what about Archetyp

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      what about Archetyp

      Inspiriert von der Jedidiskussion und dem lustigen Umstand meiner Vorstellung, wie wohl eine Partie Schach mit den sogenannten Archetypen aussehen würde, kam mir eine grundsätzliche Frage auf.
      Was sind sie denn nun, sie begegnen uns in diversen Abhandlungen und Wissenssträngen. Das spirituelle Denken bedient sich ihrer, kulturhistorisch finden sie Erwähnung, ein klassisches Tarotdeck ohne sie wohl undenkbar, in der Hermetik und der Alchemie gibt es ihrer gleich mehrfach und noch mehr an Zuordnungen und energetischen Klassifizierungen, die Psychologie mag sie als Muster in der Mediation und in vielen Glaubensbildern, Religionen e.t.c. scheinen sie einen vermeintlich festen Platz zu haben. Da sind sie, wie aufgestellt und zu bestaunen in einer riesigen Halle der Mächtigen, machtvoll Anmutenden, ursprünglichen Gesichter, nur das es ihrer wohl vielleicht soviele gibt und die Menschheit selbst ihre Geschichte geschrieben zu haben scheint, oder vielleicht auch nicht? Einige von ihnen werden gebetsmühlenartig erwähnt andere vielleicht nicht. Wer von ihnen ist be-erkannt, wer wurde vergessen - alles eine Frage des eigenen Bezugsrahmens oder einer Sozialisation bis hin zu einem Postulat kollektiven Bewusstseins. :)
      Archtetypen als allgemeingültiges Erklärungsmuster? Da stell` ich mir gleich die Frage, wer sie die? Gibt es die überhaupt? Wie und woran hängen ihre Eigen-Schaften und ist im Verlaufe der "Äonen" wenigstens eine Partie Schach gespielt worden? Sind wir bei dem Thema schon bei Göttern?
      Ich weiss, so viele Fragen auf einmal sind zuviel, sucht euch was aus umd vielleicht hat der eine oder andere ja noch weitere Fragen:D

      Gruss
      Die umfassendste Antwort auf diese Frage hat Varda Hasselmann in den "Archetypen der Seele" gegeben. Sie führt alles (und zwar wirklich alles, was wir sehen, hören, fühlen oder schmecken können) auf 7 Grundenergien zurück.

      Die Grundprinzipien sind:
      => Unterstützung, Dienst, Heilung
      => Idee, Gestaltung, Kreativität
      => Umsetzung, Tatkraft
      => Struktur, Lehre
      => Rat, Vermittlung
      => Trost, Hoffnung
      => Verantwortung, Dominanz, Führung

      Diese Grundprinzipien kann man auch durch Archetypen im Jung'schen Sinne darstellen. Sie nennt die 7 Repräsentanten der Grundenergien Heiler, Künstler/Gaukler, Krieger, Gelhrter, Weiser/Berater, Priester und König. Alle weiteren archetypischen Figuren betrachtet sie als Mischformen mehrerer Energien (z.B. der Mönch als Mischung aus Priester und Gelehrter).

      Das Modell ist deshalb so umfassend, weil ihm Energie-Schwingungen zu Grunde liegen. Diese energetischen Grundmuster kann man durch menschliche Repräsentanten, aber auch durch Musikstücke, Edelsteine, Pflanzen usw. darstellen. Man kann sie kombinieren und zur Erklärung komplexer Persönlichkeitsmodelle nutzen.

      Archetypische Bänder - wie mein spiritueller Lehrer sie beschreibt - stelle ich mir vor wie beim Brettchenweben. Durch systematisches Kombinieren verschiedenartiger Fäden kommt ein einzigartiges Muster heraus. Aus sieben Grundfarben kann man schon eine Menge verschiedenfarbiger Bänder herstellen!

      Archetypen sind mein bevorzugtes Vortragsthema. Ich könnte stundenlang darüber schwadronieren. Darum bremse ich jetzt, um hier nicht alles vollzuschwafeln.
      Hi Solveig,

      und just that, (nämlich Dich und Deine Vorträge) war eben der erste wirkliche(wirksame) Berührungspunkt den ich hatte, mit Archetypen.

      Jetzt meine Frage: wenn ich immer die gleichen Grundmuster habe kann ich doch immer nur das gleiche Rollenspiel spielen. Bin ich nicht das eine bin ich eben das andere und es ! gäbe ! kein Entrinnen.

      Da Du mich und meine Grundmuster kennst kannst Du Dir evt mein Grauen vorstellen das mich bei diesem ( uff ) etwas neueren Gedanken ereilt.

      Bänder! genau das Gleiche ich schnuddel mein Band ja schon bemerkenswert lange in zum Teil flacher werdenden Kurven runter bis an den Punkt an den ich wieder von vorn anfange (so fühlt es sich an). Um dann nachdem ich glaubte Wunner Weiss Was geändert zu haben feststelle, dass es wieder das gleiche Miststück ist in dem ich meine Rolle schon fast ohne Bewusstsein spiel ( jetzt ist mir richtig übelürks).

      Mein Archie nervt!

      liebe grüsse, nee fee
      >nunNUN(°>
      Ja und die nächste Frage, die mich zu den Archetypen beschäftigt ist folgende:

      Sind das Prinzipien die gefunden worden sind oder sind das Prinzipien die erfunden worden sind.

      Wenn dies nur zu dem Zweck erfunden wurden um bestimmte vorhandene Muster zu erklären(weil es nämlich sonst keine schlüssige Erklärung gäbe für Un/ bestimmtes Verhalten in Un/ bestimmten Situationen von Un/ bestimmten Personen,- für Seelenklempner "böses Grinsen" ) dann pfeif ich drauf und zwar just in jenem Tongefüge das mich seit zwei Tagen als Ohrwurm begleitet von den Brücken von Star Trek!

      also müsste man nun einer etwas widerspenstigen fee erklären worin der (tiefe) Sinn der Katalogisierung liegt.

      einer fee die nix so sehr scheut wie Kisten Kasten und Sortiersyteme und diese einerseits Zwar hoechstinteressant findet so rein theoretisch aber absolut keine Böcke hat in einem solchen Sortiersystem eingekastelt zu werden. ( aus Prinzip! hihihihi Archie lässt grüssen...)

      Aus meiner Geister Ecke kommt eben sowas wie müdes abwinken. ( im tiefen Bass dann Bemerkungen, die ich lieber nicht zitiere)

      Aber weil ich ja auch eine smoothe lernbegierige fee bin, kann ich mir vorstellen, dass unter Umständen ganz nett sein kann ein bestimmtes archetypisches Verhalten sofort zu erkennen / so ein bisschen in Richtung Kontrollwahnmässig weil manchen Menschen einfach wohler ist, wenn sie meinen ! sie könnten Situationen / und Menschen kontrollieren.

      winks fee
      >nunNUN(°>
      Jetzt meine Frage: wenn ich immer die gleichen Grundmuster habe kann ich doch immer nur das gleiche Rollenspiel spielen. Bin ich nicht das eine bin ich eben das andere und es ! gäbe ! kein Entrinnen. 

      Jepp, so isses. Du gehörst der Spezies Homo sapiens aus der Ordnung der Primaten an, ich übrigens auch und alle, die hier posten (letzteres ist nicht bewiesen, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anzunehmen). Das ist ein unentrinnbar festgelegtes Muster, beginnt durch die Geburt,endet mit dem Tod.
      Komisch, solange es um's rein biologische geht, scheint das Muster unstrittig.

      "Archetypen" oder archetypische Muster sind der Versuch, die Erfahrungen und kulturell-psychologischen Verhaltens- und Erlebensmuster, die allen Menschen gemeinsam sind, herauszufinden und zu beschreiben. Grundmuster eben. So verstehe ich das.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Philip Meinhold
      Bei mir entsteht der Eindruck, dass wir hier gerade Allerley kunterbunt durcheinander werfen:

      * destruktive Verhaltensmuster aus der Psychologie - also Gewohnheiten und Prägungen, die eine Person dazu veranlassen, die gleiche Nummer immer wieder abzuspielen, mit dem gleichen katastrophalen Ergebnis wie beim letzten Mal (Erfahrung ist, wenn ich einen Fehler wiedererkenne).

      * archetypische Grundmuster, die auf energetischen Phänomenen basieren und damit sozusagen die "Bausteine des menschlichen Seins" beschreiben.

      Archetypen wurden nicht erfunden, sondern gefunden. Jung hat sie auf der Grundlage empirischer Recherchen beschrieben. Varda Hasselmanns Quelle hat das Beobachtbare mit seiner energetischen Basis verbunden.

      Ein faszinierender Gedanke: 4 Basenpaare der DNS reichen aus, um den Variantenreichtum der vorhandenen Lebensformen zu gestalten. Sieben Grundenergien reichen aus, um durch ihre Kombinationsmöglichkeiten der Form entsprechend vielgestaltigen Ausdruck zu verleihen.

      Von daher sehe ich das Archetypen-Modell keineswegs als einengend und vorbestimmend. Es gibt so viele Kombinations- und Wahlmöglichkeiten, wie es Menschen gibt, die sie ausloten wollen.

      Und: ja, wir brauchen neue Mythen, im Sinne von de.wikipedia.org/wiki/Mythos: >Ein Mythos (...) ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, mit der Menschen und Kulturen ihr Welt- und Selbstverständnis zum Ausdruck bringen. Das Ensemble aller Mythen eines Volkes, einer Kultur, einer Religion wird als Mythologie bezeichnet.<

      Unser Selbstverständnis als monetär getriebene Kreaturen, die Dinge tun, bloß weil sie machbar sind, gehört auf den Prüfstand. Neue Mythen könnten bedeuten, in unserer Kultur einem nachhaltigeren, liebevollerem Selbstverständnis zum Durchbruch zu verhelfen. Dazu sagte ich uneingeschränkt "ja".

      Neue Archetypen brauchen wir nicht. Auch die Archetypischen Bänder sind so vielfältig auszugestalten, dass sie für jede Zeit und jede Kultur passen. Nach meinem Verständnis sind sie >das Register der Akascha-Chronik<, das Ordnungsschema für alle Geschichten, die jemals erzählt wurden.

      Aus diesem Archiv können wir uns die für unsere Weiterentwicklung passenden Archetypen oder archetypischen Bänder heraussuchen, sie in neue Mythen kleiden und auf diesem Weg unsere Selbstverständnis weiterentwickeln.
      Archetypen gehören nach meiner Meinung zu den Persönlichkeitsmodellen, von denen es einige in der Psychologie gibt. Diese Persönlichkeitsmodelle können äusserst hilfreich sein: und zwar sowohl im Verständnis für die eigene Person und seine Mitmenschen, als dann auch in der Konsequenz in der Kommunikation.
      Früher bin ich davon ausgegangen, dass alle Menschen ähnlich wie ich ticken. Das führte dazu, dass ich manchmal das Verhalten meiner Mitmenschen nicht verstand.
      Durch die Persönlichkeitsmodelle bekomme ich Informationen darüber worauf mein Gegenüber Wert legt, welche Umgebung er braucht um sich wohlzufühlen und kann ihn besser annehmen.
      Und ich weiss wo meine Stärken liegen und wo ich nicht anzufangen brauch mich mit anderen zu messen.
      Mal ein Beispiel aus unserer schönen Autowelt: ein Sportwagen braucht z.B. erst gar nicht anzufangen, sich mit einem Four Wheel Drive im Gelände ein Rennen zu liefern.

      blacksmith schrieb:

      Archetypen gehören nach meiner Meinung zu den Persönlichkeitsmodellen, von denen es einige in der Psychologie gibt.


      Auf was beziehst du dich? In kenne keine psychologische Schule, in der Archetypen Persönlichkeitsmodelle wären.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!

      Wetterleuchten schrieb:

      Archetypen und archetypische Situationen sind, meine ich, Grundmuster, die in der ein oder anderen Form im Leben halt vorkommen


      Der Definition nach, die Solveig dankenswerterweise nochmal in den Archetypenthread gestellt hat, nicht.(vllt im jungschenSinne?)

      Entweder ich versteh sie falsch oder ich les im falschen fred. Welche Definition?


      oh oh oh, jetzt ...also ich versuch das nochmal zu verklären was ich bis jetzt verstanden zu haben glaube, Archetypen sind Prinzipien ( also nach V.Hasselmann gibt es sieben / nach C.G Jung der die wohl anders gefunden hat
      ( oder halt ? auch nicht? das weiss ich ja eben noch nicht so genau!)
      nach V. Hasselmann sind das " Energiemuster" nach C.G. Jung ( der die als Grundlage nahm um seine Form der Psychoanalyse zu erstellen, die sich im Gegensatz zur Freudschen befinden soll! )

      (daran erinnere ich mich, dass ich vor Urzeiten mal in einem Buch die Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen Freudiannern und Jungianern gelesen habe... (als Jugendliche so zwischen 13 und na 17 oder so?))

      sind es? hat er das irgendwann Bilder genannt?

      Aber eben aus dem kollektiven Unbewussten aller Menschen und zwar der die leben und der die gelebt haben. Deswegen sind es keine Verhaltensmuster sondern ja bitte was? Grundmuster archetypische Grundmusster / Prinzipien

      okee, da ich mich mal ausführlicher mit Anima und Animus beschäftigt habe (nur sehr laienhaft...weil mir die Anima eingefroren ist auch nur ein Bild gewesen, aber eines aus der Anderswelt)

      Anima ist das *Bild* der Frau wie sie zu allen Zeiten in allen Kulturen und bei allen Menschen erfahren worden ist und wird... und normalerweise dem Menschen nicht bewusst...
      Animus ist das *Bild* des Mannes wie er zu allen Zeiten in allen Kulturen und bei allen Menschen erfahren worden ist und wird
      und normalerweise dem Menschen nicht bewusst...

      Solange diese beiden fit sind und gut zusammen arbeiten ist Mensch egal ob männlich oder weiblich recht robust und gesund... ( Fit sind = wenn die Bilder !! komplett sind alles was je weiblich war und ist,-
      wenn dem Bild des Animus ein Teil fehlt dann hakt es,- oder wenn ein es Ungleichgewicht gibt indem ein Prinzip stärker gelebt wird als das andere KANN das zu Spannungen führen ( und das ist dann verhalte ich mich anders komisch nicht wie ? Man sich verhalten würde ... usw.)

      Ja und das ist eben der Punkt an dem sich jetzt mein innerer Zweifler meldet und sagt Sch*** auf die Bilder die helfen, wenn überhaupt nur jemand der eben wissen will wenn er sie es da vor sich hat...also zum Beispiel einem Therapeuten, der einen Ansatz sucht um seinem Klienten aus einer misslichen Lage zu helfen.

      Jung hat seine Archetypen wohl nicht gegoogelt...(soll ein witz sein) auch nicht gechannelt sondern durch ( aha jetzt kommt das!) "Beobachtung" gefunden...( der geneigte Physiker kriegt beim Wort beobachten wahrscheinlich heisse Ohren...denn was tun Dinge,- wenn sie beobachtet werden?)

      so und nun weiss ich immer noch zu wenig (von Jung etc.),- weil ich habe glaub noch nicht mal seine Biografie im Kopf und ich weiss noch weniger über die Archetypen und deswegen geh ich mich erstmal in aller Ruhe bisschen schlauer machen...seufz*

      <3 lich die fee

      PS: zur Vollständigkeit jeder der Tarotkarten hat,- hat auch noch mal eine Variation von sog. Archetypen im Kopf, die jeder der Karten gemacht hat gleich mit ins Päckchen gebeamt hat...ganz zu schweigen von den Anhängern des Enneagrammes... :S Ahira hat Recht es ist ein richtiger Kladderadatsch.
      >nunNUN(°>
      Ich habe in verschiedenen Workshops den MBTI (Myers Briggs Type Indicator), das Process Communication Modell (PCM) und auch das Gallup Strength Modell kennengelernt. Informationen über die Modelle lassen sich leicht googeln.
      Das Archetypen Modell der Varda Hasselmann würde ich auch unter den obigen Modellen einordnen.
      Wie gesagt, es sind Modelle. Und Modelle sind nicht das, auf was sie sich beziehen, sondern sie beschreiben es und das auch in unterschiedlicher Tiefe.