Star Wars Thread (ausgekoppelt)

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      Archetypen und archetypische Situationen sind, meine ich, Grundmuster, die in der ein oder anderen Form im Leben halt vorkommen



      Der Definition nach, die Solveig dankenswerterweise nochmal in den Archetypenthread gestellt hat, nicht.(vllt im jungschenSinne?)

      Entweder ich versteh sie falsch oder ich les im falschen fred. Welche Definition?
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Philip Meinhold

      Wetterleuchten schrieb:


      Entweder ich versteh sie falsch oder ich les im falschen fred. Welche Definition?


      Fee bezieht sich auf den Thread what about Archetyp, in dem Solveig auf das Buch von Varda Hasselmann "Archetypen der Seele" eingeht. Dessen Theorie stammt wohl von einem gechannelten Wesen, wenn ich die Inhaltsangabe richtig gelesen habe.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!
      Ah jetzt. Du meintest mit Definition dieses Hasselmann-Konzept. Das war mir bis heute völlig unbekannt.
      J. Campbell bezieht sich meines Wissens auf das psychoanalytische Konzept C. G. Jungs. und präzise gesagt auf den "Held", das er weiter entwickelt, z. B. in 'Der Heldenreise". Was im Prinzip wieder in verschiedenen Weiterentwicklungen/Konzepten anderer Psychologen oder Pädagogen Eingang in Psychotherapie und Pädagogik gefunden hat. Allerdings eben auf der Basis methodischer Forschung und Beobachtung. So jedenfalls mein Eindruck nachdem ich mich mit dem Thema nun nicht besonders intensiv, aber immer mal wieder beschäftige.
      Während Hasselmanns System wohl aus einer ominösen "die Quelle" stammt, für Leute wie mich also überhaupt nicht nachvollziehbar ist.

      Wenn hingegen im Zusammenhang mit Film, Literatur (einschließlich Mythen oder Märchen) öder Bühnenstück von Archetypen oder archetypischen Mustern die Rede ist, geschieht das nach meinem Kenntnisstand im Wesentlichen unter Bezug auf die Konzepte nach Jung oder Campbell. Der Blogg, den Umo ein paar Beiträge weiter vorne verlinkte, ist ein gutes Beispiel dafür.

      Nur mal so als Versuch der Klärung, was im Allgemeinen gemeint ist, wenn von Archetypen, modernen Mythen und Kino, speziell gerade bei Starwars auch noch, an dem Campbell ja beratend beteiligt war, die Rede ist.
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Philip Meinhold
      ja, wobei Campell den Mythos vertritt und nicht direkt von Archetypen erzählt.
      Bei seiner Beratung hat er vermutlich darauf geachtet, dass das was Solveig archetypische Bänder nennt und ich vllt systemische Handlungstränge nennen würde, kontinuierlich von Anfang bis Ende durchgezogen wird. Auf dass eine Handlung entsteht die einem Myhtos gleicht. (mit Wiedererkennungswerten)
      Wie ich jetzt auf die Systemik komme? In Ordnungen der Liebe erzählt B. Hellinger ungeheuer viele Familiengeschichten,- und es gibt einige Abschnitte die erinnern schon stark an das Geschehen, das im Film erzählt wird.

      Na das *moderner Mythos* ist Star Wars mMn. nur was das Medium Kino angeht, Star Wars ist ganz schrecklich uralter Mythos mein ich, weswegen der manche Menschen auch so thierisch nervt.
      Wieso Yoda so eine seltsame Sprachführung hat weiss wohl niemand aus dem Lamenge ? ist das auf English genauso?

      gucken geht, fee

      ps/1: naja wenn ich mich auf eine andere Sorte Archtypen als die Jungschen beziehe sag ich s dann,- denn wieso soll bitte die eine Sorte Gültigkeit besitzen und alles anderen Archentypen und Mustersysteme nun nicht?

      ps/2: "ominöse Quelle," also selbst bei aller Liebe,- sind die Jungschen Archetypen, die auf Grund von (nehmen wir mal zu seinen Gunsten an) viel Zeitaufwand und viel wissenschftlichem Beobachtungswillen aus dem kollektiven Unbewussten (heraufgezerrt) herausgehoben wurden ( wozu dann noch das kollektive Unbewusste zuerst mal gefunden werden musste als Fischgrund...)
      äh ja, also wie Fliegen fischen auf Esche war das nicht,- das war schon eher Schleppnetz...vllt änder ich meine Meinung wenn ich weiss wie und wo er gefischt hat.

      Ju, ich treffe grade meine Vorurteile gegenüber der Püschologie wieder.
      >nunNUN(°>
      Hi Fee,

      fee schrieb:

      ja, wobei Campell den Mythos vertritt und nicht direkt von Archetypen erzählt.

      Mag sein, aber er bezieht sich in seiner Arbeit auf das Jungsche System.

      Bei seiner Beratung hat er vermutlich darauf geachtet, dass das was Solveig archetypische Bänder nennt und ich vllt systemische Handlungstränge nennen würde, kontinuierlich von Anfang bis Ende durchgezogen wird. Auf dass eine Handlung entsteht die einem Myhtos gleicht. (mit Wiedererkennungswerten)

      Das weiß ich nicht, das müssen die beantworten, die sich mit der Thematik intensiver auseinandergesetzt haben.

      Wie ich jetzt auf die Systemik komme? In Ordnungen der Liebe erzählt B. Hellinger ungeheuer viele Familiengeschichten,- und es gibt einige Abschnitte die erinnern schon stark an das Geschehen, das im Film erzählt wird.

      Die Systemik ist doch auch eine psychologische Schule, die mehr oder weniger aus den Ansätzen der Tiefenpsychologie und der Idee, dass Menschen gemeinsame Grundmuster haben könnten, hervorging? Aber auch da hab ich ehrlich gesagt zu wenig Detailwissen. Ich bin ja schon froh, wenn ich die verschiedenen Ansätze und Assoziationen die hier zum Thema herum schwirren einigermaßen auseinader halten kann. Is nicht ganz leicht :sarcastic: ;)

      Na das *moderner Mythos* ist Star Wars mMn. nur was das Medium Kino angeht, Star Wars ist ganz schrecklich uralter Mythos mein ich, weswegen der manche Menschen auch so thierisch nervt.

      Meinst du jetzt im Sinne von altmodisch-patriarchalisch oder sonstwie altmodisch, archaisch oder inwiefern alt?
      alt im Sinne von historisch überliefert alt kann's nicht sein, weil Raumschiffe und Technikgedöns vorkommen. *klugscheiss*
      Verzeih die humoristische Einlage, aber es fällt mir schwer, hier den Durchblick zu behalten.

      Wieso Yoda so eine seltsame Sprachführung hat weiss wohl niemand aus dem Lamenge ? ist das auf English genauso?

      Ist glaub ich japanische Grammatik, weil Yoda den Archetyp des "weisen Alten/Meisters" in Gestalt eines "Zentyps" verkörpern soll. Oder einfach eine scherzhafte Homage an "Kung Fu" (remember David Carradine?) oder "Karate Kid" und Co.

      ps/1: naja wenn ich mich auf eine andere Sorte Archtypen als die Jungschen beziehe sag ich s dann,- denn wieso soll bitte die eine Sorte Gültigkeit besitzen und alles anderen Archentypen und Mustersysteme nun nicht?

      Danke ;).
      Das Prob ist halt, dass meiner Wahrnehmung nach die allermeisten, die sich _irgendwie_ kultur(wissenschaftlich) / im kulturell-gesellschaftlichen Zusammenhang mit dem Thema Film/Medien und Archetyp auseinandersetzen, das auf der Grundlage des Jungschen Systems oder darauf aufbauender Theorien tun.
      Deswegen muss das jetzt nicht "richtig" oder "wahr" [tm] sein, aber wenn verschiedene Leute von verschiedenen Ansätzen sprechen, ohne dass das den anderen Gesprächsteilnehmern bekannt/bewusst ist, kommt es eben zu Missverständnissen und aneinander vorbeireden.

      ps/2: "ominöse Quelle," also selbst bei aller Liebe,- sind die Jungschen Archetypen, die auf Grund von (nehmen wir mal zu seinen Gunsten an) viel Zeitaufwand und viel wissenschftlichem Beobachtungswillen aus dem kollektiven Unbewussten (heraufgezerrt) herausgehoben wurden ( wozu dann noch das kollektive Unbewusste zuerst mal gefunden werden musste als Fischgrund...)

      Also ich werd hier ganz bestimmt nicht den Jung verteidigen :mrgreen: Aber für mich macht es einen Unterschied, ob einer jede Menge allgemein zugängliche Quellen z.B. literarische wie aufgeschriebene Mythen oder Märchen sowie wenigstens dokumentierbare, wie Träume von Patienten, Klienten, auswertet, und darauf hin ein Konzept entwirft, das erweiterbar und bearbeitbar und diskussionsfähig ist oder ob jemand halt eine "geistige Quelle" konsultiert, die nur ihm oder ihr zugänglich erscheint.
      Das ist ja schon von der Methodik her ein himmelweiter Unterschied.

      P.S. in deiner letzten Aussage fehlt die eigentliche Aussage ("... sind die Jungschen Archetypen, die [...] aus dem kollektiven Unbewussten (heraufgezerrt) herausgehoben wurden, ...(hier passendes Verb nach Wunsch einsetzen?)...") Ja wat sinn se denn nu?
      Schatz fahr vorsichtig, hinter uns is Stau.

      "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Philip Meinhold
      P.S. in deiner letzten Aussage fehlt die eigentliche Aussage ("... sind die Jungschen Archetypen, die [...] aus dem kollektiven Unbewussten (heraufgezerrt) herausgehoben wurden, ...(hier passendes Verb nach Wunsch einsetzen?)...") Ja wat sinn se denn nu?


      nicht auf Aesche fliegengefischt sondern mit dem Schleppnetz gefangen *grins..ae
      (Erklärung: Fliegenfischen ist die Königsdisziplin bei der Angelei*-)))
      ganz unelegant aus dem auch erst (er)fundenen kollektiven Unbewussten rausgehebelt auf Deubel komm raus, das hatten die ollen Schamanen, die vor den Püschologen deren Job erledigt haben, ein bisschen besser drauf. ( Vor allem waren oder sind die unterhaltsamer...)

      Blacksmith hat übrigens noch mal ein paar passende ArchoPsychoEinsortierungssysteme im anderen Thread erwähnt, die mindestens die gleiche Relevanz haben wie das jungsche (und auch ungegoogelt sind)

      ja und gut, den Rest, der nicht direkt Star Wars betrifft werd ich dann mal im betreffenden Thread absondern.

      grüssles fee

      EDIT: Mist!!! Äschen sind Fische,- Eschen sind Bäumee... (poah ey ist ja grauslich)
      >nunNUN(°>

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „fee“ ()

      Meinst du jetzt im Sinne von altmodisch-patriarchalisch oder sonstwie altmodisch, archaisch oder inwiefern alt?
      alt im Sinne von historisch überliefert alt kann's nicht sein, weil Raumschiffe und Technikgedöns vorkommen. *klugscheiss*
      Verzeih die humoristische Einlage, aber es fällt mir schwer, hier den Durchblick zu behalten.


      alt, im Sinne von keinen Meter mehr von Nutzen um die komplexen globalen Probse in einem neuen Zusammenhang sehen zu lernen.

      Das ist eben nach der Lektüre des "Heros in tausend Gestalten" hängen geblieben. Dass diese Mythen, die vorhanden sind Stämme und Staaten und Gruppen orientiert sind und für die Bedürfnisse einer ganzen Erde nicht mehr ausreichen, die reichen eben nur bis an die Grenzen des eigenen Reiches, um es mal flapsig zu formulieren.

      juju liebe grüssle, fee
      >nunNUN(°>

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „fee“ ()

      Ist nicht Avatar ein "neuer Mythos"? Einer, der mit der viel-kritisierten "amerikanischen Sicht der Dinge" aufräumt? Plötzlich ist der Prototyp des amerikanischen Seals, der ohne zu zucken jeden Befehl ausführt, nicht mehr der anbetungswürdige Held. Da hat sich doch manch einer von uns die Augen gerieben, dass so was in Amerika überhaupt gedreht werden darf?
      Es gibt da so einige (mehr oder weniger scherzhafte) Vergleiche zu Pocahontas, die zeigen, dass die Idee nicht wirklich neu ist.

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      Sich um Befehle, Ränge, kulturelle Normen nicht kümmernde Antihelden sind auch nichts neues, sondern kommen in allen Erzählungen immer wieder mal vor (In Star Wars war Han Solo der "Outlaw"-Antiheld) oder sind sogar die Hauptpersonen: In den neueren Comicverfilmungen wären das z.B. Iron Man und die Guardians of the Galaxy.
      Philosophie = Liebe zur Weisheit. Nicht: Ich gebe die mir gefälligen Bruchstücke der Erkenntnisse antiker Philosophen in eigenen Worten wieder. Sapere aude!