Wie geht Ihr mit dem Leid in dieser Welt um?

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      Wie geht Ihr mit dem Leid in dieser Welt um?

      Als ich gestern erfuhr, dass in Dänemark wegen Covid-19 nun alle Nerze getötet werden sollen, war es wieder wie ein Schlag in den Magen. Die grausamen Bilder der Nerzfarmen in Dänemark oder Pelztierfarmen in Europa in Allgemeinen... Das tut mir weh. Diese armen Seelen, zu Leid und Tod verdammt, tun mir unsagbar leid. Und ich kann nichts tun. Ich sah im Netz schon zu viel... lebendig enthäutete Tiere, Hunde die winselnd in chinesischen Kochtöpfen kochten, Stopfgänse, Stierkämpfe und andere Grausamkeiten. Es ist kaum zum aushalten.

      Es gibt Momente, da versuche ich all das zu verdrängen und hoffe auf Karma und Gerechtigkeit. Doch bisweilen möchte ich einfach nur diese grausame Welt verlassen und lieber sterben, als Teil dieses Kreislaufes aus Qual, Rücksichtslosigkeit und Skrupellosigkeit zu sein. Was mag nur in solchen Menschen vorgehen? Warum sind es so viele, die einfach ein Tier niederprügeln, ohne mit der Wimper zu zucken ganze Wälder abholzen und dann später feiern, leben und lachen können?

      Warum sind wir empathischen Menschen, welche auch die Seele in den Tieren und Pflanzen erkennen, viel zu wenige? Ich kann dieses Leid kaum ertragen, und gestern halfen mir nicht einmal Katzenvideos. Die Nacht über wälzte ich mich, hatte Schmerzen und dachte nur an die Qual, welche viele Wesen in dem Moment durchleben müssen.

      Wie geht ihr damit um? Und gibt es eine Möglichkeit mit dieser Verzweiflung, der Rücksichtslosikkeit und Grausamkeit anderer zu leben?
      Alkohol.

      Und ein schwarzes Loch wo mal ein Herz war. Ich denk nicht dran und es kümmert mich nicht. Ja die Welt ist scheiße. Weiß ich. Kanns nicht ändern also warum soll ich mir zusätzlich noch die Last vom Rest der Menschheit auflegen? Nein Danke, kein Bedarf.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      I may not be nice, but I am honest. Also just because I disagree with you don't mean I hate you. To each their own. Peace.

      wolfpack-alpha wrote:

      Alkohol.

      Und ein schwarzes Loch wo mal ein Herz war. Ich denk nicht dran und es kümmert mich nicht. Ja die Welt ist scheiße. Weiß ich. Kanns nicht ändern also warum soll ich mir zusätzlich noch die Last vom Rest der Menschheit auflegen? Nein Danke, kein Bedarf.


      Ich bewundere dich auf eine gewisse Art, denn ich bin viel zu sensibel und werde daran noch einmal zu Grunde gehen, fürchte ich.
      Wenn man mal eine Pillen Überdosis überlebt hat und ein paar Wochen in der Hölle welche Psychiatrie heißt war, wird man einfach kalt. Oder man sprengt sich in einer Menschenmenge in die Luft. Eins davon.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      I may not be nice, but I am honest. Also just because I disagree with you don't mean I hate you. To each their own. Peace.
      Als ich 16 war hörte ich das erste Mal von Atomkraft und wie gefährlich das ist und wurde von allen um mich rum ausgelacht bis dann das Unglück in Tschernobyl war. Je mehr ich mich politisch interessierte um so mehr Informationen bekam ich und wurde fast irre. Ich erinnere mich daran als ich das erste Mal einen Beitrag der Emma las, wie Menschen gefoltert werden .... die Details erspare ich Euch...
      Ich konnte nachts nicht mehr schlafen...
      Dann hatte ich so eine Phase wo ich jedem helfen wollte und genau da habe ich schmerzlich gelernt, das jeder Mensch selber die Verantwortung für sein Leben hat und ich ihm nicht vorschreiben kann wie er leben soll.
      Mittlerweile versuche ich mich nicht mehr aufzureiben denn an erster Stelle sollte ich stehen, denn wenn ich nicht fit bin, kann ich auch nix mehr tun.
      Ich unterscheide mittlerweile was kann ich wirklich tun um die Welt zu verbessern.
      Wo habe ich tatsächlich die Möglichkeit und da tue ich was.
      Ich kann die Lebensbedingungen der Frauen z.B. in anderen Ländern nicht beeinflussen.
      Aber direkt in meinem Umfeld kann ich versuchen was zu bewirken.
      Ich war in der Flüchtlingshilfe bei uns vor Ort tätig und habe selbst Tiere aus dem Tierschutz etc. und versuche den Menschen ein bisschen was vorzuleben aber ich habe gelernt nicht zu predigen oder den Menschen mit meinen Ansichten auf die Nerven zu gehen..
      Es ist leichter gleichgesinnte zu finden als gegen Menschen mit anderen Ansichten zu kämpfen und die versuchen umzustimmen.
      Spar Dir diese Energie und überleg lieber was genau könntest Du tatsächlich tun?
      Und sei es nur jetzt bei Covid für eine ältere Nachbarin einzukaufen.

      Diese kleinen Schritte von vielen gemacht verändern eine ganze Menge in der Welt.

      wolfpack-alpha wrote:

      Wenn man mal eine Pillen Überdosis überlebt hat und ein paar Wochen in der Hölle welche Psychiatrie heißt war, wird man einfach kalt. Oder man sprengt sich in einer Menschenmenge in die Luft. Eins davon.


      wow, was für ein Erlebnis. Du wolltest nicht mehr leben... und jetzt? Warst Du in der Psychatrie und willst doch leben? Mich würde aber mal interessieren warum Du Dich in einer Menschenmenge in die Luft sprengen würdest? Was haben Dir diese Menschen getan? Ich finde wenn man sich umbringen will dann doch so das man möglichst wenigen Menschen damit schadet.
      Weil irgendwann der Hass auf die Menschheit zu viel wird wenn man es an sich ran lässt. Entweder man blockt es ab oder wird Misanthrop. Mir sind die meisten Menschen so egal dass sie den Aufwand dafür gar nicht wert sind.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      I may not be nice, but I am honest. Also just because I disagree with you don't mean I hate you. To each their own. Peace.
      joa, im Augenblick übe ich im wahrsten Sinne des Wortes Gelassenheit.

      Es wird leichter mit dem Alter, irgendwann ist man so oft gestorben, dass es nicht mehr erschreckt.

      Denk ich...Am Anfang diesen Jahres war echt Totentanz in my mind...und dann kam der Punkt an dem ich akzeptiert habe...und mich an Kübler Ross erinnerte mit den fünf Stufen des Sterben und schwupps erkannte, ah, ich bin so gut wie durch.

      Eine sehr gute pagane Freundin hat mich erinnert an Kübler Ross. so.. nach wie vor bin ich im Prozess, ob man es nun Leben oder Sterben nennt ist mir mittlerweile wurscht,,,o,,,aber ich erinnere mich sehr an Dinge, an Geschehen, die unter ähnlichen Bedingungen stattfanden wie heute diese Pandemie.

      lg fee
      >nunNUN(°>

      wolfpack-alpha wrote:

      Weil irgendwann der Hass auf die Menschheit zu viel wird wenn man es an sich ran lässt. Entweder man blockt es ab oder wird Misanthrop. Mir sind die meisten Menschen so egal dass sie den Aufwand dafür gar nicht wert sind.


      Moin all@

      Nee kälter geworden bin ich eher nicht, allerdings weiß ich, dass ich mir schade wenn ich hasse oder grolle.
      Ergo ist es Selbstschutz gleichmütig zu bleiben.

      Alles und jeden wahllos darnieder zu lieben ist auch zu aufwändig meine angestrebten Lieblingstugenden sind Sanftmut, Geduld und Humor.
      Diese sind nicht nicht unbedingt in meiner Grundausstattung von Geburt an vorhanden... ^^

      macht das Spiel spannender. Natürlich kann!! ich mir jeden Tag bewusst machen wie elend alles so ist, nur, das verändert noch nichts.

      Hm* lg fee
      >nunNUN(°>