht ganz erfassen, weil ich nicht in ihren Kopf gucken kann. Insgesamt kann ich mir aber vorstellen, dass es ihr darum ging, davor zu warnen, dass einige Bürger die Vorfälle von Köln nur als Vorwand nutzen um Hetze gegen Zuwanderer zu begehen und das es ihnen nicht um Mitgefühl mit den Opfern geht und nicht um das generelle Problem sexueller Gewalt gegen Frauen. Sie behauptet, dass einige dieser Leute ihre Gewalt und Vergewaltigungsphantasien ausleben würden und das diese Art von empörten Bürgern eigentlich "Brüder im Geiste der Täter von Köln wären".
      Ich denke sie wollte damit einer weiteten Eskalation der Situation vorbeugen und verhindern, dass sich noch weitere Bürger auf den Pfad der Hetze gegen Zuwanderer begeben..... Das ist ihr aber offensichtlich nicht gelungen, weil das wahrscheinlich einige empörte Bürger als eine an sie persönlich gerichtete Beschuldigung aufgefasst haben ( woran Frau Roth keine Schuld trägt, diese Bürger m.M. Nach aber auch nicht!)
      Ich denke es ist ihr darum nicht gelungen, weil sie Urteile fällt, anstatt nachzufragen warum diese Leute diese Hetze begehen.Was für Ängste, Bedürfnisse stehen dahinter? Was für Umstände haben dazu geführt, dass die Leute so denken, wie sie denken usw..Was kann man ggf. an den Umständen ändern ohne dabei die Interessen der Menschen aus den Augen zu verlieren, die unsere Hilfe benötigen.
      Es ist ja nicht gerade so, dass momentan nur eine kleine Minderheit gegen Flüchtlinge herzieht. Das sind echt viele...Auch wenn es sich bei vielen noch auf " Witzchen" beschränkt und Stammtischgerede, egal wo man hinkommt....Aber da fängt es eben oft an...

      Wetterleuchten wrote:

      (Selbst)Verantwortung trifft's besser. Davon sprach ich übrigens vorher schon die ganze Zeit, und Fee glaub ich auch, nur um das mal deutlich zu machen


      Aber ich glaube nicht wirklich an ein "Selbst" zumindest nicht an eins, was nicht bedingt entstanden wäre... und von daher auch nicht an Selbstverantwortung. Ich glaube z.B., dass bestimmte Umstände dazu geführt haben, dass ich jetzt gerade so bin wie ich bin und hier schreibe. Deshalb glaube ich auch nicht an "Schuld".
      Ich denke es ist ihr darum nicht gelungen, weil sie Urteile fällt, anstatt nachzufragen warum diese Leute diese Hetze begehen.Was für Ängste, Bedürfnisse stehen dahinter? Was für Umstände haben dazu geführt, dass die Leute so denken, wie sie denken usw..Was kann man ggf. an den Umständen ändern ohne dabei die Interessen der Menschen aus den Augen zu verlieren, die unsere Hilfe benötigen.


      @ Baboy

      also das ist schon sehr spannend,- dass es ausgerechnet Frau Roth sein soll die keine Ahnung davon hat was die Menschen denken und welche Bedürfnisse diese haben, zumal die Pöbler unter ihren "Fans",- Allein die Vita dürfte ausreichen um klar zu haben, dass diese Frau weiss was sich Frauen und Männer ( in diesem unseren Lande ) wünschen. !

      de.wikipedia.org/wiki/Claudia_Roth

      Stimmt die Urteile müssten gefällt werden von der Justiz und bitte nachhaltig mit abschreckender Wirkung.

      Die Bedürfnisse der Pöbler ???
      Das Bedürfnis einmal ordentlich einer Frau einzuschenken von der man meint sie lebe einfach von den Steuereinnahmen des Staates in Saus und Braus weil man selber 40 Stunden arbeitet für brutto 8,50? mit 24 Tagen Urlaub pro Jahr,- den man sich mit dem Einkommen am Besten im öffentlichen Stadtpark gestaltet?

      Oder weil man alleinerziehend das Jugendamt an der Backe mit heulenden Kleinkindern noch nicht mal zum Zahnarzt kann weil einem keiner die Kinder abnimmt und alleine kann man se net lassen weil dann die Nachbarn anstatt sich zu kümmern die Polizei verständigen und dann sind die Kiddies im Heim...

      Ich weiss schon,- dass es sehr viel soziales Elend gibt. Allerdings kenne ich auch die Wege aus dem Elend. Da hat der Staat ( zu dem ich mich auch zugehörig, mit dem ich mich eins fühle ! weil es mein Staat ist in dem ich lebe und webe, wähle und meine Steuern zahle und den ich LIEBE ) immer gerne gespart an Jugendhäusern Sozialarbeitern und GUTEN Familienhelfern. An Kindergärten an Horten und an Schulen ... leider tragen wir alle nun den Schaden und nicht nur die,- die sich auf die entsprechend gewählten Regierungsparteien verlassen haben.

      ( das wäre genial wenn die Folgen der Misswahlen mal nur die träfen, die diesen Mist gewählt haben ( und damit mein ich nicht good old angie ) )

      Oh,- das hätte man schon an die Tausende Male ändern können bei jeder Gesetzesvorlage die mal eben zwischen Fussball etc. durch den Bundestag geprügelt wird hätte man brüllen können voher und streiken und sich beteiligen.

      und doch es gibt auch Leut die nicht rumpöbeln obwohl das nexte Urlaubsziel maximal der Balkon zu Hause ist ( wenn es einen gibt !)

      jetzt werde ich doch nicht die Verantwortung ( wenn s schon keine schuld gibt ) dafür übernehmen, dass es Menschen gibt die jenseits jeder Logik eine Frau die versucht zu differenzieren auf s Wüsteste beschimpfe ? Ja also echt was bringt jemanden dazu eine Frau so runterzumachen, so anzugehen ?
      Das ist doch völlig jenseitig,- okee wenn wir denn alle eins sind,- wo soll ich dann dieses Hetzten suchen an welcher Ecke des Seins hat sowas Berechtigung?

      Die logische Folge diesen Einsseins und Dann auch Handeln wie eins wäre schon dass dernext die Mädels im Rudel unterwegs sind vllt zusammen ( weil wir ja hier bei Heidens sind ) mit der invozierten Göttin Kali ...die dürfte dann dafür sorgen,- dass es Ruh gibt am Dom etc.

      Findet jetzt eigentlich der Fasching statt oder ist der abgeblasen?

      lg fee
      >nunNUN(°>

      Baboy wrote:

      Die Intention die hinter dem gesagten steht, kann ich nicht ganz erfassen, weil ich nicht in ihren Kopf gucken kann.

      Gut, kann ich auch nicht, nehmen wir also das, was sie öffentlich dazu gesagt hat.
      Übrigens ist das, was du verlinkt hat nur ein auszugsweise und mit viel persönlicher Meinung des Autors wiedergegebenes Interview, das Frau Roth der Welt gab. Er machts einem auch nciht gerade leicht, seine Quelle zu finden, aber es ist wohl dieses hier: welt.de/politik/deutschland/ar…-weisse-Menschen-auf.html


      Baboy wrote:

      Insgesamt kann ich mir aber vorstellen, dass es ihr darum ging, davor zu warnen, dass einige Bürger die Vorfälle von Köln nur als Vorwand nutzen um Hetze gegen Zuwanderer zu begehen u

      Ganz explizit ging es ihr darum, davor zu warnen, dass manche sich jetzt zu Gewalttaten gegen Flüchtlinge, oder sonstige nichtweiße Menschen hinreissen lassen könnten.

      C. Roth wrote:

      Vor allem im Internet schreitet die Verrohung der Debatte voran. Dort macht sich schon ein organisierter Mob daran, zur Jagd auf nicht weiße Menschen aufzurufen und Rache zu üben. Für manche scheinen die schrecklichen Vorfälle von Köln wie gerufen zu kommen für ihre Hetze. [..] Es gibt in Teilen unserer Gesellschaft bereits eine Stimmung, die dazu führt, dass in Hessen gezielt auf Menschen in einer Flüchtlingsunterkunft geschossen wurde.

      Eine Warnung, die nicht aus der Luft gegriffen ist, wie zahllose Brandstiftungen und Gewalttaten gegen Flüchtlinge und Helfer in der Vergangenheit und auch ganz direkt im Zusammenhang mit Silvester zeigen

      Baboy wrote:

      es ihnen nicht um Mitgefühl mit den Opfern geht und nicht um das generelle Problem sexueller Gewalt gegen Frauen.

      C. Roth wrote:

      Das, was in Köln passiert ist, ist furchtbar und mit nichts zu entschuldigen. Man muss jetzt vor allem die Opfer ins Zentrum stellen und ihre Aussagen ernst nehmen. Aber so zu tun, als wären die Vorfälle aus der Silvesternacht die ersten Ausbrüche sexualisierter Gewalt in Deutschland, ist falsch

      Im folgenden nimmt sie u.a. Bezug aufs Münchner Oktoberfest. Es mag sein, spontan organisierte Gewalt gegen Frauenen der Dimension wie sie in Köln ausbrach ein Novum ist in Deutschland ist. Tatsache ist aber leider, dass es tatsächlich noch viel zu häufig die Sorte Männer gibt, die anscheinend der fälschlichen Assoziation unterliegen Volksfest= Frauen sind Freiwild. Sonst wären Initiativen wie diese hier sicherewiesn.de/index.php/de/ziele samz ihrem ganzen Päventions- und Kooperationsprogramm ja wohl kaum nötig. Frauenhäuser und Selbstbehauptungstraining für Frauen und Mädchen bräuchten wir auch keine.
      Sich jetzt also selbstgefällig zurücklehnen und denken, dass sexualisierte Gewalt nur "von außen" aus "weniger kultivierte" Gegenden "zu uns kommt" halte ich persönlich auch für den völlig falschen Wege.

      Baboy wrote:

      Sie behauptet, dass einige dieser Leute ihre Gewalt und Vergewaltigungsphantasien ausleben würden und das diese Art von empörten Bürgern eigentlich "Brüder im Geiste der Täter von Köln wären".


      Baboy wrote:

      ch denke sie wollte damit einer weiteten Eskalation der Situation vorbeugen und verhindern, dass sich noch weitere Bürger auf den Pfad der Hetze gegen Zuwanderer begeben..

      Ich denke eher, dass sie den Fingern auf einige (bei weitem nicht alle) gewalttätigen Strukturen in unserer Gesellschaft gelegt hat.

      Baboy wrote:

      Das ist ihr aber offensichtlich nicht gelungen, weil das wahrscheinlich einige empörte Bürger als eine an sie persönlich gerichtete Beschuldigung aufgefasst haben

      Ich denke eher nicht. Was aus einen aus manchen Kommentaren der Leser des männermagazins direkt anspringt ist eher das Bellen und Geifern getroffener Hunde.

      C. Roth wrote:

      Es werden Gewealt- und Vergewaltigungsphantasien ausgelebt, auch gegen Menschen wie mich. Das zeigt, dass diese Sorte Empörter (Hervorhebung von mir) und vermeintlichenBeschützer der Opfer eigentlich Brüder im Geiste der Kölner Gewalttäter sind..

      Manche Kommentare auf mm: qed.

      Baboy wrote:

      Ich denke es ist ihr darum nicht gelungen, weil sie Urteile fällt, anstatt nachzufragen warum diese Leute diese Hetze begehen.Was für Ängste, Bedürfnisse stehen dahinter?

      Und diese Geiferer, geistige und tatsächliche Attentäter sollte sie besser am Patschhändchen nehmen und bei einem Tässchen Tee ergründen, was sie denn so bös gemacht hat, dass sie ihre Machts- und Ohnmachtsphantasien verbal und körperlich aggressiv ausleben "müssen"? Nee jetzt. Oder?
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold
      Mist, Bearbeitungszeitfenster schon zu. Dann also hinterher.



      Baboy wrote:

      Es ist ja nicht gerade so, dass momentan nur eine kleine Minderheit gegen Flüchtlinge herzieht. Das sind echt viele...Auch wenn es sich bei vielen noch auf " Witzchen" beschränkt und Stammtischgerede, egal wo man hinkommt....Aber da fängt es eben oft an

      Ja, es scheint irgendwie Mode zu werden, ein "Ausländerproblem" zu haben?
      Naja, manche Gesellschaft kann man sich schon aussuchen und bei "herziehen" oder "Witzchen reissen" muss jetzt auch keiner mitmachen, oder?
      Man kann sich Teile seiner Gesellschaft auch ganz gezielt aussuchen. Bei mir zu Hause z.B. gibt es einen lockeren Zusammenschluss aller möglichen Leute und Vereine, der den Zweck hat, Menschen in der Gemeinde, Einheimische wie Flüchtlinge zu unterstützen. Da kann man eine Menge sehr verschiedene Menschen, Einheimische wie Zugewanderte, treffen, die vor allem eins sind: ganz normale Menschen.
      Und sog. "Witzchen" reisst da ganz bestimmt keineR
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold

      Wetterleuchten wrote:


      Und diese Geiferer, geistige und tatsächliche Attentäter sollte sie besser am Patschhändchen nehmen und bei einem Tässchen Tee ergründen, was sie denn so bös gemacht hat, dass sie ihre Machts- und Ohnmachtsphantasien verbal und körperlich aggressiv ausleben "müssen"? Nee jetzt. Oder?


      Sollte man vielleicht tatsächlich. Nicht die Rechten, die ihren Hass nicht mal artikulieren könnten, weil sie dazu nicht genügend Hirnkapazität haben, aber mit all den Befürwortern, Pegidawählern, und sonstigen "Wutbürgern".
      Wovor genau haben die Angst? Wenn man mit denen ins Gespräch kommt und die gezwungen sind, da mal klar Stellung zu beziehen, merken vielleicht einige, dass da nur ein allgemeines Unbehagen ist (Xenophobie ist nun mal in unserer Grundausstattung mitgeliefert), aber nichts, wovor sie konkret Angst haben müssten.

      Und wenn sie tatsächlich konkrete Befürchtungen haben. Zum Beispiel: sie bekommen keine billige Wohnung mehr, wegen der enormen Nachfrage, wenn es so weit ist, dass Flüchtlinge aus den Heimen ins "echte" Leben kommen, oder dass Jobs an Flüchtlinge gegen werden, die unter Mindestlohn arbeiten würden, ect., dann könnten die Politiker JETZT, bevor die Kinder in die Brunnen gefallen sind, da etwas dran tun. Jetzt den Wohnungsbau fördern, jetzt Gesetze schaffen, dass der Mindestlohn nicht mit Ausnahmen ausgehöhlt werden darf, ect.

      Denn wenn sie merken, dass ihre Ängste von den Etablierten tatsächlich ernst genommen werden, und sie nicht als Crybabys angesehen werden, denen man die Händchen tätscheln muss, dann müssen sie nicht aus Protest die Rechten wählen, die ihnen sagen: "Einfache Lösung - wir schmeißen die Flüchtlinge alle wieder raus, wenn ihr uns an die Macht bringt!"

      Ich habe den Eindruck, dass viele Flüchtlings-Befürworter den Kopf in den Sand stecken. Natürlich werden so viele Flüchtlinge Probleme machen! Nicht nur finanzielle. Herrgott noch mal, man kann doch anhand anderer Beispiele oder bestehenden Problemen (Ghettobildung., soziale Brennpunkte, Sprachdefizite, Bandenkriminalität, selbsternannte Sscharia-Polizei, ect.) jetzt schon sehen, in welche Richtung das im schlimmsten Fall läuft!) Da hilft kein leeres: "Wir schaffen das!"-Mantra, sondern klare Aussagen wie: "Dies und das könnte auf uns zukommen - dagegen können wir diese und jene Maßnahmen ergreifen." Die dann so weit gereift sind, dass sie funktionieren, wenn sie gebraucht werden.


      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      lynxaett wrote:

      Wer in Köln lebt, egal welchen Geschlechtes, rate ich folgendes an: Leute, geht mal aktuell abends in die Innenstadt: sicherer als derzeit war es da nimmer. So viel Polizeipräsenz und so...


      Jo...Das mag ja mein persönliches Problem sein, aber ich fühle mich immer ziemlich unwohl bei so viel Polizeipräsenz... ich mag nicht wenn die überall rumstehen, da fühl ich mich ganz unwohl und irgendwie vermittelt mir das auch nicht das Gefühl, dass ich mich auf einigermaßen "sicherem Gebiet" befinde. Irgendwie fühl ich mich da sogar fast schon bedroht...

      Grüßli


      Hi,
      nein ich glaube, dass ist überhaupt nicht *dein* Problem, das *ist* das Problem!! Denn darauf wird es mit ziemlicher Sicherheit hinauslaufen, weil die Leute nach mehr Staat und Überwachung schreien: Das gibt einen digitalen Überwachungsstaat. Das wird nicht unbedingt mit Polizei-und Militärpräsenz und Naziflaggen abgehen,überhaupt nicht, das wird man gar nicht merken...man wird es sogar mögen...
      Weisst du, ich war im letzten Jahr in New York (tolle Stadt!), da war ich schon mal vor 20 Jahren, und damals herrschte Chaos und Verbrechertum,konntest du echt nicht als Tourist - geschweige denn als Frau -nachts auf die Straße. Dann kam 9/11 etc. Seitdem hat sich New York total verändert: fährst du heute hin, ist das alles zwar unglaublich busy, aber auch sehr friedlich. Sauber. Wenn du Geld hast, kriegst du das frisch gewaschene schöne Paradies auf Erden. Wenn du kein Geld hast, wirst du... keine Ahnung: unsichtbar?
      Maximal wird dir in der U-Bahn die Brieftasche geklaut, sonst nichts. Weisst du, was das war: *Unheimlich*!! Dort wird nämlich alles, alles überwacht, Videotechnisch, handymäßig, überall, und das ganze babybunt und suuuper freundlich. Da gibt es auch so eine neue Kultur der "Alle überwachen alle" - es heißt: wenn du was siehst, ruf lieber einmal zu viel als zu wenig 911 (also die Polizei). Das führt dazu, wenn man auf der Straße plötzlich losrennt - was ich hin und wieder so tu einfach aus Spaß am Laufen - dann zucken alle zusammen und zücken ihr Handy, um dich gleich aufzunehmen und das Video dann in die Polizeiüberwachung einzustellen...
      Ich denke, das blüht uns allen hier (mit hier meine ich die Welt). Der gesamte Planet wird so sauber sein und friedlich sein wie etwa... naja... Singapur.Auch sehr schön da. Wenn du Geld hast. In China werden übrigens derzeit Methoden entwickelt, die gesamte Gesellschaft per Verfolgung und Vermessung aller Aktivitäten,die digital Spuren hinterlassen (und das sind mittlerweile fast alle) zu kontrollieren. Das hat auch einen Namen: Feudalismus 2.0.
      Das ist irgendwie auch die Veränderung glaube ich, die ich da spüre... weniger das aktuell sicher brennende Flüchtlingsproblem.
      Big data, Nudging, digitale Verhaltenssteuerung, die Automatisierung der Gesellschaft durch Algorithmen und künstliche Intellingenz, zum Zwecke größtmöglicher Wertschöpfung - Gewinne nacht man nämlich eher im Frieden als im Krieg, und eher mit offenen Grenzen als geschlossenen.
      Und nein, ich bin nicht sooo schrecklich paranoid, wie das vielleicht klingt, vor dieser Entwicklung warnen unter anderem Leute wie Bill Gates, Steve Wozniak oder Stephen Hawking, und die sind ja alle nicht blöd und in der Thematik möglicherweis sogar recht gut bewander...
      *Kassandra-mäßig*: Luchs
      Aber apelliert man mal an ein Mindestmaß ziviler Selbstverantwortung, relativiert ganz bestimmt einer rum von wegen "aber man muss doch auch verstehen ... " :mrgreen:
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold

      fee wrote:

      jetzt werde ich doch nicht die Verantwortung ( wenn s schon keine schuld gibt ) dafür übernehmen, dass es Menschen gibt die jenseits jeder Logik eine Frau die versucht zu differenzieren auf s Wüsteste beschimpfe ? Ja also echt was bringt jemanden dazu eine Frau so runterzumachen, so anzugehen ?
      Das ist doch völlig jenseitig,- okee wenn wir denn alle eins sind,- wo soll ich dann dieses Hetzten suchen an welcher Ecke des Seins hat sowas Berechtigung?

      Die logische Folge diesen Einsseins und Dann auch Handeln wie eins wäre schon dass dernext die Mädels im Rudel unterwegs sind vllt zusammen ( weil wir ja hier bei Heidens sind ) mit der invozierten Göttin Kali ...die dürfte dann dafür sorgen,- dass es Ruh gibt am Dom etc.


      Ich glaube nicht, an diese Art Verantwortlichkeiten. Ich denke auch nicht, dass es in irgendeiner Ecke des Seins eine Berechtigung für irgendwas existiert. Ein moralisches Gericht oder so etwas.
      Es ist was ist...Die Situation ist wie sie ist...aus Bedingungen entstanden. Und Nochmal...
      Es ging mir nicht um Fr. Roth als Person oder um irgendeine " Schuldzuweisung". Der Link den ich geschickt habe, sollte zeigen, dass eben "moralische Urteile" bzw. "moralisches denken",allgemein nicht dazu geeignet zu sein scheinen, den Hass oder die Ablehnung einiger Personen auf Asylbewerber zu reduzieren. Es wäre in so fern ( zu diesem Zweck) sogar völlig egal, wenn ein Reporter die Aussagen von Fr. Roth verfremdet hätte, und sie in Wahrheit etwas ganz anderes gesagt hat, wie es im Artikel steht. Es ging mir um moralische Urteile....und die Reaktionen darauf. Punkt. Nicht um Persönlichkeiten.
      Ich denke, dass " Schuld und Sühne Denken" eine Ursache bzw. ein riesiger Stolperstein auf dem Weg zu einem friedlichen miteinander ist. Es gehört für mich deshalb aus ethischen Gründen aus den Köpfen der Menschen verbannt.
      Eine Handgranate wurde heute auf ein Gelände eines Asylbewerberheims geworfen. Sehr wahrscheinlich, weil der Täter gedacht hat, dass die Asylbewerber " schuld" an sein gefühltes Unglück seien, oder er befürchtet, dass sie " schuld" an einer düsteten Zukunft sein werden.
      Politiker und andere Eliten sprachen in der Vergangenheit immer wieder von einer besonderen " Schuld" der Deutschen usw.. ( und meinten das ggf. gar nicht persönlich ), aber ich kenne sehr viele Bürger, die nicht verstehen, worin ihre " schuld" begründet liegen soll bzw. was sie getan haben sollen. Dann gibt es einige die sich sogar " schämen" in diesem Land geboren worden zu sein und andere die wütend werden, weil sie sich persönlich beschuldigt fühlen. Sie fühlen sich auf Grund solcher Aussagen ungerecht behandelt, weil sie nichts dafür können hier geboren worden zu sein. Im Prinzip richten Sie sich in ihren Augen damit, gegen einen gegen sie gerichteten Rassismus, was wiederum Ursache für weiteren Rassismus sein kann... Es wäre m.M. also völlig kontraproduktiv zu sagen, wir müssen Flüchtlinge aufnehmen, weil wir als deutsche eine besondere Verantwortung oder Schuld tragen. Das habe ich in der letzten Zeit auch glücklicherweise nicht mehr sehr oft gehört, trotzdem scheinen diese Beschuldigungen viele noch nicht vergessen bzw. verdaut zu haben, was auch Ursache für einige z.T. völlig überzogenen Reaktionen auf " moralische Urteile" von Politikern sein kann. Niemand sollte doch das Gefühl haben, Flüchtlinge aufnehmen zu müssen, um irgendeine behauptete Schuld zu begleichen...Also Quasi als Strafe... Auch sollte niemand aus diesen Gründen ehrenamtlich für die Flüchtlinge tätig werden... Es geht einfach nur darum Menschen zu helfen, die unsere Hilfe benötigen und es ist eigentlich Teil der menschlichen Natur, das gerne zu tun. Voraussetzung ist, dass Menschen von Menschen auch noch als solche erkannt werden. Da hilft es wenn man Tat und Mensch zu trennen weiß.

      Wetterleuchten wrote:

      Man kann sich Teile seiner Gesellschaft auch ganz gezielt aussuchen. Bei mir zu Hause z.B. gibt es einen lockeren Zusammenschluss aller möglichen Leute und Vereine, der den Zweck hat, Menschen in der Gemeinde, Einheimische wie Flüchtlinge zu unterstützen. Da kann man eine Menge sehr verschiedene Menschen, Einheimische wie Zugewanderte, treffen, die vor allem eins sind: ganz normale Menschen.


      Ja, das ist klasse, wenn es keine Menschen mehr gäbe, die diese Ziele verfolgen...Eben weil sie gerne helfen, würde es wirklich düster aussehen!


      lynxaett wrote:

      Denn darauf wird es mit ziemlicher Sicherheit hinauslaufen, weil die Leute nach mehr Staat und Überwachung schreien: Das gibt einen digitalen Überwachungsstaat. Das wird nicht unbedingt mit Polizei-und Militärpräsenz und Naziflaggen abgehen,überhaupt nicht, das wird man gar nicht merken...man wird es sogar mögen...


      Ich würde nicht mögen, zumal man nie wissen kann wozu so ein mächtiges Überwachungsnetzwerk missbraucht werden kann....und hoffe darauf, dass es auch ohne Überwachung geht....bzw. ich bin mir sicher, dass es auch ohne geht, wenn das genug Leute wollen und entsprechend handeln.

      fee wrote:

      Findet jetzt eigentlich der Fasching statt oder ist der abgeblasen?


      Wo denkst Du hin :o ... Natürlich findet der Karneval in Kölle statt...Die Welt dreht sich schließlich zum (/fürs) Glück weiter...