Literaturempfehlungen für Germanen, Wikinger, Friesen, Asatru und Co.

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      Hallo Umo,

      nun in Zukunft werde ich meine Empfehlungen genau kommentieren :)
      Mir ist sehr wohl bewusst dass Grönbech mit Vorsicht zu genießen ist. Allerdings hatte ich beide Bücher bereits vor 2011. Simek ist absolut in Ordnung (ja ja, auch von Simek sind bei mir Bücher vorhanden). Nun, ich habe mich auch mit den Thematiken Nationalromantik und Nationalsozialismus auseinendergesetzt - so weit dass auch (im Moment etwas vor sich hin köchelnd) ein Buch im Werden ist.

      /Ironie an/ Wenn es Dir nichts ausmacht werde ich selbstverständlich den alten Golther, Felix Dahn und besonders die Gebrüder Grimm empfehlen :D /ironie off/

      Nun, was hältsr Du denn im Bezug auf die gotische Sprache vom Streitberg?

      Und...auch ein etwas älteres Buch: Loki von Georges Dumezil und...nicht schlecht.

      Das bereits angesprochene zweibändige Werk von Jan de Vries (2. Auflage) ist ebenfalls in meinem Besitz.

      Aber ehrlich: Bücher lesen ist dass eine, echte Erfahrung das andere. Darum kam mir Grönbech beim lesen bereits etwas eigen vor. Wie gesagt, ich hätte es kommentieren müssen.

      Da ich noch weiteres diesbezüglich (Literatur) schreiben werde kannst Du gerne mal drübergucken ;)

      LG

      Richard
      Liebt oder hasst mich - aber bleibt ehrlich
      Da das hier kein Thread ist, in dem es darum geht zu verkünden, was man alles für tolle alte Bücher besitzt und gelesen hat, sondern darum, Anfängern Literatur zu empfehlen, wäre es sicher nicht schlecht, wenn man etwas zu den Werken schreibt, da eben nicht davon auszugehen ist, dass "Neuneinsteiger" Ahnung haben. Sonst bräuchten sie ja die Empfehlungen nicht.
      "Learn and learn, ask and ask, do not be ashamed." — Paracelsus
      Hm, eine meiner Erfahrungen ist dass sie sich schwer in Worte fassen lassen - aber im Leben dafür größere Auswirkungen haben. Literaturmäßig kommt schon noch einiges, aber es war nicht mein Ziel im falschen Thread über Erfahrungen zu posten - es war eher allgemein gemeint. Aber um zur Literatur zurückzukommen: Was hältst Du vom Streitberg (Lehrbuch zur gotischen Sprache)? Und? Um Deine Meinung zu erfragen: Was hältst Du von den von mir geposteten Romanen?

      Interessierte Grüße

      Richard
      Liebt oder hasst mich - aber bleibt ehrlich

      Richard schrieb:

      Was hältst Du vom Streitberg (Lehrbuch zur gotischen Sprache)?


      Halte ich für nichts, was für einen Anfänger empfehlenswert wäre.
      Wenn er eine nordische Sprache lernen will, dann würde ich sagen, sollte er mit einer der modernen anfangen. Oder wenn's denn eine alte sein soll, Altnordisch, da er damit etwas anfangen kann - z.B. die Eddur und hunderte Sögur im Original lesen - während ich nicht wüsste, was er mit Gotisch sollte. (Die Wulfilabibel lesen...?)

      Richard schrieb:

      Was hältst Du von den von mir geposteten Romanen?


      Auf jeden Fall zu empfehlen für Leute, die sich den Nibelungen- und Waltharius-Sagenstoff in seiner überlieferten Form als Einstieg nicht antun wollen, da sie es nicht mit Dichtung haben, sondern eine leicht lesbare "aufbereitete" Nacherzählung wollen. Vom literarischen Standpunkt finde ich beide Romane auch gut.
      Zudem weiß Grundy, wovon er schreibt, und selbst alle von ihm zusätzlich reingebrachten historischen und kulturellen Aspekte (wie z.B. der Gebrauch von Hanf bei (ost-)germanischen Ethnien/Steppenvölkern, traditionell durch Frauen ausgeübte Schmiedekunst, ect.) haben Hand und Fuß.
      "Learn and learn, ask and ask, do not be ashamed." — Paracelsus
      Lieber Umo,

      Danke für Deine fundierte Meinung :) Im Romanbereich pflichte ich Dir in vollem Umfang bei, ich hätte es nicht besser beschreiben können.
      Nun, die gotische Sprache habe ich mir erlaubt einzubringen da sie die älteste aufgezeichnete (ost)germanische Sprache ist - und die einzige ostgermanische Sprache die überliefert ist. Über die von Wulfila eingeführte Schrift mag man zweigeteilter Meinung sein (aber ich habe mir mit meinen Freunden damit einen kleinen Scherz erlaubt).
      Ich selbst halte das (West)altnordische für sinnvoller da es für uns von größerer Bedeutung ist. Im Bereich der indogermanischen Sprachfamilie würde ich dazu tendieren auch den einen oder anderen Link bezüglich Althochdeutsch, Altenglisch und, ja auch, Sanskrit (welches einige Ähnlichkeiten mit Althochdeutsch hat) zu posten. Modernes Deutsch hat immer noch die eine oder andere Gemeinsamkeit mit Sanskrit (prüfe ich seit einiger Zeit, dauert auch noch, die Grammatik im Sanskrit....Uhhh).

      Aber es geht auch primär um Einsteigerempfehlungen, da werde ich Deinen Hinweis bezüglich aktueller Literatur fplgen. Und...nun ich werde einen Thread eröffnen. Auch wenn er abgedroschen erscheint :)

      LG

      Richard
      Liebt oder hasst mich - aber bleibt ehrlich
      Ich hätte gern im Thread "Literatur und Film - rund um heidnische Religionen", geantwortet, aber der ist bereits geschlossen. Ich habe leider nicht nachgesehen, ob es so einen Thread bereits gibt. In alten Foren möchte ich aber nicht auch noch suchen müssen. Sorry, für die Verwirrung, die ich angerichtet habe.

      Vielleicht kann beim Putzen des Forums jemand meinen und Mischlingskinds Beitrag, in dem es um Literatur geht, hierher verschieben. Der Thread "Literatur und Film - rund um heidnische Religionen" kann dann gelöscht werden.

      Zum Thema "ruhiges Forum", wäre und müsste sicher mehr gesagt werden, aber das gehört nicht hierher. Dafür braucht es wohl einen eigenen Thread.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.

      Neu

      Habe gerade Paul Veynes »Die griechisch-römische Religion« ausgelesen.

      Das Wichtigste im vorab: Das Buch ist nicht unbedingt leichte Kost. Der Autor nutzt gern auch mal ziemlich lange Sätze, oftmals dann auch noch gewürzt mit einigen Fremdwörtern. Wer sich also leichte Lektüre vorzieht, sollte sich genau überlegen, ob er zugreift.

      Der Prof. steht natürlich voll in der Materie, kramt da und dort in den Tiefen der wissenschaftlichen Forschungsarbeit und kann viele Aspekte der alten Kulte erhellen. Allerdings sind bei einem so umfangreichen Thema, 145 Seiten, einschließlich Inhaltsverzeichnis, Titelseite und Geleitwort, etwas wenig. Damit lassen sich viele Bereiche nur unzureichend darstellen und erklären. Gerade so ein vielschichtiges Thema, wie die Christenverfolgung im Römischen Reich, sollte und kann meiner Meinung nach, nicht auf dürftigen 4,5 Seiten ausreichend beleuchtet werden.
      So sehr der Mann sein Fach versteht, zeigt sich am vorherigen Beispiel auch die Schwäche des Buches: Verkürzungen, die nicht hilfreich sind.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.

      Neu

      Agnosco schrieb:

      Habe gerade Paul Veynes »Die griechisch-römische Religion« ausgelesen.


      Ich habe das Buch im Sommer zum ersten Mal gelesen und stimme dir ausnahmslos zu. Es war zwar einmal ein etwas anderer Stil des Lesens, doch es frustrierte ein wenig, dass hie und da interessante Details enthüllt, doch nicht weiter erläutert wurden, wie beispielsweise in Bezug auf die Sakralgesetze. Nun, vielleicht lag dies auch daran, dass der Autor selbst nicht mehr dazu sagen konnte.