JHWH- oder der christliche Gott

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      Die sind mir am liebsten zum diskutieren. Von wegen ich komm in die Hölle wenn ich meine Sis nicht verstoße weil sie lesbisch ist.

      No passt, mach Platz Luzifer der neue Chef ist unterwegs. Die kann ich nicht ernst nehmen. So ne Truppe ist auch der Grund für mein Kreuz Tattoo..."only God can judge me"...nicht irgendwelche Deppen die meinen sie ham die Weisheit mit Löffeln gefressen.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      wolfpack-alpha wrote:

      Die sind mir am liebsten zum diskutieren. Von wegen ich komm in die Hölle wenn ich meine Sis nicht verstoße weil sie lesbisch ist.

      No passt, mach Platz Luzifer der neue Chef ist unterwegs. Die kann ich nicht ernst nehmen. So ne Truppe ist auch der Grund für mein Kreuz Tattoo..."only God can judge me"...nicht irgendwelche Deppen die meinen sie ham die Weisheit mit Löffeln gefressen.


      Ich bin ebenfalls lesbisch, und werde aus diesem Grund ohnehin in der christlichen Hölle schmoren. ;) In der Vorhölle brennt nach seinem Tode jeder Christ, und man wird erst erlöst, wenn Verwandte und Freunde für einen beten.

      Die großen Religionen haben immer so eine feindselige und lebensabweisende Art an sich. Dieses in Sünde geboren sein, die Verteuflung der Frau als Sündenbock für alles und das legitimierte Abschlachten der Feinde, hat mich schon immer abgeschreckt. JHWH, Gott und Allah eignen sich prima als Kriegstreiber, frei nach Ares, Odin und Co. Deswegen verstehe ich nie, und dass konnte mir auch die ehemalige Religionslehrerin nicht befriedigend erläutern, warum aus Gott heute ein liebendes, mitfühlendes Wesen in den Augen der Christen geworden ist. Liegt es an Jesus, und weil ohne ihn (und Mohammed im Islam) die Grausamkeit Gottes alleine Bestand hätte?

      Eine Religion als gütig kann man nur verkaufen, wenn man Erbsenzählerei in Tora, Bibel und Koran betreibt und sich nur das Gute herauspickt. Lässt man all das jedoch so stehen, müssten vergewaltigte Frauen, Homosexuelle, legitimierte Sklaven etc. hart bestraft oder gar gesteinigt werden, währenddessen, soweit ich weiß, Homosexuelle bei den indianischen Völkern als hoch spirituell galten und nicht wenige von ihnen zu Medizinmännern, Hexen und Magiern wurden, welche dem Gemeinwohl dienten.
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      ja, Stadthexe, :|

      das finde ich überall dieses verteidigen der Religionen, der Götter, der Ansichten. Das ist eine Gesellschaftserkrankung... bzw. scheint ein übertragenes Revierverhalten zu sein.

      Wir pinkeln eben nicht an Laternenpfähle, sondern grenzen uns verbal ab, wenn s gut läuft, wenn s weniger gut läuft gibt es Krieg.

      Keine Religion ist nur friedlich alle haben irgendwo ihre Grenzen und die sind individuell sehr unterschiedlich, ausserdem tendieren alle Menschen dazu Schwächen zu leugnen anstatt diese zu integrieren und öhm ja nicht nur Schwächen sondern auch Schwache...

      ehrlich gesagt sehe ich Mensch schon sehr nah am Abgrund was so unverhohlen aggressiv lebt ist meist recht schnell von der Bildfläche verschwunden.

      leider, weil ich liebe die Unterschiede und würde diese viel lieber feiern anstatt diese zu marken und auszumerzen.

      in diesem Sinne eine gute Woche, lg fee
      >nunNUN(°>
      GRÜSS GÖTTIN

      (Ein kleiner Beitrag zum Gottesbegriff)

      Bei uns in Österreich sagen die Leute auf dem Lande gemeinhin "Grüß Gott" zueinander. Was eine Abbrevation von "Gott zum Gruße - bzw. Grüße dich Gott" ist und damit sowas wie "Der Segen Gottes sei mit dir " im übertragenen Sinne bedeutet. Für jemanden der wie ich auf dem Lande lebt ist das eine völlig normale Art zu grüßen, die auch nicht hinterfragt wird. Da nicht dazu gesagt wird, um welchen Gott es sich handelt, verwende ich den Gruß eigentlich recht gern, und denke mir Donner oder Cernunnos oder Odinn dabei.

      Natürlich hat er sich in und aus den katholischen Ländern entwickelt und ist für die meisten auch so gedacht. Aber ich sehe das entspannt, zumal die Götter das sicher auch so sehen. Und Gottheiten im alltäglichen Gruß zu führen, finde ich als Heide schön. Außerdem: Grüss Gott ist im Alltag wesentlich praktischer und erklärungsfreier als zB."Mögen die Götter dich segnen" oder gar "Heil dir" - außerhalb von heidnischen Kreisen.

      Um das aber passend zu gestalten, müsste man entweder "Grüss Gott und Göttin" oder abwechselnd "Grüss Gott" und "Grüss Göttin" sagen. Und das mach ich auch immer wieder. Letzteres ist in zweifacher Hinsicht interessant. Erstens, weil kaum jemand wahrnimmt, wenn man es tut, und zweitens, wenn es doch jemand wahrnimmt, kommt es zu den interessantesten Reaktionen.

      Die Tiroler Installationskünstlerin Ursula Beiler hat im Jahr 2008 ein 6 Meter breites Schild entworfen, das die Aufschrift Grüss Göttin trägt. In unübersehbaren pink-schwarzen Lettern. Und es wurde zunächst an der Einfahrt nach Kufstein, und nach einer Pause von drei Jahren, vor gar nicht allzu langer Zeit, an der Einfahrt zu Innsbruck installiert, wo es heute noch steht, sodass es tausende Autofahrer täglich sehen können.

      Das hat natürlich im "heiligen" Land Tirol, Gods own country, wo Politiker heute noch ihre Angelobung auf das "heilige Herz Jesu" schwören, zu einem wahren Sturm der Entrüstung geführt.
      Die einen schrien: Blasphemie, die anderen sprachen von Hirngespinsten und sinnentleertem Schwachsinn, den niemand außer der Künstlerin selbst verstünde. Die Zeitungen hatten keinen Platz mehr für die vielen Leserbriefe, die zwischen Begeisterung und Hass pendelten. Der traditionelle Tiroler Schützenverein wollte es verbieten lassen, und allein an seinem ersten Standort wurde das Stück rund sechzigmal überschmiert, "korrigiert", erweitert und beschädigt.

      Beiler selbst weist damit auf die Einseitigkeit des Gottesbildes hin, und wie sie sagt auf die Jahrtausendealte Präsenz der rätischen Göttin im Alpenraum, die bis heute in der "Mutter Natur" oder in der Marienverehrung weiterklingt.

      Mit November dieses Jahres wird das heiß umfehdete Schild ins Zentrum einer Sonderausstellung gerückt, die in einem der patriarchalischsten Museen des Landes, dem Schützenvereinmuseum mit dem Tirol - Panorama am Berg Isel stattfinden wird. Und alle Briefe, alle Abwandlungen und "Korrekturen" an der Installation werden dabei mit ausgestellt.
      Die Künstlerin sieht es positiv, als lebendiges Kunstwerk, das starken Widerhall bei den Menschen erzeugt, und das schöne ist, es sind auch sehr viele Gute dabei. Und das nicht nur von Frauen.

      Anhand der anstehenden Ausstellungsankündigung bin ich wieder über das Thema gestolpert und hab endlich wahrgemacht, was ich mir schon vor Jahren, als ich das Schild begeistert zum ersten Mal gesehen hab, vorgenommen hatte: Ich hab der Künstlerin geschrieben, wie wichtig und gut ich die ganze Sache finde.
      Zu meiner großen Freude ergab sich daraus ein sehr freundlicher Kontakt und wenn sie das nächste Mal in meiner Nähe weilt, werden wir uns zu einem kulturellem Austausch treffen, worauf ich mich schon freue.


      In diesem Sinne Grüss Göttin und Gott
      und der Segen aller Götter möge mit Euch sein
      Euer Gleichberechtigungsanhänger Waldstreicher
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      Neither country proverbs nor king's commands can keep me out of the woods today. (Lili, Legend)
      Fun Fact dazu: In meinem Beruf telefonier ich ja täglich mit vielen vielen Kunden, darunter auch viele die - rein vom Namen her - mit hoher Wahrscheinlichkeit muslimisch unterwegs sind. Und trotzdem ist "Grüß Gott" die Universalbegrüßung, bei ALLEN.

      Gut, könnte von der Region her (uns gehört Wien/NÖ/BGLD) aus mit Hawedere grüßen, aber das kommt bei einem offiziellen Telefonat nicht so gut XD
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

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      isarkiesel wrote:


      Ab einem gewissen Punkt hat es keinen Sinn mehr, mit Fanatikern zu diskutieren, wenigstens werden Bibelgläubige eher selten gewalttätig.


      Ich denke, jeder kann gewaltätig werden, ganz unabhängig von Religion und Glaube. Mit Schrecken denke ich immer noch daran wie ich vor vielen Monaten knuffige Katzenbilder googelte, im Netz irgendwie falsch abbog und bei Christen landete, die Katzen lebendig ans Kreuz nagelten und damit durch die Straßen zogen.

      Der Mensch ist von Natur aus ein grausames und gewaltbereites Wesen. Sieht man auch jetzt leider wieder inmitten der Pandemie. Narzissmus, Egoismus und Gewalt greifen um. Selbst unsere Nachbarn werden immer aggressiver. Weltreligionen fördern in meinen Augen bisweilen noch diesen unbändigenden Hass, welcher in uns schlummert. So laß ich einmal in einer Kommentarsektion wie ein Moslem meinte er brauche den Koran nicht um an Allah zu glauben. Er alleine würde ihn richten. Allerdings wollten dies schon die anderen Kommentarschreiber für Allah erledigen, und zwar mit Steinigen, Verbrennen, Enthaupten und Co.

      Der einzig wichtige Weg im Leben ist mMn der Spirituelle. Naturverbunden, ruhig, meditativ, verständnisvoll und tolerant... Der Mensch kann sich nicht weiter entwickeln, und der Grausamkeit in sich entsagen, wenn er ständig an Sex, Gewalt und Konsum denkt, und in dieser Gesellschaft auch noch mit allem tagtäglich konfrontiert wird. Bibel, Tora und Koran sind da nicht anders.

      Asatru, Hexen, Kemeten, Schamane usw. besinnen sich auf ihre Wurzeln zurück. Nur so kann man sich hier auf Erden geistig und selisch weiter entwickeln. So kann man den Trieben (dazu gehört auch Gewalt) entsagen und seine Seele frei machen von all den Lastern, welche die Kirche anklagt und doch immer wieder hervorhebt.

      Inmitten der Natur übernehmen die Tiere den Jagdtrieb und die Aggression, währenddessen man zu sich selbst findet und im heidnischen Kollektiv vielleicht endlich den nächsten evolutionären Schritt macht. Einen Schritt hin zu Wesen, die nicht aggressiv und von Trieben gesteuert sind, sondern in sich gekehrt, meditativ, liebend und rein.

      Ich finde persönlich das man diesen Weg nur als Heide wird erreichen können. Denn daran ist viel Spiritualität und auch Magie geknüpft. Und in meinen Augen kann einzig Letzteres unsere zerschundene Mutter Erde noch heilen.


      Das klang jetzt alles ein bisschen esoterisch-abgespaced. Sorry. ;)

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      Musste dazu automatisch an dieses Zitat denken:



      Mit ein Grund warum ich ein großer Fan des "Don't tread on me" Prinzips bin. Solang man mich in Ruhe lässt ist alles gut, wenn ich dazu gezwungen bin mich zu verteidigen, dann schnell brutal und effizient. Wenn man es schafft das schon klar zu machen ohne Worte verhindert dass viele Konfrontationen. Es hilft natürlich dass ich mit meinen 1,87m und bösem Blick auch die Optik dazu hab. Hat irgendwie was von kaltem Krieg...jeder überlegt sich zweimal irgendwas zu machen da keiner einen Nuke aufs Aug möchte.

      99% aller Konfrontationen laufen verbal ab...und das is mir relativ egal, sollen fluchen verdammen usw was sie wollen. Ich hab bisher mehr Stress mit militanten Veganern gehabt als mit militanten Gläubigen jedweder Art seltsamer weise....
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

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      Stadthexe wrote:


      Asatru, Hexen, Kemeten, Schamane usw. besinnen sich auf ihre Wurzeln zurück. Nur so kann man sich hier auf Erden geistig und selisch weiter entwickeln. So kann man den Trieben (dazu gehört auch Gewalt) entsagen und seine Seele frei machen von all den Lastern, welche die Kirche anklagt und doch immer wieder hervorhebt.

      Inmitten der Natur übernehmen die Tiere den Jagdtrieb und die Aggression, währenddessen man zu sich selbst findet und im heidnischen Kollektiv vielleicht endlich den nächsten evolutionären Schritt macht. Einen Schritt hin zu Wesen, die nicht aggressiv und von Trieben gesteuert sind, sondern in sich gekehrt, meditativ, liebend und rein.

      Ich finde persönlich das man diesen Weg nur als Heide wird erreichen können.


      mMn kann man sich in jeder Religion geistig und seelisch weiter entwickeln. Es kommt nicht auf die Religion an, sondern darauf was der Einzelne draus macht. Da kann mMn auch das Christentum ein kraftvoller spiritueller Weg sein - je nachdem, wie man es lebt.