Dunkle oder erleuchtete Zeiten?

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      Dunkle oder erleuchtete Zeiten?

      In dem von Siat verlinkten Video mit dem Interview mit Wolf-Dieter Storl Webinar mit Wolf-Dieter Storl: "Die alte Göttin und Ihre Pflanzen" (Aufzeichnung) sagt er (um 1:02:30 herum) dem Sinn nach, dass nach Mitternacht eine Zeit ist, in der gefährliche Geistwesen Anflüge von negativen Gedanken mit sich bringen.

      In Zen-Klöstern fangen die Meditationen üblicher Weise um 2:30 oder 3:30oder noch früher an, da man festgestellt hat, dass die Meditation in der Zeit am besten ist. (Und zwar nicht aus dem praktischen Grund, weil dann noch nicht Lärm und Hektik der "normalen" Menschen, die zur Arbeit aufstehen müssen, anfängt, sondern die Praxis gab es schon, als die Zenklöster noch abgelegen irgendwo im Gebirge waren und von dem "normalen" Leben gar nichts mitbekamen.)

      Wie sind da eure eigenen Erfahrungen?

      Mitternacht, die Geisterstunde, finde ich ganz und gar nicht als negativ. Wenn ich dann noch wach bin, bin ich am kreativsten, geistig klarsten und emotional positivsten so um 1.00 - 2.00 Uhr herum. Negativ finde ich die frühen Morgenstunden (4.00-6.00). Wenn ich dann wach bin, sehe ich die Welt schwarz. Pechschwarz.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Umo wrote:



      Mitternacht, die Geisterstunde, finde ich ganz und gar nicht als negativ. Wenn ich dann noch wach bin, bin ich am kreativsten, geistig klarsten und emotional positivsten so um 1.00 - 2.00 Uhr herum.


      Hi Umo,

      mit geht's da ganz ähnlich. Die Zeit ab Mitternacht ist meine kreativste und schönste. Auch aus Gründen der äußeren Ruhe (alles schläft), aber auch weil ich zu dieser Zeit am aktivsten bin und die Dinge sehr viel klarer sehe als am Tag. Die Dunkelheit hilft tiefer zu sehen und besser zu verstehen.

      Ich habe das große Privileg es mir leisten zu können in dieser Zeit der Nacht wach zu sein und so mache ich den Großteil meiner schamanischen Arbeit um diese Zeit. Auch die Kommunikation mit den Geister ist dann am einfachsten. Gegen morgen werde ich zwar müde, aber ich empfinde auch diese Zeit als sehr schön. Die Nacht war für mich nie etwas negatives und auch die Geistwesen, die man dann so trifft, empfand ich nie als negativ. Vielleicht liegts daran dass ich ein Nachtwesen bin und die Nacht sowas wie mein natürlicher Lebensraum.

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Endlich komme ich dazu!
      Ja.... ich bin auch Nachtmensch. Ab 00 fange ich an klarer zu denken und sortierter zu arbeiten. Durch mein Leben in der Elternzeit habe ich bis ca 3 in den morgen Zeit und bis kurz nach 3 funktioniert alles perfekt. Ich arbeite super, bin ausgeglichen und alles ist prima... Dann ab den Morgenstunden gehts steil bergab... meine Laune wird düsterer und ich im Herzen nervöser... Obwohl vor meiner Haustüre nichts anderes passiert und ich nicht unbedingt auf die Uhr schaue, so entwickelt sich meine Laune in Richtung der Morgenstunde immer weiter nach unten.
      Auch sinkt meine Leistung. Unheimlich finde ich übrings nicht Mitternacht, sondern alles ab 4.
      Ich nehme da auch meisten mehr Geräusche und paar Sachen war, als wie zur Mitternachtsstunde.
      Danke für all die neuen Antworten.

      Hm, ich habe dein Eindruck, alle "Nacheulen" mögen die "Nachmitternachtstunden" und die Lerchen, die frühen Morgenstunden. Wenn dem so ist, scheint die Sache ja eher eine Bio-Rhythmus-Geschichte zu sein oder sonst etwas was von innen kommt, statt von äußeren Faktoren wie Storl und die Zen-Leute behaupten.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Post was edited 1 time, last by “Umo” ().

      hm..mal sehen ob meine Antwort in deine Theorie passt:

      Ich bin zwar eine Nachteule, aber so ab 3 Uhr wird es mir zu dunkel..das geht dann so bis halb 5-5..dann komm ich wieder in die Gänge, brauche aber durch gewisse Umstände lange, eh ich in die Gänge komme und bin daher nun ein Morgenschlaf"sack"...früher war ich eine früh morgens wache und und lebendige Person..

      Und ja ab 3 wird es mir auch schon mal zu unheimlich...da wird mir die nacht zu lebendig.
      Ich bin was ich war
      ich war was ich werde
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      https://daspuppenkontor.wordpress.com/
      Nachteule, definitiv, wobei ich mich den obigen Gründen nur anschließen kann. Ich mag die "Stimmung" im weitesten Sinne, aber selbst wenn ich einmal totalen Freilauf habe kann ich mit Morgenstunden wenig anfangen.

      Die Studien, die ich dazu kenne bezogen sich da auch nur auf genetisch bedingte Stoffwechselerscheinungen.
      Ludlul bel nemeqi - Ich will preisen den Herrn der Weisheit