DIE GÖTTER IM JAHRESKREIS

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      Hallo und guten Abend (oder schon fast gute Nacht ;) ), lieber Streicher!
      Ein sehr feines Fläschchen, was Du aufmachst! Mal sehen, wie es uns munden wird. ;)
      *lächel* Nun, ich gehöre zu jenen, die mit Astrologie in der Tat so gar nichts anfangen können. Ich habe mich mehrmals damit versucht.. Aber nein... Das ist nicht mein Weg. Sie "spricht" nicht zu mir.
      Und bei mir ist es in der Tat so, dass meine "Mondmonate" von Schwarzmond zu Schwarzmond (dh. vom nicht sichtbaren Mond zum nächsten) laufen. Das fühlt sich für mich ("energetisch") stimmiger an.
      Z.B. war und ist Samhain für mich schon immer mehr ein Schwarzmond fest. Natürlich kann ich Samhain auch zum Vollmond feiern, aber da hat die Samhain-Energie eine vollkommen andere "Färbung". Ein "dunkles" Samhain für mich anders an als ein "lichtes".
      Beltaine ist für mich mit schon sehr deutlichen sommerlichen Energien verbunden. Es ist für mich das Tor in den Sommer, und (das mag kitschig klingen) sehr stark mit dem Eintreffen der Mauersegler verbunden. Es ist für mich DAS Vollmond-Fest.-Auch auf energetischer Ebene. Und so wie Beltaine das Tor in den Sommer, die Wärme, das Leben und die Fülle ist, ist Samhain das Tor in den Winter, die Kälte, des Todes und der Kargheit.
      Meine "Daten" habe ich darüber hinaus mit dem hinduistisch-vedischen Kalendersystem abgeglichen. ;)
      Warum? Nun, für mich war es eigentlich einge logische Konsequenz, denn die vedische Religion ist eine der ältesten Traditionen, die in einer tatsächlich Jahrtausende alten und ununterbrochenen Linie steht, weitergegeben und gelebt wird. Und wir sind durch unsere gemeinsamen indoeuropäischen Wurzel enger verbunden, als mit so manch andere "Systemen".
      Der vedisch-hinduistische Kalender ist ein Mondkalender (wobei es dort tatsächlich nach "Bundesland" unterschiedlich sein kann, ob jetzt der Monat mit dem Neumond oder dem Schwarzmond beginnt). Am Neumond Okt./Nov. findet ein Lichterfest statt, dass u.a. Neujahrsfest und ein Fest der Toten/Seelen ist. Nun... Jedenfalls SEHR "samhainisch". ;)
      Für mich gab es daher überhaupt keinen Zweifel, meinen Kalender dem entsprechend anzupassen. Und *schwupps* fielen für mich alle Puzzelteile an ihren Platz.
      Und ich muss zugeben: tatsächlich hab ich erst heuer bewusst erfahren, dass der Mai-Vollmond "Blumenmond" genannt wird, was mich in sofernt amüsiert hat, als dass es halt einfach passend ist.

      Waldstreicher wrote:

      Welchen Pfad nimmt man?

      Ich gestehe: Ich bin da vollkommen pragmatisch. Für mich gibt es da kein "richtig" oder "falsch", sondern nur ein "anders".
      Und ich finde: Feste soll man feiern, wie sie fallen ;)
      Mir bereitet es keinerlei Probleme, zusammen mit anderen zu feiern, die andere "Kalendersysteme" haben (wobei... Zugegeben... Wenn hierzulande jemand jetzt Samhain statt Beltaine feiern würde... Wäre ich tatsächlich wenigstens reichlich irritiert). Ob ich jetzt am "Fixtermin" (mit anderen) feier oder zu Vollmond...
      Und ich unterschriebe zu 100% was Du schreibst:

      Waldstreicher wrote:

      Natürlich ist die ganze Zeit um den Termin erfüllt von der Energie des jeweiligen Festes. Es ist nicht bloß an einem Tag Beltaine.


      Waldstreicher wrote:

      Nur....und anhand einer Randbemerkung wie Deiner, liebe Siat, wird das wieder mal offenbar: Welchen nimmt man?

      Ich denke, auch da ist es letztlich wie bei so vielen Dingen auf den heidnischen Pfaden:
      Es gibt dafür (zumindest meines Erachtens) keine allgmeingültige Antwort. Das muss/kann/darf/soll jede*r für sich selbst herausfinden.
      Und ich empfinde es auch als eine sehr spannende Reise, weil sie tief in die Erfahrungen mit den Energien des Landes, der Natur, der Jahreszeiten, des Mondes und (ggf.) der Sonne und gewiss auch anderer Dinge führt/führen kann (wenn man sich darauf einlässt).

      Waldstreicher wrote:

      Ich halte auch das Feiern zu halben Monden (zB. IMbolc am zunhmenden Halbmond) für Passform - Konstruktionen. Lasse aber jedem seine Sicht.

      Jap. Auf mich trifft das z. B. zu. Das korrespondiert einfach mit meiner Wahrnehmung von der Energie der Feste.


      Waldstreicher wrote:

      Und zwar: Vollmond im Wassermann - Imbolc, Vollmond im Stier - Beltaine, Vollmond im Löwen - Lughnasad und --- (ich höre schon die Aufschreie mancher) Voll- (ja) mond im Skorpion - Samhain. Das gilt natürlich nur für mich, hat sich aber aus meiner Sicht (interessanterweise auch vom Wetter) meist als am stimmigsten erwiesen. Ich halte auch das Feiern zu halben Monden (zB. IMbolc am zunhmenden Halbmond) für Passform - Konstruktionen. Lasse aber jedem seine Sicht.

      Wie erwähnt habe ich die astrologische Variante auch schon mal ausprobiert... Aber wenn der Zugang dazu fehlt und sich das mit der "energetischen Wahrnehmung" beisst... Ist es halt etwas ungünstig.
      Ich finde es sehr spannend, dass sich trotz der Unterschiede eben doch ähnliches Erleben auftut, denn auch ich habe die Wiederspiegelung in der Natur. *lach*
      Wobei auf der anderen Seite vielleicht auch gar nicht so überraschend. Letztlich folgt Energie der Aufmerksamkeit. ;)


      Waldstreicher wrote:

      Auch der Usus Samhain am Schwarzmond zu feiern hat eher signaturtechnische Gründe, denk ich. Finster war´s der Mond schien---nicht. Auch gut. Hab ich aber noch nie so gespürt. Und zumindest während der letzten Jahre war am elften Neumond des Jahres das Wetter frühlingshaft bei uns und es konnte sich kein rechtes Samhainfeeling einstellen.

      *lach* Das ist spannend. Bei uns war grundsätzlich spätestens am Tag nach "meinem" Schwarzmond fette Nebelsuppe und kalt. Ja. Das natürlich schlug auch dann immer mal wieder das Wetter wieder etwas um... Aber wie gesagt: Samhain (um bei dem Beispiel zu bleiben) ist ein Tor. Es beginnt eine Zeit. Und nicht *PUFF!* Jetzt ist es aber so. Wenn Du verstehst, was ich meine?
      Und letztlich: Wie Du "richtig" schreibst: DU hast es nie so gespürt. Das bedeutet eben nicht, dass andere, wie z.B. ich, es nicht spüre(n), oder gar, dass Deine Wahrnehmung "richtiger" wäre als meine. ;) Es ist halt... "anders".
      Es könnte bei mir allerdings auch etwas damit zu tun haben, dass für mich diese "Mondfeste" sehr, sehr eng mit der Göttin (wie ich sie erlebe) zusammenhängen, und die erlebe ich (im Gegensatz zu anderen) überhaupt nicht "dreigestaltig". War sie noch nie. Ihre Viergestaltigkeit macht für mich viel, viel mehr Sinn.
      Aber das ist halt auch meine ganz persönliche, weibliche Sicht und Wahrnehmung. (Da wäre vielleicht auch interessant, in wieweit sich vielleicht bei der Wahrnehmung "weibliche" und "männliche" Wahrnehmung (von Energien) unterscheiden (könn(t)en) *noch eine Flasche zum öffnen dazu stellt* ;)

      Waldstreicher wrote:

      Keine Ahnung, ob das ein Luxusproblem ist, und vielleicht eh niemanden außer mich interessiert.

      Naja. Es muss ja auch niemanden anderen interssieren als Dich. ;) So wie mein "System" auch niemand anderen interessieren brauch.
      Jeder hat einen anderen Zugang, und wer bin ich mir anzumaßen, was einen anderen zu interessieren hätte? Oder was für eine andere zu gelten hat?
      Ich habe einen völlig anderen Zugang. Für mich z.B. ist die Astrologie genauso unwichtig und wertlos in meinem Ansatz, wie meinetwegen Numerologie oder die Kabbhala. Aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass es für Dich, oder für die Wölfin oder für wen auch immer genauso zu sein hat bzw. ist.

      Waldstreicher wrote:

      Aber ich hab schon jahrelang herumprobiert, verglichen, mir Gedanken und Gefühle gemacht, denn ich halte den richtigen Zeitpunkt nicht für sooo unwesentlich, was den Fluss der Jahresfeste anlangt

      Nun ja, die Frage ist doch "was st der "richtige" Zeitpunkt? Meine richtigen Zeitpunkte habe ich gefunden.
      Das Schlüsselwort ist dabei jedoch "meine". -Für Dich ist halt (etwas) anders. Finde ich jetzt nicht wirklich dramatisch. Und wenn wir gemeinsam feiern wollten, hätten wir immer noch die Möglichkeit, dies an den "Fixtagen" zu tun ;)


      Waldstreicher wrote:

      Und was bei den Sonnenfesten datumsverlässlich klar ist, da sie ja den absoluten Beginn einer Jahreszeit darstellen, ist bei den Kreuzvierteltagen, die ich als Höhe- und Wendepunkt jeder Jahreszeit sehe, längst nicht so klar.

      *unterschreib* Absolut.

      Waldstreicher wrote:

      Und nun an alle: Kratzt das wem?

      Wie schon gesagt: Ich bin da vollkommen tiefenentspannt.
      Ich habe einen "Vertrag" mit "meiner" Göttin bzw. mit meinen Göttinnen. Und DAS diktiert mein Handeln und meine Entscheidungen. Nur Ihr bin ich "Rechenschaft" schuldig. Warum sollte ich mich da an den Wegen, Wahrnehmungen o.ä. anderer stören?
      Wenn andere sich unbedigt daran stören wollen, wie ich feier... Dann frag ich mich echt, ob diese Personen keine anderen Probleme habe.
      Allerdings, das hat mir das Erleben in den letzten 20 Jahren Internet auch gezeigt: Es GIBT tatsächlich Menschen, die ganz offensicht keine anderen Probleme haben. – Aber das ist ein ganz anderes Fässchen. ;)

      Ich wünsche Dir eine traumhafte Nacht und freue mich auf Deine Gedanken.

      LG
      Siat
      Von den Hohen erschaffen
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      Hallo alle miteinander,

      wann welche Feste feiern - da hat sich bei mir noch nicht so viel getan seit ich zum letzten Mal hier darüber schrieb.

      Ich überlegte mir damals, als das Thema heidnische Feste für mich aufkam, was ich mit dem Feiern der Feste erreichen wollte? Die Feste nach Monden einordnen? Das schien mir zu kompliziert auch wenn es sich durchaus richtig anfühlt. Aber ich bin pragmatisch und brauche einfache Regeln. Das Leben ist komplex genug dass man es sich nicht durch zusätzliche Komplexität erschwerren sollte.

      Den Jahreskreis für mich sinnvoll einzuteilen. Das schien mir ein guter Weg. Die Jahreszeiten als Grundlage, den Zyklen folgen und die Übergänge feiern. Aber wo sind die Übergänge? In Zeiten zu denen hier an meinem Wohnort schon die Mandelbäume blühen und der Frühling überall mit Macht ausbricht sitzen die Leute weiter im Süden noch auf 2 Meter Neuschnee. Wenn ich im April bei 30 Grad die Hitze verfluche und mich ärgere dass der Sommer immer früher beginnt heizen die Leute im Allgäu nochmal den Ofen an und träumen von wärmeren Tage. Was also ist sinnvoll für mich?

      Ich beschloss mich an den aktuellen Kalender zu halten. Die astronomischen Feste, die Sonnenwenden und Äquinoxen sind klar definiert. Die anderen vier Feste kann man sinnvoll dazwischen verteilen. Sich dann an fixe Daten zu halten, z.b. 30. April für Beltaine oder 30.November für Samhain sowie 1. Februar für Imbolc und 1 August für Lughnasad erschien mir am einfachsten. Wölfinnen-Jahreskreis-Kalender fertig. :)

      Wie Siat und Bruder Streicher schon schrieben geht's nicht unbedingt um das Datum selbst sondern um diese Zeiten in denen die bestimmten Energien herrschen. An welchem Tag oder zu welchem Mond man für sich persönlich nun die Feste feiert bleibt dem Einzelnen überlassen. In Gruppen wird man sich an das halten müssen das diese Gruppe bestimmt hat aber das weiß man ja wenn man dort beitritt.

      Welchen Weg wählt man? Den, der einem am besten passt. Der sich am stimmigsten anfühlt. Oder halt auch den, den die Gruppe gewählt hat, der man angehören möchte. Je nach persönlicherm spriritueller Präferenz.

      Würde ich die Feste an den Monden feiern dann wäre Beltaine für mich ein Vollmondfest (Fruchtbarkeit / Füllle / Vollmond) und Samhain ein Schwarzmondfest (Abstieg in die Dunkelheit / Neubeginn des Jahres (für mich, Samhain ist mein Neujahrsfest) / Schwarzmond). Ab und zu, wenn die Mondzyklen passend sind mit den Festen hab ich meine Freude daran das es gerade so gut passt aber ich richte mich nicht danach.

      Ein Zusatzfläschen war da noch die weiblichen und männlichen Energien an den Festen. Darüber habe ich nie nachgedacht und es hat auch nie irgendeine Rolle für mich gespielt. Wenn dann ist nur Beltaine das Fest an dem sich für mich überhaupt klar männliche und weibliche Energien zeigen. Da es darum geht die Fruchtbarkeiti zu feiern sind hier sowohl Gott als auch Göttin vertreten.

      Soweit meine 5 cents zum aufgemachten Fläschchen.

      Liebe Grüße
      Wölfin
      Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

      Hamlet (I, 5)
      Hallo liebe Wölfin,
      da kann ich nicht mehr hinzufügen. :)
      Nur dazu:

      Sternenwoelfin wrote:

      Ein Zusatzfläschen war da noch die weiblichen und männlichen Energien an den Festen. Darüber habe ich nie nachgedacht und es hat auch nie irgendeine Rolle für mich gespielt. Wenn dann ist nur Beltaine das Fest an dem sich für mich überhaupt klar männliche und weibliche Energien zeigen. Da es darum geht die Fruchtbarkeiti zu feiern sind hier sowohl Gott als auch Göttin vertreten.

      Puuuh... Hm... Als ich das Posting heute in Früh schrieb, schien´s für mich so klar... :sarcastic: Hm....
      Also... Im Grunde ist mein "Jahreskreis" ja eh etwas... (Viel) Komplexer. Er ist halt ein "lunisolar" Kalender, wenn Du so willst, in dem "meine" Göttlichen den Tanz des Seins und der Schöpfung vollziehen. Für mich (auch wenn der Eindruck entstand) sind "meine" Feste auch nicht "ausschließlich" von "weiblicher" oder "männlicher" Energie geprägt, allerdings nehme ich durchaus so etwas wie eine energetischen "Schwerpunkt"(?-Meine Güte... Warum muss die menschliche Sprache nur so eingeschränkt sein!?!? Manchmal wünschte ich, mein Erleben und Wahrnehmen einfach "rüberschubsen" zu können :sarcastic: ) wahr.
      Für mich kommen bei "meinen" Festen unterschiedliche Dinge zusammen: Zum einen ist mein Weg einfach sehr... Göttin-zentriert. Sie ist es, zu der ich einfach eine sehr tiefe Bindung habe. Ihr Gefährte ist zwar auch "da", aber Sein Einfluss in meinem Sein und meinem Leben ist nicht in derselben "Form" so deutlich, wie von Ihr.
      Ich könnte es auch ganz lapidar so ausdrücken: "Mit Ihm habe ich keinen "Vertrag"." ;)
      Hier sprachen wir jetzt erst mal über Mondfeste.

      Der Mond"zyklus" und auch die Mondfeste sind für mich halt sehr eng mit meiner Wahrnehmung des Weiblich-Göttlichen (hier gestern der Einfachheit halber "meine" Göttin genannt) verbunden.
      Wenn Du so möchtest: Sie/Es ist für mich nicht drei-, sondern vierfältig. Der Schwarzmond, der dabei von anderen in der Regel vollkommen "ignoriert" wird, ist für mich ein ganz, ganz wichtiger Aspekt der (="meiner") Göttin, und gehört zu Ihrer "Ganzheit" unbedingt dazu.
      Der Zyklus des Mondes in seinem monatlichen "Lauf" erzählt von der Wandelbarkeit des Lebens und seinen "Phasen", während die Mondfeste ... wie soll ich´s sagen?...
      Sie geben mir zum einen die "Gelegenheit" mich mit bestimmten "Aspekten" der Göttin zu beschäftigen, S/sie zu feiern und mich mit den entsprechenden Energien zu verbinden und (ggf.) mit I/ihnen zu arbeiten (oder von I/ihnen bearbeitet zu werden... :crazy2: – Du weisst sicher, was ich meine *lach*).
      Das bedeutet natürlich auch, dass selbstverständlich auch der Gott eine Rolle spielt. Beltaine wäre nicht Beltaine, wenn Er nicht von der Partie wäre! ;)

      Würde ich Sie in einer "menschlichen" Art versuchen zu beschreiben, würde ich Sie z.B. zu Beltaine einerseits beschreiben als eine sich selbts bewusste "reifere" Frau, die Spaß an Sex und Verführung hat, dabei aber "erfahrener" und "umsichtiger" bei Ihrer Partnerwahl ist. Die sich bewusst für (oder gegen) eine Bindung mit einem*r Partner*in entscheidet.
      Sie ist diejenige, die das Ruder ihres Lebens fest in der Hand hat, weiss wohin ihre Reise geht/gehen soll und die die Verantwortung für Ihr Sein und Leben vollkommen übernommen hat.
      Darüber hinaus erscheint Sie mir auch als (hoch)schwangere (, werdende) Mutter, die nicht nur bereit ist, die Verantwortun für sich und ihr Leben zu übernehmen, sondern darüber hinaus bereit ist, die Verantwortung für ein neues Leben zu übernehmen. Sie ist diejenige, die sich bewusst dafür entscheidet, etwas so lange zu nähren, zu hüten und zu "pflegen", bis es bereit ist, das Licht der Welt zu erblicken, und über diese "Geburt" hinweg die Verantwortung für dieses "Kind" zu tragen. - Ob mit Partner*in oder ohne.

      Aber das wirklich als ganz, ganz, ganz grober, unvollständiger Versuch, der Beschreibung anhand des Beispiels "Beltaine" ... Würde ich ganz in die Tiefe meiner "(jahreszeitlichen)Mythologie" gehen... *grins* Ich glaube, ich wäre Morgen noch nicht fertig. :sarcastic:
      Mond- und Sonnenfeste sind bei mir eng und sehr stark miteinander verwoben und haben eben mit meiner Wahrnehmung von dem, was in und um mich herum passiert zu tun, und wie ich sowohl die Göttlichen als auch das Sein, die Natur ... hm.. das "Gewebe der Schöpfung" erfahre und erlebe.
      Hach... diese Begrenztheit der Sprache wieder :rolleyes:

      Aber vielleicht kommt etwas rüber, was ich meine.

      Soweit erst mal mein "Roman" ;)


      Liebe Grüße
      Siat
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      Hallo zusamm´

      Das scheint tatsächlich eine sehr individuelle Kiste zu sein.
      Andererseits, Wölfin bringt es auf den Punkt: Was wollen wir an diesen Monden oder Tagen?

      Die Götter ehren, Opfer bringen, die Energie der Jahreszeit feiern, oder Magie wirken?

      Nun, mit gewissen Einräumungen was den letzten Punkt betrifft, wäre alles stressfrei. Denn unter´m Strich ist es den Göttern wahrscheinlich egal, an welchem Datum man sie ehrt, solange man es ehrlich meint. Und wenn man den, für sich selbst stimmigsten Weg gefunden hat, dann reden sie es einem nicht aus, sondern dann hören sie einem genauso zu, als hätte man einen anderen Mond gewählt, bzw nehmen Opfer entgegen und beschenken einen mit ihrer Gegenwart. Und auch die Energie der Jahreszeit passt dann, wenn man es als richtig empfindet, bzw. bleibt ja einige Wochen erhalten. Also: So what. Oder : An ye harm none, do what ye will.

      Was das Wirken von Magie anlangt, gelten eigene Gesetze, aber da eignen sich die Kreuzvierteltage, es sei denn zur Divination, wahrscheinlich gar nicht soooo hervorragend. Denn Feiern und magische Arbeit sind dann doch zweierlei. (Bitte korrigiert mich, wenn ich was übersehen hab)

      Zurück zum Thema: Siat, deine Methode hat die überaus interessante indogermanische tatsächliche Traditionslinie als Hintergrund, und darüber weiß ich zuwenig, als dass ich die Korrespondenzen erkennen könnte, aber ich schätze dich so ein, dass es Gründe für einen Pfad gibt, den du einschlägst und der dann ausprobierterweise der richtige für dich ist.

      Spannenderweise wäre nach der Vicky Gabriel Methode dieses Jahr der fünfte, also Beltainevollmond tatsächlich erst jener Ende Mai. Denn der Nullermond fand erst am 30. Dezember des Vorjahres statt und somit war der Vollmond Ende Jänner der erste in diesem Jahr. (da ist mir übrigens ein Fehler reingerutscht. Es muss natürlich heißen: " der erste Vollmond nach der WSW, solange er noch im selben Jahr einstellt, zählt als Nullmond")

      In Jahren wie diesen, wo die gezählten Monde sehr spät dran sind, könnte ich mir sogar vorstellen, den jeweils zweiten Mond als "Vollendungsmond" zumindest mit einem kleinen Ritual auch zu begehen, obwohl ich sonst wie schon gesagt, die jeweiligen Monde nach dem dominanten Sternzeichen - und damit wieder der für mich zugehörigen Gottheit (dargelegt am Beginn dieses Themas - Die Götter im Jahreskreis) am besten erfassen kann.

      Ja, die Astrologie. Ich weiß, sie polarisiert gerade in Neuheidenkreisen beachtlich.
      Für mich ist sie selbstverständlich. Und hätte ich nicht schon ungezählte Male im Laufe der Jahre erlebt, wie klar man manche Menschen oft verstehen kann, wenn man ihre Radix kennt, oder simpler, ihre drei dominanten Zeichen, (und wie sehr man sie verblüffen kann damit), oder wie gut man fährt, wenn man den besten Zeitpunkt für etwas wählt, dann wäre ich ebenso skeptisch. Aber für mich ist die Astrologie ebenso wie die Karten ein ideales Werkzeug.

      Wobei ich hier (allein und ganz allein für mich selbst) eine Mischtechnik entwickelt habe. Für mich ist zB Jungfrau nicht Jungfrau, sondern Jörd, die Erdmutter. Oder der Widder ist Donner, oder im Stier sehe ich Freyja uind Freyr. Die klassisch astrologischen Bezeichnungen liegen mir auch nicht so. Wie bei dir Siat, ist es auch bei mir ein über Jahrzehnte entwickeltes System, das für meine Matrix einfach passt. Und so ist es gut, dass jeder seinen Zugang hat.

      Allein der Mond macht einen manchmal einen Strich durch noch so durchdachte Systeme. Ich hab zB erlebt, dass eines Jahres im Wassermann gleich zwei Vollmonde vorkamen. Ganz am Rand natürlich. Und ich war gespannt, wie es sich anfühlen würde. Vom feeling her war es dann eindeutig der zweite, der für mich richtig nach Imbolc geschmeckt hat, was aber meiner Gewohnheit , den zeitnächsten zum Kalenderdatum zu wählen, heftig zuwidergelaufen ist. Aber wir wissen: der Mond ist dynamisch, nicht exakt, immer ein wenig unberechenbar. Und das ist gut so.

      Im übrigen, Siat ist dein Gedanke der vierfachen Göttin absolut richtig. Auch so kann man sie verstehen. Vielleicht ist sie beides. Dreifach UND vierfach. In sich siebenfach. Oder aber auch tausendfach.
      Das wär ein Thema für Fee :)

      Gehabt Euch wohl, Ihr Lieben
      Es ist schön dass es keine vorgefertigten Lösungen oder Synoden in denen klargestellt wird, was nun die absolute Wahrheit sei, bei uns Heidenpack gibt.
      So können wir stets Neues entdecken und müssen uns täglich wieder auseinandersetzen mit dem Unerklärten und unsere wahrgeglaubten Muster erneut hinterfragen. Lebendige Religion eben
      meint Euer Waldstreicher
      Neither country proverbs nor a kings command can keep me out of the woods today - Lily, Legend

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      Nur kurz, Ihr Lieben, ich hab´ noch eine Antwort im Hinterkopf ;)
      Momentan nehmen mich aber die Vorbereitungen für das Update und die Aktualisierung von Datenschutzerklärung, Nutzungsbediungen und Forenregeln etwas in Beschlag.:hang: :rolleyes:

      Also, vergessen ist nichts. ;)

      Liebe Grüße aus dem sonnigen Franken
      Siat
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