Steinmauer und Kultplatz der Kelten entdeckt

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      Und aus einer „möglichen Kultanlage“, die auch einfach ein repräsentatives Gebäude sein kann, wird in der Überschrift eine Kultstätte.

      Diese Mauer ist so ungewöhnlich, da braucht es gar keine solche Interpretationen. Die bringt nämlich die Trennlinie von Hallstattkelten und La-Tene-Kelten ins wanken, wo nur letzteren zugebilligt wird, dass sie viele kulturelle Einflüsse aufgegriffen haben.

      Wetterleuchten schrieb:

      Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen Menschenopfer und ritueller Deponierung von Leichen(teilen)?

      Menschenopfer hat IMO vier Kritieren, erstens die unnatürliche absichtliche Tötung, und zweitens der Grund der Tötung, der nicht in der Person selber begründet liegt sondern in der Gemeinschaft (was es von einer Hinrichtung abgrenzt). Weiche Kriterien sind die religiöse Motivation und die besondere Behandlung der Leichen. Archäologisch lassen sich nur das erste und das vierte wirklich nachweisen. Texte wie der von Julius Cäsar und andere lassen prinzipiell auch die Interpretation "Hinrichtung" zu.

      Das Wort "Hinrichtung" hat aber eine ganz andere Assoziationskette, man denkt an französische Revolution, die USA, Indonesien, Iran.