Germanische Gottheiten und Himmelsrichtungen, Elemente...

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      Ich habe mir anlehnend an:

      Osten - Sonne steigt in den Himmel
      Süden - Sonne steht am Höchsten und brennt heiss
      Westen - Sonne versinkt im Meer
      Norden - Sonne nicht zu sehen .. unter der Erde

      Gedanken zum Thema gemacht.
      Es handelt sich nachfolgend um eine persönliche Interpretation ungeachtet des momentanen, wissenschaftlichen Standes, wissenschaftlich belegbarer Quellen, Funde und „Fakten“.

      Am einfachsten ist die Zuordung mit Zwergen:

      Austri - Osten
      Sudri - Süden
      Westri - Westen
      Nordri - Norden

      Auch mit Riesen geht es ganz gut.. sogar mit dem Zenit:

      Dag - Osten
      Sunna - Süden
      Nott - Westen
      Mani - Norden
      Mundilfari - Zenit

      --> Der Riese Dag bringt das Licht des Tages bevor Sunna erscheint. Der Riese Nott bringt die Dunkelhet der Nacht bevor Mani erscheint.
      Der Riese Mundilfari dreht die Weltachse, steht also in der Mitte aller Tageszeiten.

      Mit Gottheiten wird es schwierig.
      Eine Idee von mir wäre es vier Söhne Wodans zu verwenden:

      Bragi - Osten
      Baldur - Süden
      Forseti - Westen
      Hödur - Norden

      --> Bragi kündigt mit schönen Klängen und poetischen Versen den beginnenden Tag an.. er steht für die Poesie und das Licht der Morgenröte.
      Baldur ist der Sonnengott schlechthiin,
      Forseti steht für den Übergang von reinem Licht zu kühler Objektivität und Vernunft.
      Hödur ist als Zwillingsbruder und Mörder Baldurs die Gegenseite: der Mond und die Dunkelheit.

      Man könnte auch Wali (Sonne/Süden) und Vidar (Mond/Norden) statt Baldur und Hödur nehmen.
      Wali wird von vielen eher als strahlender Gott vorgestellt, während Vidar eher als kühl, und still beschrieben wird.
      Beides sind Söhne Wodans, beides sind Rachegötter unterschiedlicher Ausstrahlung.

      Hinsichtlich der Gottheiten fallen mir noch weitere Zuordnungen ein, zB wäre Heimdall der Gott des Ostens. "Morgenstund hat Gold im Mund"
      Fro/Freyr ist ebenfalls ein Sonnengott (Süden), Uller ist ein Wintergott und stünde - mal nach Jahrezeiten beurteilt - für die dunkle, lichtloseste Zeit (Norden), Ostara/Austra steht für Frühling und schon dem Namen nach Osten, Sippia/Sif als Erntegöttin/Korngöttin für den Herbst (Westen), ...
      Vielleicht die Wanen als Gottheiten der Himmelsrichtungen? Die Wanen stehen unmittelbar mit dem Lauf der Natur in Verbindung...
      Die archaischen großen Gottheiten Fjörgynn und Jörd/Erda könnte man als Zenith und Nadir nehmen.
      Die größten Probleme sehe ich bei einer Gottheit der Abendröte.

      Hat jemand andere Ideen? Muss wie gesagt nicht historisch belegbar sein.. rein persönlich-intuitiv, aber nachvollziehbar gedacht.

      Edit:
      Weitere Idee nach Thema "Baldurs Tod"

      Osten - Heimdall
      Süden - Baldur
      Westen - Loki
      Norden - Hödur

      --> Heimdall ist der Gegenspieler Lokis und Hüter der Ordnung.
      Baldur strahlt im Süden und beginnt zu verblassen durch die mörderischen Pläne Lokis.. die Nacht bricht heran und Hödur (der Mond) tötet Baldur (die Sonne).
      Also der Lauf des Tages als Spiegel der Baldurgeschichte.