Hexen und Satan (Satanismus)

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

      Hexen und Satan (Satanismus)




      Die Kirche und auch die Medien verbinden gerne mal Hexen mit dem Satanismus, und dass ist grundliegend falsch. Der Satanismus entstammt der Kirchenmythologie und ist somit rein christlich, wenn auch als Gegenbewegung gedacht. Und doch ist der Satanismus ein Teil des Christentums, allein schon weil Satan an sich eine Phantasiegestalt der Kirche ist. Geraubt von den Heiden, verschmolzen sie einen der hartnäckigsten Götter, nämlich Cernunnos/Herne/Pan, mit dem gefallenen Engel und Lichtbringer Luzifer (welcher in seiner Schönheit und Weisheit Loki ähnelt).

      Im Christentum brennen die Verstorbenen zunächst in einer Vorhölle, ehe sie durch Gebete von Freunden und Verwandten erlöst werden. Als Christ lebt man ohnehin gerne frustriert in Sünde und Verdammung. Der Herr der Unterwelt ist dann der Satan mit seinen Dämonen, welche die Sündiger und alle Ungläubigen auf ewig peinigen. Eine wundervolle Religion des Friedens und des Vertrauens, wenn ihr mich fragt. ;)

      Satanisten wenden sich von den Geißelungen ab, und schockieren damit vordergründig auch nur Geistliche und Gläubige. Und nichts weiter ist diese Bewegung mit ihren sexuellen Praktiken und Tieropfern, ergo ein radikaler Gegenpol zum Christentum. Dumm nur das sich beide dreist bei uns Heiden bedienen, um ihre Sekten/Religionen zu stützen. Dabei geht es bei uns in eine vollkommen andere Richtung.

      Wir ehren und achten die Natur, und auch den unzerstörbaren Kreislauf des Lebens. Unsere Magie und unser Wirken ist echt, im Gegensatz zum Satanismus und Christentum mit ihren Drohungen und Täuschungen.





      Hexen sind nicht mit dem Teufel im Bunde, eben weil wir nichts mit derlei Gestalten anfangen können. Wir unterstehen vielen Gottheiten, darunter die Große Göttin, die Mond - und Muttergöttin, Cernunnos/Herne, Hekate, Jagdgötter, Asen, Geister usw. usf. Wir unterstehen auch der Natur, die Tiere und dem Wind. Wasser und Feuer sind ebenfalls unsere Elemente. Mit düsteren Märchen, auch wenn sehr viele von uns dafür einst brennen mussten, haben wir nichts am Hut.


      Deswegen sollte man den Satanismus und das Hexentum immer von einander abkoppeln, oder wie seht ihr das?
      Files
      Das die Kirche es nötig hätte die alten Götter im wahrsten Sinne zu verteufeln zeigt ja dass der heidnische Glaube offensichtlich nicht so leicht tot zu kriegen war.

      Dass man Heidentum und Satanismus von einander trennen sollte halte ich für eine gute Idee, Frage mich allerdings wie das praktisch funktionieren soll. Soweit ich das sehe ist die ja in erster Linie ein Problem der Leute, dass Hexen in deren Gedanken immer noch Hexen = Satanisten sind. Und ich denke das ist schwer aus den Menschen rauszukriegen.
      Heil Euch

      Es ist ja oft so, dass junge Menschen , die wirklich fed up mit der katholischen Kirche sind, die auch vielleicht Schlimmes mit ihren Vertretern erlebt haben,oder denen das heuchlerische Sakristeigemüffel einfach zum Halse raushängt, zunächst mal Gegenposition beziehen wollen und sich scharf gegen die bigotten Betbrüder abgrenzen wollen. Mangels besserer Kenntnis und ohne je was vom Heidentum gehört zu haben, suchen sie mal das andere Extrem und landen dann oft beim Satanismus, den sie aber eher nach außen als Provokation gegen das Establishment tragen, asl snach innen leben. Denn die Figur des Teufels mit Sex Drugs und Rock ´n Roll ist halt einfach ungleich cooler und viel näher an ihrer pubertären Lebenswelt dran, als der Sandalenprophet. Ich weiß wovon ich rede, ich hatte auch eine wirklich wilde Pubertät.

      Wüssten also viele von denen, dass es sowas wie Neopaganismus gibt, sie würden sich vielleicht sogar dem zuwenden. Aber zumal ihre Sicht ja die ihrer christlichen Erziehung ist, (die schwärzesten Teiufelsanbeter sind meist ehemalige Klosterschüler) sind für sie Pagane und Satan dasselbe. Hauptsache weg vom Altar. Oder noch besser, den Altar gleich mal entweihen. Aus Überdruss und Ekel.

      Verständlich.
      Irgendwann, wenn die Pubertät dann vorbei ist, sollte man aber mit offenen Augen auf die Suche gehen, und anpeilen was man wirklich will. Und da ist Satanismus, wie er tatsächlich verstanden wird, keine vernünftige Alternative mehr.

      Erstens ist er, wie gesagt, ein reines "Auf den Kopf stellen und Persiflieren" aller christlichen Rituale, und das setzt wiederum einen Glauben an den biblischen Gott voraus, sonst brächte es ja nix. Damit allein schon führen sich die Satanisten ad absurdum. Zweitens zielt er auf absoluten Egoismus ab, ist ausgerichtet auf oft illegalen Materialismus , das Manipulieren anderer, in manchen Ausprägungen die Leugnung göttlicher Existenzen und das Ausnutzen von jedem und allem, und achtet das Leben in keiner Form. Dafür fühlen sich die Mitglieder heimlich mächtig, weil sie sich einbilden Dämonen hinter sich stehen zu haben, Die finster-ernsten Herren würden sich bis über den Scheitel ankacken , wenn sie tatsächlich mit so einem konfrontiert wären Ganz abgesehen davon, dass schwarze Hähne abzukrageln tatsächlich kein Zeichen von viel Verstand ist. Und auch nur wieder die altheidnischen Tieropfer karrikiert.

      Das hat alles nichts mit erwachsener Sinnsuche zu tun.
      Da möge man schon lieber zum Spaghettimonsterklan wechseln. Die sind genauso sinnlos, aber wenigstens lustig dabei, auch wenn sie verkappte Atheisten sind.
      (Was meines Erachtens am weitesten von allen Sinnpfaden entfernt liegt)

      Soviel dazu, mehr ist es mir nicht wert
      Grüße Waldstreicher
      Neither country proverbs nor king's commands can keep me out of the woods today. (Lili, Legend)

      Dennis wrote:


      Dass man Heidentum und Satanismus von einander trennen sollte halte ich für eine gute Idee, Frage mich allerdings wie das praktisch funktionieren soll. Soweit ich das sehe ist die ja in erster Linie ein Problem der Leute, dass Hexen in deren Gedanken immer noch Hexen = Satanisten sind. Und ich denke das ist schwer aus den Menschen rauszukriegen.


      Hier hilft nur Aufklärung. Im Internet, durch Literatur oder in privaten/öffentlichen Gesprächen. Wir Heiden sind vielfältig und auch viele, und wir sollten uns in dem Punkt zusammentun. Nur Wenige der "Mainstreamfische", nenne ich sie jetzt mal, wissen das die alten Götter zurückkehren; immer mehr Menschen wieder an indische, ägyptische und nordische Gottheiten glauben, um nur einige zu nennen. Die Esoterik - Szene wächst, und von dort aus ist es nur ein kleiner Schritt für Magier, Hexen und Schamane sich öffentlich zu präsentieren. Es gibt auch gute Youtube - Kanäle von Hexen, die ich gerne verfolge.

      In Sachen Social Media (Youtube, TikTok, Instagram usw.) müssten wir Heiden definitiv mehr aktiv werden, und fleißig Aufklärung betreiben, sowie Interesse wecken.

      Waldstreicher wrote:


      Wüssten also viele von denen, dass es sowas wie Neopaganismus gibt, sie würden sich vielleicht sogar dem zuwenden. Aber zumal ihre Sicht ja die ihrer christlichen Erziehung ist, (die schwärzesten Teiufelsanbeter sind meist ehemalige Klosterschüler) sind für sie Pagane und Satan dasselbe. Hauptsache weg vom Altar. Oder noch besser, den Altar gleich mal entweihen. Aus Überdruss und Ekel.


      Das ist nur legitim, wenn eine Religion ein ständig Ketten anlegt und viele Dinge verbietet. Ist im Islam und Judentum ähnlich, aber unter'm Strich ist alles dasselbe mit dem gleichen Ursprung. Gilgamesh und Utnapishtim lassen grüßen. Als Teenager will man Grenzen überwinden und Ketten sprengen. Da ausgerechnet in so einer perfiden Satanssekte zu landen ist fatal, aber für viele Realität.

      Waldstreicher wrote:


      Zweitens zielt er auf absoluten Egoismus ab, ist ausgerichtet auf oft illegalen Materialismus , das Manipulieren anderer, in manchen Ausprägungen die Leugnung göttlicher Existenzen und das Ausnutzen von jedem und allem, und achtet das Leben in keiner Form.


      Das ist extrem fatal und steht im Gegensatz zum gesamten Hexen - und Heidentum.


      Waldstreicher wrote:


      Dafür fühlen sich die Mitglieder heimlich mächtig, weil sie sich einbilden Dämonen hinter sich stehen zu haben, Die finster-ernsten Herren würden sich bis über den Scheitel ankacken , wenn sie tatsächlich mit so einem konfrontiert wären Ganz abgesehen davon, dass schwarze Hähne abzukrageln tatsächlich kein Zeichen von viel Verstand ist. Und auch nur wieder die altheidnischen Tieropfer karrikiert.


      Karrikiert ist das richtige Wort, denn Tieropfer im Heidentum haben mit Respekt und Würde zu tun. Die Satanisten hingegen wollen nur Blut sehen und ich gehe fest davon aus das sie nicht einmal an diese Phantasiegestalten wie den Teufel und seine Dämonen glauben.

      "Dämon" ist ein abschreckender Begriff, ohne Bedeutung. Dabei ist es wichtig Geister und Naturwesen zu ehren, sind sie doch mehr Teil dieser Welt als es der Mensch jemals sein wird.

      Waldstreicher wrote:


      Das hat alles nichts mit erwachsener Sinnsuche zu tun.
      Da möge man schon lieber zum Spaghettimonsterklan wechseln. Die sind genauso sinnlos, aber wenigstens lustig dabei, auch wenn sie verkappte Atheisten sind.
      (Was meines Erachtens am weitesten von allen Sinnpfaden entfernt liegt)


      Atheisten stellen sich in erster Linie auch gegen das Christentum, und sind wissenschaftlich fundierte Antichristen, ergo Satanisten nur in grün. Sie koppeln sich nicht wirklich vom Christentum ab, sondern sind immer noch Teil davon. Noch dazu ist die Wissenschaft keine Religion, und oftmals nicht minder grausamer als gelebter Satanismus. Mit der Ehre und Achtung der Natur hat Wissenschaft wenig zu tun, sondern viel mehr mit Wirtschaft, Politik, Macht und Geld. In so einem System bleibt der Fortschritt gerne mal auf der Strecke.

      Menschen in so einem Gesellschaftsgefüge sind dann oft verloren, werden depressiv und sind vom sogenannten "Call of the Void" geplagt, ergo der dunklen Stimme, die einfach sagt "spring", wenn sie an Klippen, Balkonbrüstungen oder auf Dächern stehen. Das ist bei verlorenen Seelen wie Atheisten keine Seltenheit, und wohl Teil der natürlichen Selektion.



      Was Hexen (Magier, Schamane, Voodoo - Priester etc. oder Heiden im Allgemeinen) und Satanisten betrifft, so haben diese nichts miteinander gemein, oder gar zu schaffen. Traurig sind jene irregeleitete Hexen, die tatsächlich meinen den Teufel anbeten zu müssen, um richtige Hexen zu sein. Aber dies sind dann auch nur verlorene Christen, und sie sind noch sehr weit davon entfernt Neopaganisten zu sein (oder zu werden).
      Es kommt halt auch drauf an wie man Heidentum definiert.....imho ist es ein Überbegriff der alle nicht-abrahamitischen Religionen umfasst, und das gehört der Satanismus (von dem es auch sehr viele verschiedene Varianten gibt) technisch gesehen dazu.
      “All utopias are dystopias. The term "dystopia" was coined by fools that believed a "utopia" can be functional.” ― A.E. Samaan
      @Stadthexe

      Also die Idee Leute über social Media über das Heidentum aufzuklären finde ich prinzipiell nicht schlecht. Machst du bereits etwas in der Richtung?
      Ich hätte tatsächlich schonmal die fixe Idee hobbymäßig einen Blog im Internet zu schreiben- zu allen möglichen die Themen die mich gerade bewegen, also nicht speziell zum Heidentum, wobei das sicher auch eine Rolle spielen würde. Persönlich finde ich es auch ärgerlich das es zum Kemetismus nur so wenig auf deutsch gibt. Da müsste auch Mal jemand Abhilfe schaffen.

      Wikinger wrote:

      Bei uns gibt es keinen Teufel, Voodoo Priester, sondern wir haben die Nornen und Hel. Aber das hat nicht mit Satanismus und Voodoo zu tun.


      Ich persönlich denke das Voodoo heidnischer Natur ist, und somit zum breit gefächerten Heidentum zählen könnte.

      Voodoo kennt nur einen Gott, dieser wird französisch Bondieu („Guter Gott“), davon abgeleitet kreolisch Bondye genannt. Da Bondieu allerdings so gewaltig ist, dass der Gläubige sich nicht direkt an ihn wenden kann, gibt es die Loa als Vermittler. Bei den Loa handelt es sich um göttliche Geistwesen, in deren Macht es steht, Dinge zu verändern. Für den Voodoo-Gläubigen sind die Loa Racine, die Familien-Loa, deren Anbetung innerhalb der Familie schon seit Generationen stattfindet, dabei die wichtigsten Ansprechpartner.


      Quelle: de.m.wikipedia.org/wiki/Voodoo…Haiti%20beheimatet%20ist.



      Ganz sicher bin ich mir noch nicht, weil ich mich zu wenig mit Voodoo befasst habe, ehrlich gesagt.

      Slaves were baptized into the Roman Catholic Church upon their arrival in Haiti and other West Indian islands. However, there was little Christian infrastructure present during the early 19th century to maintain the faith. The result was that the slaves largely followed their original native faith. This they practiced in secret, even while attending Mass regularly.

      An inaccurate and sensational book (S. St. John, "Haiti or the Black Republic") was written in 1884. It described Voodoo as a profoundly evil religion, and included lurid descriptions of human sacrifice, cannibalism, etc., some of which had been extracted from Voodoo priests by torture. This book caught the imagination of people outside the West Indies, and was responsible for much of the misunderstanding and fear that is present today. Hollywood found this a rich source for Voodoo screen plays. Horror movies began in the 1930's and continue today to misrepresent Voodoo. It is only since the late 1950's that accurate studies by anthropologists have been published.


      Quelle: pagan.wikia.org/wiki/Voodoo


      Im germanisch-nordischen Paganismus sind es natürlich Hel und die Nornen, welche man untersteht. Die Unterweltgötter sind hier unsere "Ansprechpartner", was das betrifft, und weniger Luzifer/Satan wie im Satanismus oder die Geistwesen des Voodoo. de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Geistwesen_im_Voodoo
      Es tut mir leid wegen Doppelpost, aber ich muss das irgendwie trennen. ;)

      Dennis wrote:

      @Stadthexe

      Also die Idee Leute über social Media über das Heidentum aufzuklären finde ich prinzipiell nicht schlecht. Machst du bereits etwas in der Richtung?
      Ich hätte tatsächlich schonmal die fixe Idee hobbymäßig einen Blog im Internet zu schreiben- zu allen möglichen die Themen die mich gerade bewegen, also nicht speziell zum Heidentum, wobei das sicher auch eine Rolle spielen würde. Persönlich finde ich es auch ärgerlich das es zum Kemetismus nur so wenig auf deutsch gibt. Da müsste auch Mal jemand Abhilfe schaffen.


      Ich wusel derzeit nur in diesem Forum, was den Neopagnismus und das Hexentum betrifft. Hätte ich mehr Zeit, wäre ich bestimmt aktiver in den Sozialen Medien aktiv, und würde fleißig Aufklärungsarbeit betreiben. Das mit dem Blog finde ich eine geniale Idee von dir, und ich hoffe das du diesen Weg auch weiterhin verfolgst. ;)