JHWH- oder der christliche Gott

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      JHWH- oder der christliche Gott

      Als Heide hat man ja in der Regel kein Problem damit auch Götter als existent anzusehen bzw. zu akzeptieren die nicht zum eigenen Pantheon gehören. Ich z.B. habe kein Problem damit die germanischen Götter als existent zu akzeptieren bzw. habe ein eher agnostisches Verhältnis zu ihnen. Ich kann mit ihnen halt nicht viel anfangen, was eben nicht heißt dass ich deswegen ihre Existenz leugne.
      Schwierig finde ich es bei JHWH- vielen hier zu Lande wohl besser bekannt als Gott. Theoretisch sollte es auch hier kein Problem sein diesen Gott zu akzeptieren- wäre da nicht ein kleines aber nicht unwichtiges Detail: dieser Gott behauptet der Einzige zu sein und verbietet sogar die Anbetung anderer Götter? Wie soll ein Heide dazu stehen? Ein Gott der unter Größenwahn leidet? Eine fiktive Figur, zum Gott erhoben? Oder ist JHWH vielleicht am Ende gar nicht so schlecht wie sein Ruf? Es ist bekannt, dass im antiken Israel JHWH auch zusammen verehrt wurde. Ist er am Ende einfach nur ein fehlgedeuteter Gott, von Monotheisten zum einzigen Gott erhoben und Passagen wie ,,Du sollst keine Götter neben mir haben" in den Mund gelegt? Was denkt ihr?
      Ein Gott, welcher alles für sich beansprucht und weder mehrere Götter, Götzen, noch sonst etwas neben sich toleriert, ist nichts weiter als ein Diktator in meinen Augen. Wer einem solchen untersteht, kann nur mit eiserner Hand agieren, weshalb die Figur des Jesus und im Islam des Mohammed unabdingbar für einen Ausgleich sind. Und hier haben wir dann plötzlich wieder mehrere Personifikationen, wobei sich Christen immer noch streiten ob Jesus nicht auch Gott höchstpersönlich ist.

      In der Naturspiritualität und bei den alten Göttern der Griechen, Ägypter, Kelten, Sumerern usw. hatte und hat jeder Gott hingegen eine Aufgabe. Man spürt diese Gottheiten zu jeder Zeit durch den Wind, hört sie durch die Stimmen der Tiere und achtet auf ihre alltäglichen Zeichen. Unter diesen Göttern gibt es auch Rivalität, und viele Götter agieren lebendig und dadurch authentisch. Das sind keine stummen Weltenschöpfer wie der Christliche Gott, welcher seit da an verstummte. Einzig die Bibelgeschichten ließen ihn noch aktiv erscheinen. Geschichten, in welche Gott unter anderem auch ganze Völker richtet, grausame Urteile und Entscheidungen fällt.

      Ich akzeptiere einen Glauben an so einen Gott, und ich kenne auch einige überzeugte Christen (darunter eine ehemalige Religionslehrerin), aber mir ist aufgefallen das diese sich nur an das Positive in der Bibel richten, und den ganzen anderen Rest komplett ausklammern. Somit sind Judentum, Christentum und Islam für mich eher menschliche Konstrukte als ein wahrer Glaube an echte überirdische Entitäten. Indianer und Ureinwohner, ganz gleich auf welchen Fleck dieser Erde sie auch leben mögen, sind in meinen Augen weitaus näher an der Wahrheit des Seins, als es z.B. Christen jemals sein werden.
      Meine Sichtweise: Das Buch sagt er ist der einzige. Gott lacht darüber bei einem Drink mit seinen Bros Donar und Horus während sie die Kabaret Bühnenshow genießen.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      I may not be nice, but I am honest. Also just because I disagree with you don't mean I hate you. To each their own. Peace.

      Dennis wrote:


      Ich finde deine Sichtweise sehr sympathisch auch wenn ich sie nicht teilen kann. Vermutlich weil ich ein sehr ,,verkopfter" Typ bin


      Jedem das seine ;) Die Wahrheit wissen wir sowieso erst wenn es zu spät ist. Das machts ja grade spannend ;)
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan

      I may not be nice, but I am honest. Also just because I disagree with you don't mean I hate you. To each their own. Peace.
      Ja, sehe ich auch so wie Wolfpack!!! jodhevovhe wurde so interpretiert von Menschen mit einem ganz bestimmten Hintergrund...

      Vermutlich weil es einfacher ist ein Volk zu führen, das eine einheitliche Sichtweise aller Dinge hat.

      Ein Grund.
      Ausserdem spricht dieser Jhvh immer SEIN Volk an. Der war nämlich garnicht für die Heiden /Nichtgläubigen gedacht/gemacht sondern eben hochspeziell für SEIN Volk.

      Was erst mit seinem "Sohn" dem Christus endet aber auch der tellt,,, er kam in das Seine und die Seinen erkannten ihn nicht...geschweige denn, dass sie ihn als den Messias ansehen würden auf den wartet Sein Volk ja immer noch...

      Ja ja...nee schon ne Mordskarriere für einen Windwolkendonnerwüstengott.

      ABER das ist wieder mal nur ein winziger Fetzen an Detail s und mich beschäftigt im Moment eher die ziemlich geflashte Menschenfamilie.

      Lg fee
      >nunNUN(°>
      Hallo Fee--schön dich wieder mal zu lesen....Hoffe, es geht dir gut.

      fee wrote:

      jodhevovhe wurde so interpretiert von Menschen mit einem ganz bestimmten Hintergrund...

      Vermutlich weil es einfacher ist ein Volk zu führen, das eine einheitliche Sichtweise aller Dinge hat.

      Ein Grund.
      Ausserdem spricht dieser Jhvh immer SEIN Volk an. Der war nämlich garnicht für die Heiden /Nichtgläubigen gedacht/gemacht sondern eben hochspeziell für SEIN Volk.


      True True True.... Sowas von.
      Dem ist nichts hinzuzufügen.

      Stadthexe wrote:

      wolfpack-alpha wrote:


      Die Wahrheit wissen wir sowieso erst wenn es zu spät ist. Das machts ja grade spannend ;)


      Zu spät ist relativ, denn von dort an beginnt nur eine weitere Reise... mit anderen Fragen. ;)


      Nicht für die Christen. Deren Weg ist nach dieser Existenz fertig. Danach folgt Himmel oder Hölle.

      Das zumindest ist was sie glauben. Es nützt nichts mit der Reise durch die Existenzen zu argumentieren die in ihrem spirituellen Weltbild gar nicht vorkommt.

      Das christliche Weltbild lässt nicht unbedingt viel Spielraum für Alternativen. Aus paganer Sicht mit ihnen zu diskutieren bringt gar nichts. Man muss in ihre Welt tauchen und mit der Bibel argumentieren. Aber warum sollte man? Jeder geht seinen Weg, auch die Christen.

      Was den christlichen Gott und die Ursprungsfrage betrifft: Ich war mehrere Jahrzehnte Christ ohne diesen Gott auch nur ein einziges Mal wahrzunehmen. Ich wüsste also nicht warum ich ihn in meiner spirituellen Arbeit beachten sollte.
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Ich hatte letztens auf Youtube in der Kommentarsektion eine ungewollte Diskussion mit zwei Christen. Keine Ahnung warum ich mich darauf einließ. Diese bezeichneten pagane Gottheiten alle durchweg als Dämonen und böse, ganz gleich ob man nun argumentierte dass das Christentum eine recht junge Religion ist, und die alten Götter schon vor 35.000 Jahren präsent waren (und vielleicht auch davor, als Menschen noch in Höhlen hausten und sich um warme Feuer versammelten).

      Aber Cernunnos/Pan/Herne/Lahmu ist ja der Teufel, mit der Großen Göttin konnten sie nichts anfangen und Paganisten opfern ja Babys... so steht es ja in der Bibel. Sie waren froh dass das Heidentum und somit die Grausamkeit endlich ein Ende fand. Ich meinte nur noch dass das Heidentum weltweit immer stärker wird, und Christentum und der Islam eine sehr blutige Geschichte haben, und es noch heute Tote dadurch gibt (neustes Beispiel in Frankreich mit dem bedauernswerten Lehrer vor kurzem). Daraufhin verstummten beide.

      Das waren bestimmt Amerikaner, mit welche ich schrieb, denn so eine Uneinsichtigkeit erlebt man sonst selten. Auch wenn man zu erklären versucht das Paganisten nichts mit deren Teufel und Dämonen am Hut haben, und diese rein christlich und muslimisch sind.

      Warum habe ich mir das überhaupt angetan? Das ganze Diskutieren war vollkommen sinnfrei, und brachte weder ihnen, noch meinem Seelenheil etwas. Ich muss wahrlich noch lernen was es heißt zu ignorieren. :/