2 Bücher über die Ursprünge Israels

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      2 Bücher über die Ursprünge Israels

      Ich möchte euch folgende Bucher empfehlen, beide von Israel Finkelstein , dem bekanntesten Archäologen Israels:

      Das vergessene Königreich
      Israel und die verborgenen Usprünge der Bibel
      C .H.Beck 2014


      Keine Trompeten vor Jericho-
      Die archäologische Wahrheit über die Bibel

      Dtv 2004
      Von den Autoren Silberman und Finkelstein die "Keine Trompeten vor Jericho" geschrieben haben, gibt's auch das Buch "David und Salomo", das - wie ihr Erstling - sehr umstritten ist, aber ziemlich interessante, unterhaltsame und plausible Erklärungen liefert. Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten.

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      • David war einfach nur ein Räuber- und Söldnerhauptmann
      • Israel und Juda waren lange getrennte Reiche, die so gut wie immer Vasallenkönigreiche waren, die entweder unter ägyptischer oder assyrischer Oberhoheit standen. Selbständig waren die "Kinder Israels" so gut wie nie.
      • Salomo hat es nicht gegeben, aber es gab einen israelischen Vasallenkönig der Ägypter, dem die Geschichten zugeschrieben werden können.
      • Die Bibel ist teils Gesetzbuch, teils Genealogie, teils Chronik und ganz viel Propaganda. Allerdings unglaublich geschönt, redigiert und phantasievoll ausgeschmückt.
      • Israel war als Durchgangsland für Karawanenstraßen sehr wichtig und deshalb von großen Reichen immer umkämpft.
      • Bis etwa 300 v.u.Z. gab es zu jedem JHVH-Heiligtum immer eine Aschera-Stele. Erst dann wurde rigoros eine monotheistische Ein-Gott-Religion durchgesetzt und die weibliche Gottheit systematisch aus der Religion entfernt.
      Handle, ehe es da ist | Lenk es ehe es wirr wird | Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen | um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur | und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln.
      Ich habe das Buch gerade gelesen und finde es sehr erhellend.Und oft auch erheiternd. Wie war das noch mit "Märchen aus Tausendundeiner Nacht"? Ich denke mal, die Jungens haben den Nagel auf den Kopf getroffen.Sie stehen übrigens nicht allein mit ihrer Ansicht.

      Meine neue Lektüre ist dieses Buch:

      Shlomo Sand
      Die Erfindung des jüdischen Volkes
      Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand

      "Gibt es ein jüdisches Volk? Nein, sagt der israelische Historiker Shlomo Sand und stellt damit den Gründungsmythos Israels radikal in Frage. Vertreibung durch die Römer? Exodus? Rückkehr nach 2000 Jahren ins Land der Väter? Alles Erfindungen europäischer Zionisten im 19. Jahrhundert, schreibt Sand in seinem aufsehen erregenden Buch, das in Israel und Frankreich zum Bestseller wurde und heftige Kontroversen ausgelöst hat"

      Ich kann selbst noch nicht viel dazu sagen, weil ich erst auf Seite 60 bin und der Autor recht weit ausholt.