Aufstieg der Àsatrú (Schwerpunkt: Heiden-Tempel in Island)

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      Aufstieg der Àsatrú (Schwerpunkt: Heiden-Tempel in Island)



      Es gibt seit einiger Zeit schon gute Nachrichten für uns Heiden und alle Àsatrú:

      Island baut den ersten Heiden-Tempel seit der Zeit der Wikinger

      Rundes Gebäude mit zentraler Kuppel
      Mit der Gestaltung des heidnischen Tempels wurde der Architekt Magnus Jenssen beauftragt. Der Ort für das Heiligtum wird sich auf dem Hang eines Hügels in der Hauptstadt Reykjavík befinden. Es wird sich um ein rundes Gebäude mit einer Kuppel handeln, in dem sich die Anhänger des Glaubens regelmäßig treffen können.

      Finanzierung des Heiden-Tempels steht auf der Kippe
      Die Konstruktion des Tempels ist noch nicht beendet und musste bereits einige Jahre lang ruhen. Anfang 2020 erhielt die Asatru-Glaubensgemeinschaft eine Spende von religiösen Führern aus Thailand. Ende des Jahres ist eine zusätzliche Crowdfunding-Kampagne geplant. Der Tempel, dessen Konstruktion bereits 2017 begann, ist fast fertig erbaut. Nun hofft man darauf, den Bau nächstes Jahr fertigstellen zu können.


      Quelle: forschung-und-wissen.de/nachri…eit-der-wikinger-13373996


      Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der isländischen Anhänger des Ásatrú-Glaubens verfünffacht. Jetzt sei die Zeit gekommen, dass sich die Gemeinschaft auch in der öffentlichen Gesellschaft zeigt, meinen die Mitglieder: Erstmals seit der Wikingerzeit wird nun wieder ein Kultgebäude für die Götter gebaut, berichtet „The Independent“. In der Öffentlichkeit durfte das Heidentum seit der Annahme des Christentums auf Island im Jahr 1000 nicht mehr praktiziert werden.

      ...

      Auch in Deutschland finden sich Ableger des Asen-Glaubens: Die 1991 gegründete Germanische Glaubensgemeinschaft (GGG) etwa beruft sich auf die 1907 vom Dichter Ludwig Fahrenkrog gegründete und knapp 60 Jahre später wieder aufgelöste Gemeinschaft gleichen Namens. Sie gilt nicht als Sekte sondern ist als offizielle Glaubensreligion anerkannt. Ein zentrales Kultgebäude gibt es aber nicht.


      Quelle: focus.de/wissen/mensch/rueckke…ingerzeit_id_4452321.html

      Würdet ihr euch auch über Tempel hierzulande (ergo Deutschland, Österreich, Schweiz) freuen?

      Ich finde den rasanten Anstieg der Àsatrú, welchen man die letzten Jahre über beobachten konnte, sehr spannend. Auch ich habe die Edda zu Hause und fühle mich mit den Asen sehr verbunden, auch wenn dies nicht mein Hauptglaube ist. Dieser gilt Cernunnos. Und dennoch freue ich mich sehr über das Erstarken der nordischen Götterwelt, wobei ich hierbei gerne den Hollywood - Comic - Mist rund um Superheld Thor ausklammern möchte. Es geht um die echte Asentreue, und die hat weder was mit Nazis, noch mit amerikanischen Comics zu tun. Aus diesem Grund würde es mich freuen, wenn auch bei uns die Gemeinschaft wächst, und viele tatenkräftige Ásatrú (aber erst nach der Pandamie) engagiert voran treibt.


      Hierbei möchte ich einmal abschließend im Startpost Voenix hinzu ziehen:

      Tempel würde hierzulande nicht funktionieren. Wenn schon Kirchen gerne mal "umdekoriert" werden, dann ist ein kleiner, nicht von größerer Gesellschaft geschützer Tempel sowieso ein nettes Ziel. Und noch viel mehr Infidel....

      Außerdem gibt es kein nach der Pandemie....Polizei und Führerschaft haben sich an die neue Macht gewöhnt...willkommen in den neuen 1930ern....

      Kannte mal jemanden der einen Tempel errichten und offizielle Religion werden wollte...war aber "wiccanisch" angehaucht. Da gings auch nur um Kohle...wie so oft. Wüsste keine Truppe hier denen ich das zutrauen würde....Island ist da in einer speziellen Position.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      I may not be nice, but I am honest. Also just because I disagree with you don't mean I hate you. To each their own. Peace.

      wolfpack-alpha wrote:

      Tempel würde hierzulande nicht funktionieren. Wenn schon Kirchen gerne mal "umdekoriert" werden, dann ist ein kleiner, nicht von größerer Gesellschaft geschützer Tempel sowieso ein nettes Ziel. Und noch viel mehr Infidel....

      Mir kam Grad beim lesen auch der Gedanke, dass Moscheen Bauten immer wieder für Protest sorgen. Die Menschen haben ja meistens große Angst vor dem was sie nicht kennen.Und ich denk der Durchschnittsbürger weiss über Asatru ähnlich wenig, vielleicht sogar noch weniger, als über den Islam.
      Heil euch allen,

      "Finanzierung geplatzt...", "TempelBauruine...", "Großspende aus Thailand..." oder auch aus irgendeinem karibischen Steuerparadies: Das sind genau die Headlines, die ich im Zusammenhang mit meiner heidnischen Religion NICHT lesen will! Nicht, dass ich irgend jemandem das Recht auf seinen ganz persönlichen BER oder seine Elbphilharmonie streitig machen will, auch nicht der isländischen Asatru-Gemeinschaft, ich will nur nicht teilhaben an solchen desaströsen Mahnmalen des Größenwahns. Meldungen, wie die aus Island, lassen den Beton meiner ablehnenden Haltung gegenüber großen, kirchenähnlichen Glaubensbehörden, die erst Mitgleidsbeiträge oder sogar Steuern erheben und diese dann in Fehlplanungen investieren, immer weiter aushärten.

      OK, ich hab ja nichts dagegen, bei einem rechten Sauwetter ein Dach über dem Kopf zu haben. Aber dafür würde mir ein Gebäude in der Größe einer Doppelgarage mehr als ausreichen. Zwei davon wären vermutlich genug für unsere ganze Stadt. Hätte man in Island ein paar davon gebaut, übers Land verteilt, dann hätten eine Menge Asentreue echten Nutzen davon gehabt. Aber es musste ja gleich ein Rennomierprojekt sein...

      Mögen die Götter so etwas hierzulande noch lange verhindern,

      wünscht sich
      Raginharti
      Das Gott ist eine Vielheit.
      Es umfasst alles, es verbindet alles und es vereint alles.
      Heil euch zusammen.

      @Stadthexe
      Natürlich freut es einen, wenn die Heidengemeinschaft wächst und auch in der öffentlichen Wahrnehmung eine verständlichere Schattierung annimmt, sodass die seelenblöden Vorurteile von "Nazitum über Satanismus bis Spinnertum" weiter aufgeweicht werden können.

      Glechzeitig ist es aber gerade im Heidentum absurd, derlei über große Bauprojekte zu versuchen.

      Denn erstens finden wir die Götter eben NICHT in der Kathedrale, sondern in der freien Natur, zweitens ist eine solche Kathedrale immer auch eine Macht- und Platzhirschdemonstration (deshalb hat ja die katholische Kirche alles mit ihren Kirchen zugepflastert) und drittens sollten ja gerade wir Heiden uns nicht am Versiegeln des Bodens durch immer neue Bauereien beteiligen.

      Soweit meine Meinung.

      Danke für das Video, ich kenns ja, aber es sei auch anderen empfohlen ein bisschen bei Heiden TV reinzuschauen, ich finde es recht sympathisch. Und der Thomas Voemel ist ein netter Kerl mit lauteren Absichten, dem´s auch nicht immer leicht gemacht wird.

      @ Raginharti

      Bin bei dir. Unterschreib ich. Wobei die Gefahr in Österreich noch geringer als in Deutschland ist, dass es jemals einen solchen Tempel geben könnte. Jetzt haben sie vor kurzem bei uns in Niederösterreich nach endlosem Getue eine schon vor vier Jahren begonnenen Buddhistische Stupa fertiggestellt und die Proteste und der Wirbel waren ausreichend.
      Und wenn schon das "Grüss Göttin" Schild bei Innsbruck für einen halben Bürgerkrieg sorgt, (- wen´s interessiert- hab darüber im JHWH oder der chrstliche Gott -thread geschrieben) was glaubst du, passiert dann bei einem heidnischen Tempel. (Wobei---gerade das würde es fast schon wieder interessant machen... :evil: )

      Möget Ihr, wie auch immer, Eure Andachten verrichten können, wo immer es euch beliebt
      und (an die Wunschfee:) möge die neuheidnische Bewegung zahlreicheren Zulauf und ausreichend Verständnis bei den Nichtheiden finden
      wünscht uns Euer Streicher
      Obwohl ich keinen Alkohol trinke, frage ich mich wie besoffen (oder auch blind) ich beim Verfassen des Startpostes gewesen bin. Was um Cernunnos Willen ist bitteschön eine "Pandamie"? xD Zu schade, dass ich nicht mehr editieren kann.

      Dennis wrote:

      Also obwohl ich kein Asatru bin fänd ich es sehr interessant und würde so einen Tempel auch besuchen. Wobei ich bisher gedacht habe dass Asatru eher naturverbunden sind und sakrale Bauten da keine große Rolle spielen.


      Die Natur sollte definitiv Zentrum der Asatru Bewegung sein, und sie hätten es auch ähnlich aufbauen können wie die Walpurgishalle in Thale, Harz.



      Ergo viel Holz, Schnitzereien und Stein. Wenn schon eine Art Tempel, dann auch naturbezogen. Das ließe sich mMn auch recht schnell errichten. Im Innern hätte man sich dann an die Bauten der Jarls in "The Elder Scroll V: Skyrim" halten können:



      Jeder könnte es betreten, es gäbe einen kleinen Opferaltar und Sitzgelegenheiten, ein warmes Feuer usw. Rund um das Gebäude dann ein sandiger Pfad inmitten von Bäumen und Natur. Sollte dies in einer Stadt sein, dann natürlich mit eigens dafür wieder angelegter Natur. So würde ich das machen, aber mich fragt oder finanziert ja keiner. ;)


      raginharti wrote:


      OK, ich hab ja nichts dagegen, bei einem rechten Sauwetter ein Dach über dem Kopf zu haben. Aber dafür würde mir ein Gebäude in der Größe einer Doppelgarage mehr als ausreichen. Zwei davon wären vermutlich genug für unsere ganze Stadt. Hätte man in Island ein paar davon gebaut, übers Land verteilt, dann hätten eine Menge Asentreue echten Nutzen davon gehabt. Aber es musste ja gleich ein Rennomierprojekt sein...


      Ich bin da vollends bei dir. In den Städten und Dörfern verteilt kleinere Andachtsorte für die Asen würde schon genügen. Das würde Neugierige anlocken, keinen Kirchen - oder Tempelcharakter besitzen und dennoch vielleicht einen noch größeren Zuwachs der Asatru bedeuten.

      Waldstreicher wrote:


      Denn erstens finden wir die Götter eben NICHT in der Kathedrale, sondern in der freien Natur, zweitens ist eine solche Kathedrale immer auch eine Macht- und Platzhirschdemonstration (deshalb hat ja die katholische Kirche alles mit ihren Kirchen zugepflastert) und drittens sollten ja gerade wir Heiden uns nicht am Versiegeln des Bodens durch immer neue Bauereien beteiligen.


      Ich vermute mal, den Isländern geht es auch nur um die Demonstration der Macht. Ein fettes: "Seht her, uns gibt es noch." In meinen Augen ein guter Ansatz, welcher jedoch falsch umgesetzt wird. Ein Protzgebäude ist eher kontraproduktiv, obwohl ich mich wirklich über den stetigen Heidenzuwachs freue.

      Waldstreicher wrote:


      Danke für das Video, ich kenns ja, aber es sei auch anderen empfohlen ein bisschen bei Heiden TV reinzuschauen, ich finde es recht sympathisch. Und der Thomas Voemel ist ein netter Kerl mit lauteren Absichten, dem´s auch nicht immer leicht gemacht wird.


      Ich bereue es immer noch ihn zu spät entdeckt zu haben. Er hat wahrlich schon viel durchmachen müssen, auch was den Kampf gegen die christlichen Fesseln, an welche das Heidentum immer noch gekoppelt ist an manchen Stellen, betrifft.


      Waldstreicher wrote:


      Möget Ihr, wie auch immer, Eure Andachten verrichten können, wo immer es euch beliebt
      und (an die Wunschfee:) möge die neuheidnische Bewegung zahlreicheren Zulauf und ausreichend Verständnis bei den Nichtheiden finden
      wünscht uns Euer Streicher


      Dem schließe ich mich sehr gerne an.
      Schnitzereien, Holz und Stein klingt statisch und baurechtlich nach einem Albtraum....Und finanziell vermutlich weit über einem Kuppelbau. Allein die notwendigen Brandschutzvorkehrungen...

      Interessant, und imho auch logistisch machbar, wäre eher die Nutzung von Fläche. Ergo, ein Stück Land, eventuell kleine Bauten für allfälliges, aber offene "Ritualplätze". Würde die Kosten verhältnismäßig niedrig halten, solang keine Bäume allzu nahe dran sind wäre auch Feuertechnisch kein Problem ersichtlich, und es erfüllt seinen Zweck. Hat natürlich nicht das Prestige eines großen Tempels.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

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