Göttinnen Kunst

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      Der Vollständigkeit halber allerdings mal ein Hinweis zu einem Teil des restlichen Inhalts:

      Inanna -
      Akkadisch-sumerisch-mesopotamische Königin des Himmels, große Mond- und
      Muttergöttin, Göttin der Liebe sowie der erotischen und kriegerischen
      Leidenschaft


      Im "Verzeichnis" finden sich immernoch (kenne die Seite schon länger) jede Menge Fehler, was die vermeintlichen Zuschreibungen angeht, ganz zu schweige von der scheinbar willkürlichen und mitunter Synonym gebrauchten Zusammensetzung von "akkadisch", "babylonisch", "assyrisch", "sumerisch" plus "mesopotamisch". Da weis Jemand offensichtlich überhaupt NICHTS mit den Begriffen anzufangen, gebraucht sie aber trotzdem, weil er vermutlich einfach abgeschrieben hat. Inanna ist auch keine Muttergottheit gewesen, da sie wie eben Ishtar das junge, noch blühende Gör' ist - auch wenn das wieder mal in gewissen Kreisen alles umgedeutet wird.

      So auch:

      Ninhursanga - Muttergöttin und eine der sieben großen Gottheiten im sumerisch-assyrisch-babylonisch-mesopotanischen Raum


      Nisaba - Getreide- und Fruchtbarkeitsgöttin


      Total daneben gegriffen. Nisaba war in Sumer Göttin des Schilfrohres - dadurch auch mitunter mit Fruchtbarkeitszügen, Schilf und Sumpf wurden immer mit weiblichen Genitalien verbunden ;) - letztlich aber im Kern die Göttin der Schreibkunst.

      Was ich damit letztlich mal kurz zeigen will: Die Darstellungen da sind mitunter fehlerhaft, obwohl sie so kurz sind, wo man also dann denken würde, dass wenigstens das stimmen wird. Ich habe mir hier nur ein paar besondere Merkwürdigkeiten heraus gegriffen, es gibt aber sicher noch mehr, wobei ich auch nicht alles, was mir aufgefallen, ist hier aufgezählt habe.

      Generell also obacht bei solchen "Übersichtsdarstellungen" aus dem Internet ohne Quellenangabe. Bei angegebenen Quellen kann man wenigstens annehmen, dass Derjenige ein wenig nachgeguckt hat.
      Ludlul bel nemeqi - Ich will preisen den Herrn der Weisheit

      Post was edited 1 time, last by “Ragnor” ().

      Richtig schlimm wirds aber, w e n n die Autorin ein wenig nachschaut. Dann wird, am Beispiel der Göttin Ostara einerseits -zurecht- Missbrauch beklagt (durch eine rassistische Schriftenreihe des frühen 20. Jh) andererseits auch munter selbst betrieben:Indem man ihr Eltern und einen Mythos gibt den frau mal locker flockig einem (leider leider männlichen) Wettergott geklaut hat.

      Mich macht die "feministische Göttinnenmythologie" inzwischen ziemlich ratlos. So wichtig das für mich in jungen Jahren war, mein Frausein auch spirituell zu erkunden und wert zu schätzen, so unsinnig find ich die geradzu zwanghafte Verweiblichung aller möglichen Aspekte des Daseins vor dem Hintergrund meines Menschseins. Ich finds inzwischen eher ermüdend.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis genannt sein wollen." Philip Meinhold
      Mir gehts da ganz ählich. Ich habe bei den meisten Texten immer wieder riesige Magenschmerzen und darf mir hin und wieder auch die gekräuselten Zehennägel bügeln :sarcastic: , auch wenn mir manche Bilder ganz gut gefallen.

      Ich verstehe das Bedrüfnis nach (rein) weiblicher Spiritualität.
      Ich verstehe, akzeptiere und kann es auch nachvollziehen, wenn Frauen (wie Männer) ihre persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen, Wahrnehmungen mit (alten, überlieferten) Gottheiten mit anderen teilen möchten und ich kann es auch in Teilen nachvollziehen, wenn sich bei diesen persönlichen Kontakten vielleicht auch "Funktionen" auftun, die sich in den traditionellen Überlieferungen nicht wiederfinden lassen und absolut gar keine Basis finden.
      Aber das ist halt eben eine ganz rein persönliche Sache und absolut subjektiv.
      Und die als wahrheitsmäßige und historisch korrekt hinzustellen geht für mich gar nicht.


      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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