Küchen und Herd - Götter et Geister

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Nimue, ja also für göttliche Fusstritte bin ich nachgerade net zuständig...

      allerdings ist es schon so, dass ich nach der heissen Familienphase

      in der kälteren Wochenende binichmaldaoddernet Phase bin und mich dann sehr seltsam fühle ...weil auf einmal in meiner Küche das wilde Leben tobt.

      wenn ich alleine bin und das bin ich ganz gerne, koche ich für mich und es kann schon sein, dass ich mir einen halben Tag Gedanken dazu mache auf was ich wirklich Lust habe.

      Das gehört bei mir zu dem Üben dessen, was ich über Jahrzehnte vernachlässigt habe: ^Selbstbesinnung^ und ich will herausfinden was tut mir gut, was will ich.
      Es gab Zeiten, da war der Kühlschrank leer, weil das Geld einfach gefehlt hat, nun kann ich mich an einen vollen Kühlschrank nimmer gewöhnen. (noch nicht?)
      Grosse Vorratshaltungen sind mir ein Graus und leider passiert es auch immer noch, dass ich das was ich gerne essen würde eben grade nicht im Haus ist. ( geht mir auch bei Schokolade so denk ich nee kauf ich net ist mir zu teuer und dann dann am späten Abend... schlägt der Schokigeist zu !!!)

      Leider hab ich eine fette Blockade was Einkaufen angeht (ich muss da mal dran) ich hasse Einkaufen,- kann auch nur in Läden ohne Musik wirklich einkaufen diese Rieseneinkaufstempel betäuben mich dermassen, dass ich es da nur kurze Zeit drin aushalte. Shopping ist deswegen für mich Horror und kein Vergnügen auch das ganz banale Essen einkaufen ist bisschen ne Qual...)

      Gemüse zum Beispiel: da steh ich wirklich lange in der Gemüseecke und überlege was ich mag und nichts macht mich an,- null nix vllt ein Obst...? In mir kreiselt das "ja aber"
      ist nicht die Jahreszeit,-
      ich brauch im März noch keine Erdbeeren
      auch wenn die bio sind oder Stangenbohnen
      oder oder oder ..
      im Moment zieh ich mir Sprossen das ist grün und ich mag das oder ich bin am Chicorée den ich dann mit Sauerkirschen ( dann halt die gefrorenen ) oder sonstigen Beeren, mit Birne, Granatapfelkernen oder sonstigem Obst vermische.
      ich liebe Balsamicoessig und Olivenöl ( ich muss noch nen OlivenGott/Geist aufs Bord stellen unbedingt...)
      Honig zum süssen vom Salat,- Zwiebeln vertrag ich garnicht und Knoblich bloss eingelegt oder sehr wenig.

      Milch ist "gegessen", vertrag ich nimmer,- aktuell ist es nur der Haferdrink den ich mag und Hafer gibt ja schöne Haare ( Ammenmärchen oder echt weil ja Pferde schöne Haare vom Hafer kriegen)

      Oh huch ich bin bissle out of topic geraten...ich wandere mit dem Thema essen was die Geister mögen mal in den Gesundheits oder Küchenthread ab...

      liebliche grüssles fee
      *runtergekommene Meisterin*
      Zum ursprünglichen Thema... einen Küchengeist-gott hab ich eigentlich nicht, aber wir haben einen Hauskobold, der sich mit Vorliebe in der Küche aufhält... Wann oder woher der zu mir kam weiß ich gar nicht so genau, er ist schon zweimal mit mir umgezogen. Aber er ist weniger ein unterstützender Geist, mehr jemand der mich immer wieder dazu bringt meinen Hintern hoch zu kriegen. Und er hat in der Küche sein Plätzchen wo er immer mal wieder was zu essen bekommt. Honig, oder ein paar Kekse, etwas Obstsaft. Er mag irgendwie nur Süßes. Ach und Alkohol, aber den kriegt er nicht so oft, weil ich nur selten Alkohol im Haus hab. Und er liebt Chaos, aber je mehr Chaos ist, desto schlimmer wird er ^^ eigentlich macht er immer nur Ärger, aber das ist ganz gut so, weil ich dann gegensteuern muss ^^. Und meine Tochter und ich haben ihn sehr, sehr lieb. Er ist auch meist dafür verantwortlich wenn Schlüssel fehlen oder Mützen oder der Klebstoff meiner Tochter nach einer Woche schon wieder ausgetrocknet ist :D Und er heißt Tullamoa, warum weiß ich allerdings auch nicht mehr. Er sieht irgendwie ein wenig aus wie ein sehr grummeliger irischer Kobold, was sehr passend ist, da er ja ein Störenfried ist und ansonsten in unserer Wohnung nicht wirklich irgendwas was mit Irland oder irischer Mythologie zu tun hat und er somit zumindest bildlich überhaupt nicht hier hinein passt... aber Schutz bringt er uns schon irgendwie, weil nämlich unsere Wohnung sehr aggressiv vor negativen Geistern und Gedanken verteidigt.

      Für die Küche und die ganzen Dinge die dort geschehen habe ich aber schon so ein paar Dinge die an die Vorfahren anbinden... Ohne dass sie jetzt explizit als Ahnenecke oder so zu erkennen wären, aber sie erfüllen für mich die Küche mit einem gewissen "Geist". Da wäre zum Beispiel ein altes Plakat mit dem Titel "Gegen alles ist ein Kraut gewachsen" und einer Auflistung von Krankheiten und den dagegen wirkenden Kräutern, sowie die Kopie eines Plakates mit der Überschrift "Gewürzkalender" beides habe ich von meiner Oma, die es von ihrer Mutter hatte. Außerdem das Kochbuch und die alte Schürze meiner verstorbenen Mutter und eine kleine Keramik-Gugelhopfform meiner anderen Oma. Und das ganz alte Konditorlehrbuch meines Ururgroßvaters. Außerdem eine alte Kaffeemühle und noch so einige Kleinigkeiten... Für mich gehören Ahnen, Familie und Küche irgendwie zusammen. Und fortgesetzt in die Gegenwart wird das ganze natürlich durch Familienfotos und Zeichnungen meiner Tochter am Kühlschrank.

      Das alles ist jetzt zwar nicht direkt eine Küchengottheit, aber ich nehme diese Dinge sehr bewusst wahr wenn ich in der Küche bin und fühle mich daher sehr geborgen und aufgehoben, wenn ich in der Küche was tue und irgendwie fließt dann auch immer etwas Liebe von meinen Vorfahren mit ins Essen, wenn ich Beispielsweise auf dem Gewürzkalender nachsehe, was für ein Gewürz zu meinem Essen jetzt passt..
      „Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.“ George Bernard Shaw