DIE GÖTTER IM JAHRESKREIS

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      DIE GÖTTER IM JAHRESKREIS

      Liebe Alle
      Auf Anregung Alvaras möchte ich hier diesem Thread starten und alle einladen, eure persönlichen Wahrnehmungen beizusteuern, damit sich ein buntes und lebendiges Bild ergibt und wir Anregungen austauschen können.

      Meiner Empfindung und Erfahrung nach sind folgende Götter mit den korrespondierenden Jahresfesten und -Zeiten besonders verbunden:

      TEIL EINS : YULE BIS SONNWEND

      YULE
      (D)anu die Urmutter, die das Licht gebiert
      Donner (Thorr) Als Herr der Feste, Beschenker und Beschützer der Menschen (einer der "Weihnachtsmänner")
      Wodan (Odinn) Als Wanderer zwischen den Schwellenzeiten, Reiter durch die Rauhnächte "Ur-Nikolaus"- Figur und ebenso Bilanzzieher des Jahres
      Das Lichtkind (den ich als den jungen Belenos sehe)
      Freyr dessen Eber Gulinborsti das Sonnenrad wieder anstößt am tiefsten Punkt und der als winterlicher Lebensgeist für die Freude und den Frieden sorgt
      Uller Als prächtiger Gott des Winters
      Percht und Holla Also die "jenseitig-ewig weise und weiße" Göttin, die die Seelen lenkt und beschenkt
      Cernunnos der als Ur-Erdvater die wilden Geister des Waldes führt und der als magischer Hirsch durch den Winterwald geht
      Der winterliche Grüne Mann Der als Lebensgeist in immergrünen Pflanzen die Hoffnung weiterträgt (die dritte Weihnachtsmannfigur)

      Januar (Steinbock)
      Ziu/Tyr
      als Herr über die Ordnung, den Sonnenlauf, als kristalliner Himmelvater
      und Uller
      Forseti als gerechter Richter
      Var als Wahrerin der Verträge
      Snotra als Hüterin des richtigen Benehmens

      IMBOLC
      Brigid/Wilbeth Als junge, weiße, verspielte Göttin (kindliche Kaiserin), die Herrin, die den Winter zum Rückzug treibt

      Februar (Wassermann)
      Brigid auch als Göttin der Poesie und Musik
      Loki von seiner kindlich-närrischen Spielfreude, seiner Kreativität und Unbekümmertheit her Und von seiner Liebe zur Verkleidung und Travestie- in der nichts festegelegt ist und noch alles sein kann

      März (Fische)
      Njörd
      Als Herr der Meere
      Danu als Herrin der Flüsse
      Laga/Saga als Göttin der wissenden Wasser der alten Quellen und der Mythen
      Sowie alle Quell- Bach und Brunnengottheiten, wenn das Fließen in die Welt zurückkehrt
      Anu als Urmutter
      Nemetona Als Göttin der Heiligtümer

      OSTARA
      Donner/Thorr
      Als Impulsgeber des neuen Lebens
      Idunn als Göttin der ewigen Jugend
      die ganz junge Freyja als "Ostara"
      Blodeuwedd/Flora als Göttin der Blüten und des Frühlings

      April (Widder)
      Donner (als Patron des Sternzeichens Widder)
      und alle oben genannten

      BELTAINE
      Freyr
      als junger Erdgott, als Gott der Lust und Liebe und Fruchtbarkeit
      Freyja in ihrem Liebes und Lustaspekt
      Die Waldgötter (Arduinna, Uedinia, Widu, Greenman...)
      Cernunnos als Herr der Tiere und des Lebenszyklus

      Mai (Stier)
      Alle oben genannten
      Fulla/ Rosmerta Göttin der Fülle und der Verwaltung der Güter

      SOMMERSONNWEND
      Baldur und Hödur
      (Licht und Dunkelheit, Zwillingzeit)
      Sunna Sonnengöttin
      Belenos und Belisama Als Götter des Lichtes und des Sommers

      Juni (Zwillinge)
      Alle oben Genannten
      Hermod (Hermes) Als Licht - und Luftgott der Sprache, der Geschwindigkeit, der Kommunikation und des leichten Intellekts
      Wodan als Wanderer, Wissender, Herr der Sprache und der Schrift
      Bragi als glänzender Vortragender

      teil 2 folgt in Bälde
      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend
      TEIL 2
      JULI BIS DEZEMBER

      Juli (Krebs)
      Selene, Ibormeith(bzw andere Mondgöttinnen - da der Krebs den Mond und das Seelenleben regiert)
      Fulla, Aine (Göttinnen der Fülle und des Sommerreichtums)
      weiter Belenos und Sunna

      LUGHNASAD
      Donner /Thorr (reife Ernte, Sommergewitter, aber auch Hitze)
      Sif (Erde, Ernte Fülle)
      Lugh (als reifer Sonnengott und Vollender des Königtums)

      August (Löwe)
      Der Wandel von Belenos zu Balor zu Lugh und natürlich die reife Sunna

      September (Jungfrau)
      Jörd (Erdmutter)
      Ambeth (reife Muttergöttin)
      Frigg (in ihrem Erdaspekt)
      Eir (die Heilerin in der letzten großen Phase des Kräutersammelns)
      und wieder Sif für die Ernte

      HERBSTGLEICHE
      Astraea (Herrin der gütigen Gerechtigkeit, des Ausgleichs und des goldenen Zeitalters)
      Frigg (in ihrem Luftaspekt, aber auch in ihrem Liebesaspekt und als Kulturgöttin)
      Modron (herbstliche Erdmutter)
      Göttin des goldenen Lichtes
      Wodan

      Oktober (Waage)

      alle oben genannten

      SAMHAIN
      Cerridwen
      (als Hüterin des Kessels der Wiedergeburt)
      Borbeth (als der Aspekt der Alten)
      Caellach
      Eir (als Heilerin)
      Holle/Hel
      Hekate


      November (Skorpion)
      alle oben genannten, aber für das Sternzeichen auch:
      Freyja (in ihrem sexuellen Aspekt und auch in ihrem Hexenaspekt)
      Baduhenna, Andraste (und weitere Kriegs- und Kampfgöttinnen)
      Isis, Anu (Umfassende Muttergöttinnen)

      Dezember (Schütze)
      Artio
      (als jagende Herrin der Wildnis)
      Arduinna, Flidais (und andere Göttinnen der Wälder)
      Skadi (als unabhängige Herrin des Winters)
      und wieder die kämpferischen Aspekte der Göttinnen
      sowie Götter die mit Reisetätgkeit verbunden sind

      Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, würde ich mich freuen und ich denke, ich kann da auch im Namen Alvaras sprechen, wenn ihr durch Eure Sicht die Liste ergänzt, erweitert, anregt und auffüllt.

      Mögen die Götter euch das ganze Jahr begleiten
      wünscht Euch
      Euer Streicher









      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend
      Heil Euch....und schönes Ostara.
      Möchte wieder einmal ein (kleines?) Erlebnis mit Euch teilen, das ich vor ein paar Tagen die Freude hatte, zu erleben.

      Hatte am späten Vormittag gerade einiges an Erledigungen fertig, während denen mir unvermittelt FREYJA in den Sinn gekommen war, und dass sie, wie alle großen Gottheiten in ihrem Wesen alle Elemente gleichermaßen birgt. Ich begann in Gedanken mit ihr zu sprechen, das kam mir dann aber, neben profanen Erledigungen unpassend vor und ich versprach, mir nachher die Zeit zu nehmen, mich dieser Konversation ganz zu widmen.

      Ich hatte das dringende Bedürfnis, so seltsam das jetzt auch klingen mag, sie an-zu-beten. Also nahm ich nach getaner Arbeit wo ich grade war, den nächstbesten Waldeinstieg. Es war frühlingsherrlich, warm, duftend und rings von Primeln und Ehrenpreis und Leberblümchen reichst überblüht. Der steile Wiesenhang, den ich hinaufging (ich kenne ihn seit langem) führt zwischen Mischwald auf eine Hügelkante hinauf und punktuell sind ihm ein paar alte knorrige Apfelbäume eingestreut. Damit war Idunn ebenso präsent, denn die Apfebäume setzen bei uns schon Blüten an.

      Obgleich die Ostarazeit für mich eine Zeit Donars und Idunns ist, sehe ich in Ostara doch die junge Freyja. Auch wenn ihre Hoch-zeit Beltaine sein mag, ist sie doch die Herrin der blühenden Pflanzen und als Patronin über die junge Geschlechtlichkeit ist ihr erster Jahreskreisauftritt sicherlich jener, der österlichen Göttin.
      Ich stieg also den Hang hinauf, in etwa auf zwei Drittel seiner Höhe, dann drehte ich mich um, mit dem Blick ins Tal. Rundum stehen die ersten echten Schlüsselblumen. Man sieht nur weit entfernt die Siedlungen, der Wald schottet einen gut ab.
      Ich atmete tief ein und begann mein Gebet. (Ich habe es für Euch hier festgehalten, inhaltlich, wie auf dem Hang, doch, weil ich es der Göttin versprochen habe, den ersten Teil von der Form etwas repräsentativer in Stabreime gegossen.)

      Freyja, Vanadis, Wunderbare!

      Erde eignet dir, ew´ge Erfreuerin,
      Wandlerin wanischer Wunderwiesen,
      gereifter Genuss und geile Gelüste
      beben im Boden, blumenberauscht

      doch frei fliegend auch fährst du flatternder Flügel
      jauchzend und jagend, jubelnd und jäh,
      wendend und wirbelnd wann immer du willst
      bestäubst und betäubst bereite Blüten

      Stichflammen doch stößt du in stöhnende Seelen
      fauchendes Feuer verbrennt die Verliebten
      küssende Kinder , krachender Kampf,
      Extase und Ende einst du ewig

      und tauchst in und aus den Tiefen des Todes
      mächtig und magisch mäandert Macht
      Gefühle fangen sich fließend in Fluten
      Liebe lehrt Leben in deinem Licht

      Du, hohe Göttin, die du immer in meinem Leben so viel Raum eingenommen hast,
      mir die wichtigsten Entscheidungen mit dem Herzen hast treffen lassen,
      ohne dich hätte ich dutzende Abenteuer und viel Lust nicht erlebt,
      ohne dich hätte ich meine Familie nicht,
      ohne dich hätte ich nie meine Musik geschrieben,
      und ohne dich hätte ich die Todesverzweiflung brennendner Sehnsucht nie gespürt,
      doch die tausenden Freuden wiegen die tausenden Tränen auf.
      DIch grüße ich, dich möchte ich ehren, oh Freyja, mächtige Göttin, die für die meisten von uns die erfahrbarste Göttin ist.
      Ich bin dir nahe und spüre dich. Obwohl ich nicht einmal einen Bruchteil dessen zu ahnen vermag, wer du wirklich bist.
      Heil dir, Vanenkönigin in dieser, deiner ersten Blütenzeit im Jahr.


      - Und gerade als ich den letzten Satz geendet hatte, huschte ein Schatten über den wolkenlosen Himmel, den ich zunächst nur aus den Augenwinkeln wahrnahm. Und - unerfunden - als ich meinen Blick hebe, merke ich, es ist ein Falke, der seine Bahn über mir zieht.

      Glücklich und tief bewegt stieg ich wieder hinab ins Tal und als ich mich dem Platz näherte, wo ich mein Fahrrad abgestellt hatte, saß vor mir ein hübscher hellbraune Feldhase im Gras und ließ sich durch mich nicht im geringsten beim Fressen stören. Ich wartete bis er davon gehoppelt war und fuhr tief zufrieden, ostarabeschenkt, heim.

      Wieder einmal habe ich erlebt, dass die Götter reagieren, wenn man ehrlich zu ihnen spricht.
      Wir sind also immer in Kontakt, auch wenn wir das manchmal vergessen mögen.
      Möge Euch Idunn Schwung, Thor Tatkraft und Freyja Liebe schenken.

      Übrigens hab ich mir erst vor kurzem, erstmalig zwei (coole) heidnische T shirts zugelegt. EInes davon mit einem wunderschönen, größen Freyjamotiv. Irgendwie werd ich es jetzt noch lieber tragen :)

      Euer Waldstreicher
      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend
      Ein wunderschönes und tief greifendes Erlebnis lieber Bruder. Ich freue mich sehr mit Dir über die Antwort der großen Göttin.

      Vielen Dank fürs Teilen!

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Danke dass du dieses Erlebnis mit uns teilst Waldstreicher, dein Gebet hat mich sehr berührt.

      Waldstreicher wrote:

      Wieder einmal habe ich erlebt, dass die Götter reagieren, wenn man ehrlich zu ihnen spricht.

      Wie wahr :love16:

      Ich durfte gestern auch ein göttliches Geschenk erleben:
      Direkt vor dem Fenster steht eine Straßenlaterne, üblicherweise stört sie mich, ich hätte gerne mehr Natur um mich herum.
      Dann fing es sachte an zu schneien, kleine Flocken im Lichtschein, darunter neblige Regentropfen, die auf die Straße fielen.
      Es war faszinierend, die Flocken tanzten, der Wind tanzte!
      Auf und ab, wirbelte nach links und schwang nach rechts.
      Ich sah den Frühling im nächtlichen Wintersturm, einfach wunderschön :love:
      BELTAINE

      Als Heide, der in Nichtheidnischem Umfeld lebt, und kaum andere Heiden in der physischen Welt kennt, bin ich gerade bei den Jahreskreisfesten, die keine große "leitkulturelle Entsprechung" aufweisen, quasi auf mich selbst zurückverwiesen und zelebriere sie oft auf kleine aber intensive Weise nach meinem eigenen Rezept.

      Bei Beltaine verhält es sich so, dass ich den Stiervollmond als spirituelles Fest begehe, also nach innen hin, und den ersten Mai bzw die Walpurgisnacht davor, eher nach außen hin.

      Dieses Jahr hatte ich wieder ein paar sehr schöne Erlebnisse dabei. Am Tag vor dem Beltainemond war ich zusammen mit unserer jüngeren Tochter und meiner Frau nach (coronabedingt) wirklich langer Zeit wieder zum erstenmal auf einen kleinen Ausflug, bloß eine halbe Stund Autofahrt vo uns entfernt, aber es war ein heller Tag über Feld und Wiese und der wilde Fluß, der dort fließt, der Kamp, lud uns ein, unsere Schuhe auszuziehen und in seinen seichten Kieselbänken zu waten, mit einem Versprechen auf Sommer in der Nase.

      Am Tag vor dem Beltainevollmond hatte ich eine ganz intensive Begegenung mit einer mir fremden Katze, die mir garnichtmehr von der Seite weichen wollte.

      In der Nacht des Beltainemondes habe ich mir statt des Feuers eine Kerze angezündet und mich mit den Rest meines besten im letzten Jahr fertiggestellten Likörs, den , wie ich ihn nenne, Elbenwein, und zwei Räucherstäbchen in den Garten begeben wo ich weit über die Felder bis zu den Waldhügeln sehen kann und einen guten Blick auf den Vollmond genieße. Dann hab ich den Elbenwein mit der Göttin geteilt, Freyja und Freyr angerufen, ihnen das beste gewünscht, meine Schuhe weggekickt und um die Kerze getanzt, bis mir schwindelig war. Das Rauchopfer stieg in den hellen Nachthimmel und ich war zufrieden. Danach hatte ich aber plötzlich Lust auf Waldmeisterlikör. (hab schon Jahrelang keinen mehr gemacht)

      Tags darauf, (am Morgen hatte ich mir mit dem Tau das Gesicht gewaschen) ein schwirrender, heller vanischer Tag, hatten wir, wie oft, die Hunde meiner letztes Jahr in die Anderswelt gegangenen Schwiegermutter zur Pflege. Ich leinte sie an und machte mich auf, in den Wald.

      Als ich den Waldrand erreichte, bat ich die Herrin der Wälder darum, Waldmeister zu finden. Der Wald sang und vibrierte förmlich vor vanischer Kraft. Gerade, dass man die Elfen nicht tanzen sah. Ich begegnete keinem Menschen und traf Schöllkraut, Löwenzahn, Himmelsschlüssel, Günsel und Gundermann, Leberblümchen und Lungenkraut. Was ich nicht traf, war Waldmeister.

      Jedesmal, wenn ich umkehren wollte, lockte mich die nächste Wegbiegung, der nächste Horizont. So ging ich weiter, eine Stunde, vielleicht mehr. Und so kam ich in einen Teil des Waldes, den ich noch nie betreten hatte. Nun kam ich an reichen Kollonien von Buschwindröschen vorbei. Und an einem großen, direkt am Wegrand liegenden Kissen mit kleinen, feingrün leuchtenden Pflänzchen, deren weiße Blütenköpfchen noch tief zwischen den Blattachseln saßen. Ich verlor nicht viel Aufmerksamkeit darauf und dachte unhinterfragt, ah, Feldsalat.(Valerianella) Obwohl ich wissen sollte, dass der Standort recht untypisch wäre.

      Irgendwann kam der Punkt, an dem ich zu den Hunden sagte: Gut, wir kehren um. Die Wanderung war schön, aber Waldmeister scheint es keinen zu geben. Entweder, weil er in diesem Teil,des Waldes nicht wächst, oder wir sind zu früh, weil der April doch recht kühl war, möglicherweise kommt er später heraus.

      Auf dem Rückweg passiere ich wieder das Kissen mit dem "Feldsalat", tat einen zweiten Blick darauf und auf einmal traf es mich wie Donners Hammer: Bei all meiner jahrelangen Kräuterarbeit war ich noch nie so an der Nase rumgeführt worden. Von wegen Feldsalat! Eine schönere Kollonie Waldmeister konnte es nirgendwo geben.

      Nun, wir wissen, dass gerade an Beltaine die Naturgeister gern ein wenig Schabernack mit uns treiben- und ich würde es nicht ausschließen, dass das hier passiert ist. Ich gestand den Hunden gegenüber ein, ziemlich dämlich zu sein. Dann sank ich auf die Knie, dankte der Maiengöttin und nahm mir von ihrem Geschenk. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es eine Reaktion auf meine Opferung des Elbenweines am Tag davor war. Ein kleiner Teil wanderte in eine starke Maibowle, und der Rest liegt nun in 80 prozentigem Korn und reift seinem Likördasein entgegen.

      Zu Walpurgis werde ich wieder aus dem Stamm des letzten Weihnachtsbaumes einen kleinen Maibaum machen und im Garten aufstellen. Und vielleicht ein Feuer entzünden, wenn die Familie mag und das Wetter es erlaubt. Und es wird gut, denn meine "Beltainebegegnung" mit der Göttin habe ich ja schon gehabt.

      So kann Beltaine auch sein.
      Ich wünsche euch gesegnete hohe Maien, ob nun beim extatischen Tanz um den Maibaum, oder beim stillen Meditieren, oder beim Waldmeistersammeln.

      Euer Waldmeister--- ähm ..streicher
      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend
      Hallo lieber Bruder,

      wieder ein wunderbares Erlebnis, dass Du hier mit uns teilst. Vielen Dank dafür!

      Viel Freude an Walpurgis beim Tanz um den Maien.

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Hallo Waldstreicher,
      na, da haben die Waldgeister aber ihre Freude mit Dir gehabt. ;)
      Verspieltes Völklein. :D

      Auch Dir (und natürlich Dir, liebe Wölfin) ein wundervolles Beltaine!
      (Ich feier mein "spirituelles" Beltaine zum "Blumenmond", dh. erst am kommenden Vollmond. Ist also noch etwas hin. ;) )

      Herzliche Grüße
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
      zu lernen, zu lehren, zu wachen
      Geboren in der Sterne Welten
      Wandern und wandeln sie
      Die Drachen
      ©Siat



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      Hallo liebe Alle,
      und Sei mir begrüßt, Siat und danke für deine lieben Wünsche.

      Du feierst also am nächsten Vollmond.

      Das wäre dann technisch der, der im Stier - bzw im Mai als Neumond entsteht, allerdings erst im Zwilling (aber immerhin noch immer in Mai) zum Vollmond reift. - Ist das so gemeint? Oder ist es wegen dem Blumenmond?
      Aber also jedenfalls andersrum als ich - jetzt. (Deine Methode hatte ich auch eine zeitlang im Veruchsmodus, hab mich dann aber davon verabschiedet)

      Und damit wären wir bei einer weiteren der vielen betrachtungsphilosophischen Fragen im Neuheidentum. Welchen Pfad nimmt man? Den des geborenen oder den des vollendeten Mondes? Da haben´s wohl diejenigen einfacher, die nach dem Kalenderdatum gehen. Aber ich feier meistens beides (wie bereits erwähnt) Den Mond innerlicher, das Kalenderdatum äußerlicher.

      Natürlich ist die ganze Zeit um den Termin erfüllt von der Energie des jeweiligen Festes. Es ist nicht bloß an einem Tag Beltaine. Dennoch hab ich es oft erlebt, dass zum Beispiel am Löwe - Vollmond das herrlichste Lughnasad- Sommerstrahlbrütflimmerwow-Wetter herrscht, und exakt am Tag danach ein Kälteeinbruch kommt. Außerdem halte ich den jeweiligen Vollmond doch für den Höhepunkt der Zeit und auch für den besten Zeitpunkt für Rituale.

      Nur....und anhand einer Randbemerkung wie Deiner, liebe Siat, wird das wieder mal offenbar: Welchen nimmt man?
      Es ist vielleicht kein Fass, aber zumindest eine Flasche, die ich hier aufmachen möchte.

      Die von mir geschätzte Vicky Gabriel hat da eine einfache Berechnungsmethode. (die Du wahrscheinlich eh kennst) Sie berechnet den ersten Neumond nach der WSW als den Nullermond des neuen Jahres. Der zweite ist dann Imbolc, der fünfte Beltaine und so fort. Ich persönlich bin, da für mich, wie nicht für alle Heiden, die Astrologie eine wichtige Rolle spielt, nach Jahren des Versuchens zu einer noch einfacheren Variante übergegangen.
      Und zwar: Vollmond im Wassermann - Imbolc, Vollmond im Stier - Beltaine, Vollmond im Löwen - Lughnasad und --- (ich höre schon die Aufschreie mancher) Voll- (ja) mond im Skorpion - Samhain. Das gilt natürlich nur für mich, hat sich aber aus meiner Sicht (interessanterweise auch vom Wetter) meist als am stimmigsten erwiesen. Ich halte auch das Feiern zu halben Monden (zB. IMbolc am zunhmenden Halbmond) für Passform - Konstruktionen. Lasse aber jedem seine Sicht.

      Auch der Usus Samhain am Schwarzmond zu feiern hat eher signaturtechnische Gründe, denk ich. Finster war´s der Mond schien---nicht. Auch gut. Hab ich aber noch nie so gespürt. Und zumindest während der letzten Jahre war am elften Neumond des Jahres das Wetter frühlingshaft bei uns und es konnte sich kein rechtes Samhainfeeling einstellen.

      Keine Ahnung, ob das ein Luxusproblem ist, und vielleicht eh niemanden außer mich interessiert. Aber ich hab schon jahrelang herumprobiert, verglichen, mir Gedanken und Gefühle gemacht, denn ich halte den richtigen Zeitpunkt nicht für sooo unwesentlich, was den Fluss der Jahresfeste anlangt. Und was bei den Sonnenfesten datumsverlässlich klar ist, da sie ja den absoluten Beginn einer Jahreszeit darstellen, ist bei den Kreuzvierteltagen, die ich als Höhe- und Wendepunkt jeder Jahreszeit sehe, längst nicht so klar.

      Und nun an alle: Kratzt das wem? Und wenn ja, welche Methode und warum, ist Eure?

      vollmundige--nein vollmondige Grüße
      Streicher
      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend