Hexendarstellungen in Film und Fernsehen

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      Mir fällt grad noch ein Film ein, der kein Horrofilm ist: Practical Magic. Auf deutsch hieß der Zauberhafte Schwestern. Der müsste auch schon uralt sein, hat mir damals aber gut gefallen. Geht um zwei sehr unterschiedliche Schwestern, die bei ihren Hexen-Tanten aufgewachsen sind, einen Familienfluch und einen nervigen Geist.
      @fleah Danke für den Filmtipp. Und ich beginne mich zu fragen, warum ich ihn noch nie gesehen habe. :D Ich werde es alsbald nachholen.


      Noch einmal kurz zurück zu "The Craft":



      Unglaublich was alles rund um den Film geschehen ist, vor allem weil scheinbar eine höhere Macht die Dreharbeiten des Rituals am Strand mehrfach zu verhindern versuchte. Auch das Fairuza Balk damals eine Wicca war und einen Okkult - Shop gekauft hat (welchen sie leider nicht mehr besitzt).

      Umso trauriger ist es das "The Craft: Legacy" schon nahezu billig und ohne Substanz und Seele daher kommt.
      Comedy, Horror, Antisemitismus: Darum ist das Remake von „Hexen hexen“ problematisch





      Fazit: Der Film macht so viel Spaß, wie er Anlass zur Kritik gibt

      Wer mitreißende Bilder, rasante Szenen und unkomplizierte Gags mag, wird bei diesem Film keinesfalls das Gefühl haben, seine Lebenszeit zu verschwenden. Wem Anjelica Huston damals schlaflose Nächte bereitete, der kann sich nun von Anna Hathaways breitem Lächeln darüber hinwegtrösten lassen. Wer allerdings hofft, die moderne Technik hätte dem Fantasy-Klassiker zu einer tieferen Ebene verhelfen können, wird vermutlich enttäuscht sein. Sollte man hingegen Wert legen auf schauspielerische Glanzleistungen, wird man diese bei Octavia Spencer und Anne Hathaway finden.

      Und wer nun mit sich ringt, ob sich ein Kinobesuch angesichts des eingeschriebenen Antisemitismus und misogyner Tendenzen Dahls moralisch zu rechtfertigen ist, kann sich den Film ja einfach mal ansehen. Und anschließend eine Diskussion darüber anstoßen, warum heutzutage immer noch – und immer mehr – Verschwörungstheorien über Kinderblut trinkende Juden kursieren. Oder warum ehrgeizige Frauen (von Greta Thunberg bis Hillary Clinton) auch im 21. Jahrhundert noch abwertend als Hexen bezeichnet werden. Gab es jemals etwas, das mehr dämonisiert wurde als weibliche Macht oder jüdischer Reichtum?


      Quelle: rollingstone.de/hexen-hexen-ro…-hathaway-review-2050023/

      Stadthexe wrote:

      Aber vielleicht spendierst du uns, wenn dir der Sinn danach steht, später ein kleines Review bezüglich "The Craft: Legacy"?

      Sodele, dann wollen wir mal. Kurzes Fazit: spart euch das Geld. Der Film ist einfach nur vergurkt.
      Die Musik ist sehr nervig. Den Soundtrack des Originals hab ich noch Jahre später gern aufgelegt, aber das hier... nee.
      Die Mädels sind anfangs auch sehr nervig. Später gibt sich das ein wenig. Das größte Manko des Films für mich: die drei Mädels, die neben der Hauptfigur zum Coven gehören, bleiben gesichtslos und flach. Man erfährt so gut wie nichts über sie, sie sind einfach nur "die andern drei Hexen", Staffage, um den Zirkel zu komplettieren. Ganz schlimm.
      Zweitgrößtes Manko: der Antagonist. Auf der einen Seite war das der Moment, in dem es nicht mehr die gleiche Geschichte war, sondern einen anderen Weg ging. Aber das Ganze war einfach nur klischeehaft und einfallslos. Ich saß im Kino und dachte "Echt jetzt?".
      Und den "Clou" am Ende des Films hatte ich mir schon etliche Szenen vorher zusammen gereimt.
      Alles in allem ein mäßig unterhaltsamer Film, den man sich im Grunde komplett hätte sparen können.

      fleah wrote:

      Stadthexe wrote:

      Aber vielleicht spendierst du uns, wenn dir der Sinn danach steht, später ein kleines Review bezüglich "The Craft: Legacy"?

      Sodele, dann wollen wir mal. Kurzes Fazit: spart euch das Geld. Der Film ist einfach nur vergurkt.
      Die Musik ist sehr nervig. Den Soundtrack des Originals hab ich noch Jahre später gern aufgelegt, aber das hier... nee.
      Die Mädels sind anfangs auch sehr nervig. Später gibt sich das ein wenig. Das größte Manko des Films für mich: die drei Mädels, die neben der Hauptfigur zum Coven gehören, bleiben gesichtslos und flach. Man erfährt so gut wie nichts über sie, sie sind einfach nur "die andern drei Hexen", Staffage, um den Zirkel zu komplettieren. Ganz schlimm.
      Zweitgrößtes Manko: der Antagonist. Auf der einen Seite war das der Moment, in dem es nicht mehr die gleiche Geschichte war, sondern einen anderen Weg ging. Aber das Ganze war einfach nur klischeehaft und einfallslos. Ich saß im Kino und dachte "Echt jetzt?".
      Und den "Clou" am Ende des Films hatte ich mir schon etliche Szenen vorher zusammen gereimt.
      Alles in allem ein mäßig unterhaltsamer Film, den man sich im Grunde komplett hätte sparen können.


      Vielen lieben Dank für die Review, und zugleich auch Warnung. Auch wenn ich damit schon gerechnet hatte. Das liest sich bei dir so, als wenn er absolut nicht sehenswert und noch nichtmal einen Blick wert wäre. So werde ich ihn mir auch sparen, es sei denn er läuft irgendwann mal im TV, und parallel läuft nichts anderes Sehenswertes.
      "Hexen hexen": Behindertenaktivisten kritisieren Film mit Anne Hathaway

      Wie stellt man furchterregende Hexen dar, ohne gleichzeitig Menschen mit körperlicher Behinderung zu diskriminieren? So, wie das die Neuverfilmung des Roald-Dahl-Klassikers "Hexen hexen" macht, auf jeden Fall nicht - das finden zumindest Behindertenverbände und -aktivisten.

      Stein des Anstoßes ist die von Anne Hathaway gespielte Oberhexe. Sie trägt in dem Film zumeist Handschuhe, um zu verbergen, dass sie nur drei Finger an jeder Hand besitzt. Bei Twitter fragt die britische Paralympics-Sportlerin Amy Marren in Richtung des produzierenden Studios Warner Bros., ob man denn nicht bedacht habe, wie diese Darstellung auf Menschen mit andersartigen Gliedmaßen wirke. Und auf Instagram schreibt die Behindertenrechtsanwältin Shannon Crossland, "Behinderung soll nicht mit Bösem, Abnormalem, Ekel, Angst oder Monstern in Verbindung gebracht werden". Auch der offizielle Twitter-Account der Paralympischen Spiele schaltete sich bereits in die Debatte ein: "Andersartige Gliedmaßen sind nichts Unheimliches. Unterschiede sollten gefeiert werden, und Behinderung muss normalisiert werden."


      Quelle: blick.de/kino/hexen-hexen-behi…-hathaway-artikel11184596

      Das Hexen überhaupt so dargestellt werden ist in meinen Augen verwerflich. Hexen sind ganz normale Frauen und Mädchen, welche pagan leben und die alten Hexentraditionen nicht aussterben lassen. Das hat auch nichts mit Monster oder Ekel zu tun. Einst mussten Frauen falscher Verurteilungen wegen brennen, und solche Darstellungen machen es nicht gerade besser.