(Schmanisches) Reisen-In eine (selbst) aufgebaute (konstruierte) Welt oder in das "Nebenan" der materiellen Welt?

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      (Schmanisches) Reisen-In eine (selbst) aufgebaute (konstruierte) Welt oder in das "Nebenan" der materiellen Welt?

      Hallo zusammen,
      diese Frage(n) geht quasi an alle, die das schamanische Reisen (oder auch gern etwas damit verwandtes) praktizieren :) .
      Wie seht und erlebt Ihr die "Welt"/Wirklichkeit, die Ihr beim Reisen betretet:
      Bereist Ihr quasi etwas, was Ihr selbst "konstruiert" habt, oder geht Ihr (durch eine, wie ich das so gern nenne, "Verschiebung der Wahrnehmung") nach "Nebenan", also wirkt Ihr dann in einer (oder mehreren der vielen) "Ebenen" der materiellen Welt?

      Und müsst Ihr das, was Ihr auf Euren Reisen erlebt erst mal "deuten" und interpretieren?


      Ich persönlich kenne zwar beide Varianten, aber in ihnen zu wirken... Damit verfolge ich meist ganz unterschiedliche Ziele.
      Wenn ich in der Anderwelt (konkret) etwas wirke, weil ich hier in dieser materiellen Welt genau dieses spezielle und konkrete Ergebnis manifestieren möchte, dann läuft da bei mir nix über Symbolismus und ich brauch da auch nix zu interpretieren, weil es sich dann eben auch genau so manifestiert (vorausgesetzt natürlich, dass ich auch alles entsprechend getan habe :sarcastic: )


      Erst mal soweit meine Gedanken und :cent2:
      Wie schaut es bei Euch? Was für Gedanken und Vorstellungen habt Ihr dazu?


      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
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      ©Siat



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      ANB´s
      Hi Siat,

      also ......... *Lufthol*.......... zu Anfang, als ich (wieder)erlernte zu reisen, da konstruierte ich mir etwas um mich von einer Art sicherem Anker aus in die NAW bewegen zu können. Inzwischen brauche ich das nicht mehr und bewege mich in der NAW wie auch in der AW ganz natürlich.

      Bei den Reisen kommt es auf die Zielsetzung an. Wenn die Geister mich in die NAW rufen und mir etwas zeigen, dann benutzen sie oft Bilder die ich für meinen Verstand später übersetzen kann um zu verstehen was ich gesehen und erlebt habe. Ich spreche mit den Geister nach solchen Reisen und lasse mir, respektive meinem Verstand, erklären was ich nicht verstanden habe. Das hat nichts mit deuten oder interpretieren durch mich selbst zu tun (also meine Idee was ich da gesehen habe) sondern da geht's um's Verstehen dessen was die Geister mich lehren wollen.

      Wenn ich reise um etwas zu bewirken dann gehe ich in die NAW direkt, also nicht in die materielle Welt und auch nicht in eine ihrer Ebenen sondern direkt dorthin wo die materielle Welt mit all ihren Ebenen "entsteht". Was daraus wird zeigt sich später in der AW in der Art und Weise wie ich es gewirkt habe.

      Liebe Grüße
      Wölfin


      Begriffserklärung:

      AW - alltägliche Wirklichkeit, also die Wirklichkeit die wir täglich erleben und mit unserem Verstand erfassen.

      NAW - nicht alltägliche Wirklichkeit, die Welt der Geister und eigentlich alles, was nicht unter AW fällt ;)
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Mir geht es da ähnlich; insgesamt kann ich aber sagen, daß das was ich mich real existierenden energetischen Grundgerüsen unserer materiellen Welt/AW bewege, meine Wahrnehmung aber nun mal durch meinen beschränkten Horizont limitiert oder geformt/verzerrt wird.
      Manches sehe ich als Symbol, manches direkt, Manches verstehe ich nicht, oder erst später, weil mir schlich das Wissen fehlt. Z. B. sagte mir vor längerer Zeit eine Biene, das Bienensterben läge auch darin begründet, daß sie Ihren Honig nicht fressen könnten. Ich interpretierte das dahingehend, daß der Honig als menschlich Nahrug genutzt wird, und die Bienen mit Zuckerpampe abgespeist werden. Erst jetzt habe ich erfahren, daß "stechfreudige" und somit gegen Wespen und Hornissen abwehrbereite Bienenvölker so gezüchtet wurden, daß sie Ihren eigenen Honig nicht mehr vertragen (auskotzen) und nur noch Zuckersirup verdauen können.

      Hüben, wie drüben die gleichen Bedingungen: Lerne ich etwas dazu, erweitert sich die Wahrnehmung.
      Also "konstruiert" hab ich ganz am Anfang, als ich lernte, absichtlich zu reisen - vorher bin ich auch in die NAW marschiert, aber ohne das ich wollte, und das war manchmal dann auf unserer Ebene gefährlich - um die Reise zu "starten".
      Das war jedoch nur eine recht kurze Phase, weil sich die Sicht auf die NAW immer recht schnell aufbaute, also das Sehen, was dort ist.
      Deuten ... ja, doch, muß man manchmal. Weil man nicht weiß, was das ist, was man da sieht.
      Kleines Beispiel - bin letztens für eine Frau gereist, um Infos einzuholen auf ihre Frage, die sie hatte.
      In der NAW wurde sie von drei schwarzen Kindern umkreist, gezuppelt, von der anderen Umgebung abgeschnitten. Also es waren schwarze Schattenkinder.
      Da wußte ich nicht, wer die sind, was die sind ... da mußte ich - noch während der Reise - deuteln bzw. "ahnen", wer die sind.
      Ja, und was ich da deutelte, stimmte dann auch - verlorene Kinder - aber so direkt war das nicht sofort klar bei der Reise.

      Und manchmal bekommt man tatsächlich Symbolhaftes rein, mit dem man so gar nix anfangen kann, aber der Mensch, für den man die Reise gemacht hat, weiß sofort, was gemeint ist.

      Deswegen denk ich, kommts bei "Deutungen" einfach drauf an, ob man für sich oder wen anderen arbeitet.

      Und natürlich deckt diese Antwort nicht die Reisen ab, in denen man körperlich in die NAW wechselt, weil da is alles noch mal ganz anders.

      grützli
      Lucia
      Hmmm...
      Kann natürlich auch sein, dass ich das mit dem "Interpretieren"/"Deuten" auch nicht so extrem wahrnehme, weil ich (bisher) nicht für andere gereist bin, sondern halt "für mich". Und da sind die (meisten) Dinge (eigentlich) recht klar.
      Wobei ich eben auch einen Unterschied bei mir merke, was für ein "Ziel" ich verfolge.
      Heißt, wenn es um etwas geht, was mich selbst, meine Person, meine (Persönlichkeits)Entwicklung o.ä. in die Richtung Thema ist, dann taucht häufiger mal mehr Symbolismus auf, als wenn ich was "Magisches" wirke.
      Hier in der AW bin ich ja auch eigentlich eher praktischer veranlagt... Sprich, ich liebe es auch mal ein tolles und gescheites "Drum rum" zu haben mit Walla-Walla-Gewändern, speziellen Räuchermischungen, Feuer... Zaubersprüchen... What ever... Aber diese Werkzeuge (und Symbole dahinter) kann ich auch weg lassen. *grübel*


      LG
      Siat
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      ANB´s
      In den sehr seltenen Fällen wo ich für andere Menschen gereist bin habe ich fast immer Bilder gesehen die ich selbst nicht deuten konnte. Das wollte ich auch gar nicht. Ich habe das, was ich gesehen habe, direkt an die Menschen weitergegeben für den ich gereist bin und die konnten dann damit etwas anfangen.

      Ich seh es so: Wenn mich jemand bittet für ihn zu reisen dann mag es sein dass er mir nicht alles erzählen will. Bekomme ich dann eine Antwort die sich auf etwas bezieht das ich nicht weiß dann muss ich auch die Bedeutung nicht verstehen. Die versteht dann der Mensch wenn ich ihm erzähle was ich sah.

      Reise ich für andere so bin ich Vermittler. NIcht mehr und nicht weniger. Und Vermittler müssen nicht immer alles wissen. Für mich ist das ok so. Daher versuche ich bei Reisen für andere Menschen erst gar keine Deutungsversuche. Wenn's um mich geht ist das natürlich anders. Aber darüber schrieb ich ja schon in meinem Beitrag weiter oben.

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Huhu,

      mein bescheidenes Hirn deutet das alles in ineinander greifende Stufen oder Schichten... Die ersten paar schichten sind am "nähesten" an mir selber und an der diesseitigen Wirklichkeit. Sie ähnelt deshalb der materiellen Welt sehr, das was ich vor mir habe ist auch das was ich sehe (ein Stein ist ein Stein und ein Baguette ist ein Baguette). Je "tiefer" bzw. weiter ich jedoch reise (je nach dem Grad des veränderten Bewusstseinszustands)), desto weniger ist das spirituelle Umfeld von meiner eigenen Wirklichkeit und Wahrnehmung geprägt. Dinge fangen an Symbolisch zu werden, da Ich die Tatsachen vor mir nur noch in "es ähnelt XYZ" oder "es ist wie das was ich XYZ nenne" beschreiben kann.

      Konkret "von der anderen Seite aus" was bewirken mache ich extremst selten wenn ich "auf Reisen" bin. Denn wenn ich magisch wirke, dann entweder in einem Ort der weder hier noch dort ist (und dann vollführe ich die Tat die ich ich erreichen will ganz unsymbolisch, jedoch unter Verwendung symbolischer "Objekte/Platzhalter"), oder ich nutze die magischen Eigenschaften die so manch stinknormaler Gegenstand auch in "dieser Welt hat" ohne einen umweg über eine weiter "Dimension" zu machen.


      Glaub ich zumindest,
      Narkaios
      Bereist Ihr quasi etwas, was Ihr selbst "konstruiert" habt, oder geht Ihr (durch eine, wie ich das so gern nenne, "Verschiebung der Wahrnehmung") nach "Nebenan", also wirkt Ihr dann in einer (oder mehreren der vielen) "Ebenen" der materiellen Welt?


      Jetzt wollte ich gerade wie aus der Pistole geschossen antworten, dass ich nichts selbstkonstruiertes bereise, aber wenn ich so darüber nachdenke....Bei meinen Reisen läuft eigentlich fast immer alles glatt.Ich besuche meine geistigen Helfer/Krafttiere und bedanke mich bei ihnen oder frage etwas, und dann beende ich die Reise.Bisher ist da nie irgendetwas Unvorhergesehenes passiert.Weder Angriffe durch irgendetwas, noch etwas traumartiges, das ich deuten musste.

      Möglicherweise IST das eine Art Konstrukt.In dem mich - im Gegensatz zur "realen" Welt - nichts ablenken kann, denn ich bin schnell reizüberflutet von Eindrücken.Da könnte das Reisen eine Art "Auszeit" für mich darstellen.

      Liebe Grüße
      "可愛さ余って憎さ百倍" - "Kawaisa amatte nikusa hyaku bai."