Hexenfeiertage (Keltischer Jahreskreis)

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      Hexenfeiertage (Keltischer Jahreskreis)




      Auch wenn man freifliegend ist und keinem Coven angehört, kann man als Hexe die keltischen Feste feiern. Samhain steht vor der Tür, und an diesem Tag werde ich das alte Jahr verabschieden und meinen Ahnen gedenken. Es gibt jedoch noch mehr Feste als Samhain, was viele Nichtheiden alsbald als Halloween mit Horrorfilmen, ungesundem Süßkram und leuchtenden Kürbissen feiern werden.


      Imbolic - 2. Februar (Latha na Brigit)

      Dies ist das Fest des Frühlingsanfanges, welches der Göttin Brigit gewidmet ist. Man erfreut sich an der Wiederkehr des Lichtes, und lässt die dunkle Jahreszeit hinter sich. Auf dem Land reicht man sich die Milch der Schafe, auch weil sie diese wieder geben und flechtet Strohpuppen, die man dann bewirtet.

      Ostara - 21. März, Frühlingsäquinox oder Frühlings - Tagundnachtgleiche

      Dies ist ein Fruchtbarkeitsfest zu Ehren Ostaras. Die Hasen suchen sich neue Partner und die Eier symbolisieren das Leben. Und selbiges wird auch mit großer Freude geehrt und gefeiert. Meteorologisch ist dies der Frühlingsanfang, welcher die fruchtbare Zeit einleitet.


      Beltane - 30. April

      Dies ist das Fruchtbarkeitsfest der Druiden, währenddessen wir Hexen ausgelassen mit Tanz und in der Regel Nacktheit, sowie großer Extase Walpurgisnacht feiern. Fernab der esoterischen und naturspirituellen Kultur werden Maibäume aufgestellt, Waldmeisterbowle getrunken und es wird ebenfalls viel getanzt. Nach dem langen Winterschlaf erwacht die Erde zu neuem Leben, und die warme Jahreszeit naht.


      Litha - 21. Juni, Sommersonnenwende

      Hier feiern wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Die Mittsommernacht ist der Wendepunkt im Jahreszyklus, die Nächte werden fortan wieder länger und man sollte der Vergänglichkeit gedenken. Litha wird ausgelassen gefeiert, denn alles was nun folgt ist eine harte, kalte Jahreszeit. Tanz und Freude, sowie Ausgelassenheit haben dann keinen Platz mehr. Sie weichen ... anderen Dingen.


      Lammas oder Lughnasadh - 2. August

      Das "Schnitterfest" ist unser Erntedankfest, ergo ein Hexenfest. Es wird wie wild eingelagert und geerntet. Ich persönlich beginne zu dieser Zeit immer Tomaten, Paprika und dergleichen zu trocknen, und einzulagern, oder als Erinnerung an den Sommer schmuckvoll aufzuhängen. An diesem Tag ehrt man die Fruchtbarkeit und den Reichtum der Erde.


      Mabon - 23. September

      Um das Gleichgewicht wiederzufinden, hilft die Herbst - Tagundnachtgleiche. Hier bereitet man sich auf den Winter vor, legt Vorräte an und erfreut sich am Licht der goldroten Abendsonne.


      Samhain - 31. Oktober

      Der Schleier zur Anderswelt wird hauchdünn, die Ahnen sind uns sehr nahe und nicht wenige unter uns versuchen gar Verbindung mit ihnen herzustellen, und sie um Rat zu fragen. Der Winter beginnt und das alte Jahr endet. Einst wurde Samhain zum Neumond im November gefeiert, was einige unter uns noch immer praktizieren mögen, eben weil es durch die Übernahme im christlichen Kalender auf Ende Oktober verlegt wurde.


      Yule - 21. Dezember, Wintersonnenwende

      Yule ist die längste Nacht des Jahres, ergo die Wintersonnenwende. Ein letztes Mal herrschen Dunkelheit und Geistwesen über unser Land, doch danach geht es wieder in Richtung Licht. Der Jahreskreis schließt sich und fängt doch wieder von Neuem an, im ewigen Kreis, weshalb man an diesem Tag auch gerne immergrüne Zweigenkränze, z.B. aus Mistel, bastelt und aufhängt. Germanen stellten an diesem Tag auch Tannenbäume auf, um das ewige Grün hervorzuheben, welches gegen die Dunkelheit und die lange Zeit ohne Sonne zu bestehen wusste.






      2. Februar | Luft |Imbolc |Erneuerung
      20. März | Feuer |Ostara |Wiedergeburt
      30. April | Erde |Beltane |Fruchtbarkeit
      21. Juni | Wasser |Litha |Vergänglichkeit
      01. August | Feuer |Lughnasadh |Fülle
      23. September | Luft |Mabon |Völlerei
      31. Oktober | Wasser |Samhain |Anderswelt
      21. Dezember | Erde |Yule |Neuanfang



      Esbat



      Die Esbate sind neuheidnische Festtage und Rituale in der Hexenreligion und in der Wicca. Sie werden zu Ehren der Göttin in Vollmondnächten (manchmal auch in Schwarzmondnächten) gefeiert. Im Hexenglauben ist der Esbat ein Arbeitstag (im Gegensatz zum Hexensabbat als Feiertag). Da für die magische Arbeit die Energie des Vollmondes ausgenutzt wird („Herabziehen des Mondes“), handelt es sich um lunare Festtage.


      Quelle: de.m.wikipedia.org/wiki/Esbat#


      Hinweis: Samhain am 31. Oktober 2020 steht unter dem Zeichen des "Blue Moon" (der Nächste ist erst wieder im August 2023), und somit fallen Esbat und Samhain als Feiertage auf einen Tag. Dies ist ein besonders magischer und auch bedeutender Moment für uns Hexen. Rituale an diesem Tag sind besonders wirksam, ebenso wie auch der Kontakt zur Anderswelt.
      Danke für die Auflistung. Das ist vor allem für Neueinsteiger eine gute Orientierungshilfe. Und was man dir auch lassen musst, du findest immer sehr farbenfrohe und stimmungsvolle Bilder, die den Thread beleben.

      Interessant ist ja,dass die Anordnungen beim Jahresrad so variieren. Mal ist Samhain oben, mal Litha, mal Yule.
      Ich bevorzuge die Version wo Litha oben und Yule unten ist, weil es den Sonnenlauf wiedergibt.

      Die vier Sonnenfeste als Jahreszeitbeginne feiere ich nach Datum, die Kreuzvierteltage, als Höhe- und Wendepunkte der Jahreszeiten allerdings gern nach dem Mond. Wobei, da gab schon im Samahin thread vor einem Jahr das Thema, die ganze Zeit rundherum auch mit dieser Energie aufgeladen ist.

      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend
      Danke Stadthexe das ist wirklich eine hilfreiche Zusammenfassung :)

      Mich würde interessieren, wie ihr die Feste so feiert?
      Ich selbst hatte sie mehr oder weniger im Hinterkopf, möchte mich jetzt aber mehr nach dem Jahreskreis richten.
      Bisher übe ich mich in den kleinen Dingen, meditieren, räuchern, ich achte auf den Mondzyklus und ich lege gerne Karten (bin aber nicht geübt darin weil ich es zu selten mache).

      Bitte versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht darum Rituale zu kopieren, nach meinem Verständnis wäre das auch gar nicht wirkungsvoll. Aber ich suche nach Möglichkeiten, die ich für mich ausprobieren kann.

      Es gibt vielleicht auch spannende Unterschiede zwischen einer Feier in einem Coven oder auch unter Freifliegenden?
      Seit dem abgelaufenen Jahr haben wir eine Ritualgruppe und feiern die Jahreskreisfeste zusammen in der nordisch-germanischen Tradition (Asatru). Das sind bei uns die Sonnenfeste und an jedem zweiten Vollmond nach einem Sonnenfest auch ein Mondfest, was bei den Asatruern nicht immer üblich ist. Bei der Terminierung richten wir uns nach den astronomischen Daten, müssen aber auf die Dienstpläne der Beteiligten Rücksicht nehmen.

      Wir kennen natürlich die keltischen Bezeichnungen der Feste, verwenden aber meist andere. Die Themen der Feste sind gleich oder ähnlich dem keltischen Jahreskreis. Wir beginnen immer mit einem Ritual, in dem das jeweilige Thema aufgegriffen wird, Dau ca. 45 Minuten, danach wird es gesellig, also Essen, Trinken, Musik usw. Bei unseren Feiern sind wir immer frühmittelalterlich gewandet, sozusagen Ritualbekleidung.

      Natürlich gibt es auch Aktivitäten, die allein oder im Familienkreis laufen. Bei uns gab es natürlich einen Julbaum, wir haben in den Rauhnächten täglich Räucherwerk verbrannt, Runen gelegt und uns Gedanken über das abgelaufene und neue Jahr gemacht.

      Mein Ziel ist es, die Zeiten zwischen den Festen auch mit Aktivitäten zu füllen, die für die jeweilige Jahreszeit typisch sind. Auf diese Weise würde ich gern einen noch engeren Bezug zum Kreislauf der Natur bekommen.

      Raginharti
      Das Gott ist eine Vielheit.
      Es umfasst alles, es verbindet alles und es vereint alles.