Ist alles reduzierbar auf Sex und Gewalt? Ist Realität eine Illusion?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

      Ist alles reduzierbar auf Sex und Gewalt? Ist Realität eine Illusion?

      Huhu Umo,

      wir machen am besten hier weiter. Wenn Du nicht mehr magst, was ich verstehen würde, darf gerne jemand für Dich einspringen. ;)

      Umo wrote:


      Ich kann an der Absurdität nichts herrliches mehr erkennen.


      Das ist sehr schade. Wo ist der Sinn für Spaß am Absurden? Absurdität kann doch lustig und unterhaltsam sein. Schau doch mal in einen Fernseher und
      schalte durch die privaten Sender, überall Absurdität. Und sie dient der profanen Unterhaltung. Absurdität ist Kulturgut und in meinen Augen wichtig, denn wir nehmen uns alle viel zu ernst. Wo ist der Spaß am Irrsinn und am Chaos denn geblieben? Es gab mal discordianische Strömungen und eine Spaßkultur von Feinsten, selbst Parteien sind daraus entstanden (wie "Die Partei" oder anarchistische Parteien).

      Die Menschen haben alle zu sehr einen Stock im Arsch, dieses Gutmenschentum kotzt mich ehrlich gesagt an. Spaß und Absurdes darf nur noch in einem erlaubten Rahmen existieren. Will man auf der Straße tanzen, dann muss man das anmelden.
      Ihr da, Menschen, zieht den Stock aus dem Arsch, ich will auf der Straße tanzen und Blödsinn labern, und sei das nun eben zu depressiven Goth-Metal.

      Umo wrote:

      Ich weiß echt nicht, warum Foren wie dieses scheinbar hauptsächlich Leute anziehen, die an einem gegenseitigen Verstehen nicht interessiert sind.


      Na dann wird es doch Zeit mit guten Beispiel voran zu gehen. Ich habe kein Problem, wenn Du versuchst mich zu verstehen, das würde mich freuen, ich verstehe mich selbst nämlich nicht. Warum bist Du denn an einem gegenseitigen Verstehen nicht interessiert?

      Umo wrote:


      Ich sprach nicht von einer "realen" Sache und einer imaginierten Sache, sondern ich sprach von der "kosmischen Realität", wenn du so willst. Und ich schätze mal, dass in dem Fall auch du nicht davon ausgehen wirst, dass die Vorstellung, die ein Mensch sich von dieser macht, mir ihr übereinstimmt. (Du kannst hier an dem Punkt Sophistereien und Wortanalysen über den Begriff "real" betreiben, und damit wieder an dem vorbeisteuern, was ich sagen wollte. Nur zu.)


      Hey, langsam verstehst Du mich und offensichtlich doch an gegenseitigen Verstehen interessiert. Genau das habe ich vor, das Wort "real" zerlegen und das ansprechen was Du da schon erwähnst. Das war die ganze Zeit der Sinn hinter meiner Stichelei.
      Das Senieren über die Wahrhaftigkeit einer möglichen Realitas macht mir nämlich Spaß und da mir langweilig ist und das noch bis Mitte November, also bis zum Start meines nächsten Projektes so sein wird, werde ich mir jedes Wort herauspicken und im entsprechenden Kontext zerlegen.
      Da komme ich auch gleich zu, vorher solltest Du bedenken, dass aktuell unsere Schwurbelei hier das Einzige ist was in diesem Forum Traffic verursacht. Hier ist offensichtlich nicht viel los, eine Handvoll Beiträge pro Woche die nicht ausschließlich im "was kotzt Dich an"- oder "was erfreut Dich"-Thread zu finden, und das wars. Also wenn Dir meine Schwurbeleien zu banal, langweilig oder einfach nur zu blöde sind, dann antworte nicht mehr. Aber da Du genauso wenig wie ich erlauben kannst dem anderen das letzte Wort zu lassen, werden wir so lange bis die Moderation einschreitet mit diesem Thread scheinbar das Forum am Leben erhalten.

      Okay, aber nun zum Thema "real"... Wie gesagt, ich behaupte, dass zwischen Deiner "kosmischen Realität" und der Vorstellung einer jeglichen Realität oder nur der Idee einer Realität kein Unterschied existiert und diese sogar im gesellschaftlichen Konsenz gar nicht existieren.
      Alleine das Wort "real" beschreibt nicht nur ein Ding oder eine Sache im Materiellen, sondern auch ein Wesen oder eine Sache als Idee. Wenn Realitas erfahren wird, dann durch Werkzeuge, wie zum Beispiel Augen und Ohren etc.
      In jeder Wissenschaft in der Werkzeuge zum Einsatz kommen, geht von denen eine gewisse Unschärfe aus, sie sind ungenau oder messen einfach falsch.
      Als Beispiel sei hier das Doppelspaltexperiment genannt, in dem der Einsatz eines "Beobachter-Messinstruments" all den Kritikern Nahrung gibt.
      Wenn eine Vorstellung von einer Sache, einem Ding, also einer Realtität die selben Muster im Präfrontalen Corxtes abbildet wie das Betrachten dieser Sache, Ding oder Realität, wie soll man dann unterscheiden was Realität im gesellschaftlichen Kontext ist oder eben nur eine Imagination oder Illusion.

      Wenn ich die Werkzeuge die ich zum Messen Deiner "kosmischen Realität" zum Beispiel durch Lysergsäurediethylamid beeinflusse, kann ich plötzlich Farben schmecken oder Musik riechen. Diese Werkzeuge sind also höchst anfällig und ungenau.
      Lasse ich ein Salvinorin auf meine Messwerkzeug einwirken, verschwindet diese besagte Realität sogar komplett und nur energiewirbelartige Muster und Grundstrukturen bleiben erhalten. Erhöhe ich die Dosis bin ich in der Lage selbst ein Ding oder Sache zu werden, ich kann die Form und Erfahrung eines Tisches, eines Stuhles oder eines ganzen Hauses annehmen und selbst ein "res" werden. Was sofort die Frage aufwirft ob das res, also das Ding und die Sache die das Realitas ergibt, wirklich unabhängig und außerhalb von mir existiert. Ich kann da ewig weitermachen, zum Beispiel durch den Einsatz eines Phenethylamine.
      Plötzlich krempelt sich Innen nach Außen und oben nach unten, andere Dinge und Sachen tauchen auf und sind genau so REAL wie die Realität ohne den Triggerstoff.

      Und die große und finale Frage ist dann, warum trifft alles ein und zu, wenn ich es mir nur ausreichend vorher Imaginiere (Magick in Funktion)? Wie kann es dann zwischen imaginierter und kosmischer Realität einen Unterschied geben? Ist Umos "kosmische Realität" vielleicht auch nur eine imaginierte Realität?
      Alles nur Fragen und Behauptungen über die ich gerne bis zum 15.11. ausgiebig diskutieren mag. Auch gerne mit Leuten die in dieses Forum kommen, ohne Interesse an gegenseitigen Verstehen haben. Das ist wie Öl ins Feuer.

      Umo wrote:



      Welche der beiden Positionen?
      Position A: Gewalt = der zerstörerische Pol, der einem erschaffenden gegenübersteht.
      oder
      Position B: Gewalt = die Kraft, die beeinflusst und verändert.


      Das ist eine verdammt gute Frage, da musste ich erstmal eine Weile drüber nachdenken.
      Ich würde sagen, weder noch, auch wenn es jetzt um die klare melancholisch-depressive Positionierung geht, behaupte ich, dass zwischen zerstörerischer Kraft und schöpferischer Kraft kein Unterschied besteht, beide sind das Selbe. Ohne Zerstörung nix Neues, ohne Verrottenden Mutterboden gibt es keine neuen Nährstoffe für neue
      Pflanzen. Gewalt als Akt der Schöpfung zerstört im selben Zuge. Wenn das Spermium in die Eizelle eindringt und leben erschafft, zerstört es dadurch sich selbst und die Eizelle. Somit ist Zerstören und Erschaffen ein und das selbe. Alles Sein ist somit traurig und misanthrop, da es auf Zerstörung basiert.

      Ich muss allerdings erwähnen, dass meine Zeit der Trauer sich langsam dem Ende nähert und ich gerne bereit bin wieder lichte und optimistische Aspekte in mein Leben zu lassen. ;)

      Umo wrote:


      Alheris wrote:

      Ich
      warte immer noch auf jemanden der mir sagt, dass ich mich irre.

      Und dann? Was tätest du dann, wenn sich hier jemand findet, der dir widerspricht? Würdest du dich dann vom Satanismus zum flauschig-weichen Blümchenheidentum bekehren lassen?


      Satanismus schließt flauschig-weiches Blümchenheidentum nicht aus, beide können koexistieren. Die Mehrheit der Menschen sind Satanisten nach Definition.
      Vielleicht sollten wir um Mißverständnisse zu vermeiden erstmal klären was Satanismus ist, bzw. auf welche Definition von den Hunderten die es gibt, wir uns einigen.
      ber bitte nicht aus einem christlichen Blickwinkel, Satan als Teufel passt hier jetzt nicht wirklich. Menschen die sich selbst oder ihr Ego als höchste Instanz sehen sind Satanisten nach LaVey'scher und Aquino Sicht. LaVey und Aquino sind mMn die aktuellen Autoritäten bei der Definition des Wortes Satanismus.
      Ich bin Satanist, weil ich ein arrogantes und selbstverliebtes Arschloch bin, der einzige Gott in meinem Universum. Als Gott kann ich auch mit Blümchenheidentum leben, wenn ich andere Götter neben mir akzeptiere.
      Doch in meinem Universum bin ich die absolut höchste Autorität. Ein Satanist kann sich also mit Odin, Thor und Zeus gleichgestellt sehen, sie als Partner in den Schnittstellen zum eigenen Universum akzeptieren.

      Dann gibt es ja auch Satanismus als Loki'ismus, also nach der Ankläger und Provokateur-Geschichte in der Loki den anderen Göttern in den Hallen des Riesen Ägir den Spiegel vorhält. Satan der Gegner und Ankläger, der immer die entgegengesetzte Position einnimmt. Ewige Stänkerer sind also auch Satanisten.

      Und um jetzt noch einmal Deine Frage zu beantworte: Ja, ich bin offen und bereit für neue Perspektiven und Weltsichten. Ich habe keine statische Weltsicht und bin bereit mein Ego zu überwinden und zu tranzendieren, solltest Du mir den Weg zeigen wollen.
      Und ich würde Dich als Guru akzeptieren, solltest Du das schaffen, denn bisher habe ich es nicht geschafft.

      Umo wrote:

      Alheris wrote:

      Also
      keine Konzepte, wenn Du es wünschst, sondern knallharte Fakten und Tatsachen


      Weil in einem Internetforum niemand deiner Meinung widerspricht, hältst du diese für knallharte Fakten und Tatsachen?


      Nein, nicht schlichtes Widerssprechen, sondern Fakten und Tatsachen in dem Augenblick, weil eine erfolgreiche Beweisführung von mir durchgeführt und nichts entgegen gesetzt wurde. Ich warte immer noch auf irgendeine Gegendarstellung die meine Behauptungen widerlegt. Aber da kommt ja nix, irgendwie kommt da gar nichts Produktives.
      Jetzt werde doch endlich mal locker und lasse Dich auf ein paar Gedankenexperimente ein.
      So lange niemand meine Behauptungen widerlegt und diese Widerlegung mit Beweisen unterzeichnen kann, sind meine Thesen jetzt Fakten und Tatsachen, die stillschweigend akzeptiert werden. Du musst doch zugeben, dass das ganze gut in die von mir propagierte Selbstverherrlichung einfließen kann. Vergiss nicht, ich bin Gott, nicht Dein Gott, aber Gott und somit allwissend und allmächtig, jedenfalls in meinem Universum.

      Umo wrote:


      Hmmm...
      Als Konsequenz kannst du dich der lange Liste der Weltuntergangsgläubigen anschließen, die auf selbigen schon seit ein paar tausend Jahren warten, und die an den Untergang der Menschheit, oder wahlweise des gesamten Planeten glauben.
      Oder wenn dein Zeitbegriff nicht linear, sondern zyklisch ist, kannst du wahlweise glauben, dass dies das Kaliyuga, oder ein vergleichbares finsteres Zeitalter ist, nach dessen Ende es wieder bergauf geht mit der Menschheit, da sich immer mehr von ihnen darauf besinnen, dass sie Gott sind. (Obwohl ich mich gerade frage, was diese Besinnung wohl bringt, wenn deren Konsequenz nur daraus besteht zu klagen, wie Böse Gewaltsam die Menschheit als solche ist. Was kümmert dich die Bissigkeit der
      Schafe, wenn du ein Gott bist?)


      Na langsam kommt da mal was brauchbares von Dir. Ich nehme jetzt wieder die Position des Apokyptiker ein, auch wenn ich mich jetzt keiner Weltuntergangsbewegung
      anschließe, und behaupte, dass der Mensch die Wurzel allen übels ist.
      Ein Sache die super leicht zu beweisen und ansich nicht abstreitbar ist.
      Aber ich gehe weiter und will mich an der gerechten Strafe für die Menschheit ergötzen. Ich bin voyeristischer Sadist der sich am Untergang der Menschheit erfreut. Wenn ich diese Stellung einnehme und mich hineinsteigere, so dass ich das auch mit voller Überzeugung glaube, dann wäre doch Deine Frage beantwortet: "Obwohl ich mich gerade frage, was diese Besinnung wohl bringt".
      Diese Besinnung bringt nur etwas wenn man Freude oder Spaß am Leid anderer hat. Wenn man sich voller Genugtuung an den Flüchtlingsströmen ergötzt. Eine Position die es sich lohnt einzunehmen, wenn man faschistische Blickwinkel kennenlernen will.

      Ich habe etwas ähnliches dieses Jahr in Nepal erlebt. Als wir jeden Tag alles Menschenmögliche getan haben um den Leuten zu helfen, gab es Personen die vor allem durch Ignoranz aufgefallen sind. Schulterzuckend wurde dem Elend mit Gleichgültigkeit gegenüber getreten, da ja eh bald alles zu Ende ginge und dieser Planet in den letzten Zügen liegt.

      Das mag stimmen, ich habe mir die Welt angeschaut, war in den letzten Ecken, habe Berge gesehen die vor 15 Jahren noch mit Schnee und Gletscher bedeckt waren und jetzt nicht mal mehr den Ansatz eines Gletschers aufweisen. Im Südchinesischen Meer haben mir Inselbewohner von kranken Monsum-Zyklen geklagt. Statt einmal im Jahr kommt der Monsum jetzt zwei bis dreimal und stellt die ganze Landwirtschaft auf den Kopf. In Alberta und Saskatchewan habe ich ganze Landstriche überflogen
      die ölig und effektvoll Schimmern, da sie komplett mit Chemikalien überzogen sind - jeder Vogel der dort landed stirbt. Von meinen Wanderungen durch China mag ich gar nicht berichten, da gibt es Ecken die schauen aus wie der Mond, vor Peking bilden sich Wüsten, jeder Fluß ist mit einer Ölschicht überzogen. In Lateinamerika habe ich Wochenlange Waldbrände erlebt, Trockenperioden, so dass all die Viehbeständigen gestorben sind. Doch sobald ich nach Deutschland zurückkomme scheint alles wieder in Ordnung zu sein. Der Nachbar gießt im Garten die Blumen und die Vögel zwitschern. Doch ich kann mich daran nicht erfreuen, all die grausigen Bilder aus aller Welt ziehen vor meinem inneren Auge auf und wandeln mich immer mehr in einen Misanthropen der die Hoffnung aufgegeben hat.

      Solche Behauptungen kommen ja nicht einfach so, das sind meine Erfahrungen und die Dinge die ich erlebt habe, die mich so werden lassen. Aber keiner will sie hören oder darüber reden. Alle fühlen sich hilflos und wissen nicht wie sie mit der negativen Wahrheit umgehen sollen. Und am Ende resigniere ich und mir bleibt nichts weiter
      als irrsinnige Kichern eines Irren, das mich in den Schlaf begleitet.

      Umo wrote:

      Noch mal: Was tätest du denn mit dem Widerspruch? Würde der dich zur Sichtweise des anderen bekehren? Wenn nicht, was versprichst du dir dann von dem?


      Das ist leicht zu beantworten.
      Unterhaltung! Sollte irgendwann noch ein spannender Gesprächspartner auftauchen, mit dem man in tausenden Worten herumschwurbeln und philosophieren kann. Du bist das nicht Umo, dazu bist Du zu verklemmt, dafür musst Du lockerer werden und nicht alles so ernst nehmen.

      Alheris wrote:

      Wenn Du nicht mehr magst, was ich verstehen würde, darf gerne jemand für Dich einspringen. ;)


      Da ein Nichtantworten im anderen Thread wohl nicht Antwort genug war: Nope, ich mag nicht.

      Du gefällst dir zu sehr in der Rolle als Bryonscher Held und Papp-Loki, als das ein Gespräch mit dir irgendwie fruchtbar wäre. Also Zeitverschwendung für mich.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      ich bin nicht spannend und doch interessiert .

      Das mit der allgegenwärtigen Gewalt ist schon wahr ( für mich) ich sehe auch die Gewalt herrschen und da hätte ich mich als Zeus Jupiter eingeklinkt weil der ja in der Planetenenergie Gnade und Barmherzigkeit darstellt Chesed und ich das ausführlichst diskutiert habe dieses Prinzip und daran nichts Göttliches gefunden habe also an Gnade und Barmherzigkeit. An Chesed.

      Götter repräsentieren für mich AllGewalt sind praktisch der Ausdruck von etwas das Herrschen will ...

      Und Chesed ist mir sehr lange auch wegen dieser Barmherzigkeit und Gnade suspekt gewesen. Ich seh die nicht ich sehe die Gnade nicht... was ist Gnade? herablassend und auch barmherzig sein kann ich doch nur wenn ich gradezu ein Übermass an Gewalt habe so schon den Fuss auf dem Nacken und dann entscheide ich ( Schwert entscheiden !!!) nee Du darfst leben... Ich würde so ein Leben nicht wollen in ewiger Dankbarkeit ich würfee mich ins Schwert er kann seine Gnade behalten es macht mich wütend und ich platze schier vor Zorn...

      na ja soweit mal ...ich hasse Gewalt und Gnade find ich teilweise richtig zum erbrechen...ich spüre den Widerspruch und es ist okee...ich kann gut im Widerspruch leben ...inzwischen.

      nuja ich hab Dein Post grade nicht ganz gelesen Alheris ich werde das nachholen, das obige ist eher so die Reaktion auf Eure Diskussion die sich bei mir angesammelt hat *g*

      lg fee
      >nunNUN(°>
      Schade, aber du bist auch nicht wirklich auf meine Behauptungen eingestiegen. Ich sehe mich gar nicht als Papp-loki. Ich sehe es mal eher so, dass Deine Beiträge seit der ersten Reaktion nach trotzigen Angriffsverhalten stinken. Ich kann mich da auch echt irren, vor allem da ich die letzten Tagen eher dünnhäutig war. Aber ich schieße nun mal zurück, und ich weiß, dass meine Reaktionen genau so trotzig waren. Ich möchte mich hiermit dafür entschuldigen.
      Ich habe dich auch verstanden, jedenfalls glaube ich das. Du siehst nur eine Realität als gegeben und das ist die von uns wahrgenommene. Auch sind misanthropische Reduzierungen auf ein Konzept nicht so Deins.

      Aber darum geht es doch, wenn du meine Behauptungen als falsch betrachtest, wäre das die Basis für eine optimale Diskussion.

      Gesendet von meinem D6603 mit Tapatalk

      fee wrote:

      Und Chesed ist mir sehr lange auch wegen dieser Barmherzigkeit und Gnade suspekt gewesen. Ich seh die nicht ich sehe die Gande nicht...


      Endlich eine Kabbala-Analogie, da gehe ich definitiv später drauf ein. Die letzte Nachricht war an Umo gerichtet, du bist mir dazwischen gerutscht.

      Wenn ich wieder eine Tastatur vor mir habe äußere ich mich zu gerne.

      Ich will nur noch ein Zitat von Maurice Materlinck mit in den Tag geben:
      "The majority of humankind only enjoy life by forgetting that they are alive."

      ;)

      Gesendet von meinem D6603 mit Tapatalk
      Also erstmal: ich werde hier nicht für Umo "einspringen", ich respektiere Umos Haltung und kann sie auch sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch wenig Lust, mich mit Worthülsen der Art "sehe ich den Menschen als Metastase des gesellschaftlichen Krebsgeschwürs" rumzuschlagen. Wenn ich aber dann lese, dass kein Widerspruch automatisch als Zustimmung gewertet wird, tja, was mach ich da? Im Grunde ist das Erpressung. Mag ich mich erpressen lassen? Eigentlich nicht. Trotzdem sehe ich mich als Mitglied der Gutmenschenkultur so als fiese Gutmenschin halt doch genötigt, aus meinem Gutmenschentum heraus mal ein paar Widerworte zu verlieren, dass keiner denkt, diese Drecksgutmenschen würden gut wie sie sind, alles grad so hinnehmen und der, die ein oder andere LeserIn hat ja schließlich auch ein Recht darauf zu sehen, dass man die Dinge auch von einer anderen Warte betrachten kann.

      Jetzt hoffe ich, dass ich genug rhetorische Nägel in dieses unsägliche Gutmenschen-Unwort geschlagen habe, dass es erst mal gebannt ist.
      Ja, ich reagiere inzwischen ziemlich verschnupft auf diffamierende Vokabeln wie diese. Als wären plötzlich Werte, die unser modernes Europa definieren und ausmachen und die über Jahrhunderte erkämpft und erarbeitet wurden, plötzlich anrüchig, unanständig und würden denen die davon profitieren unzumutbare Leiden bescheren und von Teilen dieser angeblich darunter leidenden zu Recht zur Disposotion gestellt werden. Muss nicht sein, finde ich.

      Jetzt die versprochenen paar Widerworte.

      Alheris wrote:

      Dann gibt es ja auch Satanismus als Loki'ismus, also nach der Ankläger und Provokateur-Geschichte in der Loki den anderen Göttern in den Hallen des Riesen Ägir den Spiegel vorhält.

      Dieser Loki "funktioniert" aber nur in einem dualistischen (meinetwegen auch polarisierenden) Weltbild, und aus christlicher Warte, bzw. wohl dann auch satanischer, mag das ja Sinn ergeben, wird aber dem "Phänomen Loki" in keinster Weise gerecht. Der konnte ja schon einiges an schrägen Deutungsversuchen in der wissenschaftlich, philosophisch, psychologisch und was weiß ich noch was motivierten Beschäftigung mit ihm erleben. Und so mancher mag die Idee nicht gänzlich verwerfen, dass er sich dabei richtig böse ins Fäustchen lacht.

      Genauso das:

      Alheris wrote:

      Ein Satanist kann sich also mit Odin, Thor und Zeus gleichgestellt sehen, sie als Partner in den Schnittstellen zum eigenen Universum akzeptieren.

      Der Polytheistin in mir kräuseln sich bei sowas die Zehennägel, die Agnostikerin in mir mahnt zur grundsätzlichen Vorsicht. Getreu dem Motto: "In der Natur gibt es keine Belohnung und keine Bestrafung, es gibt nur Konsequenzen" Und die können auch mal heftig wehtun oder schlicht tödlich sein. Klar kann ich Götter "als Partner an den Schnittstellen zum eigenen Universum akzeptieren". Und dann? Was die ganz unpartnerschaftlich mit Menschen anstellen können, da gibt's genug Literatur drüber. Muss ich nicht haben.

      Alheris wrote:

      Ich habe etwas ähnliches dieses Jahr in Nepal erlebt. Als wir jeden Tag alles Menschenmögliche getan haben um den Leuten zu helfen, gab es Personen die vor allem durch Ignoranz aufgefallen sind. Schulterzuckend wurde dem Elend mit Gleichgültigkeit gegenüber getreten, da ja eh bald alles zu Ende ginge und dieser Planet in den letzten Zügen liegt.

      Das ist krass und ich frage mich jetzt gerade ob du für eine Hilfsorganisation in Nepal warst und ob es keine psychologische Nachbetreuung für Helfer gibt. Sowas kann doch jeden überfordern, spätestens wenn die Arbeit getan ist und man wieder zur Ruhe kommt. Ob diese ignoranten Leute wirklich ignorant waren oder nur von der schieren Unfassbarkeit der Katastrphe heillos überfordert, kann ich nicht beurteilen.
      Meine Urgroßmutter begann mit der kompletten Vernichtung ihrer Heimatstadt zu sterben. Sie hatte schon zuviel verloren an den Krieg, in dem das auch nur eine "Episode", gemessen an 60 Mio Toten war. Ihr war eigentlich auch noch das ein oder andere geblieben, für das zu leben sich gelohnt hätte, objektiv betrachtet, aber ihr Lebenswille war gebrochen. So schaute sie teilnehmslos dem Frühling zu, den Überlebenskämpfen um sich herum und starb vor sich hin, hoffnungslos und unrettbar. Man muss nicht körperlich getroffen sein um tödlich verwundet zu werden.


      Alheris wrote:

      aber keiner kommt daher und sagt, dass die Menscheit etwas Gutes ist, nützlich für die Tierwelt und den Planeten Erde. Immerhin haben auch Viren und Bakterien einen Nutzen. Aber das passiert nicht... offensichtlich habe ich recht, der Mensch ist ein Virus der seinen Wirtskörper zerstört und somit sich selbst. Bewusstsein und vernunftorientierte Erkenntnis ist nur eine Illusion, die Menschheit unterliegt einer zerstörerischen Kraft, es gibt keine Hoffnung, wir werden alle Sterben usw. usf


      Ich komm jetzt auch nicht und sag dir, dass Menschheit "etwas Gutes" sei. :P
      Aber ich verstehe die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht. Seit wann muss eine Spezies denn "nützlich" sein, um überleben zu können? Oder überleben zu dürfen?
      Finde eine Nische in der du exitieren kannst, finde einen Organismus oder dessen Stoffwechselprodukt, den, das du verstoffwechseln kannst und sei erfolgreci darin, dann lebst du. Das scheint der ganze "Sinn" hinter Evolution zu sein. Und manchmal geht das auch ganz gewaltig ins Auge. Wenn zum Beispiel durch anaerobe Stoffwechselprozesse am oder im Grund eines Gewässers Methangas entsteht, dann wehe denen, die im Gewässer oder an dessen Ufer mit dem für sie tödlich giftigen Gas in Kontakt kommen. Würdest du deshalb Methanbakterien ihr Existenzrecht absprechen? Die leben auch nur in ihrer Nische. Dieser Planet ist eine einzige Ansammlung miteinander vernetzter Nischen, geben und nehmen.
      Ok, wir Menschen haben deutlich mehr Reflektionsvermögen als Methanbakterien und wir leben über unsere Verhältnisse.
      Aber auch das ist für mich kein Grund, der eigenen Spezie das Existenzrecht abzusprechen. Das steht mir oder uns Menschen allgemein auch gar nicht zu, glaube ich. Aber wir sollten versuchen, der Verantwortung die sich aus unseren Fähigkeiten ergibt, mal nachzukommen. Und zwar pronto.
      Ich denke auch nicht, dass es unserer Art entspricht, sang- und klanglos unterzugehen. In Nepal hat doch auch die Mehrheit versucht, der Katastrophe irgendwie Herr zu werden, zu helfen oder wenigstens zu überleben, oder? Und ganz bestimmt haben auch einige aus den Erfahrungen gelernt, irgendwas, dass sich gegenseitig helfen lohnen kann, dass man sich Korruption nicht mehr gefallen lassen will, wie man Trinkwasser in einer Plastikflasche desinfiziert oder einen Verband anlegt. Menschen lernen immer irgendwas, das macht Kultur aus. Die Schrtte mögen entsetzlich klein sein angesichts der Größe der Aufgabe, trotzdem kann man immer nur einen Schritt nach dem nächsten machen.

      Alheris wrote:

      wir werden alle Sterben

      Yepp. Ist so hier auf diesem Planeten, gehört zum Stoffwechsel.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold

      Reale Illusion illusorische Realität Reallusion...

      Moin hier, all@

      ja fein was ist Realität (und es kann eben nur FÜR mich heissen) denn wenn ich etwas denke dann, dass Realtät und deren Wahrnehmung etwas SEHR individuelles sein kann. Kann auch ( und da hammer die fee dann wieder im Wandel) etwas gruppenspezifisches sein oder werden,- wenn nämlich Denkfelder ( Gedankliche Verdichtungen die sich bilden wenn viele Menschen den gleichen klugen oder dummen Gedanken denken) ins Spiel kommen meine ganz persönlichen Lieblinge oder Götter, die für mich ansatzweise das verKÖRPern was ander Leut als Denkfelder bezeichnen. ( Auch nur ne Idee *g* die ich immer mal wieder denke)

      Götter, so auch der, der die Planetenenergie von Chesed,- also vorläufig mal Jupiter früher dann mal El und dann noch früher hat das System evt in anderer Zuordnung funktioniert, ??? darstellen soll... enthält....? darstellt ? abbildet... ( hui ne Grenze !!!)
      Bäume gibt s so viele es Wald gibt ...

      Zurück zur Illusion,- äh nee Realität, es gibt von der Wahrnehmung her kaum nen Unterschied ( immer für mich, nicht, dass ich hier verallgemeinern wollen würde ) es entscheidet sich in dem Moment des Aufpralls ob der Baum oder die Mauer Materie ist oder ein Hologramm, erst am Ergebnis lässt sich manchmal ungefähr sehen ob es Illusion war. Ungemütliche Sichtweise? Ja, und immer wandelbar.

      Ich finde so lässt es sich aushalten zu leben. So kann ich Menschen lieben und auch nicht, so halte ich Gefühle aus oder erlebe die ohne, dass sie mich berühren und unter den Tisch fegen und so kann ich den verstehen oder dem nachfühlen der da kaltschnäuzig seine Wahrnehmung angesichts grossen Elends abstellt oder umstellt auf "es ist eh alles zu spät".


      Das mit der Ratio zu erklären geht nämlich nicht. Ich kann auch meine Wahrnehmung von Schmerz am Totenbett eines mir nahestehenden über 30 Jahre mit mir neben mir und auch mal weiter entfernt Lebenden Menschen nicht rational erklären nur den Schmerz fühle ich und spüre nach und in mir beginnt es zu singen und zu klagen WARUM klage ich und bete zu etwas von dem ich annehme AN NEHME dass es das nicht gibt? ( oder nur in meiner oder der Vorstellung der Imagination der anderen Menschen gibt)

      In die Knie sinken könnte ich und weinen. Meine Trauer überrascht mich und doch fühle ich sie auch wenn ich einen Baum sehe der abgehackt wurde oder ein weinendes Kind oder sonst einen / eine die leidet.

      UND dann flapse ich nach der ersten grossen Welle der Trauer über seinen Tod und über sein Leben und lach mir nen Ast, voll verückt und stehe im Raum etwas erinnert mich an ihn und ich renne mehr als ich gehe weil mich die Woge des Schmerzes fast von den Füssen fegt. Mensch hält Schmerz nur bedingt und mit Pausen aus es gibt Schmerz und Trauer die ist zu gewaltig,- dass ich diese in kurzer Zeit abarbeiten kann.
      Das hat Wetterleuchten auch beschrieben.

      Es gibt zweierlei im Ansicht des Todes einmal diesen fürchterlichen Schmerz und andererseits die Gewissheit dass ich noch lebe und zack verschieben sich auf einmal alle anderen Wahrnehmungen aber wie gewaltig. Götter ? Ja na toll wo waren die grade als er starb? Wo waren die als es bebte, ach so das waren die bösen Riesen die hatten Schluckauf oder die anderen sagen kein Wunder bei den Götzendienern da muss es ja beben lass uns noch paar Kirchen bauen, dass der liebe Gott also unser lieber Gott die schützt...oder ER würde noch leben hätte er ein reines geheiligtes Leben geführt und nicht ständig gegen sich und Gott gesündigt... hm ^ ^

      Darf man sich nicht irren,- nicht jeder Mensch kommt an den Punkt erst zu helfen und dann zu denken,- manche können auch nicht,- sie können nicht und manche brauchen dafür eine Entschuldigung weil sie es nicht sagen können "ich kann nicht mir nimmt es den Atem / oder ich bin vor Angst gelähmt oder ich will nicht...

      ( darf man auch nicht helfen wollen? ist das noch drin oder katapultiert man sich so aus einem Verständnis heraus das noch empfunden werden soll weil es als human und menschlich "gilt")

      es also sagen sie,- ja es ist doch alles schon kaputt was soll ich da noch was tun?... Ist es human zu helfen? Immer ? Was ist der Preis wenn ich helfe und was folgt daraus wenn ich nicht helfe?

      Gnade und Barmherzigkeit sind nicht im Götterhimmel gewachsen sondern bei den Menschen. Also ist chesed zutiefst menschlich ( human!? ah ich erinnere mich an die Geschichte von der Orgel mit der Vox humana...) Und wie schon gesagt am ältesten Ast bei El da hängt auch eine Menge Gewalt im Himmel und auf Erden!

      H arald S chulze T heiler hat ja eine ganz eigene Sicht auf die Kabbalah bei ihm ist es der TON also Ton im Sinne von Musik die den Klang ausmachen und sich durch Wahrnehmung schlendern wie durch einen Garten. Der andere Kabbalist ist nun ein sehr Nüchterner ( meint er *g*) da spielen vor allem Zahlen eine Rolle, als sich die zwei virtuell begegneten war das sehr spannend denn keiner war auch nur annähernd in der Lage die Denkleistungen des anderen auch nur peripher anzuerkenen und damit zu erkennen.
      Das "sowohl als auch" entspricht inzwischen am ehesten meiner Haltung und meiner Sicht von Illusion oder Realität und HST hört sich an wie einer der die Realität träumt. ( was mich doch sehr an die Aborigines erinnert )

      Ich habe auch weder die Lust noch den Nerv ständig darüber zu sinnieren was denn nun Realität ist und was Illusion also traue ich meiner Wahrnehmung im Bewusstsein dass mich diese meine meine Wahrnehmung auch mal gerne bescheisst und eimert ist halt so aber irgendeinen alltagstauglichen Konsens müssen die ganzen Zellen die mein Wohngemeinschaftsich bilden ja auch finden *g*

      Ich meine es gehört Distanz dazu zu erkennen was im Augenblick meine Realität ist. Und es gibt halt hier eher Einzelrealitäten oder Welten und woanders ist die Wahrnehmung noch ? gruppiger? das heisst der Individualisierungsprozess ist hier ( im Westen" ist ja auch nur ne Methapher ) weiter fortgeschritten als in anderen Kulturen da existiert noch mehr das Herdenbewusstsein oder sowas wie eine gemeinsame Realität. ( weiss ich nicht,- denk ich mir ,-meine Realität *)

      Ich empfinde Realität im Übrigen nicht als Tunnelerlebnis sondern sehr flächig und teilweise wolkig ...äh ja genug im Moment...der Sex und die Gewalt müssen bisschen warten... :coffee4:

      bis später lg fee
      >nunNUN(°>

      Post was edited 1 time, last by “fee” ().

      Alheris wrote:

      Ist alles reduzierbar auf Sex und Gewalt?


      Ich würde es anders Ausdrücken, weil nach meiner Empfindung in der Aussage wie sie oben steht, eine negative Bewertung direkt mitschwingt.
      Alle Phänomene existieren nur in gegenseitiger Abhängigkeit ( Sex?) und alle Phänomene befinden sich im steten Wandel ( Gewalt?), würde ich aber so unterschreiben.

      Alheris wrote:

      Ist Realität eine Illusion


      Realität ist für mich, dass was ist, nichts statisches und nicht greifbar, weil sie sich ja im ständigen Wandel befindet. Mit einer Illusion ist sie aber deswegen auch nicht gleichzusetzen. Es ist einfach was ist.... Von Moment zu Moment.
      Wer die Phänomene aber als unabhängig existierende Realitäten sieht, der unterliegt einer Illusion. Die Phänomene existieren ( auch wenn wir sie nur abhängig, mit unseren Menschensinnen erfassen können), aber sie existieren eben nur konventionell in Abhängigkeit zu einander.

      Alheris wrote:

      Menschen die sich selbst oder ihr Ego als höchste Instanz sehen sind Satanisten


      Die Existenz eines "Egos" sehe ich als Illusion an, da es ja nichts gibt, was eine Eigenexistenz aufweist.
      Ein "Selbst" kann es denke ich überhaupt nicht geben.
      Aus etwas festem, unveränderlichen könnte ja nichts hervorgehen, weil es absolut statisch wäre. Bei etwas veränderlichen wäre es unsinnig von einem "Selbst" zu sprechen, weil ja keine inharenten Eigenschaften festzumachen wären.

      Liebe Grüße

      Baboy
      Endlich kommt hier Bewegung rein, danke dafür.

      Einen schönen Guten Abend fee,

      fee wrote:

      ich bin nicht spannend und doch interessiert .

      Das mit der allgegenwärtigen Gewalt ist schon wahr ( für mich) ich sehe auch die Gewalt herrschen und da hätte ich mich als Zeus Jupiter eingeklinkt weil der ja in der Planetenenergie Gnade und Barmherzigkeit darstellt Chesed und ich das ausführlichst diskutiert habe dieses Prinzip und daran nichts Göttliches gefunden habe also an Gnade und Barmherzigkeit. An Chesed.


      Gnade ist aber nur ein Name für Chesed, die Kabbalisten haben ja noch viel mehr Namen für dieses Sephira.
      Da heisst es, dass Chesed der Schöpfer sei, also The Builder, oder auch "Der liebende Vater der König ist" oder "die Aufnahme aller Macht" oder "Der freundliche Hirte" oder "Der Rahmen der Manifestation" etc.
      Symbole wie die Pyramide, das Quadrat, die Kugel und das gleicharmige Kreuz, das Zepter etc.
      Farben sind blau und blauer, also wie der Himmel, bis hin zu Purpur.

      Wenn also Chesed das erste Sephira nach dem Abyss ist, wenn von oben geschaut wird, oder des letzte und höchste Sephira unterhalb des Abyss und somit das erste Sephira das den Microprosopus bildet, dann ist Chesed meiner Meinung nach so etwas wie die absolut höchste Autorität unterhalb des Abyss. Die "Dinge" oder "Aspekte" überall des Abyss lassen sich ja eh nicht erfassen, also steht Chesed für Gott in seinen Spielformen, also auch Jupiter, Zeus oder Tetragrammaton. Vielleicht wird Chesed Gnade genannt, weil als höchste Autorität mit Gewaltmonopol und der höchsten Macht im "kleinen Gesicht" des Baumes (Microprosopus) ist Chesed ja auch der Richter. Die Kabbala sagt, dass Chesed der Demiurg ist - also der niedere Schöpfer, die Macht die aktuell im Buch Genesis beschrieben wird. Somit haben wir den Schöpfer des Buches Genisis als Elohim von Binah in Chesed. Unterhalb des Abyss steht dieses Sephira dann Beginn der Manifestation und somit der Externalisierung des Supernatürlichen. Hier beginnt all das was wir als Materialles bezeichnen.

      The One Thing aus den Smaragdenden Tafeln des Hermes Trismegistus wandert ja quasi durch den Baum und wird in Chesed zum ersten Mal sichtbar, bevor es weiter evolviert. Und dieser erste Schritt ist ein Schritt der Gnade der sich im gerechten Jupiter genauso wiederfinden lässt wie in den Erlöser-Religionen danach. Zeus/Jupiter als der mächtige König hat das Gewaltmonopol und beaufsichtigt die Rechtssprechung, somit Gnade, denn er kann harte Urteile fällig sein, aber auch Gnade walten lassen.[/quote]

      fee wrote:

      Götter repräsentieren für mich AllGewalt sind praktisch der Ausdruck von etwas das Herrschen will ...


      Das sehe ich auchso, und daher ist der Aspekt der Gewalt ein göttlicher Aspekt. Gewalt ist Göttlich und ich finde Baboys Einwurf, dass Gewalt Wandel ist daher auch so passend. Der Baum des Lebens ist hier das beste Symbol, denn ohne den Wandel und der Evolution des "einen Dings" auf seinem Weg durch den Baum, wäre diese ganze Glyphe für die Tonne. :)

      fee wrote:

      Und Chesed ist mir sehr lange auch wegen dieser Barmherzigkeit und Gnade suspekt gewesen. Ich seh die nicht ich sehe die Gnade nicht... was ist Gnade? herablassend und auch barmherzig sein kann ich doch nur wenn ich
      gradezu ein Übermass an Gewalt habe so schon den Fuss auf dem Nacken und dann entscheide ich ( Schwert entscheiden !!!) nee Du darfst leben...
      Ich würde so ein Leben nicht wollen in ewiger Dankbarkeit ich würfee mich ins Schwert er kann seine Gnade behalten es macht mich wütend und ich platze schier vor Zorn...


      Offensichtlich wendet Chesed höhere Gesetze an, die unser Geist nicht fassen kann. Da Chesed aus den Sephiroth oberhalb des Abysses evolviert, bekommt es Regeln und Gesetze von dieser oberen Trinität mitgegeben. Auf Basis dieser ensteht dann wohl Gnade und Barmherzigkeit. Aber ich habe dieses ganze Konzept auch noch nicht ganz verstanden, denn gerade diese Gnade kommt aus der
      Diskrepanz zwischen weiblichen Gottheiten und deren Attribute in der männlichen Säule des Baumes. Ganz ehrlich, hier bin ich immer nur verwirrt. Androgyne Sichtweisen setzen vielleicht auch zweigeschlechtliches Denken voraus, aber ich denke eben nur so begrenzt
      wie ein Mann denken kann, ohne weiblichen Blickwinkel.

      Hallo Wetterleuchten!

      Wetterleuchten wrote:

      Also erstmal: ich werde hier nicht für Umo "einspringen", ich respektiere
      Umos Haltung und kann sie auch sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch wenig Lust, mich mit Worthülsen der Art "sehe ich den Menschen als Metastase des gesellschaftlichen Krebsgeschwürs" rumzuschlagen.
      Wenn ich aber dann lese, dass kein Widerspruch automatisch als Zustimmung gewertet wird, tja, was mach ich da? Im Grunde ist das
      Erpressung. Mag ich mich erpressen lassen? Eigentlich nicht.


      Ich gebe auch zu, dass mein Benutzen solcher "Worthülsen" genau das machen sollte - Dich auf den Platz rufen. Aber keine Sorge, an Erpressung habe ich nicht gedacht, eher an so eine Art Locken mit Süßigkeiten die bitter schmecken.
      Ich mag meine Analogie "Menschen als Metastase des gesellschaftlichen Krebsgeschwürs", sie ist mir in den dunkelsten Ecken meines Gemüts gekommen, vor langer Zeit, als ich mal wieder richtig am Boden war.

      Wetterleuchten wrote:

      Trotzdem sehe ich mich als Mitglied der Gutmenschenkultur so als fiese Gutmenschin halt doch genötigt, aus meinem Gutmenschentum heraus mal ein paar Widerworte zu verlieren, dass keiner denkt, diese Drecksgutmenschen würden gut wie sie sind, alles grad so hinnehmen und der, die ein oder andere LeserIn hat ja schließlich auch ein Recht darauf zu sehen, dass man die Dinge auch von einer anderen Warte betrachten kann.

      Jetzt hoffe ich, dass ich genug rhetorische Nägel in dieses unsägliche Gutmenschen-Unwort geschlagen habe, dass es erst mal gebannt ist.


      Nicht wirklich, ich zitiere es noch mal ausgiebig, werde es aber nicht mehr benutzen. Ich denke bei diesen Wort eher an Faust I und diesem berühmten Zitat "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft".
      Wenn wir also die Studierzimmerszene nehmen und den Satz von Goethe "Etwas, das in böser Absicht geschieht, kann in etwas Gutes umschlagen." und wenden diesen auf den Begriff dort oben an, dann hätten wir Menschen die eine gute Intention haben, aber durch deren Handeln etwas Böses entsteht. Das ist meine Sicht auf diesen Begriff und all der Schwurbelei die damit verbunden ist. Ich weiß, dass dieser Begriff eher im rechten Milieu Verwendung findet und aus einem ideologisierten Blickwinkel auf gute Menschen im Sinne der UN Charte für Menschenrechte zielt.

      Wetterleuchten wrote:

      Ja,
      ich reagiere inzwischen ziemlich verschnupft auf diffamierende Vokabeln wie diese. Als wären plötzlich Werte, die unser modernes Europa definieren und ausmachen und die über Jahrhunderte erkämpft und erarbeitet wurden, plötzlich anrüchig, unanständig und würden denen die davon profitieren unzumutbare Leiden bescheren und von Teilen dieser angeblich darunter leidenden zu Recht zur Disposotion gestellt werden. Muss nicht sein, finde ich.


      Das ändert aber nichts ander Tatsache, dass dieses Wort extrem en vogue ist. Die Werte des einen sind nicht die Werte des Anderen. Ein Europa sieht sich oft als christliches Abendland und somit außerhalb der Werte eines Orients, also mit eigenen Werten. Hier werden am Ende doch nur alte konservative Werte mit neuen liberalen Werten verglichen. Und daraus entstehen die Fraktionen die
      schon mit völlig verschiedenen Ideologien an das Problem, welches auch immer, herantreten. Beide Seiten haben aber gute Intentionen. Damit haben wir ein Problem, welches jetzt mal so richtig im Falle der Flüchtlingskrise zu sehen ist. Oder irre ich mich?

      Wetterleuchten wrote:

      Alheris wrote:

      Dann gibt es ja auch Satanismus als Loki'ismus, also nach der Ankläger und Provokateur-Geschichte in der Loki den anderen Göttern in den Hallen des Riesen Ägir den Spiegel vorhält.

      Dieser Loki "funktioniert" aber nur in einem dualistischen (meinetwegen auch polarisierenden) Weltbild, und aus christlicher Warte, bzw. wohl dann auch satanischer, mag das ja Sinn ergeben, wird aber dem "Phänomen Loki" in keinster Weise gerecht. Der konnte ja schon einiges an schrägen Deutungsversuchen in der wissenschaftlich, philosophisch, psychologisch und was weiß ich noch was motivierten Beschäftigung mit ihm erleben. Und so mancher mag die Idee nicht gänzlich verwerfen, dass er sich dabei richtig böse ins Fäustchen lacht.


      Dieser Loki ist für mich persönlich noch immer eines der größten Rätsel in Asgard. Ich finde kein vergleichbares Element im Olymp oder Pantheon. Ich kann mir daher keine Analogien schaffen oder Brücken bauen, der leichteste Weg ihn daher zu verstehen ist dann halt die duale Sichtweise bzw. die christliche im Sinne des Anklägers. Vielleicht ist aber auch bei der Niederschrift der Edda zuviel christliches Gedankengut mit eingeflossen, so dass er als Gott des Feuers eben eher mit Satan verglichen wird, denn Hel. Das ist
      seltsam, da Hades eher mit Hel korrespondiert und im christlichen Weltbild mit dem Teufel analog ist.
      Loki ist und bleibt ein Rätsel für mich, so dass ich mich noch weiter mit ihm beschäftigen muss. Aber ich bin gerne an einer Darstellung Deiner Sichtweise auf Loki interessiert.

      Wetterleuchten wrote:

      Alheris wrote:

      Ein Satanist kann sich also mit Odin, Thor und Zeus gleichgestellt sehen, sie als Partner in den Schnittstellen zum eigenen Universum akzeptieren.

      Der Polytheistin in mir kräuseln sich bei sowas die Zehennägel, die Agnostikerin in mir mahnt zur grundsätzlichen Vorsicht. Getreu dem Motto: "In der Natur gibt es keine Belohnung und keine Bestrafung, es gibt nur Konsequenzen"
      Und die können auch mal heftig wehtun oder schlicht tödlich sein. Klar kann ich Götter "als Partner an den Schnittstellen zum eigenen Universum akzeptieren". Und dann? Was die ganz unpartnerschaftlich mit Menschen anstellen können, da gibt's genug Literatur drüber. Muss ich nicht haben.


      Wenn ein Satanist sich aber vor den Göttern fürchtet und ihre Autorität anerkennt und sie über sich stellt, ist er per Definition kein Satanist mehr. Dann ist er Polytheist, egal welche Konsequenzen die satanische Sicht haben kann. Wer mit dem Feuer spielt kann sich verbrennen. Daher sieht der Satanist sich selbst eher als respektabler Partner der Götter, der selber vollen Respekt den Göttern
      gegenüber hat. Was hier schlicht und einfach fehlt ist die Hierarchie.

      Wetterleuchten wrote:


      Dasist krass und ich frage mich jetzt gerade ob du für eine Hilfsorganisation in Nepal warst und ob es keine psychologische
      Nachbetreuung für Helfer gibt. Sowas kann doch jeden überfordern, spätestens wenn die Arbeit getan ist und man wieder zur Ruhe kommt. Ob diese ignoranten Leute wirklich ignorant waren oder nur von der schieren Unfassbarkeit der Katastrphe heillos überfordert, kann ich nicht beurteilen.


      Wir haben als Hilfsorganisation Freiwillige rekrutiert bzw. oft einfach Hilfe beim Beladen von LKWs gebraucht. Und
      dabei sind mir immer wieder Menschen begegnet, die sich entweder selbst als machtlos betrachten und der Meinung sind, dass sie eh nichts ausrichten können und somit auch gar nicht nötig ist dass sie helfen oder eben komplett ignorant sind und als Schaulustige nur
      Schulternzuckend im Weg herumstanden.Und es waren nicht Wenige, allerdings alles Touristen und Reisende.
      Sicher die Mehrzahl wollt helfen, aber immer wieder war da irgendwo irgendjemand der das Erdbeben auch instrumentalisiert hat um eine apokalyptische Weltsicht darzustellen. Es gibt viele Menschen die eher einem Tier helfen, als einem Menschen, weil sie ihre eigene Art und Gattung nicht mögen.

      Wetterleuchten wrote:

      Ich
      komm jetzt auch nicht und sag dir, dass Menschheit "etwas Gutes" sei.


      Und da stimme ich Dir nicht zu. Da wären wir wieder bei der Problematik - was ist gut? Wer setzt die Werte für gut und böse, doch der Mensch. Und wie kann der Mensch über sich selbst richten, wenn er nur einen menschlichen Blickwinkel hat. Warum warten soviele Menschen auf Götterurteile und behaupten der Mensch wäre gut. Der Mensch ist bösartig, aber dadurch natürlich, da die Natur gut und böse nicht kennt.
      Ist der gute Akt der Nahrungsversorgung des Körpers nun etwas Gutes wenn Tier im Massenmorden dafür abgeschlachtet werden? Die Intention ist eine Gute, die Versorgung des Körpers mit Energie, Vitaminen, Spurenelementen, Nährstoffen etc. etc., aber die Auswirkung sind grausig, negativ und vor allem blutig.

      Wenn der Mensch sich selbst zu Millionen umbringt und andere Arten komplett ausrottet, die Umwelt zerstört und die ganze biorythmische Symbiose des Planeten auf den Kopf stellt, wären wir dann nicht wieder bei "der Kraft die Gutes will und Böses schafft"?

      Ist ein Mensch gut, wenn er eine gute Intention hat, aber dessen Auswirkungen eher "böse" Ergebnisse bringt?
      Oder sind alle moralischen Vorstellung von gut und böse nur einer Herrschaftskaste zu verdanken?

      Wetterleuchten wrote:

      Aber
      ich verstehe die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht. Seit wann muss eine Spezies denn "nützlich" sein, um überleben zu können? Oder überleben zu dürfen?


      Wow, diese Frage überrascht mich. Ist es nicht der Mensch der genau diese Entscheidung seit seiner Existenz getroffen hat. Sein Unverständnis dem Unbekannten oder Gefürchteten gegenüber hat Mord und Ausrottung nicht nur am Tier, sondern auch am anderen Menschen zu folge. Entscheidet nicht sogar der Mensch darüber welches Bakterium gut und welches böse ist und rottet das böse und unnütze Bakterium aus?
      Ist der zerstörerische Aspekt einer Tierart, eines Insekts, eines Bakteriums oder sogar eine Menschen denn wirklich unnütz? Um Nützlichkeit ging es mir ja nicht wirklich, sondern eher um den moralischen Grundsatz. ;)

      fee wrote:

      ja fein was ist Realität (und es kann eben nur FÜR mich heissen) denn wenn ich etwas denke dann, dass Realtät und deren Wahrnehmung etwas SEHR individuelles sein kann. Kann auch ( und da hammer die fee dann wieder
      im Wandel) etwas gruppenspezifisches sein oder werden,- wenn nämlich Denkfelder ( Gedankliche Verdichtungen die sich bilden wenn viele Menschen den gleichen klugen oder dummen Gedanken denken) ins Spiel kommen meine ganz persönlichen Lieblinge oder Götter, die für mich ansatzweise das verKÖRPern was ander Leut als Denkfelder bezeichnen. ( Auch nur ne Idee *g* die ich immer mal wieder denke)


      Diese Ideen gefallen mir. :)

      Ansonsten kann ich auch Deinen anderen Worten nichts mehr hinzufügen. Du hast das Talent zum Nachdenken anzuregen, danke dafür. Deine Worte müssen von mir erstmal verarbeitet werden.

      Daher wende ich mich mal Baboy zu:

      Baboy wrote:

      Alheris wrote:


      Ist alles reduzierbar auf Sex und Gewalt?


      Ich würde es anders Ausdrücken, weil nach meiner Empfindung in der Aussage wie sie oben steht, eine negative Bewertung direkt mitschwingt.
      Alle Phänomene existieren nur in gegenseitiger Abhängigkeit ( Sex?) und alle Phänomene befinden sich im steten Wandel ( Gewalt?), würde ich aber so unterschreiben.


      Das gefällt mir sehr, sehr sehr sehr. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Danke. :)

      Baboy wrote:

      Alheris wrote:


      Ist Realität eine Illusion


      Realität ist für mich, dass was ist, nichts statisches und nicht greifbar, weil sie sich ja im ständigen Wandel befindet. Mit einer Illusion ist sie aber deswegen auch nicht gleichzusetzen. Es ist einfach was ist.... Von Moment zu Moment.
      Wer die Phänomene aber als unabhängig existierende Realitäten sieht, der unterliegt einer Illusion. Die Phänomene existieren ( auch wenn wir sie nur abhängig, mit unseren Menschensinnen erfassen können), aber sie existieren eben nur konventionell in Abhängigkeit zu einander.


      Damit stehst Du irgendwie vor dem selben Problem wie ich. Wenn Realität etwas nicht statisches und somit ewig wandelndes ist, also alles Energie im Flow ist, wie kannst Du dann wissen was Realität und was Illusion ist, wenn es dafür keinen Anhaltspunkt dafür gibt.
      Leute können an Einbildung und Illusion genauso sterben wie durch einen Autounfall. Ich bin der Meinung, dass Illusionen unser Leben antreiben und eine Realität in Form als absolute Wahrheit gar nicht existiert. Viele Menschen sehen nicht die Einhörner am Wegesrand wenn sie durch gewisse Waldgebiete fahren. Sie sagen, dass die- oder derjenige spinnt und halluziniert. Der Seher von Elfen, Feen und Einhörnern ist aber von der Realität seiner Einhörner überzeugt und behauptet, dass das Wahrnehmen bei dem Skeptiker nicht vorhanden, ausgebildet oder überhaupt möglich ist, weil entweder der Horizont zu begrenzt ist, ein genetischer Defekt vorliegt oder einfach nicht an Feen, Elfen und Einhörnern geglaubt wird. Wer von beiden hat also recht?

      In einer Holzschnitzerei in Asien sagte eine spanische Frau zu mir, dass sie in den gewaltigen Schnitzereien die einzelnen Bilder in Bewegung und wie fließend sieht. Der Elefant dort schwenkt seinen Rüssel hin und her, die Schlange dort dreht sich wie eine Spirale um den Baum etc. etc. - sie frage mich ob ich das auch sehe. Ich sah es nicht, fragte sie aber ob sie psychotrope Pilze, also
      Psilocybin-haltige Eukaryoten, zu sich genommen hat. Sie streitete es ab, obwohl ihre Wahrnehmung vollkommen der Erfahrung eine Pilzusers entsprach. Sie sah etwas, was ich nur unter dem Einfluß von Shrooms sehen konnte. Hatte sie nun ein natürlich erweitertes Bewusstsein? Für sie war etwas real, was andere als Illusion bezeichnen würden, etwas das auch ich sehen kann, wenn ich mein Werkzeug manipuliere.
      Also so richtig bin ich mir nicht sicher ob wir überhaupt in der Lage sind Illusion und Realität als etwas Getrenntes unterscheiden zu können. Was ist, wenn alle Wahrnehmung nur illusioniert ist?

      Psilocybin

      Alheris wrote:


      Menschen die sich selbst oder ihr Ego als höchste Instanz sehen sind Satanisten


      Die Existenz eines "Egos" sehe ich als Illusion an, da es ja nichts gibt, was eine Eigenexistenz aufweist. Ein "Selbst" kann es denke ich überhaupt nicht geben.
      Aus etwas festem, unveränderlichen könnte ja nichts hervorgehen, weil es absolut statisch wäre. Bei etwas veränderlichen wäre es unsinnig von einem "Selbst" zu sprechen, weil ja keine inharenten Eigenschaften festzumachen wären.
      [/quote]

      Dem stimme ich vollkommen zu, vor allem da ich mich selbst als so gewaltig fragmentiert sehe, dass ich mehrere Egos haben müsste.
      Gedanken und Ego gehören irgendwie zusammen. Habe ich keine Gedanken, habe ich kein Ego, aber kann dann auch nicht von "ich habe" reden. Seltsam, wie gehe ich damit um?

      Ein Zitat von Raman Maharshi sollte da helfen:
      „Wenn Gedanken aufsteigen, sollte man ihnen nicht nachgehen, sondern sich fragen: “Wem kommen diese Gedanken?”. Es ist ganz gleich, wie viele Gedanken kommen. Bei jedem aufsteigenden Gedanken muss man sich beharrlich fragen “Wem ist dieser Gedanke gekommen?”. Die Antwort darauf ist “Mir.” Wenn man daraufhin wiederum fragt “Wer bin ich?”, dann geht der Geist zu seinem Ursprung zurück, und der aufgestiegene Gedanke kommt zur Ruhe. Wird diese Übung ständig praktiziert, dann entwickelt der Geist die Fähigkeit, in seinem Ursprung zu verweilen.“


      Gute Nacht.
      Jetzt, wo ich nicht mehr die Intention habe, mich inhaltlich mit dem Geschriebenen zu befassen, kann ich das unterhaltsame und amüsante tatsächlich sehen.

      Von den vielen logischen Widersprüchen, die du vertrittst, finde ich übrigens den hier am Besten:

      Alheris wrote:

      Der Mensch ist bösartig, aber dadurch natürlich, da die Natur gut und böse nicht kennt.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!