Weihnachten feiern?

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      Weihnachten feiern?

      Ich schon wieder. :D

      Was mich besonders hier im Forum interessiert...feiert Ihr Weihnachten? Und wenn nicht, wie geht Ihr mit Einladungen z.B. zu Heiligabend, dem Familienessen usw. um?
      Klar, als Kind war Weihnachten für mich etwas Besonderes, auch als mein Sohn noch klein war haben wir gefeiert. Nun ist mein Sohn 24 und fährt mit seiner Frau über die Feiertage weg, den Rest meiner Familie muß ich nicht unbedingt um mich haben (aus persönlichen, nicht aus Glaubensgründen) und meine Schwiegereltern sind auch "auf Tour".
      Abgesehen davon, messe ich Weihnachten auch keine Bedeutung mehr zu, ich verfalle auch in keinen Konsumrausch. Das einzige was ich mag, sind die Lichter, die Kerzen, das schmücken des Heims - auf angenehme, nicht amerikanische Art und Weise. ;)
      Mein Partner und ich haben überlegt, ob wir dieses Jahr evtl. den Menschen, denen Weihnachten etwas bedeutet, die aber vielleicht keine Mittel zum Feiern haben, oder allein sind, beizuwohnen...sprich, "Suppenküche", Altersheim, oder ähnliches. Unsere Überlegungen sind aber noch nicht konkret und wer weiß...bei uns ist jeder Tag sowieso individuell und spannend und vielleicht kommt doch alles anders.
      Sonnige Grüße von...
      Sol/Alice/Nici (nenne mich bei dem Namen, der Dich am meisten anspricht <3 )
      Ja, um Weihnachten herum wird bei uns allerlei gefeiert. Es beginnt am 15.12. mit den Saturnalien, die mehrere Tage lang dauern.

      Am 24.12. fahre ich zu meiner entfernt lebenden Familie, die ich nur wenige Male im Jahr sehe (Eltern, 93-jährige Großmutter, Schwester mit Familie und Kindern, ihre Schwiegereltern), wo wir einen typischen Heiligabend verleben - mit üppigem Essen, Trinken, Tannenbaum, Musik, Plätzchen meiner Mutter, Spielen und Geschenken. Das Fest richtet meine Schwester für die ganze Familie aus und der Tag ist immer recht ungezwungen.
      Kirche oder Religion spielen dabei nur eine geringe Rolle; meine Mutter und Großmutter sind katholisch, mein Vater atheistisch, meine Schwester agnostisch, ihr Mann protestantisch, die Kinder ungetauft, aber nehmen am evangelischen Religionsunterricht teil und ich kröne das Ganze mit gallo-römischem Heidentum. Mein Schwager arbeitet in der Betreuung von Behinderten und geht deshalb manchmal mit den Kindern in einen speziellen Kinder- und Behindertengottesdienst, während wir die üblichen Vorbereitungen treffen (Essen vorbereiten, Geschenke aufbauen etc.). Zur Bescherung wird sogar traditionell noch das Glöckchen geläutet, was immer zu großer Aufregung führt.

      Weihnachten ist bei uns ein geselliges Familienfest, bei dem mir kein Zacken aus der Krone bricht, wenn ich daran teilnehme. Konsumrausch ist leider auch dabei; wir Erwachsenen schenken uns nur Kleinigkeiten (Tee, ich bringe Spezialitäten aus der Eifel mit, ein Buch, ein Film oder ähnliches), aber die Kinder werden schon ziemlich mit Geschenken überhäuft, aber Versuche, das einzudämmen, scheiterten bislang.

      Am 25.12. feiern wir dann - römisch gepflegt - Dies Natalis Invicti, die Geburt des Gottes Sol Invictus.
      Ich feiere kein Weihnachten. Ich schmücke zwar die Wohnung weil mein Mann das gerne hat aber das Fest selbst feiere ich nicht.

      Natürlich wird man von der Familie eingeladen und muss brav erscheinen. Auch wird erwartet Geschenken auszutauschen was auch nicht zu umgehen ist. Ich passe mich da an die Erwartungen an und solange niemand mich in eine Kirche schleppt ist auch alles gut. ;)

      Viele Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      och nöö.
      das einzige was ich mit Weihnachten verbinde ist die orgeschriebene Betriebsruhe und ich muss in den Zwangsurlaub.

      Nein, ich schmücke nicht und feiere nicht.
      Ich lade nicht ein und werde nicht eingeladen. Genauso wenig gebe ich den unerwarteten Überraschungsgast.

      Was es zu essen gibt weiß ich nciht. Wird schon was geben. Je nach Gusto. Vlt. Grünkohl oder Sauerkraut oder einen Schweinsbraten. Könnte auch was sein, was es schon lange nicht mehr gab, weil es zu aufwändig ist.
      wird schon werden
      Hallo!

      Ah, ein schönes Thema!

      Für mich ist Weihnachten ein Lichter- und Familienfest. Wir feiern es "traditionell-bürgerlich". Meine Eltern sind ungetauft, Weihnachten hatte also nie einen christlichen Touch und durch mich betrachtet nun auch meine Familie Weihnachten als festliches Begehen der erneut länger werdenden Tage. Weil wir nicht mehr in Deutschland wohnen, messen wir vielen Weihnachtsgötzen wie Nussknacker, Räuchermännchen, Engel und Bergmann, Schwibbogen, Adventskranz, usw., wohl eine etwas übertriebenere Bedeutung zu, als ein in Deutschland Wohnender... Wir machen viele Gesellschaftsspiele, schauen Fernsehklassiker, gehen alle gemeinsam mit den Hunden raus (für die auch immer was unter dem Weihnachtsbaum liegt), am Heiligabend essen wir traditionell Bratwurst mit Sauerkraut und Stampfkartoffeln (traditionell in Sinne von Familientradition). Am 25., dem eigentlichen Geburtstag der Sonne, gibt es dann auf jeden Fall Schweinebraten (zumeist Kassler), denn man will ja auch im kommenden Jahr bei eventuellen Gerichtsverhandlungen nicht die benachteiligte Partei sein :)


      Solstice wrote:

      Abgesehen davon, messe ich Weihnachten auch keine Bedeutung mehr zu,


      ... geht mich nichts an, aber doch nicht weil die Christen an diesen Tag die Geburt ihres Gottes/Heilands ebenfalls begehen, oder? Das wäre schade...

      Weihnachten wie wir es heute kennen, ist natürlich eine relativ "neue" Erscheinung, doch es knüpft perfekt an eine lange Tradition von zur Winterzeit gehaltenen Festen, die mit der empfundenen Wiederkehr des Sonnenlichts zu tun hatten, an. Corvina erwähnte bereits die Saturnalien und den Geburtstag des Sonnengottes, und gewiss auch in unseren Breiten, wo es so einen dunklen Winter gibt, freuten sich die Menschen, als die Tage wieder länger wurden und begingen dieses Naturphänomen festlich. Vielleicht nicht mit einem Tannenbaum usw., doch das sind Details.

      Solstice wrote:

      Das einzige was ich mag, sind die Lichter, die Kerzen, das schmücken des Heims


      Me too! :)

      Solstice wrote:

      Mein Partner und ich haben überlegt, ob wir dieses Jahr evtl. den Menschen, denen Weihnachten etwas bedeutet, die aber vielleicht keine Mittel zum Feiern haben, oder allein sind, beizuwohnen...sprich, "Suppenküche", Altersheim, oder ähnliches. Unsere Überlegungen sind aber noch nicht konkret und wer weiß...bei uns ist jeder Tag sowieso individuell und spannend und vielleicht kommt doch alles anders.


      Das halte ich für eine gute Idee! Macht das mal! :)

      Maximillian wrote:


      Solstice wrote:

      Abgesehen davon, messe ich Weihnachten auch keine Bedeutung mehr zu,


      ... geht mich nichts an, aber doch nicht weil die Christen an diesen Tag die Geburt ihres Gottes/Heilands ebenfalls begehen, oder? Das wäre schade...



      Nein, das ist nicht der Grund. :) Von mir aus kann jeder gern die Geburt Jesu Christi feiern und ich denke, dass auch mir die "Besinnlichkeit" der Feiertage bewußt sein wird. ;) Nur denke ich dabei halt nicht Weihnachten als christliches Fest und werde mich auch mit niemandem zusammen setzen, um Geschenke auszutauschen. Ich genieße einfach die Stimmung, die Lichter, die Gerüche...das könnte aber genauso gut am 08.12. oder am 04.02. sein (nur als Beispiel).
      Ach und ja, ich lieebe sogar Weihnachtsmärkte, eben aus oben genannten Gründen. :D
      Sonnige Grüße von...
      Sol/Alice/Nici (nenne mich bei dem Namen, der Dich am meisten anspricht <3 )
      Ach und noch ein Nachtrag....
      @Maximillian
      Ich könnte mir vorstellen, dass es mir vielleicht ähnlich gehen würde, wenn ich aus Deutschland auswandern würde, vor allem wenn es ausserhalb Europas wäre - schon aus der Nostalgie heraus. :)
      Sonnige Grüße von...
      Sol/Alice/Nici (nenne mich bei dem Namen, der Dich am meisten anspricht <3 )
      Da ich am 24. Spätdienst habe, ist mein Sohn dran zu kochen. ha

      Zwar ist er im Oktober ausgezogen, aber er besucht mich auch dann.

      Letztes Jahr war ich abends noch draußen zum Sternegucken, war sehr schön, hoffentlich ist auch dieses Jahr am 24. der Himmel wolkenlos.

      Da wie erwähnt die Wintersonnenwende einige Tage vorher war, feiere ich das erwachende Licht.

      Mein Sohn hat (noch) keinen Bezug zu Spiritualität, akzeptiert aber meine, und so lassen wir es uns zusammen gut gehen.

      TerraM wrote:

      Da ich am 24. Spätdienst habe, ist mein Sohn dran zu kochen. ha

      LOL Geschickt eingefädelt !


      Die Geburt des Sonnenkindes im Jahreskreis zu feiern finde ich schön, ob es nun Jesus (für mich eine echte Lichtgestalt) oder anders heißt, ist mir Wurscht.
      Für mich ist Räuchern, ganz klassisch mit Weihrauch und Myrrhe fester Bestandteil.

      Meine Kinder sind da sehr pragmatisch, nach dem wir, als sie klein waren total glaubhaft versichert haben, daß die Weihnachtwichtel die Geschenke bringen, verlor mein Exmann ob dieser Verlogenheit die Geduld und erklärte Ihnen als sie 7 und 4 Jahre alt waren:"Es gibt keine Weihnachtswichtel, es gibt keinen Osterhasen, es gibt kein Christkind und es gibt keinen lieben Gott". Nach einer Schrecksekunde fragten sie: "Bekommen wir trotzdem Geschenke?"

      Auf Weihnachtsbeleuchtung können wir trotzdem nicht verzichten, auf einen Plantagenbaum meist schon.
      Hallo.

      Solstice wrote:

      Was mich besonders hier im Forum interessiert...feiert Ihr Weihnachten? Und wenn nicht, wie geht Ihr mit Einladungen z.B. zu Heiligabend, dem Familienessen usw. um?

      In meinem Familien- und Freundeskreis ist niemand christlich gläubig, für mich empfinde ich es hauptsächlich als alljährliche Pflichterfüllung. Gerade wegen der älteren Generation, die solche Feste feiern, da wird es bei uns nur gemacht weil es sich eben so gehört und weil es drum herum alle anderen auch feiern. Abends am 24. wird, meist das gleiche wie jedes Jahr an Weihnachten, etwas gekocht, zusammen gegessen, jeder schenkt sich gegenseitig irgendwas und das wars.

      So lange ich nicht aufgefordert werde in die Kirche zu gehen, oder sonstige nicht meiner Glaubenswelt entsprechenden Praktiken zu vollziehen, sehe ich Einladungen zu solchen Festen ganz gelassen.

      LG Fae.