Star Wars Thread (ausgekoppelt)

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      Star Wars Thread (ausgekoppelt)

      StarFire wrote:

      Dieses Star Wars Dingens ist diese typische amerikanische "Gut/Böse", "Licht/Dunkel"-Polarisierung. Holzschnittartiges schwarz-weiß Denken der übelsten Sorte.


      Protest!!!! Du machst uns unseren Sternenkrieg bitte nicht madig.
      Ich bin bekennender Starwars-Fan und lasse über Meister Yoda nix kommen!

      Ich finde, da stecken trotz aller Vereinfachung ziemlich viele Wahrheiten drinnen. Zum Beispiel, dass sie Licht und Dunkel ausbalancieren wollen, indem sie noch mehr Licht hineinbringen. Das ist ein m.E. typischer Denkfehler, der dann auch (arche)typisch nach hinten losgeht. Wie die Lichties: die wollen auch immer "die Dunkelheit besiegen". Dann habe ich aber keine Kontraste mehr, und der Reiz des Spiels geht verloren. Die polare Welt ist m.E. per se ein "Kontrast-Programm".
      *hrhrhr*

      Ich finde Märchen, auch Zukunftsmärchen, sehr unterhaltsam. Aber man sollte sich immer bewusst sein, daß sie stark simplifizieren und damit auch manipulieren. Man fühlt sich dazu angespornt, "zu den Guten" gehören zu wollen. Aber wir kennen das ja ... "gut gemeint" ist meist das Gegenteil von "gut gemacht". In manchen Ländern ist "Jedi" sogar als Religion anerkannt. de.wikipedia.org/wiki/Jediismus

      Die Wahrheiten, die Du in der Saga erkennst sind da vielleicht impliziert, aber so weit denken viele Leute gar nicht. Die sind viel simpler aufgestellt. Ich erinnere mich an die Verfilmung von Starship Troopers, das eine stark überzogene Darstellung einer militaristischen Gesellschaft und eine sarkastisch-zynisch-militärische Note hatte. Das haben aber viele der Leute, die den Film gesehen haben, gar nicht mitbekommen. Die fanden die Gesellschaft, so wie sie dargestellt war, sogar gut.

      Auch die StarTrek Filme sind so "gut" mit ihrer "obersten Direktive" und diversen anderen moralischen Ansprüchen. Aber die StarTrek-Gesellschaft ist militaristisch und ziemlich sozialistisch, was durch die ganze Action in den Filmen immer völlig verdeckt wird. Aber jetzt bin ich völlig Off-Topic. Das können wir woanders fortführen ;)
      Handle, ehe es da ist | Lenk es ehe es wirr wird | Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen | um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur | und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.

      StarFire wrote:

      Ich finde Märchen, auch Zukunftsmärchen, sehr unterhaltsam. Aber man sollte sich immer bewusst sein, daß sie stark simplifizieren und damit auch manipulieren.


      Das ist ein zweifellos zutreffender Aspekt.
      Im Zuge des Schreibens meiner eigenen Geschichte habe ich allerdings "gelernt", dass es archetypische Bänder gibt - überdauernde Logiken, denen solche Gechichten folgen. Sobald Du die Logik des Bandes verläßt, merkt der Leser das und ist verstimmt. Ich mußte einige Male zurückrudern, um wieder in die Bandbreite zurückzukehren.

      Geschichten, die das Leben schrieb, folgen eben nicht diesen archetypischen Bändern. Da verhält sich einer auch mal "unlogisch", hat Brüche in seinen Reaktionen, die durch Erfahrung, Prägung, Launen etc. hervorgerufen werden. Eine Biografie darf das abbilden, ein archetypisches Märchen hingegen nicht.

      Da Star Wars ein archetypisches Märchen ist, müssen seine Protagonisten dem vorgezeichneten Band folgen. Und das tun sie - mit der Konsequenz, eindimensional zu wirken. Wären sie anders, würden wir sie vielleicht als realistischer empfinden, aber einklinken könnten wir uns nicht so leicht. Außerdem: wer will schon realistische Märchen sehen?

      Das mit den Archtypischen Bändern ist eine spannende Gechichte. Ich weiß nicht, ob ich das einigermaßen verständlich rübergebracht habe? Werde noch einmal darüber nachgrübeln...
      Was mich bei Star Wars sehr fasziniert, ist eben dise offenkundige Spielerei mit dem Begriff Angst.
      Jedis gehören z.B. zu denjenigen die die Angst überwunden haben.
      Und ausgerechnet im Ursprungsland von Star Wars wird inzwischen sehr intensiv mit Hilfe der Angst manipuliert. Wer steht jetzt auf der dunklen Seite?

      blacksmith wrote:

      Was mich bei Star Wars sehr fasziniert, ist eben dise offenkundige Spielerei mit dem Begriff Angst.
      Jedis gehören z.B. zu denjenigen die die Angst überwunden haben.


      Haben sie das? Haben sie nicht vielmehr gelernt ihre "dunklen" Gefühle derart zu unterdrücken dass sie sie nicht mehr fühlen?

      So jung wie die Adepten sind wenn sie in die Ausbildung kommen da sind sie noch so beeinflussbar. Sie lernen ja gar nicht diese Gefühle kennen, nur sie nicht zu fühlen. Der gute Jedi bleibt emotionslos in diesem Bereich, der schlechte behält seine Gefühle und geht zur dunklen Seite der Macht wie Ani um die zu retten die er liebt. (Aber ich nehm an von Liebe verstehen die Jedi auch nicht so wirklich viel. Ich würde Universen auslöschen um den zu schützen den ich liebe. Ani bekommt da schon für wesentlich weniger auf's Ohr ;) )

      Aber was versteht schon eine Wölfin davon? Ich glaub, ich geh lieber wieder den Todesstern weiterbauen (Ingenieurstechnisch recht interessantes Ding. *ggg*)

      Möge der Saft mit euch sein. ;)

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Wer sagt eigentlich, dass die Jedis keine Angst kennen? :panik: :schock:

      Im Gegentum, liebe Mitleser.

      Bitte denkt an die Szene, wo Luke im zweiten Teil der ersten Trilogie auf Dagobah in die Höhle am schwarzen Baum muss...Wo Yoda sagt "Diese da Du nicht brauchst" und auf seine Waffen zeigt, die Luke unbedingt und auf jeden Fall in diese Höhle mit reinnehmen will?

      Wen trifft er denn da?

      Seine Urangst. Vader.

      Nein, die Jedi kennen ihre Ängste.

      Sie gehen aber darüber hinaus, indem sie sie entlarven, ihnen (den Ängsten) die Larve durch das "Anschauen" bzw. sich der Angst stellen - nicht durch den Einsatz von Gewalt - wie es Anakin versucht hat - somit die Maske schließlich abnehmen, somit hinter die Angst schauen - die Ursachen sehen - und sich dann abwenden und sagen

      "Du keine Macht mehr hast über mich" (mal frei nach Yoda formuliert)


      Was Anakin gemacht hat, war nicht sich seiner Erzangst : Verlust durch was-auch-immer zu stellen. Er hat Gewalt angewandt um der Angst Einhalt zu gebieten, Er hat Gewalt angewandt weil er meinte, er müsse Padme retten vor dem Tod. Das geht ja nicht. Man kann keinen vor dem Tod retten. Sie kommt zu uns allen..die Schnitterin. Ist halt nur die Frage, wann und wie sie kommt. DAS sie kommt ist gewiss.

      Das ist genau das, wovor Anakin weggelaufen ist.



      ..wieder in die Dunkelheit und Stille der Universen verschwindet

      Morag :pers6:
      Ich bin was ich war
      ich war was ich werde
      ich werde was ich bin

      https://daspuppenkontor.wordpress.com/

      Post was edited 1 time, last by “Morag” ().

      Alvara wrote:

      Wat sind denn nu archetypische Bänder, Solveig?


      Ich fand es schwierig, das zu erklären. Deshalb habe ich meinen spirituellen Begleiter gebeten, es für mich zu tun. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Muße für eine ausführliche Unterhaltung hatte. Hier seine Antwort:

      Archetypische Bänder sind Verläufe, die allen Menschen gemeinsam sind. In diesen Bändern stehen verschiedene Geschichten geschrieben. Genau genommen ist die gesamte Geschichte der Menschheit, alle Geschichten die erzählt werden können, alles was die Menschheit hervorbringt, was sie erlebt, in archetypischen Bändern niedergelegt.

      Archetypische Bänder durchziehen das Energie-Gewebe der Welt, in der ihr lebt. Sie bestimmen euer Sein, euer Wesen und was euch an Handlungsoptionen zur Verfügung steht.
      Als lebendige Menschen greift ihr euch aus einem Band, was ihr für den jeweiligen Moment bzw. die gewünschte Erfahrung gerade braucht. Ihr könnt keine Verhaltensweisen zeigen, die nicht irgendwo in archetypischen Bändern gespeichert sind, doch ihr habt eine große Palette von Bändern zur Auswahl. Daraus bezieht ihr die Vielseitigkeit des Reaktions-Spektrums, das euch in einer einzigen winzigen Situation zur Verfügung steht. Die Auswahl, die ihr trefft, gestaltet die Buntheit eures Lebens.

      Wenn ihr Geschichten oder Märchen erzählt, dann ist es wichtig, dass ihr einem archetypischen Band ganz konsequent folgt. Euer Unbewusstes erkennt die archetypischen Bänder wieder und merkt sofort jeden Bruch in einer Erzählung. Wenn ihr z.B. auf einem Band beginnt und die Erzählung auf einem anderen Band fortsetzt, sagt euer Unbewusstes: >das passt nicht, das fühlt sich nicht stimmig an<. Es weiß genau, was stimmig wäre und wie das Band aussieht.

      Durch eure Märchen gebt ihr den archetypischen Bändern durch Worte Gestalt. Ihr beschreibt, was in einem Band enthalten ist. Dabei kann dieselbe Geschichte auf vielerlei Arten erzählt werden, hinterlegt mit unterschiedlichen Charakteren und variablem sozio-kulturellem Hintergrund. Das spielt keine Rolle. Jedoch die archetypische Geschichte des jugendlichen Helden, der hinauszieht, um zu reifen und die Welt zu retten, wird immer den gleichen Verlauf nehmen und ähnliche Botschaften transportieren.

      Deshalb ist es wichtig, dass Märchen wie der „Krieg der Sterne“ einem archetypischen Band konsequent folgen. Es werden hier Informationen zum Verständnis des Welten-Gefüges, des Verhältnisses von Gut und Böse, des Wesens von Konflikten dargestellt. Die archetypischen Verhaltensweisen der Protagonisten erleichtern das Verständnis. Es wäre nicht sinnvoll, wenn plötzlich im Verhalten von Luke Skywalker Grautöne auftauchen. Sie ließen sein Persönlichkeitsbild zwar „realistischer“ erscheinen, würden jedoch die Wirkung der Geschichte zerstören.

      Im wirklichen Leben könnte Luke sich differenziert und kontrovers verhalten, weil er ja verschiedene Bänder zur Verfügung hat. In der Geschichte darf er das nicht, denn hier verkörpert er den >reinen Archetypen< des lichtvollen Helden, der an seinen Aufgaben wächst. Deshalb kann er sich nur so und nicht anders verhalten.

      Der Film wird seiner Aufgabe, ein archetypisches Märchen zu erzählen, gerecht. Die Filmemacher stellen euch ein reines Band zur Verfügung, mit dem ihr euch identifizieren und in das ihr euch einklinken könnt. Die Handlung löst den erwähnten Wiedererkennungeffekt aus. Die große Beliebtheit deutet darauf hin, dass die Aufgabe gut gelöst wurde.

      Filme, die eine so breite Resonanz in der Öffentlichkeit erzielen, enthalten oft Botschaften der geistigen Welt. Sie machen euch Optionen bewusst, die eure Gesellschaft im Moment gerade nicht sieht, aber dringend brauchen würde. Sie deuten auf Handlungsbedarf hin. So steckt in beliebten Filmen mitunter viel spirituelle Weisheit, die euch über vertraute Kanäle vermittelt wird. Sie erreichen eine große Zahl von Zuhörern und bewegen etwas in deren Köpfen. Damit sind sie um ein vielfaches wirksamer als ein einzelner im Hinterzimmer gechannelter Weckruf.
      wozu mir einfällt, dass eben Joseph Campell (der am Erstellen der Star Wars Geschichten beteiligt war) am Ende des "Heros in tausend Gestalten* einem seiner Bücher erklärt, dass für diese unsere Zeit neue Mythen entwickelt werden müssen ( also seiner Meinung nach, ob ich mich nahtlos dieser Meinung anschliesse weiss ich noch nicht *g*)

      Ob damit auch die alten Archetypen ausgedient haben? wäre die Frage, denn offensichtlich stört "mein Empfinden" das anachronistische Verhalten der Star Wars Figuren ENORM! D.h ich lese solche Bücher nicht mehr und vermeide solche Filme gebe mich nicht mehr den Medien hin weil es mich schlicht langweilt.

      ( immer diese immer gleichen Muster bringen immer die gleichen Ergebnisse )


      lg fee
      >nunNUN(°>