Der Tisch (Kurzgeschichte)

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      Der Tisch (Kurzgeschichte)

      Ich hatte vor kurzem in einer recht müden Nacht, eine Kurzgeschichte verfasst bevor ich mit meinem Roman angefangen hatte.
      Da ich nicht weiter drauf Wert gelegt hatte, habe ich keinerlei Grammatik oder Rechtschreibkorrekturen gemacht.
      Tut mir leid wenn Fehler auftauchen.
      Sollte es vielleicht unangemessen sein, so tut es mir leid, und kann gelöscht werden.
      Das Forum hat anscheinend ein wenig die Formatierung durcheinander gebracht, aber es ist immernoch lesbar.
      Der Tisch


      Mit ruhiger Atmung saß ich an diesem
      Tisch und fragte mich welches Holz es wäre. Leicht verteilt sah man
      Kratzspuren in das Holz eingekerbt, verstörende Gedanken kamen mir
      in den Sinn. In diesem weiß lackierten plastischen Raum, wartete ich
      nun, meine Gedanken.

      „Wann hört dieses Spiel auf?“

      Man bot mir viel Geld an, dafür das
      ich in diesem Raum wartete...

      „Warten worauf?“

      Nichts weiter als ein weißer
      Gartenstuhl und dieser Holztisch, mit den Kratzspuren. Meine Gedanken
      schweiften wieder auf den Tisch ab, in diesem klinisch weißen
      Zimmer, gab es diesen Tisch. Ein Holztisch, warum war es aus Holz,
      die Wände wie auch der Stuhl waren weiß und aus Plastik. Die
      bräunliche Farbe erinnerte an Kaffee, vielleicht auch Schokolade.
      Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen, ein Gähner überkam meine
      Lippen, als es sanft an die Tür klopfte.

      Mein Herz pochte, sollte diese Farce
      endlich ein Ende haben. Mit der Ungeduld und Unschuld eines Kindes
      blickte ich der Tür entgegen in der Hoffnung das es nun ein Ende
      finden würde.

      „Ich habe hier etwas Kaffee für Sie,
      Bitte haben sie noch einen Augenblick Geduld.“

      Enttäuscht versunken meine Blicke in
      der Schwärze des Koffeinhaltigen Getränks das vor mir stand. Etwas
      tropfte und Wellen brachen in die leicht silbrige Oberfläche aus,
      ein Gesicht starrte mir entgegen, verzerrt von Wellen wirkte es wie
      ein Monster.

      Keines welches man aus dem Fernsehen
      oder Bücher kannte...

      Nein ein Monster das sich tief in der
      Menschlichen Seele verbarg, in jedem von uns.

      Lügende Monster oder auch
      gewalttätige...

      „Der Tropfen?“

      Ich schaute gen Zimmerdecke aber
      entdeckte Nichts. Wie könnte es tropfen, wenn von der Decke nichts
      kam? Vorsichtig streichelte ich über meine Wange. Sie war feucht...

      „Feucht... Wovon?“

      Trauer überkam mich. Ich erinnerte
      mich an den Morgen dieses Tages, so vieles in meinem Leben scheint
      falsch zu laufen. Mein Leben wohin sollte es führen? Der Tisch
      begann zu zittern.

      Ich schaute hinab, denn warum sollte
      der Tisch zittern? Es waren meine Hände. Meine Hände zitterten, ich
      sollte mich beruhigen. Ein Schluck von dem Kaffee könnte mich
      beruhigen. Vorsichtig führte ich die Tasse zu meinem Mund, doch mein
      Blick fang sich in der künstlerischen Gestaltung des Gefäßes.

      „Das... Das bin ich?“

      Auf der Tasse war dieser Raum
      abgebildet, in der Mitte war der Holztisch...

      Der Holztisch mit den Kratzspuren, die
      mich vorhin noch verstörten, doch diesmal war ein anderer Anblick
      der Grund meiner Verstörung. Denn Ich war abgebildet, liegend auf
      dem Tisch. Lächend und blutend... Warum blute ich?

      Zögernd und zittrig schaute ich an mir
      selber runter...

      „Blut! Ich blute. Bitte helft mir!“

      In Panik geratend sprang ich entsetzt
      auf und schmiss die Tasse an die Wand. Ein lauter Knall und Scherben
      verteilten sich in den Raum, der Kaffee glitt langsam an der weißen
      plastischen Wand hinunter und verfärbte sich Rot. Ein verstörendes
      Rot, gar blutig rot könnte man es nennen.

      Ich eilte zur Tür und wollte sie
      öffnen, doch wo eine Tür war, war nichts weiter als eine weitere
      weiße plastische Wand. Ich wollte schreien doch kein Ton entlockte
      meinem Mund. Zum Raum wendend, starrte ich den Tisch an. Warum
      verstören mich diese Kratzspuren? Ich warf mich auf die Knie und
      schlug auf den Boden ein. Ich konnte nicht mehr um Hilfe rufen und
      würde verbluten.

      „Der Tisch...“

      Ich schaute zum Tisch auf, unter der
      Tischplatte stand etwas geschrieben. „Flieh wenn dir dein Leben
      lieb ist“

      Warum sollten sich solche Worte unter
      einem Tisch befinden? Und warum sollte es mich jetzt noch stören,
      denn ich bin doch schon Tod.

      Es kopfte...

      Weiterhin starrte ich auf eine komplett
      weiße Kaffeetasse und nahm einen Schluck.

      „Der Kaffee ist köstlich.“

      Jemand betrat den Raum, einen Raum mit
      weiß plastischen Wänden und einem Holztisch.

      Nichts war geschehen. Die Dame die den
      Raum betrat sah mich lächelnd an und stellte einen Aschenbecher wie
      auch eine Schachtel Zigaretten auf den Tisch.

      „Mir wurde ausgerichtet, ihnen das
      während der Wartezeit zu geben. Ich wusste nicht, dass Sie Raucher
      sind, Sir.“

      Sie verbeugte sich während sie das
      Zimmer verlassen hat.

      War das ganze nur eine Einbildung? Ich
      schaute an mir herunter und erblickte das Hemd, welches ich heute
      morgen sorgfältig wählte, denn es sollte ein besonderer Tag werden
      aber kein Blutfleck war zu sehen.

      Auch die Wand mit dem blutroten Kaffee
      war weiß und plastisch, als wäre nie etwas passiert.

      Denn die Kaffeetasse war Weiß,
      plastisch Weiß. Und auch ich blutete nicht.

      Warum sollte ich bluten? Warum sollte
      ich fliehen?

      „Flieh wenn dir dein Leben lieb ist?“

      Diesen Satz hatte ich unter dem Tisch
      gesehen, der Tisch mit den Kratzspuren die mich verstörten.

      Auf die Knie senkend, prüfte ich die
      Unterseite des Tisches. Doch nichts war zu sehen, außer eine pink
      klebrige Masse... Es scheint als war hier zuvor eine Person die kein
      Benehmen hatte, wer würde denn Kaugummi unter einem solch schönen
      Holztisch kleben? Als ich meinen Blick wieder abwenden wollte, sah
      ich ein Zettel der an der klebrigen pinken Masse befestigt war. Meine
      Hand griff danach, wie nach einem letzten Strohhalm. Auf dem Zettel
      stand.

      „Warum habe ich das getan?“

      Ja...

      Warum habe ich das getan? Der Morgen
      fing doch so gut an, ich wählte sogar sorgfältig dieses Hemd, es
      war zwar nichts besonderes doch es war immerhin das Hemd das ich
      wählte.

      Ein weiterer Tropfen brach Wellen in
      den Kaffee. Ich war ein Monster, zumindest konnte ich das in dem
      Kaffee sehen. Eine Zigarette sollte mir helfen mich zu beruhigen, ich
      griff nach der Schachtel und bemerkte einen weiteren Kratzer in dem
      Tisch. War denn dieser Kratzer vorhin auch schon da? Der Gedanke
      verstörte mich, doch mich beruhigte wie das Licht in der Schwärze
      des Getränks in der roten Tasse schwimmte. Doch woher kam das Licht?
      Mein Blick wanderte an die Zimmerdecke die nicht tropfte, den der
      Tropfen stammte von mir. Auch die Zimmerdecke sah aus wie die weißen
      plastischen Wände, die überall waren. Keine Lampe und auch kein
      Licht. Meine Gedanken wirbelten und das einzige was mir Einfiel war
      der Tisch. Nach langer Zeit, wanderte mein Blick wieder tiefer und
      starrte den Tisch an, mit der roten Tasse und dem Aschenbecher. Und
      der in Blut verfassten Nachricht auf dem Tisch.

      „Es gibt kein Licht!“

      Natürlich würde es kein Licht geben,
      denn an der Zimmerdecke die aussah wie die weißen plastischen Wände,
      gab es ja keine Lampe.

      Es war tragisch das es kein Licht geben
      würde, denn wie könnte ich den Kaffee trinken, wenn man ihn nicht
      sieht. Doch wenn ich ihn nicht sehe, gibt es denn den Kaffee
      überhaupt?

      Ein Freund erzählte mir vor einigen
      Monaten, die Realität ist nichts anderes als das was wir Wahrnehmen.
      Das heißt, ich kann den Kaffee nicht sehen oder riechen, dann
      existiert der Kaffee auch nicht.

      Weiterhin starrte ich den Tisch an,
      denn ohne Licht gab es ja nichts anderes zu sehen.

      Ich hörte etwas kratzen, sollte den
      jemand die Tischplatte zerkratzen? Der Tisch war schön, es war ein
      rustikaler alter Holztisch, mit Kratzspuren die mich verstörten.
      Meine Augen wurden schwerer und ich schlief auf dem Tisch ein, mit
      der Nachricht in Blut geschrieben „Ich bin Tod“

      Ich nahm aus der Schachtel eine
      Zigarette und starrte die blaue Kaffeetasse an, die Farbe passte
      nicht in den Raum, eine weiße oder rote Tasse würde sehr viel
      besser wirken. Meine Blicke wanderten wieder zurück auf den
      Holztisch mit den Kratzspuren die mich verstörten. Aus meiner
      Hemdtasche zog ich ein Feuerzeug, das ich heut Morgen kaufte, denn
      heute sollte ein besonderer Tag werden. Das zischende Geräusch
      begleitend einer tanzenden Flamme funkelten in meinen Augen.
      Vorsichtig zog ich die tanzende Dame namens Feuer, an mich heran und
      entzündete die Zigarette.Sie verlosch, genau wie das Funkeln in
      meinen Augen.

      Ich fragte mich, was war schief
      gelaufen?

      Immerhin hatte ich das Hemd an, was ich
      heute sorgfältig ausgewählt habe, denn heute sollte ein besonderer
      Tag werden.

      Ich wollte den Tag mit … verbringen.

      Den Tag mit …

      „Mit wem wollte ich den Tag
      verbringen?“

      Ich wusste nicht mehr was ich vorhatte,
      war denn heute ein besonderer Tag?

      Mein Leben schien so hell, doch nun übe
      ich mich in Traurigkeit.

      Etwas muss passiert sein.

      Dieser Raum schien das einzige zu sein,
      was ich noch kannte.

      Denn es existiert nichts außerhalb,
      alles was existiert ist das was ich wahrnehmen kann, also diesen Raum
      mit dem Tisch, welcher Kratzspuren hat die mich verstörend.

      Achja, und die Dame die ab und zu durch
      die Tür kam und sagen würde, das ich noch länger warten sollte.

      „Warten worauf?“

      Die Gedanken schienen sich zu drehen,
      hatte ich mich das denn nicht vorher gefragt?

      Mit geballter Faust schlug ich auf den
      Tisch, als würde ich etwas wichtiges sagen wollen. Zusätzlich
      sprang ich auf, um die Wichtigkeit meiner Worte Gewicht zu verleihen.

      Doch mit wem sollte ich reden?

      Alles was existierte war der Tisch.

      Der Tisch mit den Kratzspuren die mich
      verstören.

      Langsam schlenderte ich um den Tisch
      herum, um ihn besser zu begutachten. Es war ein schöner Tisch,
      rustikal und mit einer wundervollen Holzlackierung die im Lichte wie
      Bernstein schimmerte.

      Es klopfte an der Tür. Aber an welcher
      Tür? Es existierte doch keine Tür. Nur Ich und der Tisch in dem
      Zimmer mit den weißen plastischen Wänden.

      Verloren schaute ich mich um und sah
      die Dame die am Tisch stand.

      Sie sagte die folgenden Worte.

      „Es tut mir Leid...“

      Was tat ihr Leid? Warum folterte diese
      Frau mich. Ängstlich blickte ich nach unten auf den Fußboden.
      Langsam näherte sich eine Flüßigkeit meinen Füßen, sie war
      klebrig und rötlich.

      Foltern? Warum sollte ich der Meinung
      sein, Sie würde mich folten. Diese Dame war doch die ganze Zeit so
      nett und zuvorkommend.

      Hat sie etwas getan, das mich
      verletzte?

      Ich nahm den ersten genüßlichen Zug
      der Zigarette und wunderte mich, warum auf der weißen Tasse „Lauf“
      stand. Sollte ich etwa laufen? Der Tee dürfte mittlerweile Kalt
      sein, man brachte ihn mir so freundlich und ich hatte nicht mal die
      Anstand davon zu trinken.

      Doch etwas kam mir seltsam vor, spielte
      mir mein Verstand einen Streich? Vorhin stand auf der Tasse noch
      „Halt“

      Ich war mir ganz sicher, dass vorhin
      noch „Halt“ darauf stand.

      Vorsichtig drehte ich die Tasse, um
      einen Blick auf die andere Seite zu erhaschen.

      Erleichtert seufzte ich auf, dort war
      also „Halt“ geblieben.

      Langsam fang ich an zu kichern, eine
      Tasse mit „Lauf“ und „Halt“ war amüsant.

      Aber warum fand ich das Amüsant?

      Es war kein Witz und wenn es einer
      wäre, nicht einmal ein guter.

      Ich hatte doch eigentlich einen guten
      Sinn für Humor und habe nur selten über Wortspiele gelacht, es sei
      denn sie wären Intellektuell ansprechend.

      Vielleicht sollte ich einen Schluck vom
      Tee nehmen, er ist zwar kalt aber ich wollte nicht unhöflich wirken.
      Der Tee wirkte wie flüssiger Bernstein, eine ähnliche Farbe wie der
      Tisch, denn es war ein schöner Tisch, rustikal und mit Kratzspuren
      die mich verstörten.

      Warum habe Ich, Sie angelogen?

      Wer war Sie?

      Woher stammt dieser Gedanke?

      Vielleicht war es ein Gedanke, der
      außerhalb dieses Raumes stammte?

      Aber existiert dieses „Außerhalb“
      überhaupt?

      Meine Gedanken schweifen ab und ich
      weiß nicht mehr wer ich bin. Vielleicht bin ich dieser Tisch, alt,
      rustikal und voller Kratzspuren die mich verstören.

      Gedanken von Blut durchströmen meinen
      Kopf, warum war ich so fasziniert davon?

      Blut ist das Leben der Menschen aber
      ich bin doch ein Tisch. Warum sollte ein Tisch, Gedanken über
      Menschlichkeit haben. Vielleicht würde ich gern ein Mensch sein?

      Bin ich denn kein Mensch?

      Ich bin ein Monster...

      Ein lügendes und gewalttätiges
      Monster.

      Ich habe es getan.

      Ich bin Schuldig.

      Der Tee war lecker, obwohl er kalt
      geworden ist. Langsam stellte ich die gestreifte Tasse zurück auf
      den Tisch und blickte den Aschenbecher an. Dieser war randvoll, mit
      der Asche und Zigarettenstümmel, die ich zurückließ um meine Such
      zu befriedigen.

      So viel hatte ich schon geraucht seit
      ich diesen Raum betrat.

      Wie viel Zeit mag vergangen sein?

      Stunden? Tage? Wochen?

      Ich habe kein Zeitgefühl mehr, weder
      weiß ich wie lange ich brauchte diesen Gedanken zu haben oder warum
      der Tee schon so kalt war.

      Wurde er mir nicht erst vor einer
      Minute gereicht?

      Dabei hätte ich lieber Kaffee gehabt,
      einen schwarzen Kaffee, immerhin war ich recht müde.

      Ich verfluchte diesen Tag, den dies war
      der Tag für den Rest meines Lebens.

      Diese Dame brachte mir Tee anstatt
      Kaffee, würde sie denn nicht Wissen müssen, dass ich müde bin?
      Immerhin suchte ich dieses Hemd extra für Sie aus.

      Warum suchte ich dieses Hemd aus?

      Wer war Sie?

      Ein weiteres mal drehten sich mich
      Gedanken, Es schien so, als könnte ich nicht mehr klar denken, denn
      jedes mal begann ich die selben Dinge zu fragen?

      Aber dann fiel es mir ein.

      Ich sollte fliehen.

      Langsam ging ich Richtung Tür und
      versuchte diese zu öffnen.

      „Versuchte?“

      Wenn ich es versuche, würde es denn
      nicht heißen, dass es nicht klappen würde?

      Die Realität ist das, was man
      wahrnimmt, wenn ich nur an versuchen denke, würde die Tür sich
      nicht öffnen.

      Also öffnete ich die Tür und ging
      strammen Schrittes in das Außerhalb.

      Weiterhin sitze ich an diesem Tisch,
      starrte die Kaffeetasse an und wartete darauf, dass ich mein Geld
      erhalten würde.

      Als es plötzlich an der Tür klopfte
      und die Dame ein LETZTES mal das Zimmer betrat.

      „Vielen Dank, für ihre Geduld“
      Am Anfang wurde das Universum erschaffen.
      Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

      Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.