Überzeugungen leben in der Geschäftswelt

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      Ich kenne auch das Gefühl einerseits Teil der Welt sein zu wollen, Anteil zu nehmen, Dinge bewegen zu wollen - und andererseits einfach Rückzug zu wollen, mich auf mich selbst auszurichten, nach Innen zu gehen.

      Umo hat Recht - es ist alles Teil desselben Stroms. Ob ich mich auf die äussere Welt ausrichte oder mich nach innen richte - es ist alles Teil desselben Stroms.

      Und dennoch ist es nicht irrelevant. Für mich liegt die Lösung im Wechsel. Ich halte mich an den Jahreskreis und das phasenweise Erleben von Innen und Aussen, Handeln und Nichthandeln, Welt und ich, Einatme und Ausatmen, Neumond und Vollmond ... Es gibt Momente, da strebe ich nach Stabilität und Momente da gehts um Innovation .... Ein jedes Ding hat seine Zeit ... Steht in der Bibel ... Stand vorher bestimmt schon anderswo geschrieben ....
      Ich bin großteils vom Rest der Welt abgeschottet. Ich mag die meisten Menschen einfach nicht.
      Ich bekomme großteils nur Unverständnis, Ignoranz und Anfeindungen. So gebe ich mich mit den wenigen Menschen ab, die ich mag und die mich auch mögen und der Rest ist mir egal. Ich setze mich zwar nach wie vor gegen Unrecht ein, aber ich interessiere mich nicht mehr dafür, was der 0815 Mensch denkt.
      Manchmal habe ich diese Gesellschaft nur noch satt. Ich versuche, trotz gewisser krankheitsbedingter sozialer Schwierigkeiten, nett und höflich zu den Menschen zu sein, ich versuche die Natur und die Tiere zu schützen, ich gebe alles was ich habe, aber dennoch fühle ich mich manchmal wie eine Idiotin, die allein gegen Windmühlen kämpft.
      Nothing is sacred.. only nature
      Ich bin eigentlich immer sehr gut damit gefahren meine Überzeugungen mit an meinen Arbeitsplatz zu nehmen. Auch wenn das sicher für einige Vorgesetzte das ein oder andere mal sehr unangenehm war. Unangenehm wird es meistens dann, wenn Vorgesetzte ihrerseits aus zb. Profelierungs- oder Profitgier ihre Überzeugungen bzw. Moralvorstellungen zu hause lasSen und wenn man ihnen genau das vor Augen führt. Man muss es ja nicht gleich auf die aggressive konfrontative Art machen. Viele Kollegen trauen sich dagegen leider überhaubt nicht ihren Mund aufzumachen und wenn sie sich dann trauen, stehen sie schon kurz vor der Explosion.... das sind keine guten Voraussetzungen für ein konstruktives Gespräch. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine ehrliche und direkte Art allgemein geschätzt wird..Manchmal auch erst im Nachhinein.... Wenn die eventuelle erste Wut des Chefs nach einer "Anmaßung" verflogen ist :D.
      Ich könnte mir nicht Vorstellen einen Job zu machen, den ich nicht mit meinen Überzeugungen vereinbaren kann, dass ginge für mich in Richtung Sklaverei. Natürlich gibt es immer Entscheidungen die der Betrieb trifft mit denen man nicht unbedingt einverstanden ist, aber solange ich das Gefühl habe ich kann etwas ändern und meine Meinung auch äußern... ist alles gut. Ansonsten würde ich mir was anderes Suchen. Im Zweifelsfall würde ich auch Hartz 4 in kauf nehmen. Es scheint mittlerweile doch einige Jobs zu geben mit denen man wesentlich größeren Gesellschaftlichen schaden anrichtet, als wenn man Hilfe vom Staat in Anspruch nimmt. (Das scheinen unsere Politiker aber leider noch nicht begriffen zu haben und man schützt zb. Oft
      eher die wirtschaftlichen Interessen als die der Verbraucher). Fakt ist niemand wird hier gezwungen solche Jobs anzunehmen!! Solange es Leute gibt die sich ausbeuten lassen, wird es auch Firmen geben die ausbeuten...
      Mal aus der anderen Sicht.
      Ich hatte ein Geschäft, einen Blumenladen. Mit meiner Frau und Personal.
      Wir haben geachtet auf gerechte Entlohnung, Pausen und so, haben unsere Leute auch mal nach Haus gefahren.
      Wer krank war, kein Thema, oder wer einfach mal zu viel gefeiert hat, na und, kommt vor.
      Lief echt gut.
      Kunden? Klar, mal eben die Einkäufe aus dem Supermarkt ins Auto, ab damit nach Haus.
      Waren also alle zufrieden.

      Leider war das Problem, dass wir gesundheitlich auf der Strecke blieben und nicht mal Geld gemacht haben.
      Nach sechs Jahren, die ich nicht missen möchte, geschlossen wegen: wir können nicht mehr.

      Und die Bilanz: wir waren immer ehrlich, haben unsere Überzeugung gelebt.
      Im Nachhinein, es bleiben so viele schöne Momente, dass die negativen Seiten verblassen.
      Ich habe bei meinem letzten Projekt das Glück gehabt, dass ich meine Spiritualität mit einfließen lassen konnte. Das war eine wirklich schöne Erfahrung.

      Allerdings dreht sich die Erdkugel weiter und deshalb muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich die nächste Zeit erst einmal auf Tauchstation gehen werde. Ich habe die Absicht ein ganzes Manuskript im Stück runterzuschreiben und sobald dies vollbracht ist, werde ich wieder auftauchen. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und lasst euch nicht von diesem Ding unterkriegen, dass man noch nicht einmal bloßen Augen sehen kann.
      Gnothi seauton ... und Du erkennst die Götter, und deinen Platz im Universum.